Das Abendmahl
(Communion)

"Tucson Tabernacle" in Tucson - Arizona, USA
Sonntag, 12.12.1965
34 Minuten


[Dieses sind die letzten Worte, die Bruder Branham öffentlich vor seinem Tode gesprochen hat.]

001 Es war eine bewegende Botschaft, die Bruder Pearry Green uns heute aus dem Worte Gottes brachte. Wie wahr ist es, daß wir Gott in unserer Zeit begrenzen. Wir können Ihn nicht begrenzen.

002 Heute abend stehen wir vor dem Thema: "Das Abendmahl". Drei Jahre lang sehnte ich mich danach, daß hier in Tucson eine Gemein de entstehen möchte. Nun ist es verwirklicht, und wir sind hier zusammen. Wir danken dem Herrn dafür. Er ließ uns etwas warten, damit wir es jetzt schätzen können.

003 Ich möchte noch etwas sagen, ehe wir mit dem Abendmahl beginnen. Ich glaube, daß wir in unserer Zeit so viel gesehen haben, daß wir wirklich unser alles Gott weihen sollten. Wir sollten Gott wirklich dienen. Ich glaube, daß Er uns mit der direkten Antwort der Schrift gesegnet hat.

004 Wie Bruder Pearry Green vor wenigen Minuten sagte, sind wir jetzt in dieser Zeit. Wir sind nicht blind; wir können sagen, wo wir uns befinden, wo wir angekommen sind. Auch können wir sehen, wohin der menschliche Verstand die Leute hinführt. Es ist nicht möglich, daß es noch lange Zeit so bleibt, denn die ganze Welt würde zu einer Irrenanstalt werden. Wir sind am Ende der Zeit angekommen.

005 Ich glaube, daß es mein Sohn Joseph war, der vor kurzem zu mir sagte: "Papa, wann ist Gott aufgetreten, woher ist Er gekommen. Er mußte doch einen Anfang gehabt haben. Hat Er denn niemals begonnen?" Ich antwortete ihm: "Nein, alles, was einen Anfang hat, wird auch ein Ende haben. Aber das, was keinen Anfang hatte, wird auch kein Ende haben."

006 Natürlich ist mein Sohn erst 10 Jahre alt. Das war für ihn ein ganzer Mund voll. Wie könnte er es fassen, daß etwas niemals begonnen hat. Nicht nur für ihn war es sehr viel, sondern es überwältigt auch mich. Es ist mir etwas sehr Großes. Wie hätte Er anfangen können?

007 Nun, wir sind im Begriff, dieses heilige Mahl zu feiern.

008 Vor einigen Tagen wurde ich von einem sehr feinen, christlichen Mann angerufen, der gehört hat, daß wir das Abendmahl feiern.

009 Er sagte, daß seine Gemeinde an das sog. "geistliche Abendmahl" glaubt. Ich habe nichts gegen die Gemeinschaft untereinander. Der Grund aber, warum ich dieses erwähne, ist folgender: Ich möchte, daß ihr genau versteht, was ihr tut. Wenn ihr in etwas blind hineingeht, so wißt ihr nicht, was ihr tut. Ihr könnt kein Vertrauen haben; es sei denn, ihr versteht, was ihr tut, und warum ihr es tut.

010 Dieser Bruder sagte: "Nun, wenn wir das Wort Gottes aufnehmen, ist das nicht Gott, den wir damit aufnehmen?"

011 Ich antwortete: "Das stimmt genau, das ist wahr." Jedoch lesen wir im Wort, daß Paulus das tatsächliche Abendmahl des Herrn lehrte.

012 Jesus sagte: "Tut dieses zu meinem Gedächtnis, (Luk. 22, 19b und 1. Kor. 11, 24b und 26) denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis Er kommt."

013 Das bedeutet, daß wir es feiern sollen. Wir wissen, daß Paulus, der dieses in der Gemeinde anordnete, der Prophet im Neuen Testament war. Petrus, Jakobus, Matthäus, Markus, Lukas und Johannes schrieben selbst, was Jesus tat, doch Paulus ordnete diese Dinge an. Er war der Prophet des Neuen Testaments.

