Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube
(On The Wings Of A Snow-White Dove)

"Life Tabernacle" in Shreveport - Louisiana, USA
Sonntag Abend, 28.11.1965
2 Stunden und 4 Minuten


001 Wir wollen unsere Häupter neigen:

Teurer Herr, wir danken Dir heute abend für die Verheißung der Wiederkunft des Herrn Jesus, bei der wir uns in einer großen Zusammenkunft, die niemals enden wird, begegnen werden. Mit Freudengesängen werden wir Dich in den unaufhörlichen, zukünftigen Zeitaltern preisen. Wir bitten Dich um Deine Segnungen für die Versammlung heute abend. Wir bitten um Deine Segnungen für diese Kapelle, für alle, die hier eine Aufgabe haben, für die Hirten, ihre Mitarbeiter und alle anderen.

002 Wir bitten Dich, Herr, alle diejenigen zu segnen, die viele Meilen zurückgelegt haben, um in der Versammlung zu sein. Lege die Hand Deiner Barmherzigkeit auf sie, wenn sie wieder nach Hause fahren. Gewähre es, Herr. Mögen wir noch oft an dieser Stätte, die "Haus Gottes" genannt wird, zur Anbetung zusammenkommen. Segne alle, die heute abend durch die Telefonübertragung mithören, Herr. Möge ein jeder, der noch nicht gerettet ist, Jesus Christus heute abend als Erlöser erkennen. Heile alle Kranken und Leidenden. Vater, Dein Knecht steht zum Dienst zur Verfügung. Im Namen Jesus. Amen.

003 Der Herr segne einen jeden von euch. Ich bin so froh, heute abend hier zu sein. Ich kam gerade herein, als Bruder Ernie den letzten Teil seines Liedes "Auf den Flügeln einer Taube" sang. Das ist wirklich ein schönes Lied, und ich weiß, es ist zeitgemäß. Wir sind sehr dankbar.

004 Ich wünschte nur, ihr alle in der ganzen Nation, die ihr mithört, wärt hier und könntet die Erwartung auf den Gesichtern der Menschen sehen, die heute abend dicht gedrängt hier im Gebäude sind. Wir haben eine herrliche Zeit.

005 Wir möchten uns bei Bruder und Schwester Moore, bei Bruder Noel, Bruder Bootlayer, Bruder Brown, bei allen, die hier mithelfen, bei der ganzen Kapelle und allen Mitarbeitern dafür bedanken, daß sie uns erneut eingeladen haben.

006 Ich würde nicht sagen, daß es ein Zufall war, sondern es war einfach die Hand des Herrn, die es so gefügt hat. Hier ist ein Bruder, der vor einiger Zeit einen Traum über das hatte, was geschehen ist. Er sagte, daß ich in einer weißen Hose dastand und Indianermokkasins trug. Genauso war ich gekleidet, als ich Bruder Moore aus Carson, Colorado, wegen dieser Versammlung hier anrief. Ich trug Indianermokkasins und eine weiße Hose. Bruder Leo, falls du zuhörst: ein paar Minuten darauf traf ich dich. Genau das war der Ausgangspunkt für diese Versammlung.

007 Es ist Sonntag abend, und ich weiß, daß viele von euch die ganze Nacht fahren, bis sie zu Hause sind. Manche werden erst am Morgen fahren. Ich habe eine Fahrt von zwei Tagen vor mir. Deshalb werden wir euch nicht sehr lange hier festhalten. Ich wollte, daß dies ein Abend wie in alten Zeiten wird, daß wir es heute wieder genauso tun wie damals, als Br. Brown, Br. Jack und wir anderen für die Kranken beteten.

008 Könnt ihr mich auch ganz hinten hören? Ich versuche mir die Mikrophone heranzuziehen, denn ich bin heiser.

009 Ich möchte etwas berichten, das sich zugetragen hat. Vor kurzem erzählte man mir von einem Bruder, der gerade aus der Denomination herausgekommen ist. Vielleicht ist er heute abend anwesend. Er kam nach Shreveport, weil er die Botschaft hören wollte, verfuhr sich aber. Er wußte nicht, wo er sich genau befand, deshalb fuhr er einfach in die Stadt hinein. Als er sah, daß sich Menschen versammelten, fragte er: "Wird hier Billy Branham predigen?"

010 "Nein," war die Antwort, "hier wird Billy Graham durch einen Film predigen."

011 Er erwiderte: "Entschuldigung, dann bin ich hier falsch."

012 Er erzählte, daß er daraufhin gesagt hatte: "Wohin soll ich jetzt gehen, Herr?" und die Hauptstraße entlangzugehen begann. Ich weiß nicht, wie sie heißt, doch am Ende davon ist eine große Kirche. Es ist die Texas Street. An der Kirche ist ein großes, weißes Kreuz. Er erzählte, der Herr habe ihm gesagt: "Gehe weiter." Als er dort ankam, meinte er: "Hier muß es sein, denn es sind viele Autos abgestellt." Er erzählte, daß eine Braut und ein Bräutigam aus der Kirche herauskamen. Das war gestern abend. Dort war eine Hochzeit; ich sah sie ebenfalls herauskommen. Der Herr sprach zu ihm: "Das ist es! Du bist aus der Denomination herausgekommen, um in die Braut hineinzugehen und mit dem Bräutigam zu gehen."

013 Als wir die Straße entlangkamen, machte ich meine Frau darauf aufmerksam, wie der Mond und ein Stern genau über diesem Kreuz standen, als wir uns an einer bestimmten Stelle befanden. Ich nehme an, daß ich auf solche Kleinigkeiten achte, und betrachte sie als eine Art Zugabe für meinen Glauben an Gott und meinen Dienst.

014 Heute abend dachte ich an das, was in Tucson mit Victor LaDeaux, der ein echter Franzose ist, geschah. Ich meine, ich habe euch neulich erzählt, daß ich in dieser Ansprache eine Trennung zwischen den Denominationen und dem echten Christentum vorzunehmen versuchte. Ein Mann aus einer berühmten Gemeinde der Pfingstdenominationen gab mir die Gelegenheit, kurz darüber zu sprechen.

015 Danny Henry ist wohl der Cousin einer Filmschauspielerin und war Baptist. Er kam zur Plattform gelaufen, legte seine Arme um mich und sagte: "Bruder Branham, ich hoffe, es hört sich nicht wie eine Lästerung an, aber dies könnte das 23. Kapitel der Offenbarung sein." Als er ansetzte, um weiterzusprechen, begann er in Zungen zu reden.

016 Dort waren drei Franzosen. Eine gesetzte, dunkelhäutige Französin aus Louisiana schrieb auf einem Blatt Papier mit, was er sagte. Vielleicht ist sie heute abend hier. Victor LaDeaux, ein Prediger, schrieb es ebenfalls auf. Sie wollten es gerade miteinander vergleichen, da kam ein Mann mit hellem, blondem Haar, der ganz hinten stand, ebenfalls nach vorne und wollte das, was aufgeschrieben worden war, sehen. Er war der Dolmetscher für Französisch bei der UN. Alle drei hatten das gleiche geschrieben.

017 Es lautete so:

Weil du diesen schwereren Weg gewählt hast - Du hast deine eigene Wahl dafür getroffen. (Wir wissen, daß auch Mose seine Wahl treffen mußte.)

Dies ist der genaue und richtige Weg, denn es ist MEIN WEG. Was für eine herrliche Entscheidung hast du getroffen! - deswegen erwartet dich ein großer Anteil im Himmel. Dies in sich selbst ist es, was den gewaltigen Sieg hervorbringen und vollführen wird in der Liebe göttlichen.

018 Alle drei stimmten überein. Ich dachte, daß ich das Original in meiner Bibel hätte. Ich sah nach, fand es aber nicht.

019 Danny Henry kann wie ich kaum gutes Englich, geschweige denn Französisch. Vielleicht habt ihr bemerkt, daß man darin etwas wie im Französischen ausgedrückt und das Substantiv vor das Adjektiv gesetzt hat. Die Übersetzung von allen dreien war genau gleich.

020 Danny Henry hört vielleicht heute abend zu. Victor LaDeaux ist in Tucson, wenn ich es recht verstanden habe. Ihr dort in Tucson, im Tucson-Tabernacle, wo Bruder Green der Hirte ist: Bruder Victor LaDeaux befindet sich, soweit ich weiß, am Ende der Park Avenue, dort, wo sie in die Highway 80 einmündet, in einer Zeltversammlung. Wenn ihr dort seid, dann geht heute und morgen abend und solange er dort ist, hin, um ihn zu hören. Vielleicht ist Danny mit ihm zusammen. Es könnte sein, daß sie heute abend von der Kapelle aus mithören; ich weiß es nicht.

021 Direkt danach reiste Danny nach Jerusalem. Er sagte, daß er sich in die Grabstätte legte, in welcher der Leichnam Jesu bis zur Auferstehung gelegen hatte. Er sagte, plötzlich sei ich ihm in den Sinn gekommen. Er lief hinaus, begann zu weinen und ging dort draußen umher. Er fertigt Dinge aus Steinen an. Dann ging er an die Stelle, wo das Kreuz gestanden haben soll, und brach ein kleines Stück aus dem Felsen, das vielleicht einen Zoll im Quadrat groß war. Er steckte es in seine Tasche und verspürte den Drang, es mit nach Hause zu nehmen.

022 Danach sprach etwas zu ihm: "Mache Bruder Branham ein Paar Manschettenknöpfe daraus." Er legte es in Säure, wodurch sich die Farbe des Gesteins, das wie gewöhnlicher Kalkstein aussah, in die des Blutsteins veränderte, und fertigte dann die Manschettenknöpfe an.

023 Als er sie mir schenkte, hatte er noch nicht bemerkt, daß sich mitten durch beide Manschettenknöpfe ein schmaler Streifen zieht. Ich trage sie heute abend und werde für die Kranken beten. Sie haben die Farbe des Blutsteins - als wären sie von Blut durchtränkt, und durch sie hindurch zieht sich ein gerader, schmaler Streifen. Es ist genauso, wie es in der Weissagung hieß: "Der gerade und schmale Weg". So lautete es. Ich habe sie mm gezeigt.

024 Danny, falls du zuhörst, oder du, Bruder LaDeaux: heute abend werden wir in altertümlicher Weise für die Kranken beten. Ich bin froh, mit unserem Herrn Jesus Christus auf diesem schmalen und geraden Weg, dem Weg des Evangeliums, dem Weg des Wortes, zu wandeln.

025 Gott segne euch alle. Es ist sehr angenehm, zu euch zu sprechen, so daß ich bestimmt lange sprechen und euch deshalb lange hier festhalten werde. Billy sagte, daß zwischen drei- und vierhundert Menschen hier sind, für die gebetet werden soll. Ich werde mich deshalb mit unserer Botschaft beeilen, so sehr es geht, und dann für die Kranken beten.

026 Ihr in Arizona: Am nächsten Samstag abend sind wir bei dem Bankett in - ich kann mir den Namen dieser Stadt einfach nicht merken - Yuma, Arizona. Am Sonntag morgen geht es weiter nach Kalifornien: nach Los Angeles und die anderen Orte, wie es angekündigt worden ist.

027 Heute abend möchte ich einen Text aus der Schrift durchnehmen.

028 Nebenbei bemerkt: Heute war ich mit meiner Frau, Br. Jack und seiner Frau in Morrison's Cafeteria. Wir gingen dorthin, um ein wenig zusammen zu sein. Wir hatten noch nie so zusammengesessen, auch die Frauen nicht. Da kam ein "jüngerer" Mann namens Green auf mich zu. Es war der Vater von Bruder Pearry Green. Er sagte: "Weißt du, Bruder Branham, neulich an einem Abend hast du von einer Haarklemme gesprochen." Wie nennt man sie? Bobby pin. Er sagte: "Du hast von einer Johnny Pin' gesprochen. Ich habe dir eine Johnny Pin' mitgebracht.", und gab sie mir.

029 Dies ist eine Klammer, meine Damen, die man für das Haar nicht verwenden kann. Er sagte, er habe sie jahrelang dazu verwendet, um die Seiten der Bibel damit einzumerken. Er meinte: "Ich gebe dir diese echte Johnny Pin'." Falls du hier bist oder mithörst, Br. Green: "Diese Johnny Pin' ist großartig, sie hält die Seiten gut zusammen."

030 Jetzt wollen wir uns in die Schrift vertiefen. Ich möchte, daß ihr Psalm 55 mit mir aufschlagt und danach Matthäus 3. Mein Thema heute abend ist das, wovon Bruder Ernie gesungen hat: Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube. Ich werde nicht alle Notizen und Schriftstellen, die ich vor mir habe, durchnehmen können. Ein paar davon werde ich auslassen, denn ich habe versprochen, mich mit der Botschaft kurz zu fassen.

031 So der Herr will, werde ich am nächsten Sonntag abend in Yuma über das Thema "Die Bedingungen für die Entrückung" sprechen.

032 Psalm 55:

Vernimm, o Gott, mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen! Merke auf mich und erhöre mich! Ich schwanke in meinem Kummer hin und her und stöhne ob dem Lärmen der Feinde, ob dem Toben der Frevler; denn sie wälzen Unheil auf mich und befehden mich wütend. Das Herz ängstigt sich mir in der Brust, und die Schrecken des Todes haben mich befallen; Furcht und Zittern kommt mich an, und ein Schauder überläuft mich. So ruf ich denn aus: "O hätt' ich doch Flügel wie die Taube! ich wollte fliegen, bis ich irgendwo Ruhe fände." Ja weithin wollt' ich entfliehen, in der Wüste einen Rastort suchen. Sela.

Sela bedeutet "Amen".

033 David liebte die Wüste. Als er in Bedrängnis war und die Menschen ihm nicht glaubten, als die Feinde ihn angriffen, rief er aus: "O hätt' ich doch Flügel wie die Taube, so wollte ich in die Wüste entfliehen und mir dort einen Rastort suchen!" Wie oft habe ich das gleiche gedacht! Könnte ich doch nur mein Gewehr von der Wand und meinen Campingbeutel nehmen, in die Wüste hinausgehen und nie mehr zurückkehren! Ich bat den Herrn darum, jenen Tag erleben zu dürfen. Ich möchte keine Beerdigung haben und sagte: "Wenn ich nur in den Wald hinausgehen und meine alte 'Blondie' gegen einen Baum lehnen kann!"