014 Gleich wie Mose in die Wüste ging und die Inspiration erhielt, worauf er die ersten fünf Bücher der Bibel schrieb, so ging auch Paulus in die Wüste und empfing die Inspiration von Gott, um für die neutestamentliche Gemeinde anhand der Typen des Alten Testaments Anordnungen zu treffen.

015 Im Alten Testament hatten sie das Lamm als Opfer. Israel tat dieses zu einer Erinnerung, obwohl es in der Bibel nur ein einziges Mal angewandt wurde, nämlich als sie aus Ägypten hinausgeführt wurden. Dann aber hielten sie es als ein Gedächtnis durch das Zeitalter hindurch. In dem Gesetz waren die Schattenbilder der Dinge, die kommen würden.

016 Ich glaube, daß das Abendmahl wirklich gehalten werden sollte. Es sind uns drei göttliche Verordnungen gegeben worden: das Abendmahl, die Fußwaschung und die Wassertaufe. Dieses sind die drei Verordnungen, die uns im Neuen Testament gegeben wurden. Drei ist die Zahl der Vollkommenheit.

017 Ich glaube, daß niemand das Recht hat, am Abendmahl teilzunehmen, bis er das Wort des Herrn in seinem Herzen aufgenommen hat. Ich werde euch in ein paar Minuten etwas vorlesen, das euch dieses veranschaulichen soll.

018 Nun seht, wenn ihr sagen würdet, daß das Abendmahl darin besteht, nur das Wort aufzunehmen, dann könnten wir auf der gleichen Grundlage die Heilsarmee als absolut gerechtfertigt ansehen. Sie glauben nicht an die Wassertaufe, indem sie sagen "Wir benötigen es nicht."

019 Nun, wenn wir nicht die Wassertaufe benötigen, warum lassen wir uns dann taufen. Sie sagen: "Das Wasser kann euch nicht retten, das Blut rettet euch." Damit stimme ich überein. Denn so ist es richtig; das Blut errettet euch und nicht das Wasser. Jedoch ist in der Glaubenstaufe nach außen hin das vollzogen, was durch das Werk der Gnade in uns geschah.

020 Natürlich ist das gleiche mit dem Abendmahl. Wenn wir den Herrn als unser Opfer in uns aufgenommen haben, durch die geistliche Geburt, werden wir durch Ihn leben - durch das Wort. Und doch sollten wir es feiern und als ein Symbol festhalten, denn es ist ein Gebot (Ag. 2, 38):

"Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."

021 Paulus sagte:

"Denn ich habe es meinerseits vom Herrn her so überkommen, wie ich es euch auch überliefert habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, in der er verraten wurde, nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: 'Dies ist mein Leib, für euch; dies tut zu meinem Gedächtnis!' Ebenso den Kelch nach dem Mahl und sagte: 'Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, so oft ihr trinket, zu meinem Gedächtnis!' Denn so oft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt." (1. Kor. 11, 23-26)

022 Dieser geliebte Bruder, ein sehr teurer Bruder, sagte, als er kam: "Ich habe das Abendmahl nie genommen, Bruder Branham. Ich verstehe nicht, was es ist, mir wurde es anders gelehrt."

023 Ich antwortete: "Bedenke doch, wir müssen zugeben, daß Paulus die christliche Gemeindeordnung eingesetzt hat."

024 Wir lesen es auch in Apg. 2, von Vers 42 bis 46, daß sie das Brot hin und her in den Häusern brachen und in der Lehre der Apostel blieben.

025 Paulus hat dieses in der Gemeinde angeordnet. In Galater 1, 8 sagt er:

"Aber auch wenn wir selbst oder ein Engel aus dem Himmel euch eine andere Heilsbotschaft verkündigten als die, welche wir euch verkündigt haben: - Fluch über ihn!"

026 Dieses traf auch für diejenigen zu, die mit der Taufe des Johannes getauft waren, denn sie mußten wieder getauft werden auf den Namen Jesu Christi. Dieses sind die drei Dinge, die wir tun müssen: das Abendmahl, die Fußwaschung und die Wassertaufe.

027 Nun, die Heilsarmee leitet ihren Standpunkt von dem des sterbenden Schächers ab. Er starb, ohne daß er getauft war, und Jesus sagte zu ihm, daß er im Paradiese sein wird. Das ist genau die Wahrheit. Aber seht, er hat Jesus erst in der Stunde seines Todes erkannt. Das war die einzige Gelegenheit, die er hatte. Er war ein Räuber - nun starb er. Doch als er das Licht sah, nahm er es an und sagte: "Herr, gedenke meiner." Das ist wahr, aber für euch und für mich, die wir wissen, daß wir uns taufen lassen sollen und uns weigern, es zu tun; wir werden es vor Gott verantworten müssen.