034 Das ist mein Gewehr; entschuldigt. Ich sage das wegen meiner Frau, die dort sitzt. Mit diesem Gewehr, das mir ein Bruder vor Jahren geschenkt hat, habe ich 55 Stück Wild erlegt, ohne daß ein einziger Schuß danebenging. Manche traf ich aus sieben- bis achthundert Metern Entfernung. Ich nenne das Gewehr "Blondie". Meine Frau ist brünett. Deshalb sagte sie, daß ich wohl mehr an das Gewehr denke als an sie.

035 Eines Tages möchte ich es gegen einen Baum lehnen und sagen: "Herr, laß es Joseph irgendwann finden." Ich würde gerne die Flügel einer Taube nehmen und davonfliegen.

036 Einmal beobachtete ich im Gebirge einen Adler und sah, wie er davonflog. Ihr kennt ja meine Geschichte darüber. Ich sagte: "Herr, es ist gut, hier zu sein, wie Petrus sagte: 'Wir wollen drei Hütten bauen.' Doch am Fuß des Berges warten die Kranken und Leidenden, die Verlorenen und die Sterbenden." Laßt uns deshalb tun, was wir können, solange es Tag ist. Eines Tages wird Er wie ein weißer Adler herabkommen und uns auf Seinen Schwingen hinwegnehmen.

037 Jetzt möchte ich Matthäus 3, 16-17 lesen:

Als Jesus aber getauft und soeben aus dem Wasser gestiegen war, s/ehe, da taten sich Ihm die Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabschweben und auf Ihn kommen. Und siehe, eine Stimme erscholl aus den Himmeln: "Dieser ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen gefunden habe!"

In anderen Worten: "...an dem Ich Wohlgefallen habe, um in Ihm zu wohnen."

038 Wir wollen einige Minuten über diesen Vogel sprechen. Die Taube war schon immer mein Lieblingsvogel. Es gibt verschiedene Taubenarten, doch sie gehören zur gleichen Familie. Diese Vögel haben außergewöhnliche Eigenschaften.

039 Vor einigen Jahren predigte ich bei Bruder Moore in einer Zeltversammlung über das Thema Das Lamm und die Taube. Ich meine, daß ihr euch alle daran erinnert. Die Taube ist der reinste Vogel, den es gibt. Das Lamm ist das sanftmütigste Tier, das es gibt. Beides sind Opfertiere.

040 Wie wunderbar ist es hier dargestellt worden: Jesus als das Lamm Gottes und Gott als die Taube. Die Taube wäre nicht auf einen Wolf herabgekommen, denn er hat nicht das richtige Wesen. Sie hätte nicht auf einen Hund herabkommen können, denn auch er hat nicht das richtige Wesen. Es mußte ein Lamm sein, denn beide Naturen mußten übereinstimmen. So ist es auch mit uns: unser Wesen muß von dem "brüllenden" Sünder zu der Sanftheit eines Lammes umgestaltet werden.

041 Habt ihr beachtet, daß die Taube das Lamm leitete? Das Lamm gab alles, was es hatte, preis und stellte sich der Taube zur Verfügung. Seht, wohin die Taube Ihn führte: zur Kreuzigung für unser aller Sünden.

042 Als Gott Seinen Sohn darstellen wollte, wurde Er durch das sauberste und sanftmütigste Tier auf Erden dargestellt, durch ein erdgebundenes Geschöpf. Der Gott des Himmels jedoch versinnbildlichte sich in dem sanftmütigsten und reinsten Vogel, der am Himmel fliegt: in einer Taube.

043 Es gibt viele verschiedene Arten von Tauben. Unsere Turteltaube hat gewöhnlich eine graue Farbe. Es gibt auch die Trauertaube und die Abendtaube. Dann haben wir noch die kleine Haustaube, die rötliche Streifen auf ihren Flügeln hat, sonst aber grau ist. Es gibt viele verschiedene Arten unter den Tauben. Sie haben unterschiedliche Farben.

044 Die Taube ist besonders gebaut; eine Eigenschaft von ihr ist, daß sie nichts Unreines fressen kann. Sie kann es einfach nicht, weil sie nicht dafür geschaffen ist.

045 Ich habe schon immer gesagt, daß die Taube ein Symbol für Gott ist und eine Krähe ein Symbol für einen Heuchler. Eine Krähe kann den ganzen Tag lang auf einem alten Kadaver sitzen und von ihm fressen und dann aufs Feld fliegen und mit der Taube Weizen fressen. Die Taube jedoch kann nur Weizen fressen, nicht aber von einem Kadaver. Sie kann es einfach nicht. Sie kann es nicht verdauen. Ich wunderte mich, warum sie es nicht kann, da sie doch beide Vögel sind. Es ist deshalb, weil sie so gestaltet ist.

046 So ist es auch mit einem echten Christen. Ein Denominationschrist kann alles vertragen, doch ein echter, wiedergeborener Christ kann die Dinge der Welt nicht ertragen. Er ist anders gestaltet.

047 Ich habe herausgefunden, daß die Taube keine Galle hat. Eine Taube hat keine Galle, weil sie keine braucht.

048 Dasselbe ist auch mit einem Christen: er braucht keine Bitterkeit, denn er kann nur die Speise Gottes aufnehmen. Es ist keine Bitterkeit nötig, um sie zu verdauen. Es bedarf der Liebe, um die Speise zu verarbeiten. Bitterkeit ist, wenn man sagt: "Ja, nun..." - sie stimmen mit ihr nicht überein. Doch die Liebe nimmt sie - das Wort Gottes - immer auf.

049 Sie hat keine Galle, deshalb ist es ihr zuwider, etwas Schlechtes zu essen. Würde sie es tun, ginge sie daran zugrunde. Doch diese Gefahr besteht nicht, denn sie wird es nicht essen. Sie hat gar keinen Appetit darauf.

050 Dasselbe ist mit einem wirklichen Christen. Habt ihr gewußt, daß einem wirklichen Christen überhaupt keine Sünde angerechnet wird? David sagte: "Wohl dem Menschen, dem der Herr die Sünde nicht zurechnet." Wenn ihr wirklich im Blut des Lammes gewaschen seid - nicht, wenn ihr nur so tut, als glaubtet ihr es, sondern wenn ihr tatsächlich im Blut des Lammes gewaschen seid, dann rechnet Gott euch nichts an, was ihr je getan habt, denn ihr seid unter dem Blut. ER sieht es gar nicht. Das Blutopfer ist dargebracht worden, und Er kann euch nur so sehen, wie Er euch vor Grundlegung der Welt sah, als Er euren Namen in das Lebensbuch des Lammes schrieb. Nur darauf kann Er schauen, denn ihr seid von allem, das ihr je getan habt, erlöst worden; ihr seid im Blut des Lammes gewaschen worden. Deshalb ist keine Galle, keine unreine Eigenschaft in euch. Das Blut des Lammes hat das vollbracht. Gott kann euch keine Sünde anrechnen, nachdem das Sündopfer für euch dargebracht worden und für euch da ist.

051 "Nun," sagt ihr, "das gibt mir ja genügend Raum, Bruder Branham, so daß ich tun kann, was ich will." Ich tue es immer; immer. Wenn ein Mensch wirklich erkennt, was Jesus für ihn getan hat, und sich dann umdreht und etwas tut, was im Gegensatz zu Ihm steht, dann ist das ein Zeichen dafür, daß er Christus nie angenommen hat.

052 Dort sitzt meine Frau. Sie ist zehn Jahre jünger als ich und schon genauso grau wie ich. Der Grund dafür ist, daß sie zwischen mir und der Außenwelt stand. Wenn ich nach Übersee gehen wollte und meine Familie um mich versammeln und sagen würde: "Schau her, Frau Branham! Du mußt begreifen, daß du die Frau von William Branham bist; du sollst keine anderen Männer haben, während ich fort bin. Mach anderen Männern keine schönen Augen!" und dergleichen mehr, "Erlaube dir keinen Flirt. Wenn du es tust, werde ich mich von dir scheiden lassen, wenn ich zurückkomme.", was für eine Art von Familie wäre das?

053 Und wenn sie sich umdrehen und sagen würde: "Nun, mein guter Mann, ich möchte dir auch etwas sagen: Du sollst keine andere Frau ausführen, wenn du fort bist. Du darfst dieses und jenes nicht tun. Wenn du es tust, kannst du dich als geschieden betrachten, wenn du nach Hause kommst."

054 Wäre das eine liebliche Familie? Nein! Wenn ich sie wirklich liebe, tue ich das nicht. Ich glaube, selbst wenn ich einen Fehler machen und etwas Verkehrtes tun würde, so würde sie mir vergeben, weil sie mich liebt. Und wenn sie es tun würde, so glaube ich, würde ich ihr vergeben; gewiß würde ich das, weil ich sie hebe. Doch wenn ich sie so liebe und solange ich sie liebe, braucht sie sich keine Sorgen zu machen. Obwohl sie mir vergeben würde, würde ich sie auf keinen Fall verletzen. Ich würde mich als der schuldigste Mann der Welt fühlen und könnte keine Minute abwarten, ihr zu sagen, was ich getan habe, weil ich sie liebe. Wenn ich sie mit menschlicher Liebe so sehr liebe, wieviel größer muß dann meine göttliche Liebe zu Jesus Christus sein?

055 Wenn ich eine Zigarette rauchen würde, was ich nie in meinem Leben tat - doch wenn ich es täte, würde Er es mir vergeben. Das glaube ich. Ich habe noch nie in meinem Leben getrunken, doch wenn ich es tun würde, so glaube ich, daß Er mir vergeben würde. Doch ich liebe Ihn so sehr, daß ich so etwas nicht tun möchte, Gott helfe mir, denn ich liebe Ihn. Das Zeug hat mich verlassen, denn als Er mich von einer Krähe in eine Taube umgestaltete, änderte sich mein Appetit, und diese Dinge verließen mich. Nun wird mir die Sünde nicht angerechnet, denn ich will es nicht tun; es ist nicht in mir, das tun zu wollen.

056 Es ist noch etwas Gewaltiges mit der Taube. Sie ist ein besonderer Vogel. Habt ihr je die Vögel betrachtet?

057 Einer meiner Lieblingsvögel ist das Rotkehlchen. Jungs, ihr solltet aufhören, meine Rotkehlchen abzuschießen! Ich möchte nicht, daß ihr das tut. Wißt ihr, wie mein Rotkehlchen seine rote Brust bekam? Irgendwann einmal starb ein Mann am Kreuz; niemand half Ihm; Gott hatte Ihn verlassen; Er starb. Durch Seine Hände und Füße waren Nägel gebohrt, Seine Seite blutete, auf Seinem Haupt hatte Er eine Dornenkrone, Blut lief über Sein Angesicht. Da flog ein kleiner Vogel vorbei; ein kleiner brauner Vogel. Als er das sah, dachte er, daß dies der traurigste Anblick war, den er je gesehen hatte. Er wußte, daß er nur ein kleiner Vogel ist, doch als er diese großen, grausamen, römischen Nägel sah, die durch Seine Hände geschlagen waren, da flog er hin und versuchte, sie mit seinem Schnabel herauszuziehen. Seine Brust wurde dabei ganz voll Blut und ist seitdem rot. Ich möchte, daß auch meine Brust mit Seinem Blut geschützt ist, bis ich Ihm begegne.

Ich liebe das kleine Rotkehlchen.

058 Doch, wißt ihr, das Rotkehlchen muß sich baden, aber eine Taube braucht das nicht. Sie hat eine Art Öl in sich, das sie von innen heraus sauber hält. Wißt ihr das? Die Taube hat das! Sie hat ein Öl in sich. Habt ihr je eine Taube hochgehoben und gerochen, wie sie duftet? Es ist das Öl, das von innen herauskommt. In ihrem Körper sind Öldrüsen, die ihre Federn von innen heraus immer rein halten. Das stimmt. Sie ist ein wunderbarer Vogel.

059 Soweit ich weiß, dürft ihr sie hier in Louisianna jagen. Tut es nicht. Ich könnte es nicht. Wenn ich hungrig wäre, würde ich es vielleicht tun. Doch ich könnte nicht einfach abdrücken, um eine zu erschießen.

060 Die Taube hat eine besondere Bedeutung für unsere Familie. Meine Großmutter stammt aus einem Cherokee-Reservat in Kentucky. Sie war todkrank. Ich glaube, man nennt die Krankheit "Skrofulose". Sie lag im Sterben. Großvater, Mama, Tante Birtie und Tante Howlie knieten am Bett nieder. Onkel Charlie, der Jüngste, war damals erst vier Jahre alt. Mama war die älteste; sie war ungefähr zwölf. Großmutters schwarzes Haar war ausgekämmt und lag auf dem Bett. Als sie starb, begann sie zu singen: "Fels des Heils, geöffnet mir, birg mich, ew'ger Hort, in dir." Zu der Zeit war Großpapa noch kein Christ. Ich taufte ihn im Alter von siebenundachtzig Jahren an der Stelle im Fluß, wo der Engel des Herrn erschien, im Namen Jesus Christus.

061 Während sie dieses Lied sang und ihre schwachen Hände erhob, kam eine Taube zur Tür hereingeflogen, setzte sich ans Kopfende des Bettes, fing an zu gurren, und Gott nahm ihre Seele auf.

062 Ich flog mit Bruder Jack und Br. Gordon Lindsay nach England, wohin man eine Frau namens Florence Nightingale gebracht hatte. Ich glaube, sie ist die Urenkelin der berühmten Florence Nightingale und hatte mir viele Briefe geschrieben. Sie lebte in Südafrika und lag im Sterben an Krebs. Es gibt ein Foto von ihr; es ist in jenem Buch. Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen in solch einem Zustand gesehen. Ich meine, Bruder Jack begleitete mich an dem Tag. Wir gingen in das Haus des Pastors, das sich hinter der Kirche befand. Dorthin hatte man sie gebracht.

063 Sofort, nachdem das Flugzeug gelandet war, rief man uns aus. Sie lag in einem Krankenwagen, denn man hatte sie aus Südafrika dorthin geflogen, als man erfuhr, daß ich zu der Zeit nach England kommen würde. Der Pastor nahm sie mit zu seinem Haus, und wir begaben uns dorthin, um für sie zu beten.

064 Ich habe viele kranke Menschen gesehen, ihre Arme aber kamen mir nicht stärker als 2,5 cm vor, und man konnte die Verbindungsstellen im Schädel sehen. Ihre Schenkel hatten einen Durchmesser von 5 cm; es waren nur noch die Knochen. Sie konnte ihre Hände nicht mehr heben, so schwach war sie. Als sie etwas zu sagen versuchte, konnte ich es nicht verstehen. Mit Hilfe der Krankenschwester gelang es mir endlich zu verstehen, was sie sagte: "Bruder Branham, bete, daß Gott mich sterben läßt." Sie wollte nicht mehr leben, weil sie nicht mehr konnte. Ich sah, daß ihr Tränen über die Backenknochen ihres Gesichts herunterliefen. Woher sie die Flüssigkeit nahm, um noch weinen zu können, weiß ich nicht. Ihr Kreislauf war zusammengebrochen, sie befand sich in einer schrecklichen Verfassung. Da ich ja dazu bestimmt bin, für die Kranken zu beten, konnte ich doch nicht darum beten, daß sie stirbt. Es schien, als könnte sie nicht sterben; sie siechte einfach dahin.

065 Mit eurem Pastor kniete ich in dem Raum nieder, um zu beten. Als ich dort kniete und beten wollte, flog eine Taube ans Fenster und begann zu gurren. Als ich das Gebet beendet hatte, dachte ich, daß es eine zahme Taube war, die dort irgendwo hingehörte. Draußen war es neblig, wie es in England und überhaupt auf den Britischen Inseln meist ist. Die kleine Taube hörte auf zu gurren und flog davon. Ich stellte mich neben die Frau, legte ihr die Hände auf und rief den Namen des Herrn an. Heute ist dieselbe Frau kräftig und gesund.

"Auf den Flügeln einer Taube."

066 Sie hält sich von innen heraus rein. Dasselbe ist auch mit einem Christen. Er wird von innen heraus gereinigt. Das hält die Bitterkeit fern. Sie benötigt keine Galle, um etwas verdauen zu können, denn sie ißt es erst gar nicht. Sie ist von innen heraus rein.

067 Ich habe mir einiges über diesen Vogel notiert, doch die Uhr läuft weiter. Im Alten Testament wurde die Taube zum Opfer verwendet, und zwar zur Sühne und zur Reinigung. Wir wollen wenigstens die Stelle aus 1. Mose 15, 9 lesen. Über diesen Vers wollen wir uns Gedanken machen. Hier fragt Abraham, wie es geschehen sollte, und Gott antwortet ihm durch Sein Wort. ER tut es auf eine sonderbare Weise. Wir wollen mit dem ersten Vers beginnen. Ich möchte dies nicht schnell durchnehmen.

Nach diesen Begebenheiten erging das Wort des Herrn an Abram in einem Gesicht also (Abraham war ein Prophet, deshalb sah er Visionen.): "Fürchte dich nicht, Abram! ICH bin ja dein Schild; dein Lohn soll sehr groß sein." Abram aber antwortete: "Ach, Herr, mein Gott (Beachtet: "Herr, mein Gott." Dies war eine Vision.), was könntest Du mir geben? Ich gehe ja als kinderloser Mann dahin, und der Besitzer meines Vermögens wird Elieser von Damaskus sein." Dann fuhr Abram fort: "Ach, Du hast mir ja keine Kinder gegeben; darum wird einer von den Knechten meines Hauses mein Erbe sein!" Aber da erging das Wort des Herrn an ihn also: "Nicht dieser soll dein Erbe sein (ER gibt ihm hier eine Verheißung. Auch wenn Abraham sich direkt danach verfehlt hätte, so war die Verheißung doch bedingungslos; der Bund war bedingungslos.); sondern ein leiblicher Sproß soll es sein, der dich beerbt. (Er war damals fast hundert Jahre alt.) Darauf ließ Er ihn ins Freie hinaustreten und sagte: "Blicke zum Himmel empor und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst." Dann fuhr Er fort: "So unzählbar soll deine Nachkommenschaft sein!" (von einem Mann, der fast hundert Jahre alt war und kein Kind hatte!) Da glaubte Abram dem Herrn, und das rechnete dieser ihm als Gerechtigkeit an. Dann sagte Gott zu ihm: "ICH bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa hat auswandern lassen, um dir dieses Land zum Besitz zu geben." Abram erwiderte: "Herr, mein Gott! woran soll ich erkennen, daß ich es besitzen werde?"

068 Hört jetzt:

Da antwortete Er ihm: "Hole Mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder, dazu eine Turteltaube und eine junge Taube."

069 Beide Tauben wurden als Opfer verwendet und haben Jesus vorschattiert.

Dann wurde der Bund geschlossen. Ihr wißt ja, wie er sie zerteilte und was er tat.

070 Wenn man in alter Zeit einen Bund schloß, wurde ein schriftlicher Vertrag gemacht. Man tötete ein Tier, teilte es, stellte sich dazwischen, dann trennte man den Vertrag, und jeder nahm einen Teil davon.

071 Es war so, wie es in den chinesischen Wäschereien üblich war. Die Chinesen konnten nicht Englisch schreiben, deshalb schrieben sie etwas auf ein Stück Papier, rissen es einmal durch und händigten einen Teil davon aus. Ihr könnt euch sicher noch an die chinesischen Wäschereien erinnern. Die beiden Teile mußten miteinander übereinstimmen, damit ihr eure Wäsche bekamt. Seht, man konnte ihn nicht betrügen, denn er hatte ja das zweite Ende davon. Euren Namen kann man fälschen, aber ein Stück Papier kann man nicht noch einmal so zerreißen. Es mußte das gleiche Stück Papier sein.

072 So verfuhren sie in jenen Tagen, vor langer Zeit, im Orient - in den östlichen Ländern. Sie töteten ein Tier, stellten sich in die Mitte und rissen ein Stück Ziegenhaut entzwei, und jeder erhielt einen Teil. Zur Bestätigung des Bundes wurden beide Teile zusammengefügt und mußten genau übereinstimmen.

073 Was zeigte Gott ihm hier mit diesen Opfertieren? Es war ein Hinweis auf Christus. Gott brachte Jesus nach Golgatha, zerteilte Ihn, nahm den Leib in den Himmel auf und sandte den Geist auf uns herab. Derselbe Geist, der auf Ihm war, muß auch auf euch sein, um mit dem Leib übereinzustimmen und am Ende der Zeit die Braut zu sein. So ist es. Es wird keine Denomination sein. Es wird das Wort sein, dasselbe, was Er war.

074 Ein Wort muß zum andern gefügt werden, so wie die Zellen im menschlichen Körper. Ihr wißt Ja, wenn euer Leib entsteht, ist nicht eine Zelle menschlich und die nächste die eines Hundes und die nächste die eines Schweines. O nein! Nein. Es sind alles menschliche Zellen. So ist es auch mit dem Leib Christi. Er ist ganz und gar das Wort Gottes - nicht nur ein Teil davon, dem noch eine Überlieferung hinzugefügt wäre. Nein, es ist ganz der Leib Christi.

075 Wir haben festgestellt, daß er sowohl eine Turteltaube als auch eine junge Taube darbrachte. Sie stammen aus der gleichen Familie.

076 Ich beziehe mich nur auf einige Schriftstellen. Beachtet auch 3. Mose 12, Vers 6. Hier finden wir die Verordnungen, die einer Frau zur Reinigung gegeben wurden, wenn sie ein Kind geboren hatte. Wenn es ein Junge war, mußte sie dreiunddreißig Tage warten, bis sie die Tauben zu ihrer Reinigung darbringen konnte und in die Versammlung kommen durfte. Hatte sie ein Mädchen, so mußte sie Sechsundsechzig Tage warten, ehe sie das Heiligtum betreten konnte.

077 Wir lesen den sechsten Vers:

Sobald dann die Tage ihrer Reinigung abgelaufen sind, so soll sie, mag das Kind ein Knabe oder ein Mädchen sein, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sündopfer an den Eingang des Offenbarungszeltes zu dem Priester bringen.

078 Sie konnte nicht hineingehen, bis die Tage um waren. Dann mußte sie dem Priester am Eingang ihr Opfer geben. Es war entweder eine Turteltaube oder eine junge Taube. Beide gehören zur selben Familie.

079 Die Taube wurde zur Sühne verwendet; zu Sühne für die Sünde. Auch zur Reinigung vom Aussatz, der ein Sinnbild auf die Sünde ist, konnte man zwei Tauben bringen. Eine davon wurde dann geschlachtet, die andere wurde in ihr Blut getaucht und anschließend freigelassen. Wenn die Taube davonflog, Benetzte sie die Erde mit dem Blut ihres Kameraden, und das Blut rief zu Gott: "Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr!"

080 Könnt ihr nicht den sterbenden Bräutigam Jesus Christus sehen? ER wurde getötet, und wir wurden besprengt, damit wir frei ausgehen und rufen können: "Heilig! Heilig! Heilig dem Herrn!" Was für herrliche Sinnbilder! Ich wünschte, ich könnte dem Ausdruck verleihen.

081 Seht, wie die Taube, das Sinnbild des großen Heiligen Geistes, wie wir es vorhin in Matth. 3, 16 gelesen haben, von Gott als Zeichen benutzt wurde.

082 Noah bekam ein Zeichen, wie unser Bruder gerade gesungen hat. Gott war tief betrübt, und nichts konnte Seinen Zorn zurückhalten, denn Er hatte gesagt: "An dem Tage, an dem du davon issest, wirst du des Todes sterben." Noah aber hatte Gnade vor Gott gefunden und baute gemäß den Anweisungen, die Er ihm gab, eine Arche. Er wurde vom Wasser getragen.

083 Ich kann mir vorstellen, was in jenen Tagen geschah, als sie sagten: "Dieser alte Mann, dieser alte Fanatiker dort auf dem Berg baut eine Arche und sagt, daß es regnen wird. Es hat doch noch nie geregnet."

084 Noah sagte: "Es wird trotzdem regnen."

085 Ich stelle mir den Tag vor, an dem er hineinging. Ich weiß nicht mehr, welcher Tag es genau war, vielleicht der siebzehnte Mai. Als Noah in die Arche gegangen war, schloß Gott die Tür zu.

086 Da zogen Wolken auf, es begann zu regnen, die Kanäle füllten sich, die Quellen der großen Tiefe brachen auf, alle Brunnen ließen ihr Wasser hervorsprudeln. Schließlich stiegen die Menschen in ihren Häusern nach oben. Die Arche stand immer noch genauso da.

087 Nach einer Weile, als sich viele um sie herum versammelt hatten, begann sie höher und höher zu steigen. Die Menschen schlugen an die Tür und schrien, doch es half ihnen nichts. Noah konnte die Tür nicht öffnen. Gott hatte sie geschlossen, und Gott war der einzige, der sie öffnen konnte.

088 So ist es auch mit unserer Arche Jesus Christus. Auf Golgatha hat Gott uns die Tür geöffnet, und so gewiß Er sie aufgetan hat, wird Er sie auch wieder schließen.

089 Sie stieg immer höher, bis sie vielleicht eine Meile über der Erde war, während die Erde fast aus ihrer Bahn geriet. Vierzig Tage und Nächte trieb sie so herum, vorbei an Treibgut, ausgerissenen Bäumen usw., und über die Berge hinweg.

090 Endlich legte sich der Wind.

091 Der Zorn Gottes ist schrecklich. Seine Liebe ist rein und göttlich. Sein Zorn ist ebenfalls göttlich, genauso göttlich wie Seine Liebe. ER muß das Gericht vollstrecken, denn Er ist ein Richter. ER ist der Gesetzgeber, und ein Gesetz ohne Strafe ist kein Gesetz. Deshalb muß es zum Gesetz auch eine Strafe geben. Wenn ihr die Gesetze Gottes übertretet, müßt ihr die Strafe erleiden.

092 Wir können uns vorstellen, daß Noah, der dort trieb, ohne Zweifel von all dem Tosen und Schwanken seekrank wurde. Der Zorn Gottes vernichtete und zermalmte. Es waren Schreie zu hören usw. Dann begann es still zu werden; nichts geschah; Tage vergingen; nichts geschah. Vielleicht gingen die Vorräte für die Tiere zur Neige; nichts geschah. Er begann sich zu fragen, wie es wohl draußen aussah, konnte aber nicht hinausschauen.

093 Die Arche war so gebaut, daß sie nur ein Fenster hatte und zwar ganz oben. Wenn man einmal drinnen war, konnte man nicht an den Seiten hinausschauen, man konnte nirgendwo hinsehen, nur nach oben. So ist es auch mit Jesus Christus, der Arche. Ihr könnt nicht auf den Nächsten schauen, ihr könnt auf nichts sehen als nur auf Christus, wenn ihr in der Arche seid. Denn es gibt darin nur eine Tür: ER ist die Tür. Heute morgen haben wir darüber gesprochen. Ihr müßt fortwährend aufschauen, denn "niemand, der die Hand an den Pflug gelegt hat und dann noch rückwärts blickt, ist für das Reich Gottes - zum Pflügen - tauglich."

094 In der Arche konnte er zwar das Sonnenlicht sehen, wußte aber nicht, wo er war. Die Arche trieb immer noch auf dem Wasser; er konnte hören, wie die Wellen an die Seiten schlugen. Doch er wußte, daß viele Tage vergangen waren und daß sich das Wasser gewiß zu verlaufen begonnen hatte. Also nahm er einen Vogel, allerdings einen unzuverlässigen, einen, dem man nicht trauen konnte, versuchte es mit ihm und ließ ihn hinaus. Es war eine Krähe. Die Krähe kehrte nicht mehr zurück, denn sie fand dort draußen, außerhalb der Arche Gottes, Vergnügen. Sie flog von einem toten Körper zum anderen und fraß Verwestes, Aas, das auf dem Wasser schwamm. Dabei war sie völlig zufrieden.

095 Nach einigen Tagen versuchte er es noch einmal. Er wollte nicht in den Zorn Gottes hinaussteigen. Deshalb ließ er eine Taube frei. Die Taube hatte ein ganz anderes Wesen. Sie war weder ein Geier noch sonst ein Aasfresser. Sie kann nur etwas Reines fressen. Weil sie keinen Ort fand, worauf sie sich hätte niederlassen können, war sie zufrieden, daß sie zur Arche zurückkehren konnte. Noah sagte: "Die Überschwemmung ist immer noch vorhanden."