028 Das gleiche trifft auf das Abendmahl zu. Wenn ihr am Abendmahl teilnehmt, dann denkt nicht, daß ihr nur kommt, um etwas Brot zu euch zu nehmen und zu sagen: "Ich glaube, daß ich ein Christ bin." Beachtet, was die Bibel sagt:

"Denn so oft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt." (1. Kor. 11, 29)

029 Ihr müßt ein Leben vor Gott und vor den Menschen führen, das eure Aufrichtigkeit zeigt.

030 Im Alten Testament war die Verordnung, das Opfer darzubringen. So ist auch die Wassertaufe eine Verordnung; so ist auch die Fußwaschung eine Verordnung, ebenfalls das Abendmahl des Herrn. Gesegnet ist der, der all diese Verordnungen tut - der all Seine Bestimmungen und Gebote hält, damit er ein Recht und einen Anteil an dem Baum des Lebens hat.

031 Nun beachtet, als die Verordnung Gottes eingeführt wurde, brachten sie ein Opfer in den Tempel, sie brachten ihre Gaben für ihre Sünden dar, das geopferte Lamm. Ich kann mir vorstellen, wie ein jüdischer Bruder den Weg entlang kam mit dem Bewußtsein seiner Schuld. Er ging zum Altar und brachte seinen Ochsen, seinen Widder, oder was immer er hatte dar. So aufrichtig, wie er nur sein konnte, hielt er die Verordnung Gottes. Dann legte er seine Hand auf das Opfer, bekannte seine Sünden, und der Priester legte seine Sünden auf das Lamm. Der Hals des Lammes wurde durch geschnitten, und es starb für ihn.

032 Während das Lamm noch da lag und verblutete, waren seine Hände voller Blut. Das Blut strömte überall hin, während das Lamm starb.

033 Dabei erkannte er, daß er gesündigt hat, und etwas an seiner Statt sterben mußte. Das war der Grund, warum er das Lamm opferte. Es starb für ihn. Es starb an seiner Stelle. Der Mann hat es in Aufrichtigkeit aus der Tiefe seines Herzens geopfert.

034 Immer wieder und immer wieder wurde es getan. Sie halten diese Verordnung, bis dieses Gebot Gottes eine Tradition für das Volk wurde. Es war keine Aufrichtigkeit mehr darin, auch das Verständnis dafür war nicht mehr da. Auf solche Weise möchten wir das Abendmahl nicht nehmen, doch dasselbe wird von denen getan, die zum Tische des Herrn kommen.

"Denn alle Tische sind voll von Gespei, Unflat bis auf den letzten Platz!" (Jesaja 28, 8)

035 Ich glaube, daß wir täglich essen. Ich habe während der Zeit, als unser Bruder predigte, gegessen, indem ich das Wort Gottes aufnahm. Wir glauben es von ganzem Herzen. Wir sehen es geoffenbart. Es ist uns gegeben. Wir sehen es bestätigt. Wir fühlen es in unserem Leben.

036 Wir müssen zu dieser Feier mit einer tiefen Gewißheit kommen, weshalb wir daran teilnehmen. Nicht, weil es ein Gebot ist. Oft könnt ihr zu einer Gemeinde gehen, wo zum Abendmahl Knäcke- oder Weißbrot gebrochen wird. Menschen, die rauchen, trinken und alles andere tun, kommen und nehmen am Mahl des Herrn teil, weil sie Mitglieder der bestimmten Gemeinde sind. Nun, das ist Schmutz vor Gott wie auch ihr Opfer.