096 Er wartete noch einige Tage und ließ sie dann wieder hinaus, wobei er betete: "O Gott, hat sich Dein Zorn jetzt gelegt? Ist Dein Zorn vorüber, Herr? Ist alles vorbei?" Er sagte sich: "Wenn ich sie dieses Mal herauslasse, wird sie dort bleiben, falls sich das Wasser verlaufen hat, und nicht mehr zurückkehren." Doch er schickte sie unter Gebet hinaus, und als sie unter der Leitung Gottes dort draußen war, nahm sie ein Ölbaumblatt in den Schnabel, flog wieder zurück und pickte ans Fenster.

097 Gott gebrauchte eine Taube als Zeichen. Sie kam zurück und sagte damit, daß die Flut vorüber ist. Dann öffnete Gott die Tür, und sie gingen hinaus. Das steht in 1. Mose 8.

098 In Matthäus 3, 16, als der Zorn Gottes abermals auf der Erde lastete, gebrauchte Er wieder eine Taube. Es gab keinen Ausweg. Es herrschte tiefste Nacht, Mitternacht, die Gemeinden hatten alles so verdreht, daß es keinen Ausweg gab. Es gab falsche Lehrer, mancherlei Dinge kamen auf, verschiedene Bekenntnisse waren entstanden. Gott aber gebrauchte wieder eine Taube. Sein Wohlgefallen ruhte so sehr auf Seinem Sohn Jesus, daß Er sich mit Ihm identifizierte.

099 Sie konnten nicht glauben, daß dieses Baby es sein sollte, das dort in dem Stall geboren und in eine Krippe gelegt worden war, das geboren wurde, bevor seine Eltern verheiratet waren, wie man sagte. Sie konnten sich nicht vorstellen, daß Gott jemanden wie Ihn gebrauchen würde. Deshalb mußte Er der Welt vorgestellt und bestätigt werden. Es geschah an dem Tag, als Er dort zum Fluß hinunterging, um zu beweisen, daß Er das Meisterstück Gottes war. Auch davon habe ich heute morgen gesprochen. ER war gehorsam und stieg in das Wasser hinein.

100 Wenn ihr achtgebt: Hier ist eine große Lektion. Johannes war in jener Zeit der größte Mann auf Erden. Jesus sagte: "Unter den von Frauen Geborenen gibt es keinen größeren als Johannes..." - bis zu der Zeit. Er war ein Prophet. Glaubt ihr das? Denkt daran, wenn das Wort Gottes an irgend jemanden im Land ergeht, dann ist es ein Prophet. Das war immer die Art Gottes. Glaubt ihr, daß Jesus das im Fleisch geoffenbarte Wort war? Dann gibt es nur eine Möglichkeit, wie Er vorgestellt werden kann; doch nicht durch die Priester.

101 ER ging nicht zu Kaiphas und sagte: "Kaiphas, wirst du Mich vorstellen?" Hätte Er das getan, so hätte Er denselben Fehler begangen wie David. Wir haben es ja in unserer Lektion neulich durchgenommen. Das wäre gewesen, wenn Er zur Gemeinde gegangen wäre und gesagt hätte: "Stellt ihr Mich vor?"

102 Beachtet, was bei Seiner Geburt geschah. ER wurde im Schatten der Kirche geboren. Wahrscheinlich haben sie die Glocken geläutet, doch es waren die Hirten und die drei Weisen, die ihn erkannten.

103 Jetzt war Er bereit für Seinen Dienst. ER war das Wort.

104 Gemäß dem großen Plan Gottes kann das Wort nur an den Propheten ergehen. "Gott der Herr tut nichts, ohne zuvor Seinen Ratschluß Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart zu haben." (Amos 3, Vers 7). Das war immer Sein Muster. Es muß so sein - bei der Öffnung der Siegel und bei allem anderen. Immer, wenn ein Hauptereignis auf Erden stattfindet, offenbart Gott es Seinen Propheten.

105 Johannes war ein Prophet, denn er weissagte, daß Er kommen würde.

106 Eines Tages war am Fuß eines Berges eine Diskussion im Gange, an der einige Priester beteiligt waren. Sie sagten: "Willst du uns etwa erzählen, daß du ein Prophet bist? Und dann stehst du dort in diesem Sumpf?" - nicht in einer Gemeinde, denn sie wollten ihn nicht. "Du stehst da in dem Sumpf und sagst, daß die Stunde kommt, wo der große Jehova, der diese Opfer angeordnet hat, der große Jehova, der diesen Tempel erbaut hat und der in der Feuersäule herabkam, den Tag kommen lassen wird, an dem das tägliche Opfer abgeschafft wird?"

107 Er sagte: "Es wird ein Mann kommen, ja Er ist schon mitten unter euch; Er wird die Sünde hinwegnehmen." Die Priester ärgerten sich über ihn.

108 Johannes blickte auf. Was war er? Ein Prophet. Dort war das Wort, und das Wort kam geradewegs zu dem Propheten in das Wasser hinein. Da sagte Johannes: "Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Da ist Er! ER ist es!" Jesus sprach kein Wort und stieg in das Wasser hinein. Ich stelle es mir bildlich vor und kann sehen, wie die beiden größten Männer, die je auf Erden waren, dort standen. Gott, das Wort, und Sein Prophet.

109 Beachtet, in diesem Abschnitt der Gnadenzeit kam das Wort zu dem Propheten in das Wasser. Ich dachte, ihr begreift es. In das Wasser! Die erste Offenbarung des Wortes war im Wasser. Seht ihr jetzt, wo die Abendlichtbotschaft, die Braut, begann? Im Wasser. Das Wort, das wahre Wort, vermischte sich nicht mit Glaubenssatzungen, sondern kam zu dem Propheten ins Wasser, durch das Wasser.

110 Gebt acht! Könnt ihr euch vorstellen, wie die Augen des Wortes und die Augen des Propheten im Wasser sich trafen? Oh, das ist mehr, als ich ertragen kann. Dort stand der Prophet, dort stand das Wort und blickten sich in die Augen. Der Prophet sagte: "Ich müßte von Dir getauft werden, und Du kommst zu mir?"

111 Das, was das Wort erwiderte, ist wahr.

112 Laßt es mich euch bildlich darstellen. "Johannes, du bist ein Prophet, du kennst das Wort. Du hast Mich erkannt. Du weißt, wer Ich bin."

113 Johannes sprach: "Ich müßte von Dir getauft werden."

114 Jesus erwiderte: "Laß es für diesmal geschehen. Es stimmt, du müßtest eigentlich von Mir getauft werden. Doch bedenke, Johannes: du bist ein Prophet, und es gebührt uns als dem Wort und dem Propheten jedes Wort zu erfüllen." Hier ist jetzt die Offenbarung: "Denn, Johannes, du weißt, wer Ich bin; Ich bin das Opfer. Gemäß dem Wort Gottes muß das Opfer gewaschen werden, bevor es dargebracht wird." Stimmt das? "Das Lamm wurde gewaschen, ehe es als Opfer dargebracht wurde. ICH bin das Lamm, deshalb muß ich gewaschen werden, bevor Ich als Opfer für die Welt dargebracht werden kann. Laß es für diesmal so sein, Johannes, denn so gebührt es uns, dem Wort und dem Propheten."

115 Darin kann kein Fehler sein. All diese Dinge waren richtig.

116 Seht, wenn sich dies nicht so zugetragen hätte, wäre Johannes dasselbe gewesen wie wir alle. Er sagte: "Ich weiß, wer Du bist, Herr."

117 "Nun", antwortete Er, "einen Moment! ICH bin das Wort. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort Gottes.

Eva hat eines übertreten, doch du mußt jedes Wort halten. ICH bin das Opfer; Ich muß vor der Darbringung gewaschen werden. Was du gesagt hast, Johannes, ist wahr."

118 Johannes war ein Prophet. Er wußte, daß sich das Wort erfüllen mußte, so ließ er es geschehen und taufte Ihn. Als Er aus dem Wasser emporgehoben worden war, kam die Botschaft auf den Flügeln einer Taube vom Himmel: "Dies ist Mein geliebter Sohn." ER sandte die Erlösungsbotschaft der Gnade auf den Flügeln einer Taube, die aus dem Himmel heruntergeflogen kam. "Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen." Dann war das Opferbereit. Sein ganzes Leben, Sein Dienst, alles war zu Ende. Nun konnte das Wort ausgesprochen werden, das die Erlösung der ganzen Welt anzeigte: "Es ist vollbracht!"

119 Die Taube wird in der Bibel als Symbol des Friedens verwendet. Auch für die Nationen ist sie das Symbol des Friedens. Unser Wappentier ist der Adler. Andere Nationen haben andere Vögel. Rom hat einen Adler, Deutschland hat einen Adler; viele von ihnen haben diese großen Vögel des Himmels. Doch für alle Nationen symbolisiert die Taube den Frieden. Es ist ein universelles Zeichen.

120 Es ist so, wie Bruder Pearry Green an einem Abend sagte: "Wenn wir unsere Hände erheben, ist das ein Symbol, daß wir uns ergeben." In jeder Nation nimmt man die Hände hoch, wenn man sich ergibt. Er sagte: "Wenn ihr singt, erhebt eure Hände, daß ihr euch ganz ergebt."

121 Die Taube ist in jeder Nation das Symbol des Friedens. Weshalb ist sie es? Wegen ihrer Sanftmut und ihrer Unschuld. Aus diesem Grund ist sie das Symbol für den Frieden.

122 Noch etwas Besonderes ist mit der Taube: Sie ist ein Vogel, der sein Zuhause liebt. Sie bleibt gerne in ihrem Heim.

123 Eine andere Eigenschaft ist, daß sie einander immer treu sind. Die Taube und der Täuberich verlassen einander nicht. Das Weibchen bekommt ihr Männchen in der Paarungszeit. Seht, das ist ein Kompliment für die große Schöpfung Gottes. Deshalb schuf Er Eva als Nebenprodukt. Wäre sie wie alle anderen weiblichen Wesen geschaffen worden, dann hätte sie ebenfalls zur Paarungszeit ihren Partner gefunden. Doch bei ihr ist es immer möglich. So ist es. Darauf wollen wir nicht näher eingehen, denn ich habe es bereits in "Heirat und Scheidung" dargelegt. Dennoch ist sie ehrenhaft und hat eine Tugend. Ihr wißt ja, wie ich vor einigen Abenden darüber sprach. Beachtet, sie trägt eine große Verantwortung.

124 Die Taube ist ihrem Partner immer treu. Immer! Sie verlassen einander nie.

125 Darf ich hier ein wenig innehalten und etwas sagen? Eine wahre Braut - die weibliche Taube - ist ihrem Partner ebenfalls treu. Sie wird kein Dogma, keine Denominationslehren, nichts Weltliches einführen. Sie wird ihrem Gemahl, dem Wort, immer treu bleiben.

126 Aufgrund der Liebe zu ihrem Heim wird sie erfolgreich als Brieftaube eingesetzt. Weil sie ihr Zuhause so liebt, kann man sie irgendwo freilassen, und sie kehrt immer wieder nach Hause zurück. Sie findet nach Hause.

127 Wir wollen das ein wenig hervorheben, dann werdet ihr Christen verstehen, was ich meine. Sie findet immer ihren Weg zurück nach Hause. Deshalb wird sie als Brieftaube eingesetzt. In Kriegszeiten wurde sie als Nachrichtenüberbringer verwendet, und auch heute geschieht das noch. So seht ihr, daß die Taube sowohl von Gott als auch von den Menschen als Botschafter gebraucht wird. Eine Taube ist ein Botschafter. Für Noah war sie ein Botschafter, sie sagte ihm, daß wieder Frieden ist. Später wurde sie von Gott gebraucht, um zu bestätigen, daß dies Sein Sohn war, das Opfer, das Frieden auf die Erde und den Menschen ein Wohlgefallen bringen sollte. Sie wurde als Botschafter eingesetzt.

128 Hier kommt mir eine kleine Geschichte in den Sinn, die ich einmal in einem Buch las. Ich bin mir nicht sicher, in welchem Buch sie steht, vielleicht in "The Decline of the First World War". Ich weiß es nicht genau; wenn ihr sie darin nicht findet, habe ich mich geirrt. Ich habe es vor vielen Jahren in irgendeinem Buch gelesen. Es war wirklich dramatisch, was sich da ereignete.

129 Amerikanische Soldaten waren von deutschem Maschinengewehrfeuer eingeschlossen. Sie befanden sich in einem Kessel. Ihr Soldaten wißt vermutlich, daß es ein Spähtrupp war. Sie waren eingeschlossen und hatten nur noch wenig Munition. Die Deutschen drangen mit starken Einheiten überallhin vorwärts. Sie wußten, daß sie bald alle sterben würden, wenn sie keine Verstärkung, keine Hilfe, bekämen, denn die Deutschen kamen den Berg herunter und waren schon in Sichtweite und würden bald auf sie stoßen.

130 Da fiel einem von ihnen ein, daß er ja ein Maskottchen bei sich hatte - eine Taube. Er wußte, daß diese Taube, wenn sie von dort herauskäme, eine Botschaft ins Hauptquartier des Regiments bringen würde. Also setzten sie sich hin und schrieben eine Notiz: "Wir sind in der und der Stellung, dort und dort eingekesselt. Wir haben keine Munition mehr. In ein paar Stunden müssen wir uns ergeben oder werden niedergemetzelt." Sie befestigten den Zettel am Fuß der kleinen Taube und ließen sie fliegen.

131 Sie ist ein Vogel, der sein Heim liebt. Was tat sie also? Sie flog nach Hause zurück, um zu ihrem Partner zu kommen. Sie machte sich Sorgen um ihn, deshalb wollte sie unbedingt nach Hause.

132 Als sie aufstieg, begriffen die Deutschen, was vor sich ging. Sie handelten sofort und schossen auf die Taube. Einer traf sie mit einer Maschinengewehrkugel, Kaliber '30, die ihr das Bein brach. Eine andere Kugel riß ein Stück aus dem Rücken. Auch an der Brust wurde sie verwundet; von einem Flügel wurde die Spitze abgeschossen, deshalb flog sie zur Seite geneigt. Doch sie gewann an Höhe und schaffte es schließlich. Verletzt, verwundet, voller Schrammen und blutend fiel sie mit der Botschaft im Lager nieder. Das war eine großartige Taube.

133 Doch, mein Bruder, Jesaja 5, 3 berichtet uns von Einem, der Sein Heim verließ und alles, was Ihm wert war:

Und doch war Er verwundet um unserer Übertretungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen: die Strafe war auf Ihn gelegt zu unserm Frieden, und durch Seine Striemen ist uns Heilung zuteil geworden.

134 Krankheit, Aberglaube und Teufel hatten uns eingeschlossen. Es gab keinen Weg, um herauszukommen. Die Gemeinde ging in die verkehrte Richtung; sie waren abgewichen und hatten sich Denominationsdingen zugewandt. Es gab Pharisäer, Sadduzäer, denen es um die Reinigung von Töpfen und Pfannen ging. Das Wort Gottes wurde außer Kraft gesetzt.

Doch dann kam diese Taube herab. Es gab nur eines, was geschehen konnte: Es mußte ein Erlöser kommen.

135 ER wurde verwundet, zerschlagen, zermartert, und doch kannte Er Seinen Weg zurück nach Hause. Vom Kreuz auf Golgatha, wo man Ihn verwundete, zermarterte, zerschlug und sich wie eine Herde Wölfe auf Ihn stürzte, ist Er aufgestiegen zu den Toren des Himmels und rief aus: "Es ist vollbracht! Es ist vollbracht! Sie sind frei! Die Krankheit kann jetzt geheilt werden. Sünder können gerettet werden. Die Gefangenen können frei ausgehen!"

136 ER wurde in diesem großen Kampf, in dem sich Ihm alles entgegenstellte, so verwundet und zerschlagen, daß, wie sogar der Dichter ausrief,

die Felsen zersprangen und die Sonne ihren Schein verlor;
mein Heiland neigte Sein Haupt und starb,
doch der Vorhang, der zerriß, gab den Weg frei
zur himmlischen Freude und dem endlosen Tag.

137 Mein ganzes Leben lang war ich nervös. Schon als kleiner Junge kam etwas über mich, das mich beängstigt hat. Ungefähr alle sieben Jahre wiederholte es sich an mir. Bruder Jack weiß es noch, als ich damals anfing und mich ein Jahr lang zurückziehen mußte, weil etwas geschehen war.

138 Ich erinnere mich noch an den Tag als Juanita Hemphill sang. Ich glaube, sie heißt jetzt Juanita Kelly; nach dem Tod ihres Mannes hat sie Br. Kelly geheiratet. Auch Anna Jeanne war dabei. Ich habe ihre Photos. Zusammen mit Schwester Moore bildeten sie ein Trio. Sie sangen ein Lied, das ich nie vergessen werde: "Looking Beyond the Sunset". Bruder Jack, du erinnerst dich vermutlich daran. Ich kam gerade aus Florida. Was für feine Mädchen!

139 Ich weiß noch, daß diese Mädchen an jenem Morgen mit einer kleinen Gruppe Pfingstler aus dem Norden, aus der Gegend von Michigan, dort bei Br. Hooper waren. An einem Abend neulich habe ich ihn hier gesehen. Wahrscheinlich ist Br. Ed Hooper jetzt nicht hier. Bist du hier, Bruder Ed? Ich meine nicht. An einem der Abende war er hier. Viele von euch kennen ihn. Als er, ich und Br. Hooley abreisten, standen diese Mädchen dort an der Ecke und sangen dieses Lied und gaben einem jeden von uns eine gelbe Rose, die sie aus ihrem Haar nahmen. Es war dort, wo der Geistesgestörte geheilt wurde und große Dinge geschehen sind.

140 Ich kam die Straße entlang und war so froh, wie man nur sein kann, als es ganz plötzlich über mich kam. Erst ein ganzes Jahr später konnte ich wieder auf das Missionsfeld gehen. Es hat mich fast getötet.

141 Ich habe immer gesagt, daß ich nicht weiß, was eine Vision ist. Als Junge sagte ich immer: "Wenn ich doch nur in eine solche Trance fallen und es sehen würde, dann würde ich geheilt." Ich wollte immer in die Mayo-Klinik gehen, damit die Ärzte dort feststellen, was nicht in Ordnung ist.

142 Ich bekomme zuviel Magensäure. Bruder Jack hat mir zu Hause sehr geholfen. Ich konnte nur zu Hause herumgehen; eine heiße, schmierige Flüssigkeit kam aus meinem Mund. Dennoch ging ich auf das Podium und betete für Kranke, die doppelt so schlimm dran waren, und sie wurden geheilt. Ich legte meine Hände auf einen Mann, der Krebs in seinem Gesicht hatte, und der Krebs verschwand von seinem Gesicht, noch während er dort stand. Ich selber aber war so krank, daß ich nicht aufrecht stehen konnte.

143 Ihr wißt nicht, wie ich gelitten habe, was für eine seelische Belastung das war. Es kam alle sieben Jahre; mein ganzes Leben lang. Jetzt bin ich bei sieben mal acht angekommen.

144 Ich war so verzweifelt; ich weinte; bettelte und bat.

145 Ich erinnere mich, daß ich endlich genügend Geld zusammen hatte, um in die Mayo-Klinik zu gehen und mich untersuchen zu lassen. Man sagte mir: "Dort wird man herausfinden, was du hast." Meine Frau und ich machten uns mit Becky und Sara, die noch klein war, auf den Weg zur Mayo-Klinik. Ich hatte gerade mit meinem Heilungsdienst begonnen.

146 Man nahm viele Untersuchungen an mir vor. In der Nacht, bevor ich am nächsten Morgen die Abschlußuntersuchungen haben sollte, erwachte ich, setzte mich im Bett auf und schaute umher. Da sah ich vor mir einen kleinen Jungen, der so aussah wie ich mit ungefähr sieben Jahren. Ich sah ihn an, und das war ich! Er stand neben einem alten Baumstumpf.

147 Jeder von euch Eichhörnchenjägern weiß, daß ihr mit einem Stock an solch einem verdorrten Stumpf reiben könnt und daß dann alle Eichhörnchen herausgescheucht werden, die im Innern des Stumpfes sind.

148 Ich sah, daß darin ein Eichhörnchen war, und dachte: "Welch eine Art von Eichhörnchen ist das?" Ich rieb daran. Als ich das tat, schaute ich hin und sah mich dort im Alter von 38 Jahren. Der kleine Junge war verschwunden. Ich rieb an dem Baumstamm, und aus dem hohlen Stamm kam ein kleines Eichhörnchen heraus. Es war dunkel, fast schwarz. Es schien, als würden Ströme von ihm ausgehen, es hatte kleine, runde, glänzende Augen. Ich hatte noch nie etwas gesehen, das so böse aussah. Es glich mehr einem Wiesel als einem Eichhörnchen.

149 Es schaute mich direkt an. Ich öffnete meinen Mund, um etwas zu sagen. Als ich das tat, war es, noch ehe ich blinzeln konnte, in meinen Mund gesprungen und in den Magen hinuntergegangen. Es riß mich fast in Stücke. Als die Vision mich verließ und ich zu mir kam, hatte ich meine Hände erhoben und schrie: "O Gott, habe Erbarmen! Es bringt mich um!"

150 Da hörte ich vom anderen Ende des Raumes eine Stimme: "Denke daran: Es ist nur sechs Zoll lang."

151 Wie viele haben diese Geschichte gehört? Ich habe es den Leuten, die zur Kapelle kommen, oft erzählt.

152 Ich litt genauso wie zuvor.

153 Am nächsten Tag untersuchten mich die Mayo-Brüder. Sie sagten: "Dein Vater war Irrländer; er hat getrunken. Deine Mutter war Halbindianerin. Du bist also beinahe auch ein Halbblut. Du bist solch ein Nervenbündel, daß du es nie loswerden wirst. Sonst bist du gesund. Dies aber ist etwas, das aus der Seele kommt und das man nicht kontrollieren kann." Sie meinten: "Wenn so ein Mensch stirbt, könnte man eine Autopsie machen und würde nichts finden, weil seine Seele ihn verlassen hat." Es hieß: "Du wirst es nie loswerden."

154 Mein alter Arzt sagte mir: "Mein Vater hatte es auch; er starb mit fünfundachtzig Jahren" oder neunzig, ungefähr in diesem Alter. Er erzählte: "Ein oder zwei Monate vor seinem Tod untersuchte ich ihn noch. Sein ganzes Leben lang bekam er es von Zeit zu Zeit immer wieder."

155 Er sagte: "Manche Menschen, die sich sehr schnell aufregen, haben es. Diese Art kann tödlich für einen sein. Bei anderen wirkt es sich aus wie bei manchen Frauen in den Wechseljahren: sie weinen. Man ist irgendwie niedergeschlagen. Früher nannte man es 'Schwermut'. Es verläßt einen nicht." Er sagte: "Wenn das über dich kommt, produziert dein Magen zuviel Säure; man ist einfach verstimmt."

156 Ich erwiderte: "Aber ich tue doch nichts, wodurch es ausgelöst würde. Ich bin glücklich."

157 Er antwortete: "Das ist richtig. Der Mensch kann es überhaupt nicht beeinflussen.", und er sagte: "Du wirst es immer haben." Oh, was für eine entmutigende Aussicht!

158 Doch die Worte: "Denke daran, es ist nur sechs Zoll lang!" ließen mich nicht los. Das kann euch auch meine liebe Frau, die dort sitzt, bestätigen. Jahr für Jahr habe ich daran gedacht.

159 Bevor ich das letzte Mal nach Übersee reiste, war ich wieder einmal zu Hause und ging auf Eichhörnchenjagd. Als ich bei Br. Banks Wood, der heute abend zuhört, aus dem Auto sprang und den Berg hinaufzugehen begann, war es mir, als würde mir das Herz aus dem Leibe springen.

160 Ich fragte Dr. Sam Adair: "Wodurch kommt das?"

161 Er sagte: "Wenn du es das nächste Mal hast, dann laß ein EKG machen."

162 Ich antwortete: "In Ordnung."

163 Im Jahr darauf hatte ich es wieder und ließ ein EKG machen. Er sagte mir dann: "Mit deinem Herzen ist alles in Ordnung. Es ist nur deine Nervosität." Damals begann es schlimmer zu werden.

164 Ein anderer Arzt, mit dem ich befreundet bin, sagte: "Das ist dein Herz, Junge. Sei lieber vorsichtig." Das war in dem Jahr, als ich Bruder Moore anrief, damit er jemand anders bittet, an meiner Stelle zu predigen. Ich war gerade mit Br. Fred zusammen auf Bockjagd und konnte meilenweit in den Bergen herumlaufen, wie ich es mit sechzehn Jahren tat. Ich hatte überhaupt keine Beschwerden.

165 Als ich zurückkam, erzählte ich es Sam. Er sagte: "Trotzdem stimmt etwas nicht. Sei lieber vorsichtig."

166 Dann sah ich in einer Vision einen altertümlichen Arzt mit einem Stethoskop in seiner Hand. Er stand an jenem Tag vor mir und sagte: "Laß dir nicht einreden, daß es dein Herz ist, denn es ist dein Magen."

167 Ich dachte: "An dieses Wort werde ich mich halten, denn es war eine Vision."

168 Ehe ich nach Afrika ging, mußte ich mich impfen lassen. Ich mußte einige Impfungen haben, denn es ist gesetzlich vorgeschrieben. Als ich diese Impfungen bekam, sagte er: "Ich kann nichts finden, was bei dir nicht in Ordnung wäre. Dein Blutbild ist, als wärst du sechzehn. Es könnte nicht besser sein. Dein Herz ist kräftig genug, um dich hundert Jahre alt werden zu lassen. Die Lunge und alles andere ist in Ordnung. Du hast weder Zucker noch sonst etwas."

169 Ich sagte: "Herzlichen Dank." Man hatte mich gründlich untersucht, weil ich eine Bescheinigung für das Gesundheitsamt brauchte.

170 Man fragte mich: "Wissen Sie, ob ihnen etwas fehlt?"

171 Ich erwiderte: "Nichts außer einer ständigen Übersäuerung meines Magens."

172 Er meinte: "Ich werde Ihnen erklären, was es ist."

173 Ich sagte: "Oh, man hat mich untersucht. Ich war bei den Mayo-Brüdern"

174 Er sprach: "Aber warten Sie doch mal: Manchmal ist ein Magengeschwür so klein, daß es durch ein Kontrastmittel nicht sichtbar wird, und manchmal ist es so groß, daß man es auch nicht erkennen kann, denn auf dem Röntgenbild sind ja nur die Konturen zu sehen. Ein ganz kleines Magengeschwür würde man nicht sehen, denn es sticht nicht genügend ab. Es könnten sogar viele solcher kleinen Geschwüre sein." Er sagte: "Ich kenne einen alten Arzt, der kürzlich ein Instrument entwickelt hat. Sie werden betäubt, und man führt einen Schlauch durch die Speiseröhre in den Magen ein. Man kann dann tatsächlich in den Magen schauen und sehen, was damit nicht in Ordnung ist." Er sagte noch: "Er ist von der gleichen Art wie ihr: er ist Christ. Weshalb gehen Sie nicht zu ihm hin?"

175 Ich schrieb mir seinen Namen auf: Dr. Van Ravensworth. Als ich zurückkam, begab ich mich zu dem alten Arzt. Er ist ein feiner alter Mann und stammt von einer indonesischen Insel, einer früheren holländischen Kolonie, aus einer traditionellen Missionarsfamilie. Er hatte schon von mir gehört und mein Buch gelesen. Er drückte mir die Hand und sagte: "Bruder Branham, ich freue mich, das für dich tun zu können. Ich sage dir, was du tun sollst: In der nächsten Woche gehst du ins Krankenhaus, rufst mich aber vorher an." Er meinte: "Ich muß dir eine leichte Betäubung geben, danach wirst du fünf Minuten schlafen."

176 Meine kleine Tochter hatte gerade eine bekommen, weil ihr ein Zahn gezogen werden mußte, und auch die Tochter von Br. Norman. "Ein Fünf-Minuten-Schlaf" dachte ich, "wird mir nicht schaden." Ich war damit einverstanden, daß man nachsehen wollte.