037 "Wozu soll mir die Menge eurer Schlachtopfer dienen?" fragt der Herr; "überdrüssig bin ich der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber, und am Blut der Jungstieren, Lämmern und Böcken habe ich kein Wohlgefallen. Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht euch sehen zu lassen; - wer hat das von euch verlangt, meine Vorhöfe zu zertreten? Bringt mir keine heuchlerischen Speiseopfer mehr da greuelhafter Opferrauch sind sie mir! Neumonde und Sabbate die Berufung von Festversammlungen -: ich kann Gottlosigkeit im Verein mit Festgepränge nicht ertragen! Eure Neumonde und Festzeiten sind meinem Herzen verhaßt, sie sind mir zur Last geworden, und ich bin müde, sie zu ertragen! Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch; auch wenn ihr noch so viel betet, höre ich doch nicht darauf: eure Hände sind ja voll Blutschuld." (Jesaja 1, 11-15).

038 "Ich hasse, ich verschmähe eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen! Denn wenn ihr mir Brandopfer und eure Speisopfer darbringt, so habe ich kein Wohl gefallen daran, und' die Dankopfer von euren Mastkälbern mag ich nicht ansehen! Hinweg von mir mit dem Getön deiner Lieder! Dein Harfenspiel mag ich nicht hören!" (Amos 5, 21-23)

039 Das Halten von Festtagen und Opfern wurde Gott zu einem üblen Geruch. Doch Er war es, der das Opfer darzubringen gebot. Es wurde zu einem üblen Geruch, weil sie es nicht auf rechte Weise taten, obwohl es das Opfer war, das Er bestimmt hatte.

040 Zu viele sog. Christen tun das heute. In solcher Weise beten sie Gott an. Wir stehen auf und lehren dieses Wort und sagen: "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit" und lehren die Dinge, die Er verheißen hat, zu erfüllen. Doch sagen wir: "Oh, das wär für eine andere Zeit!" So wird die gesamte Anbetung zu einem üblen Geruch für Ihn. Er wird sie auf keine Weise annehmen. Ihr nehmt das Abendmahl des Herrn nicht aus Tradition. Ihr nehmt es um der Liebe Gottes willen, die in euren Herzen ist, in dem ihr die Gebote Gottes haltet. Wenn ihr es nicht in Aufrichtigkeit tut, sondern nur als eine Tradition, weil es in eurer Gemeinde jeden Sonntag gehalten wird, oder einmal im Monat oder zweimal im Jahr, dann wird es zu einem üblen Geruch vor Gott. So ist es mit allem anderen.

041 Ihr müßt aufrichtig darin sein. Gott will die Tiefe eures Herzens. Denkt daran, der Gott, der euch auf diese Erde gebracht hat, ist es, dem ihr dient. Ihr tut es, weil Er es so sagte, und weil es Sein Befehl ist. Deshalb, wenn wir kommen, wollen wir es in Ehrlichkeit essen, wissend, daß wir durch Gottes Gnade gerettet sind.

042 Wir lieben Ihn und fühlen Seine Gegenwart. Wir erlebten, daß Er unser Leben umgestaltet hat, unser ganzes Sein ist verändert. Wir sind andere Menschen geworden. Wir leben nicht mehr, wie wir einmal lebten, wir denken nicht mehr, wie wir einmal dachten, oder reden, wie wir einmal redeten.

043 Es ist so, wie ich es bereits von den zwei Büchern erwähnte, daß ein Buch das Buch des Lebens darstellt. Das erste Buch betrifft euer irdisches Leben, es enthält alles seit eurer Geburt. Doch tief in euch lag schon der Same des Lebens. Laßt es mich auf folgende Weise ausdrücken: Nimm mein eigenes Leben hin - es ist, als ob ihr fragen würdet: "Was ist mit Wilham Branham los?"

044 Nun, der William Branham vor 40 Jahren ist nicht derselbe William Branham, der heute abend hier ist. Jemand mag vor 40 Jahren gesagt haben: "Er war ein schlimmer Bursche." Ja, denn ich war von Charles und Ella Branham geboren. Und in dieser Natur war ich ein Sünder.

045 Ich kam in diese Welt und war ein Lügner. Alle Gewohnheiten der Welt waren in mir, aber darin war noch eine andere Natur vorhanden. Sie war vorherbestimmt und von Gott hineingelegt in den selben Leib. Dieses sind die beiden Naturen. Doch nur die eine hat den Sieg davongetragen. Als ich aufwuchs, war ich ein Sünder wie die anderen, denn ich wurde auf die gleiche Weise großgezogen.

046 Doch tief in mir war dieser kleine Funke des Lebens durch die ganze Zeit.

047 Ich kann mich als kleiner Junge daran erinnern, was mein Vater und meine Mutter taten, als sie Sünder waren (doch nun sind sie heimgeholt zu ihrer Ruhe). Bei uns zu Hause gab es kein Christentum. Es wurde getrunken und Partys wurden abgehalten. Das alles machte mich krank.

048 Oft nahm ich meine Laterne und meinen Hund und ging in den Wald und blieb die Nacht hindurch dort. In der Winterzeit kam ich vom Jagen nicht eher zurück, bis die Party vorbei war. Manch. mal war es früh am Morgen. Wenn ich nach Hause kam, ehe die Feier zu Ende war, schlief ich draußen im Schuppen und wartete so auf den Anbruch des nächsten Tages.

049 Ich dachte oft nach über die vielen Male, in denen ich draußen während der Sommerzeit war. Ich sammelte Gestrüpp und machte mir einen Schutz vor Wind und Regen. Ich legte mich dort hin, hielt meine Angel ins Wasser und fischte. Mein alter Jagdhund lag neben mir. Ich sagte: "Schau her, weißt du, daß ich gerade hier im letzten Winter Rast machte und an dieser Stelle ein Feuer hatte, während ich darauf wartete, daß mein alter Hund den Waschbär machte." Ich mußte ein Feuer machen, um mich warm zu halten, denn der Boden war ungefähr 5 Zoll tief gefroren.

050 Aber kleine Blume, woher bist du gekommen? Wer hat dich hier gepflanzt? Aus welchem Gewächshaus bist du gekommen? Ich habe über dir ein Feuer angezündet. Neben dem Kälte. war hier auch ein Hitzeelement. Hier lag ein Teil eines alten Baumstammes, den ich verbrannt habe, und doch bist du am Leben? Woher bist du gekommen?

051 Was war es? Dort war ein anderer William Branham... so ein kleiner Punkt des ewigen Lebens, der hineingelegt wurde von den Lenden Gottes: das Wort Gottes, das hineingelegt wurde.

052 Jeder einzelne von uns kann über ähnliche Dinge nachdenken. Oft schaute ich zu den Bäumen hinauf und dachte: "Blätter, ich sah euch im letzten Herbst herunterfallen, und doch seid ihr wieder zurück. Woher seid ihr gekommen? Was hat euch hierher ge. bracht?" Es war das ewige Leben, das in dem Körper wirkte.

053 Dann eines Tages während ich ging, sprach eine Stimme zu mir: "Rauche nie, trinke nie, usw.

054 Seht, etwas war in Bewegung.

055 Ganz plötzlich schaute ich auf und sagte: "Ich bin nicht der Sohn des Charles und Ella Branham! Es ist etwas, das mich ruft."... wie ich es in meiner Adler-Botschaft schon sagte: "Ich bin kein Kücken! Es ist etwas irgendwo in der Höhe. Oh, großer Jehova, wer immer Du bist, tue Dich kund. Ich möchte nach Hause kommen. Es ist etwas in mir, das mich ruft."

056 Dann wurde ich wiedergeboren. Das winzige Leben lag dort Das Wasser des Lebens wurde darüber gegossen, und es begann zu wachsen. Das alte Leben war vergeben, es wurde hineingetan in das Meer der Vergessenheit Gottes. Niemals wird es gegen mich in Erinnerung gebracht. Hier stehen wir gerechtfertigt, als hätten wir nie gesündigt in der Gegenwart Gottes.

057 Deshalb, wenn wir zu dem Tische des Herrn kommen, müssen wir in Andacht, Liebe und Ehrfurcht kommen, indem wir uns daran erinnern, wo wir gewesen wären, wenn Er sich unser nicht angenommen hätte. So sagte Paulus in 1. Kor. 11, 33:

"Darum meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander!"

058 Das ist es, nehmt euch einige Minuten Zeit, wartet, betet, prüft euch selbst. Wenn ihr einen Bruder kennt, der mit euch daran teilnehmen will und noch etwas tut, was verkehrt ist, so betet auch für ihn. Wartet einer auf den anderen.

059 Wenn ihr etwas gegeneinander habt, geht hin und bringt es zunächst in Ordnung. Denn wir möchten hierher kommen so rein, wie wir in unseren Gedanken vor Gott und zueinander sein können. So kommen wir in Gemeinschaft am Tische des Herrn. Wir tun dieses und sagen Ihm Dank füreinander, indem wir das Brot gemeinsam essen und den Wein gemeinsam nehmen als Sein Blut und Sein Fleisch.