177 Am nächsten Morgen erhob ich mich im Bett, sah mich um und schaute zur anderen Seite des Doppelbettes: Meine Frau war noch nicht aufgewacht. Ich blickte aus dem Fenster auf die großen Catalina-Berge, die man von da, wo wir wohnen, sieht, und schaute dorthin, wo der Engel des Herrn das Schwert in meine Hand gelegt hatte, wo auch die sieben Engel erschienen, wie ihr es auf den Bildern gesehen habt; wo große Dinge geschehen sind.

178 Als ich so schaute, sah ich mich wieder an dem alten Baum stehen, wo das Eichhörnchen gewesen war. Ich sah genauer hin und dachte: "Das ist doch die Eichhörnchenhöhle. Ob es wohl immer noch da ist?" Als ich an dem Baumstamm rieb, kam es hervor und schneller, als ich mit meinen Augen blinzeln konnte, sprang es mich an. Es war das eigenartigste Eichhörnchen, das ich je gesehen habe. Ihr müßt meinen Dienst kennen, um diese Symbole zu verstehen. Doch es verfehlte meinen Mund, traf meine Brust und fiel herunter.

179 Als das geschehen war, hörte ich jemanden sagen: "Begib dich in die Catalina-Berge."

180 Ich drehte mich um und fragte: "Meda! Bist du wach, Liebling?" Ich weckte sie auf.

181 Sie fragte: "Was ist los?" Es war ungefähr fünf Uhr morgens.

182 Ich sagte: "Ich habe hier hinausgeschaut und wieder das Eichhörnchen gesehen, Liebling."

183 "Welches Eichhörnchen?"

184 "Das gleiche, das ich in der Mayo-Klinik sah. Doch, weißt du was? Diesmal gelang es ihm nicht, in meinen Mund zu kommen, sondern es prallte an meiner Brust ab." Ich sagte: "Preis sei Gott! Seit ich ein Junge war, habe ich mich danach gesehnt zu sehen, daß dies geschieht. Noch bevor ich überhaupt wußte, was eine Vision ist, habe ich immer gesagt, daß ich geheilt sein werde, sobald ich es sehen würde. Denn, was immer Er mir sagt, so wird es mit mir sein. Vierzig Jahre lang habe ich darauf gewartet, und jetzt ist es geschehen."

185 Ich sah die Vision, kurz bevor ich in die Mayo-Klinik ging, wo man mir dann den Befund mitteilte.

186 Meine Mutter ist jetzt schon in der Herrlichkeit. Sie war eine sonderbare Frau. Sie hatte in ihrem Leben etwa drei, vier Träume, die immer gestimmt haben. Sie erzählte sie mir dann, doch sobald sie zu erzählen begonnen hatte, sagte ich: "Halt an, Mama. Ich werde dir den Rest des Traumes sagen."

187 Wenn mir jemand einen Traum erzählt, den ich deuten soll, dann sagt er mir nie ganz genau, wie er war. Doch ich sehe ihn dann noch einmal - ich sehe genau, was ihr geträumt habt. Dann sagt Er mir, was es bedeutet. Ihr braucht mir den Traum nicht zu erzählen, Er selbst zeigt ihn mir. Wenn ich ihn dann sehe, kann ich sagen: "Du hast mir dies nicht gesagt und das nicht erzählt." Der Gott, der den Traum deuten kann, kann ihn auch zeigen. ER kann einen Traum zeigen, und Er kann ihn deuten.

188 Gibt es einen solchen Fall nicht auch in der Bibel? Ich mußte gerade daran denken. War es bei Daniel oder bei Joseph? In jedem Fall steht es irgendwo in der Bibel. Es ist mir gerade eingefallen, daß dort steht: "Wenn ihr mir den Traum und seine Deutung kundtun könnt..." Das sagte der König Nebukadnezar. Das stimmt.

189 Die Zauberer baten ihn: "Erzähle uns den Traum."

190 Er erwiderte: "Ich weiß ihn nicht mehr." Das stimmt; ich mußte gerade daran denken.

191 Als ich einmal nach Hause kam, sagte Mama zu mir: "Billy, komm her, setz dich," und sie fuhr fort: "Ich hatte einen eigenartigen Traum. Ich habe geträumt, daß du krank warst und fast im Sterben lagst. Wie immer war es dein Magenleiden." Wie oft sie mir Schonkost gekocht hat! Sie erzählte: "Du bautest auf einem Berg ein Haus. Ich sah, wie sechs weiße Tauben vom Himmel herabkamen. Sie gurrten, formten den Buchstaben 'S' und setzten sich auf deine Brust. Du schautest sie an, und die vorderste versuchte dir etwas zu sagen. Es waren wirklich glänzendweiße Tauben. Sie lehnten ihre Köpfchen an deine Brust und gurrten. Ich konnte es nicht verstehen. Sie gurrten einfach."

192 Ich sagte: "Oh, ich sehe es! Preis sei dem Herrn! Sie formten wieder den Buchstaben 'S', stiegen gurrend zum Himmel auf und kehrten heim."

193 Das kleine Tier, das ich gesehen habe, war sechs Zoll lang. Die Anzahl der Tauben, die Mutter sah, war sechs. Die Zahl sechs ist unvollständig. Sie betrifft das Menschliche, das Leiden. Es kam immer und immer wieder. Ich wußte, daß ich eines Tages die siebte sehen würde.

194 Nachdem ich diese Vision an dem Morgen gesehen hatte, stand ich auf. Ich gehorchte dem Herrn. Ich brachte meinen Sohn Joseph zur Schule, der jetzt in Tucson zuhört. Ich brachte ihn also zur Schule und sagte Meda, daß ich nicht wüßte, wann ich zurückkäme.

195 Ich fuhr bis zum Fuß des Catalina-Gebirges und stieg von dort bis zu der Stelle, wo der Engel des Herrn das Schwert in meine Hand gelegt hatte. Es war noch früh, und ich stieg den Berg hinauf.

196 Anstatt den üblichen Weg zum Gipfel einzuschlagen, wo es viele Schlangen und Skorpione gibt - ihr wißt ja, wie es in Arizona ist -, bog ich nach rechts ab, weil etwas zu mir sprach: "Gehe nach rechts." Ich machte einen Umweg, ging um jene riesigen Felsen herum, die viel größer sind als dieses Gebäude, und wollte ganz hinauf, wo selten jemand hinkommt.

197 Ungefähr um 11 Uhr ging ich in eine kleine Einbuchtung. Sie befindet sich an einem Wildpfad. Ich hatte mir das Hemd ausgezogen und trug den Hut in der Hand, denn ich war ganz naß geschwitzt. Als ich mich dieser kleinen Einbuchtung näherte, spürte ich die Gegenwart des Herrn. Mit dem Hut in der Hand sah ich mich um und dachte: "ER ist hier irgendwo. Ich weiß, daß Er hier ist." Ich dachte: "Worum geht es?", machte noch einige Schritte und sagte: "Herr, Du bist hier irgendwo."

198 Ich blickte auf den Pfad, und dort lag das kleine Eichhörnchen. Es hatte auf etwas springen wollen, es aber verfehlt und war in einen Kaktus gesprungen. Sein Kopf, seine Brust und sein Magen waren durchstoßen; es war tot. Dieses eigenartige Eichhörnchen hatte meinen Mund verfehlt und war in den Kaktus gesprungen. Die Stimme des Herrn sprach: "Dein Feind ist tot." Ich stand dort und zitterte.

199 Normalerweise hätten es die Krähen schon aufgefressen haben müssen. Einige Tage später tötete ich eine Schlange. Sie lag nur etwa eine halbe Stunde lang auf dem Weg. Dort oben fliegen immer Adler und Krähen herum. Sie holen es sofort weg. Ein paar Tage später tötete ich diese Korallenschlange; das ist die gefährlichste, die wir haben, und ließ sie dort liegen. Auf dem Rückweg wollte ich sie mitnehmen, um sie zu zeigen, aber die Krähen oder Raben, die darüber flogen, hatten sie schon weggeholt.

200 Das Eichhörnchen jedoch lag dort schon zwei Tage lang, nämlich seitdem ich die Vision gesehen hatte. Ich meine, es war am Samstag, und am Montag ging ich dort hinauf. Da lag es also und war tot. Mit meinem Schuh drehte ich es um.

201 Ich ging zurück und setzte mich wieder, weinte dort eine Zeitlang und betete, indem ich auf Tucson herabschaute, das einige Meilen entfernt unter mir lag.

202 Später ging ich wieder an die Stelle - es lag immer noch dort. Als ich in die Höhle zurückkehrte, kam der Geist Gottes wieder über mich.

203 Ich ging noch einmal hin und stieg dann den Berg hinunter. Als ich nach Hause kam, sagte ich zu meiner Frau: "Liebling, ich weiß nicht wie, aber ich werde diese Sache loswerden."

204 Als Dr. Ravensworth mich untersuchte, sagte er: "Es ist völlig unmöglich, daß du gesund wirst." Er gab mir die Pentothal-Spritze, die fünf Minuten lang wirken sollte, und ich schlief zehn Stunden. Dieses Zeug, sogar eine Aspirintablette, wirft mich einfach um. Er gab mir die Spritze und führte einen Schlauch ein. Nachdem ich am nächsten Morgen zu mir gekommen war, sagte er: "Reverend, es fällt mir nicht leicht, dir dies zu sagen, doch deine Magenwände sind völlig verhärtet, sie sind ausgetrocknet." Ich kannte die Bezeichnung vorher nicht, doch er verwendete den Namen "Gastritis". Ich habe dann im Lexikon nachgeschlagen, und darin stand: etwas, das ausgetrocknet ist. Er sagte: "Das kannst du nicht loswerden. Du wirst es immer behalten." Ich wäre sehr entmutigt gewesen, wenn der Herr mir nicht die Vision gezeigt hätte.

205 Am nächsten Tag sprach etwas: "Gehe zurück ins Gebirge."

206 Anstatt den üblichen Weg hinaufzugehen, wurde ich an dem Tag geleitet, einen anderen zu nehmen. Ich stand da und sah plötzlich die siebte weiße Taube vor mir sitzen. Sie schaute mich an. Ich rieb meine Augen und sagte: "Gewiß ist das eine Vision. Mit Sicherheit." Ich sah wieder hin und sagte: "Kleine Taube, woher kommst du?" Sie war so hübsch und weiß, daß es eine Haustaube hätte sein können. Doch sie war dort draußen in dieser Wüste.

207 Der allmächtige Gott, der Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, dessen Knecht ich bin und dessen Wort aufgeschlagen vor mir liegt, weiß, daß ich die Wahrheit sage und nicht lüge.

208 Dort saß die Taube und schaute mich an. Ich ging umher und dachte: "Bestimmt ist das eine Vision." Ich drehte meinen Kopf und schaute zurück: Sie saß immer noch dort. Sie hatte schneeweiße Flügel - so weiß, wie sie nur sein konnten -, gelbe Füße und einen gelben Schnabel. Sie saß da und schaute mich an. Sie blickte westwärts. Ich ging um sie herum, doch um keinen Preis hätte ich sie berührt. Dann ging ich auf dem Weg weiter hinauf und schaute zurück. Sie saß immer noch dort und beobachtete mich.

209 Bruder, als Sohn Abrahams schaue ich nicht auf das, was der Arzt mir sagte. Ich werde trotzdem gesund sein.

210 Am dritten Tag ging ich zurück. Ich war hoch hinaufgestiegen. Viele von euch wissen von der Vision über den Indianerhäuptling, der westwärts ritt. Durch irgend etwas wurde meine Aufmerksamkeit auf einen großen Felsen gelenkt. Es war um die Mittagszeit. Es hieß: "Lege deine Hände daran und bete." Gott im Himmel weiß, daß dies wahr ist.

211 Ich legte meine Hände an den Felsen, schaute zum Himmel auf und begann zu beten. Da hörte ich eine Stimme, die von der Spitze der Felsen kam: "Wogegen lehnst du dich mit deiner Brust - deinem Herzen?" Ich lehnte mich dann so zurück. Meine Schultern bzw. mein ganzer Oberkörper war nackt. Es war heiß. Ich sah hin. In dem Felsen standen die Worte "weißer Adler". Genau das war in der Vision gesagt worden, nämlich daß dadurch die nächste Botschaft hervorkommen würde.

212 Ich war so aufgeregt, daß ich nach Hause eilte, gleich am nächsten Tag eine Kamera nahm, zurückfuhr und ein Foto davon machte. Es stand immer noch dort im Felsen geschrieben: "weißer Adler".

213 Irgendwie weiß ich es. Ich sage es euch, bevor es geschieht. Zweifellos ist der Doktor ein guter Arzt. Ich halte ihn für einen feinen Menschen. Doch ich weiß, daß ich es los werde. Es ist erledigt! Es ist geschehen! Ich werde gesund sein.

214 Ich dachte daran, als Ernie vor einigen Minuten das Lied "Auf den Flügeln einer Taube" sang. Wie ging die Melodie noch? Ernie, würdest du es bitte anstimmen?

Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube
sendet Gott Seine reine, herrliche Liebe,
als Zeichen von oben,
auf den Flügeln einer Taube.

215 Soweit ich weiß, hat Ernie zwei Verse gesungen. Ich werde euch den dritten geben:

Obwohl ich in vielerlei Weise gelitten habe,
um Heilung gerufen bei Tag und bei Nacht,
ward der Glaube nicht vergessen,
der Vater dort oben hat seiner gedacht.
ER gab mir Sein Zeichen auf den Flügeln einer Taube.

216 Teurer Gott, ich danke Dir für diese Dinge, Vater. DU gabst Noah ein Zeichen; Du gabst der Welt ein Zeichen; Du gabst mir ein Zeichen. Am nächsten Tag sah ich den Adler fliegen. O Gott, jetzt kommt eine Botschaft hervor. Ich bete, o Gott, daß die himmlische Taube führen möge. Gewähre es, Herr. Sie hat mich zu einem Glauben geführt, den ich nie zuvor hatte. Ich weiß, o Gott, ich weiß, daß alles wohl sein wird, deshalb danke ich Dir dafür, Vater.