060 "Da sagte Jesus zu ihnen: ‚Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.'" (Joh. 6, 53-58)

061 Seht ihr, das sagt die Bibel. Wenn ihr es nicht tut, so ist kein Leben in euch. Ihr zeigt dann mehr oder weniger, daß ihr euch schämt, als Christ identifiziert zu werden um des Lebens willen, das ihr lebt. Dies ist die wahre Entscheidung. Wenn ihr es nicht tut, habt ihr kein Leben. Wenn ihr es unwürdig tut, seid ihr schuldig am Leibe des Herrn.

062 Das gleiche gilt für die Wassertaufe. Wenn wir sagen, daß wir an Jesus Christus glauben, und daß Er uns von der Sünde errettet hat, und auf den Namen Jesu Christi getauft werden, dann bringen wir Schande auf Ihn, wenn wir verkehrte Dinge tun. Dafür werden wir bezahlen müssen. Andernfalls versuchen wir, das eine zu bekennen und das andere zu tun. Das ist unsere Schwierigkeit in der heutigen Zeit. Ich sage UNSERE - MEINE - und der Gemeinde, zu welcher Gott, der Herr, mich in dieser letzten Stunde sprechen läßt.

063 Wir glauben, daß wir am Abschluß der Zeit stehen. Wir glauben, daß Gott uns eine Botschaft gegeben hat. Sie ist von Gott bestimmt. Sie wurde von Gott bestätigt. Sie ist von Gott gezeigt worden. Jetzt müssen wir zu Ihm in Ehrfurcht, in Liebe und in der Reinheit unserer Herzen, Gedanken und Seelen kommen. Wißt ihr, daß die Stunde bald sein wird, wo der Heilige Geist unter uns in gleicher Weise sprechen wird wie damals zu Ananias und Sapphira. Die Stunde kommt. Vergeßt das nicht! Gott wird unter Seinem Volke wohnen. Das möchte Er jetzt tun.

064 Wenn ich ein junger Mann wäre, der eine Lebensgefährtin sucht, und ich hätte sie endlich gefunden, würde ich sagen: "Sie ist vollkommen, sie ist eine Christin, sie ist eine Dame. Ich habe das Vertrauen, daß sie für mich bestimmt ist." Aber ganz gleich, wieviel Vertrauen ich habe, daß sie die Richtige ist, oder wie sehr ich empfinde, daß sie hübsch ist, ich muß sie annehmen, und sie muß mich annehmen.

065 Das ist das gleiche mit dieser Botschaft. Wir sehen, daß sie richtig ist. Wir sehen, daß Gott sie als vollkommen bestätigte. Alles, was gesagt wurde, geschieht genau, wie es ausgesprochen war. Wir wissen, daß das stimmt.

066 Doch nehmt sie nicht von einem verstandesmäßigen Standpunkt auf. Wenn ihr das tut, habt ihr eine Religion "zweiter Hand". Gewiß wollen wir nicht eine Religion "zweiter Hand", denn das wäre etwas, was ein anderer erfahren hat, und wir leben nur von seinem Zeugnis.

067 Jesus sagte zu Pilatus (Joh. 18, 33-37):

"Fragst du so von dir selbst, oder haben andere es dir von mir gesagt?"

068 Hat dir das jemals einer gesagt, oder ist es mein Vater im Himmel, der dir dieses geoffenbart hat. Wo hast du es erfahren? Hast du es von "zweiter Hand", oder ist es vollkommene Offenbarung Gottes?

069 Bedeutet das Abendmahl nur, daß wir zum Altar kommen und daran teilnehmen, indem wir zu uns selbst sagen: "Alle anderen nehmen daran teil, so will ich es auch tun." Es sollte eine Offenbarung sein. Ich bin ein Teil von Ihm und ein Teil von euch. Ich liebe euch, und ich liebe Ihn. Wir nehmen dieses Abendmahl zusammen als ein Zeichen unserer Liebe zu Gott und unserer Liebe und Gemeinschaft untereinander.

070 Nun, möchte ich aus der Schrift lesen: (1. Kor. 11, 23-34)

"Denn ich habe es meinerseits vom Herrn her so überkommen wie ich es euch auch überliefert habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, in der er verraten wurde, nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: ‚Dies ist mein Leib, für euch; dies tut zu meinem Gedächtnis!' Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: 'Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dies tut, so oft ihr trinket zu meinem Gedächtnis!' Denn so oft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Wer daher in unwürdiger Weise das Brot ißt und den Kelch des Herrn trinkt, der wird sich am Leibe und am Blute des Herrn versündigen. Jedermann prüfe sich also selbst und esse dann erst von dem Brot und trinke von dem Kelch!

Denn wer da ißt und trinkt, der zieht sich selbst durch sein Essen und Trinken ein Strafurteil zu, wenn er den Leib nicht unterscheidet. Deshalb gibt es unter euch auch Schwache und Kranke in so großer Zahl, und gar viele sind schon entschlafen. Wenn wir aber mit uns selbst ins Gericht gingen, so würden wir kein Strafurteil empfangen. Indem wir jedoch ein Strafurteil empfangen, werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht mit der Welt zusammen verurteilt werden. Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander! Wenn jemand Hunger hat, so esse er zu Hause, damit ihr durch eure Zusammenkünfte euch kein Strafgericht zuzieht."

071 In unserer Kapelle in Jeffersonville haben wir das Abendmahl und die Fußwaschung immer zusammen gehalten, denn sie gehören Hand in Hand zusammen. Jedoch weil wir hier um der großen Menge willen nicht genügend Raum haben, es durchzuführen, wird die Fußwaschung am Mittwochabend stattfinden.

072 Nun, vergeßt es nicht:

"Aber auch wenn wir selbst oder ein Engel aus dem Himmel euch eine andere Heilsbotschaft verkündigten als die, welche wir euch verkündigt haben: - Fluch über ihn!" (Galater 1, 8)

"Denn ich habe es meinerseits vom Herrn her so überkommen, wie ich es euch auch überliefert habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, in der er verraten wurde, nahm er Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: ‚Dies ist mein Leib, für euch; dies tut zu meinem Gedächtnis'!" (1. Kor. 11, 23-24)

073 Nun, laßt mich hier stehen bleiben und folgendes sagen: Wenn wir den Leib des Herrn Jesus Christus in diesem Abendmahl zu uns nehmen, das bedeutet nicht, daß es der natürliche Leib Christi ist, das wäre die römisch-katholische Lehre. Ich glaube, daß es nur eine Verordnung ist, die Gott uns geboten hat. Es ist nicht der natürliche Leib, es ist - lediglich ein Stückchen des Brotes, das wir nehmen.

074 So glaube ich auch nicht, daß die Wassertaufe im Namen Jesu Christi Sündenvergebung bewirkt. Ich weiß, daß hier Menschen sitzen, die von der Vereinigten Pfingstgemeinde kommen, die es so lehren. Aber seht, ich glaube nicht, daß Wasser Sünden vergibt. Wenn es dies tut, dann starb Jesus umsonst. Ich glaube, daß es eine Anordnung Gottes ist. Indem ihr es tut, zeigt ihr, daß ihr die Vergebung empfangen habt. Ich glaube nicht an eine Taufe zur Erneuerung, genauso nicht, daß das Wasser Vergebung der Sünden bewirkt.

075 In gleicher Weise glaube ich, daß dieses Brot und dieser Wein eine von Gott bestimmte Anordnung sind. Genauso glaube ich, daß die Wassertaufe von Gott angeordnet und für uns bestimmt ist. Jesus hat all dieses getan; Er wusch die Füße der Jünger und gab uns damit ein Beispiel.

076 "Ebenso (nahm Er) auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: ‚Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; dieses tut, so oft ihr trinket, zu meinem Gedächtnis!' Denn so oft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Wer daher in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Kelch trinkt, der wird sich am Leibe und am Blute des Herrn versündigen." (1. Kor. 11, 25-27)

077 Laßt mich hier für einen Moment etwas bemerken. Der Grund, warum Paulus in seinem Brief, im 21. Vers sagte: "Denn jeder nimmt beim Essen seine eigene Mahlzeit vorweg, so daß der eine hungrig, während der andere trunken ist." ist folgender:

078 Sie haben es mißverstanden, wie ihr seht, genauso wie die Menschen es heute tun. Sie lebten, wie immer es ihnen gefiel, und doch nahmen sie teil am Mahl des Herrn. Paulus sagte ihnen, daß sie in ihren Häusern essen können, aber daß dieses eine Verordnung Gottes ist, die sie halten sollten.