217 Herr, sende heute abend Deine Botschaft wieder auf den Flügeln der Taube des Wortes herab. Schenke es, teurer himmlischer Vater. Möge Deine große Taube des Glaubens heute abend in die Herzen eines jeden fallen, der über diese Plattform kommt und auch in alle, die im ganzen Land versammelt sind, und möge sie ihnen Glauben für ihre Heilung schenken, Herr. Denkt daran, daß es bei Gott kein Ansehen der Person gibt. ER sandte Noah eine Botschaft; Er sandte sie Johannes; Er sandte sie mir und kann sie auch anderen senden.

218 Ich bete, daß die Taube jetzt in jedes Herz hineinfliegt, Herr, und mit ihrem goldenen Schnabel flüstert: "Durch Meine Wunden, durch Meine Striemen bist du geheilt." O Gott, schenke, daß unsere Übertretungen getilgt, daß unsere Sünden vergeben und daß unsere Krankheiten geheilt werden. Es ist in Deinen Händen, Vater. Im Namen Jesus Christus. Amen.

Haltet eure Häupter noch ein wenig gebeugt:

219 Wie viele sind hier, die sagen können und es tun möchten: "Bruder Branham, ich war mein ganzes Leben lang verkehrt. Ich wollte Gott dienen. Heute abend aber bin ich bereit, mich zu ergeben. Bitte Gott, daß diese Taube heute abend in mein Herz hineinfliegt. Ich kann fühlen, wie sie ihre Flügel bewegt und jetzt hereinkommt."? Hebt eure Hände, bitte. Hier in der sichtbaren Zuhörerschaft geschieht es im ganzen Gebäude.

220 Hebt auch ihr im ganzen Land, in der Versammlung von Bruder Hunt und Bruder Coleman, von Bruder Leo, dort in Tucson, in der Branham-Kapelle und an der Westküste, eure Hände und bezeugt damit: "Ich möchte, daß die Taube heute abend in mein Herz kommt und mir auf den Flügeln einer schneeweißen Taube - des Heiligen Geistes - die kostbare göttliche Liebe bringt. Bringe sie mir heute abend, Herr, und lege den Glauben in mein Herz, den ich benötige."

221 Im Namen Jesu Christi bete ich, o Gott: vergib unsere Sünden. Die verwundete Taube hat die Botschaft "Es ist vollbracht" gegeben, o Gott. Das glauben wir. Schenke uns Vertrauen, das zu glauben. Darum bitten wir im Namen Jesus. Amen.

Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube...

222 Woher kam diese Taube? Ich weiß es nicht. Sie konnte nicht dort draußen in der Wüste sein. Nein, nein. Sie konnte nicht dort sein. Warum war sie weiß? Der himmlische Vater weiß, daß sie so weiß war wie mein Hemd. Dort saß sie.

Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube...

223 Macht euch das nicht demütig? Wir wollen einander die Hände schütteln und es noch einmal singen.

[Bruder Branham singt.]

224 Wir wollen unsere Hände zu Ihm erheben und noch einmal singen.

[Bruder Branham singt.]

225 Weshalb hat Er mich alten Mann, der sein Leben lang gelitten hat, jetzt geheilt? Ich glaube, daß ich diesen Pfad noch einmal reiten werde. Ich muß eine Botschaft bringen. Heute abend sage ich meinem Vater: "Herr, Dein Knecht steht zum Dienst zur Verfügung.", wie Junior Jackson in seinem Traum vor kurzem sah, daß Tauben durch die Fenster hereinkamen. Ich bin bereit. Amen.

[Bruder Branham singt.]

226 Laßt uns glauben, daß Er jetzt in der Zuhörerschaft wirkt.

[Bruder Branham singt.]

227-228 Ihr alle, die ihr auf dieser Seite seid und Gebetskarten habt, kommt durch diesen Gang nach vorne.

[Bruder Branham singt.]

229 Ihr auf dieser Seite, geht in den linken Gang, wenn ihr eine Gebetskarte habt.

[Bruder Branham singt.]

230 Woher kam die Taube dort in der Wüste? Ich möchte folgendes sagen: Gott sah, daß Abraham einen Widder als Zeichen benötigte. ER ist Jehova-Jireh - "der Herr, der selbst für ein Opfer sorgen kann." Denkt nur, derselbe Gott sandte durch die gleiche Inspiration die Taube zu derselben Art von Menschen. ER ist immer noch Gott - Jehova-Jireh, der für alles sorgen kann, was Er benötigt.

231 Wollt ihr nicht jetzt, während ihr durch diese Gebetsreihe kommt, Gott darum bitten, daß Er dafür sorgt, daß ihr auf den Flügeln der Taube des Heiligen Geistes Glauben in euren Herzen bekommt - Glauben, daß ihr geheilt werdet?

232 Ich möchte, daß sie alle kommen. Ich bitte jetzt darum. Bruder Brown ist auf seinem Platz. Bruder Jack, was sagst du? Nun, gut. Diejenigen, die sich hier aufgestellt haben, kommen zuerst. Dann kommt diese Abteilung. Diejenigen vom hinteren Flügel folgen ihnen, und der Rest kommt danach. Für sie alle soll gebetet werden.

233 Ich bin sicher, daß wir uns nicht beeilen, sondern wir wollen uns ein wenig Zeit nehmen, damit wir, soweit es möglich ist, für jeden einzelnen beten können.

234 Ich habe meine Botschaft gekürzt, damit ich diese Gebetsreihe haben kann. Das ist euch allen aufgefallen. Diese Gebetsreihe ist eine "Gedächtnisreihe", zum Andenken an die Zeit, als die Frauen von Bruder Jack Moore und Bruder Young Brown sie gehen ließen, und ihr kamt mit mir nach Kalifornien und durch ganz Arizona, durch die Wüste, und wir beteten für die Kranken.

235 Wißt ihr, daß heute noch Menschen leben, die damals im Sterben lagen? Sie leben immer noch, weil wir den Einsatz gaben. Was geschah dadurch? Es hat verursacht, daß in jeder Gemeinde im ganzen Land göttliche Heilung hervorkam; jetzt sogar unter den Presbyterianern und anderen. Es verschloß ihren Mund, denn nur Gott konnte jemanden salben, der imstande war, Goliath zu töten. Dadurch wurde gezeigt, daß es möglich ist, und die anderen faßten Mut und gingen vorwärts. Das stimmt. Es kann noch einmal geschehen, denn Er sendet immer noch Seine Liebe auf den Flügeln einer Taube.

236 Christen, ich möchte, daß ihr zuhört. Wenn ich mich hinstellen und euch all die übernatürlichen Dinge aufzählen würde, die ich zumindest in den letzten drei Jahren erlebt habe, dann stünde ich noch am kommenden Samstag abend hier und würde sie euch berichten. Ich spreche nicht so viel darüber, denn es hört sich fast unmöglich an, doch ich sage euch die Wahrheit. Es stimmt genau. Wir leben unter der Leitung des großen, mächtigen Jehova, desselben, der mit den Propheten des Alten Testaments war und mit der Gemeinde des Neuen Testaments ist. Heute ist Er hier und nimmt um Seines Namens willen eine Braut aus den Nationen heraus. Glaubt es! Könnt ihr es glauben, Menschen? Wenn ihr je geglaubt habt, so glaubt es jetzt. Ich möchte, daß ihr es tut. Wir wissen nicht, was noch heute abend geschieht. Wir wissen nicht, was sich ereignen wird. Wir sind in großer Erwartung.

237 Ich bitte euch im Namen des Herrn Jesus als Sein Knecht. Ich weiß, daß in einer solchen Versammlung alles mögliche vorhanden ist. Doch wenn ihr mir als Seinem Knecht glaubt, und es ist noch der geringste Zweifel oder Sünde vorhanden - Sünde ist ja Zweifel, Unglauben - wenn noch das Geringste davon in euren Herzen ist, dann Bittet den Vater, es jetzt hinwegzunehmen. Dann kommt ihr mit echtem Glauben. Das Auflegen meiner Hände wird euch nichts nützen, es sei denn, das ist vorher in euch geschehen. Doch sobald es geschieht, wird er entfacht, und ihr werdet geheilt. Das stimmt. Dann werdet ihr wissen, daß ihr geheilt seid. Ihr werdet es glauben.

238 Jetzt werde ich für jeden von euch beten. Während das geschieht, legt doch bitte einander die Hände auf und betet jeweils für die Person, auf die ihr die Hände gelegt habt. Dann kommt ihr durch die Gebetsreihe. Legt jetzt die Hände auf jemanden, der schon mit euch in der Gebetsreihe ist.

239 Teurer Gott, ich weiß nicht, wie ich diese Dinge anders sagen sollte, Herr. Ich weiß nur, daß ich die Wahrheit sagen muß. DU bist heute abend mein Zeuge, daß ich die Wahrheit sage. Mein Glaube, Herr, ist meine eigene Heilung in der Zukunft. Ich weiß nicht, wann, ich weiß nicht, wie, ich verstehe es nicht; doch ich glaube es, Herr, daß ich das Zeichen von oben bekommen habe. Die siebente Taube ist endlich gekommen; der siebente Zoll, wie es an dem Tier gezeigt wurde, ist bald zu Ende. Es ist vorbei.

240 O Gott, ich möchte Deinem Volk dienen. Deshalb bitte ich Dich, o Gott, daß Du uns heute abend so salbst, daß, wem immer wir dann die Hände auflegen, er geheilt ist; nicht, weil wir es sind, sondern weil wir Deinem Gebot Folge leisten. DU sagtest: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Herr, hilf mir zu glauben, und hilf ihnen, daß ihr Herz ein Nährboden für den Glauben ist. Mögen zur Ehre Gottes alle Kranken und Leidenden, die in diesem Gebäude und im ganzen Lande sind und diesem Befehl Folge leisten, gesund werden. Im Namen Jesu Christi bitte ich es. Amen.

241 Habt Glauben. Betet alle mit uns. Dies ist keine Gebetsreihe mit der Gabe der Unterscheidung.

242 Depression, Furcht - ich weiß, was das bedeutet. Diese arme Frau hat in ihrem ganzen Leben noch nie Frieden gehabt. Es ist dasselbe, was einen nicht schlafen läßt, nervös und abgespannt macht.

243 Teurer Gott, lege Zeugnis für mich ab, Herr, daß ich die Wahrheit gesagt habe. Wie fühle ich mit dieser kleinen Frau! Ich bete, o Gott, daß Du ihr heute abend diesen Strahl des Glaubens von oben her sendest, damit sie weiß, daß Du Deinem Worte gegenüber verpflichtet bist und jedes Wort hältst. Der Gott des Himmels nehme diese Furcht von meiner Schwester. Ich gehorche Dir, indem ich meine Hände auf sie lege und diese Sache verdamme. Im Namen Jesu Christi soll es aus ihr herauskommen. Amen.

244 Schau, Schwester, wenn du mir jetzt glaubst, kannst du durch das Kreuz nun einen neuen Anfang machen. Bestreite vom heutigen Abend an, daß du es hast. Gehe hin und sage: "Ich habe es nicht mehr," dann wird es dich verlassen.

245 Unsere Schwester Palmer ist die Frau von einem meiner teuren Freunde, einem Prediger aus Georgia oder Alabama - aus Georgia. Sie kamen zur Kapelle, als ich dort predigte. Sie legen eintausendfünfhundert Meilen zurück, um bei einem Gottesdienst dabei zu sein. Dabei verlor Br. Palmer, bzw. ihr Sohn, die Kontrolle über sein Auto, als sie um eine Ecke fuhren, und sie hatten einen schweren Unfall. Sie hat ein Leiden davongetragen. Wir wollen für sie beten:

246 Teurer Gott, befreie die Frau Deines treuen, wahren Knechtes in Christus. Ich bete, o Gott, während ich ihr zusammen mit meinem Bruder Jack Moore hier die Hände auflege, daß Du sie heilst und gesund machst. Im Namen Jesus. Amen.

247 Das rechte Bein ist betroffen, und du trittst für den Sohn ein. Der Junge ist gelähmt. Er hat eine Verletzung am Magen und am Rücken. Wir wollen beten:

248 Teurer Gott, möge die schneeweiße Taube jetzt in sein Herz kommen. "ER war verwundet um unserer Übertretungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen. Durch Seine Wunden sind wir geheilt." Ich bitte darum, daß dies an unserem Bruder und seinem Sohn geschieht. Im Namen Jesu Christi. Amen.

249 Er hat schlimme Kopfschmerzen und ein Beinleiden, das ihn bei der Arbeit behindert.

250 Teurer Gott, schenke diesem jungen Mann Deinen heilenden Segen, während wir als Knechte Gottes unsere Hände auf ihn legen. Im Namen Jesus Christus. Amen.

251 Sie hat ein Frauenleiden und möchte auch die Taufe des Heiligen Geistes.

252 Teurer Gott, ich bringe dieses Gebet des Glaubens für diese Dame vor Dich: das Frauenleiden soll weichen, und möge die Taufe des Heiligen Geistes auf den Flügeln einer Taube über sie kommen. Im Namen Jesus Christus. Amen. Gott segne dich, Schwester.

253 Er hat ein Gewächs am Auge und tritt für seine liebende Gefährtin ein.

254 Teurer Gott, Du kennst die Herzen der Menschen. Ich bitte Dich im Namen Jesu, Vater, gewähre das Anliegen, um das der Bruder Dich bittet. Im Gehorsam zu Deinem Wort legen wir ihm die Hände auf. Im Namen Jesus Christus. Amen. Gott segne dich, Bruder.

255 Sie hat ein Gewächs in ihrer linken Seite; auch ihre Stimme ist nicht in Ordnung.

256 Teurer Jesus, ich bitte, daß Du diese Schwester heilst. Im Namen Jesu Christi legen wir die Hände auf sie, damit sie geheilt wird. Amen. Gott segne dich, meine Schwester.

257 Arme Schwester, ich sehe deine Schwierigkeit: du hast ein geschwollenes Gelenk, etwas an der Niere und an der Blase; außerdem ist ein Knöchel ausgerenkt.

258 O Gott und Vater, heile diese teure Frau. Herr, ich bete darum, während ich ihr im Namen Jesu Christi die Hände auflege.

259 Gott segne dich, Schwester. In dieser Weise geschieht es.

260 Könnt ihr es über das Mikrophon hören? Vielleicht ist der Techniker hier, der es etwas lauter stellen kann, damit die Zuhörerschaft die Zeugnisse vernimmt und das, was sie sagen, wenn sie vorbeikommen. Betet, wenn ihr es hört. Wenn ich zu beten anfange, dann betet mit mir.