079 "Jedermann prüfe sich also selbst und esse dann erst von dem Brot und trinke von dem Kelch! Denn wer da ißt und trinkt, der zieht sich selbst durch sein Essen und Trinken ein Strafurteil zu, wenn er den Leib des Herrn nicht unterscheidet." (1. Kor. 11, 28-29)

080 Was seid ihr? Seid ihr Christen? Lebt ihr vor allem als ein Christ? Wenn ihr das Mahl des Herrn nehmt und nicht als ein Christ lebt, dann unterscheidet ihr den Leib des Herrn nicht. Damit legt ihr einen Stolperstein in den Weg eines anderen. Wenn sie euch am Mahl des Herrn teilnehmen sehen, und ihr nicht so lebt, wie ihr leben solltet: ihr unterscheidet nicht den Leib des Herrn.

081 Nun, laßt uns sehen, welcher Fluch darauf folgt:

"Deshalb gibt es unter euch auch Schwache und Kranke in so großer Zahl, und gar viele sind schon entschlafen." (1. Kor. 11, 30)

"Wenn wir aber mit uns selbst ins Gericht gingen, so würden wir kein Strafurteil empfangen. Indem wir jedoch ein Strafurteil empfangen, werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht mit der Welt zusammen verurteilt werden. Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander. Wenn jemand Hunger hat, so esse er zu Hause, damit ihr durch eure Zusammenkünfte euch kein Strafgericht zuzieht." (1. Kor. 11, 31-34).

082 Mit anderen Warten, nimmt nicht einfach aus Gewohnheit teil am Mahl des Herrn, wie es diejenigen mit ihren Opfern taten, wie ich es vorher zeigte. Ihre Verordnung war wunderbar. Sie war von Gott gegeben, doch die Menschen kamen dahin, daß sie nicht in Aufrichtigkeit, Ehrfurcht und Ordnung opferten, und dadurch wurde es zu einem üblen Geruch für Ihn. Dasselbe trifft zu, wenn wir zum Mahl des Herrn kommen. Wir müssen kommen mit dem Wissen, was wir tun.

083 Wenn ihr ins Wasser hineingeht, um auf den Namen Jesu Christi getauft zu werden, müßt ihr wissen, was ihr tut. Ihr stellt das vor der Gemeinde dar, was Gott in euch hineingelegt hat - Christus in euch.

084 Wenn wir das Mahl des Herrn nehmen, zeigen wir vor der Gemeinde, daß wir jedes Wort Gottes glauben. Ich glaube, daß Er das Brot des Lebens ist, das von Gott aus dem Himmel herabkam. Ich glaube, daß jedes Wort, das Er sagt, die Wahrheit ist, und ich lebe danach nach bestem Wissen. Gott ist mein Richter.

085 Deshalb, vor meinen Brüdern und meinen Schwestern: ich schwöre nicht, ich fluche nicht, noch tue ich irgendwelche andere Dinge, weil ich den Herrn liebe. Der Herr kennt mich und legt Zeugnis für mich ab, und vor euch nehme ich teil an Seinem Leibe, in dem Wissen, daß ich mit der Welt verurteilt werde.

086 So muß es sein! Dann ist es ein Segen. Seht, ich könnte euch viele Zeugnisse darüber geben, wo ich dieses in den Krankenzimmern erklärte, und ich sah, wie sie geheilt wurden.

087 Erinnert euch daran, als Israel den Typ hierfür in der Wüste dar stellte - während sie 40 Jahre dort wanderten, und ihre Kleidung nicht veraltete, und sie kamen hinein, ohne daß ein Schwacher unter ihnen gefunden wurde, obwohl sie ungefähr drei Millionen Menschen zählten. Das war nur ein Typ darauf, was soll dann die Wirklichkeit tun. Der Leib des geopferten Tieres tat das für sie, was wird nun der Leib Jesus Christi, des Immanuel, für uns tun? Laßt uns zum Mahl des Herrn hinzutreten, so ehrfürchtig, wie wir zu kommen vermögen.