261 Teurer Gott, ich bete für unsere Schwester hier, daß Du sie heilst, teurer Gott. Wir tun dies, weil es Dein Gebot ist. Im Namen Jesus Christus. Amen.

262 Teurer Gott, Du hörst das Zeugnis, Du hörst, was der Feind ihr angetan hat. Wir wollen den Feind mit dem Namen Jesus besiegen; er ist bereits besiegt, denn die Taube fiel verwundet und zermartert auf den Boden des Hauses Gottes mit der Botschaft: "Es ist vollbracht." Gewähre es. Möge sie es glauben, Vater. Im Namen Jesus.

263 Teurer Gott, ich bete, daß du unsere Schwester hier heilst. Möge ihr die Taube Gottes heute abend Zeugnis geben, daß Er es für sie getan hat, damit sie gesund sein kann. Im Namen Jesus. Amen.

264 Teurer Gott, ich lege meinem Bruder, der hier steht, die Hände auf. Sein Glaube reichte aus, um bis hierher zu kommen, Herr. Möge er jetzt seine Heilung empfangen und gesund auf seinen Platz zurückgehen. Im Namen Jesus.

265 Teurer Gott, ich bete für unseren Bruder und lege ihm die Hände auf. Hilf, teurer Gott, daß der göttliche Glaube jetzt in ihn hineinkommt und daß es so ist wie mit Abraham, der alles, was noch nicht da war, schon so bezeichnete, als wäre es bereits geschehen, weil Gott die Verheißung gegeben hatte. Im Namen Jesus. Amen.

266 Teurer Gott, Du bist der einzige, der eine wahre Entscheidung treffen kann. Ich bete, teurer Gott, daß diese junge Dame empfängt, worum sie bittet. Im Namen Jesu Christi. Amen.

267 Teurer Gott, im Gehorsam zu dem, was Du sagtest, lege ich dieser Schwester meine Hände auf. Das versetzt uns in die Zeit vor vielen Jahren zurück, Herr, als wir solche Gebetsreihen hatten. Wir wissen, was damals geschah. Wir wissen, daß Du heute derselbe Gott bist, wenn Menschen heute noch den gleichen Glauben haben. Ich bete im Namen Jesus für die Heilung unserer Schwester. Amen.

268 Teurer Gott, ich lege meinem Bruder hier die Hände auf und bitte um seine Heilung. Im Namen Jesu Christi. Amen.

269 Vater, heute abend bringe ich Dir unsere Schwester, indem ich meine Hände auf sie lege, zum Zeugnis dafür, daß ich als ein Zeuge Deiner Kraft, als ein Zeuge Deiner Visionen, Deines Wortes und als ein Zeuge dafür, daß Du Gott bist, hier stehe. Ich lege ihr im Gehorsam zu dem Wort meines Gottes die Hände auf und bitte um ihre Heilung. Amen.

270 Teurer Gott, genauso lege ich meinem Bruder als ein Zeuge Deiner Kraft die Hände auf. Ich bitte um Heilung für ihn im Namen Jesu Christi. Amen.

[Auf dem Tonband ist eine leere Stelle - d. Üb.]

271 Sie sagte: "Der Heiler." Es hieß, daß ein Schuhmacher in Arkansas an jenem Vormittag geheilt wurde. Ihr kennt die Geschichte. Sie kam über Radio.

272 Man sagte, ich sei ein Heuchler. Ich fragte: "Glaubst du, daß dies die Wahrheit ist?"

273 Sie sagte: "Ja, das tue ich."

274 Ich fragte: "Glaubst du, daß Gott heute so etwas zu tun vermag?"

275 Sie erwiderte: "Werter Herr, ich habe das religiöse Programm angehört. Ich bin eine Christin. Ich habe dieses Programm gehört, und ich hörte auch den Mann, den blinden Schuhmacher, der an dem Morgen geheilt wurde. Eine Gemeinde nach der anderen warf ihn hinaus, weil er so laut wurde. Mit seinem Hut, den er auf einem Stab herumwirbelte, lief er in der Gemeinde hin und her. In der ganzen Stadt konnte man ihn rufen hören: 'Ich bin geheilt! Ich bin geheilt!'" Ein blinder Schuhmacher!

276 Ich fragte: "Glaubst du das?"

277 Sie stand da. Es begann leicht zu regnen. Sie sagte: "Wenn du mich zu ihm bringen kannst, dann werde ich meinen Vater finden."

278 Dabei fühlte ich mich so wie jetzt und sagte: "Vielleicht suchst du mich."

279 Und sie packte mich an meiner Jacke und fragte: "Bist du der Heiler?"

280 "Nein, Schwester," erwiderte ich, "doch ich bin Bruder Branham."

281 Da sagte sie: "Habe Erbarmen.", und ich dachte an das Lied der armen, blinden Fanny Crosby: "Da Du andern Gnad' erweisest, gehe nicht an mir vorbei. Seht, Er hatte einen geheilt, also konnte Er auch sie heilen.

282 Ich legte meine Hände über ihre Augen und sagte: "Teurer Jesus, an jenem Tage trugst Du ein altrauhes Kreuz die Straße hinunter. Das Blut lief an Deinen Schultern hinab; Dein schwacher Leib brach unter der Last zusammen. Da kam ein Farbiger namens Simon aus Cyrene vorbei, der das Kreuz nahm und Dir half, es zu tragen. Ich bin sicher, daß Du Dich daran erinnerst, Vater. Hier ist einer seiner Nachkommen und stolpert in der Finsternis umher. Ich bin sicher, daß Du es verstehst."

283 Da rief sie aus: "Ehre sei Gott! Ich kann sehen!"

284 Ich fragte: "Kannst du wirklich sehen?"

285 Sie antwortete: "Jawohl!"

286 Ich sagte: "Zähle die Lampen." Sie zählte sie.

287 Ich fragte: "Was für eine Farbe hat mein Anzug?"

288 Sie erwiderte: "Du trägst einen grauen Anzug und eine gelbe Krawatte." Das war es! Sie konnte sehen. Oh, Gott respektiert Demut:

289 Dies in sich selbst ist es, was den gewaltigen Sieg hervorbringen und vollführen wird in der göttlichen Liebe.

290 Teurer Gott, sei barmherzig und heile meine Schwester, im Namen Jesus Christus. Amen.

291 Teurer Gott, ich ergreife diese schwache und faltige Hand. Nur Du weißt, was sie durchgemacht hat. Ich bete, teurer Gott, daß diese Hand, die ich in der meinen halte, heute abend dasselbe ergreifen möge wie damals Simeon, der sagte: "Herr, nun entläßt Du Deinen Knecht im Frieden, denn meine Augen haben Dein Heil gesehen." Möge Dein Heil jetzt über sie kommen, Herr, und sie gesund machen im Namen Jesu. Amen.

292 [Auf dem Tonband ist eine leere Stelle - d. Üb.]

Bei der Gerichtsverhandlung klagte Herr Unglaube Jesus Christus an. Erinnert ihr euch an die Predigt "Die Gerichtsverhandlung"? Dort gab es die Rechtsanwälte, die alle Jemanden vertraten. Auch der Staatsanwalt war vorhanden: Satan. Er erhob die Anklage und brachte das Gerichtsverfahren in Gang.

293 Herr Zweifler trat auf und sagte: "Ich habe gehört, wie ein Prediger sagte: 'Salbt die Kranken mit Öl, denn so steht es in der Bibel.' Man hat mich mit Öl gesalbt, aber ich wurde nicht geheilt! Ein anderer sagte: 'Legt den Kranken die Hände auf, dann werden sie gesund!'" Er wollte Ihn anklagen.

294 Dann kam ein anderer Zeuge und sprach: "Vor sechs Monaten wurden mir die Hände aufgelegt, und Dein Wort sagt: 'Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden!' Mir wurden die Hände von einem Deiner gesalbten Knechte aufgelegt, und ich bin nicht gesund geworden. Du bist ein Betrüger; Dein Wort meint gar nicht, was es sagt."

295 Dann trat ein wahrer Zeuge auf, der sagte: "Sein Wort ist wahr. ER hat ja nicht gesagt, wann Er es tun würde, Er sagte: 'Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben: Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden!' ER sagte: 'Sie werden gesund werden!' Ob es nun ein spontanes Wunder ist, das geschieht, oder ob Er erst den Gehorsam des einzelnen sehen will, das ist doch Ihm überlassen. Doch wenn der einzelne es glaubt, dann spielt es keine Rolle, wie lange es dauert. Zu Abraham sagte Er: 'Du wirst einen Sohn mit Sara haben.' Es dauerte fünfundzwanzig Jahre, bis das Kind kam. ER sagte zu Noah, daß es regnen wird. Noah baute die Arche viele, viele Jahre, bevor die Sintflut kam, aber er wußte, daß es regnen würde. Die Bibel sagt: 'Das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten.' Wann, das hat Er nicht gesagt. Gott ist gerecht; Er ist wahrhaftig. Lest doch genau, was Sein Wort sagt!"

296 Das habe ich heute abend getan: Ich habe den Kranken die Hände aufgelegt, und ich glaube, daß jeder einzelne von ihnen geheilt wird. Ich glaube das von allen. Glaubt ihr es ebenfalls? Glaubt Jetzt für diese leidenden Menschen.

297 Hier ist eine Dame, die ich wohl kenne. Ich habe in der Gebetsreihe gestern abend für sie gebetet. Wie heißt sie? Chambers - Chambless. Wenn das Leben dieser kleinen Frau normal verlaufen wäre, würde sie nicht leiden. Sie war bestimmt eine hübsche Frau. Jetzt sitzt sie dort und zuckt. Das Mädchen hat einen lieblichen, feinen Geist. Doch sie sitzt dort und hat Zuckungen. Oh, es bricht mir das Herz. Wie wünschte ich, daß ihr geholfen würde!

298 Hier sitzt eine Frau, die ein kleines Baby hält.Die Zunge hängt ihm heraus, der kleine Körper leidet. Wie würde ich empfinden, wenn es mein kleiner Joseph wäre? Oder wenn es mein Enkel Paul wäre? Was wäre, wenn es Rebekah wäre, die jetzt dort hinten sitzt, oder Sarah? Wie würde ich empfinden, wenn diese Frau Simpson meine Frau Meda wäre oder dieser junge Mann hier Billy Paul oder diese ältere Dame meine Mutter? Bedenkt: es ist jemandes Kind, jemandes Schwester, Tochter oder Sohn. Ich bin ihr Bruder. ER ist unser Retter. Alles, was ich tun kann, ist, mit dem Glauben, den ich habe, für sie einzutreten. Mehr vermag ich nicht.

299 Der Herr kann mir eine Vision zeigen. ER könnte mir sagen, was mit jedem von ihnen ist. Ich kann es euch bestätigen, ihr wißt das. Doch dadurch werden sie nicht geheilt. Das heilt sie nicht, nein. Es muß etwas in sie hineinkommen.

300 Ich könnte hingehen und jeden von euch auf den Namen des Herrn Jesus Christus taufen. Doch dadurch würden euch die Sünden nicht vergeben. Nein, nein! Ich glaube nicht an eine Wassertaufe auf den Namen Jesus Christus zur Erneuerung. Ich glaube, daß die Erneuerung durch das Blut kommt; nicht durch das Wasser. Doch seht, ich könnte taufen und taufen, doch ich würde euch nur als trockene Sünder untertauchen und als nasse herausheben. Es sei denn, ihr habt gründlich Buße getan. Tut Buße und laßt euch dann auf den Namen Jesus Christus taufen. Darin unterscheide ich mich von der Einheitsbewegung. Nicht durch die Taufe findet die Erneuerung statt. Ich glaube, daß das Blut reinigt, nicht das Wasser. Tut erst Buße und laßt euch dann auf den Namen Jesus Christus taufen.

301 Ich werde jetzt von der Plattform heruntergehen, um zu beten. Diese Menschen stehen euch so nahe wie mir - vielleicht sogar viel näher als mir.

302 Wir wollen uns vereinigen, eure Hände und meine Hände, damit die Hände des Herrn Jesus herabkommen und sich auf diese armen verkrüppelten Menschen legen. Werdet ihr mit mir beten?

303 [Auf dem Band ist eine leere Stelle - d. Üb.]

Die Taschentücher für die Kranken und Leidenden könnt ihr nach dem Gottesdienst abholen. Wollt ihr mir jetzt für sie beten helfen?

304 Gott, unser Herr, wir danken Dir für das, was Du heute abend getan hast. Wir danken Dir schon im voraus für die Heilung einer jeden Person, die durch die Gebetsreihe kommt. Teurer Gott, ich bete über diesen Taschentüchern. Vielleicht sind sie für jemanden, der nicht zur Versammlung kommen konnte, und ihre Lieben haben sie gebracht. In der Bibel wird uns gelehrt, daß man Taschentücher bzw. Schürzen von Paulus nahm und sie den Kranken auflegte. Damals lebten sie in Deiner Gegenwart, sie sahen Dich auf der Straße, sie sahen Dich in ihren Versammlungen, und sie sahen, daß Dein Geist in gleicher Weise auf Paulus war. Sie wußten, daß es nicht der Mensch war, sondern es war Dein Geist, der sein Leben beherrschte, denn wir erkennen, daß Paulus die gleichen Dinge tat, die Du getan hast.

305 Herr, die Menschen haben in diesen Tagen gesehen, daß derselbe Gott in Seiner Gemeinde, unter Seinem Volk, lebt. Sie haben diese Taschentücher gebracht, um sie von hier mit zu ihren Angehörigen zu nehmen. Schenke es, o Gott, daß jeder einzelne von ihnen geheilt wird, wie Du es willst. Wir bitten Dich nicht darum, daß etwas Bestimmtes auf eine bestimmte Weise oder in einer bestimmten Art geschehen soll; wir bitten einfach: Heile sie, wie es Dir gefällt, Vater. Zur Ehre Gottes bete ich dieses Gebet des Glaubens darüber. Im Namen Jesus Christus. Amen.

306 Ich hatte eine wunderbare Zeit der Gemeinschaft in eurer Gegenwart und durch euren Glauben, in Jesus Christus. An diese Versammlung werde ich lange zurückdenken wegen der Dinge, die ich hier vorfand: Liebe, Zusammenarbeit, Gemeinschaft.

307 Möge der Gott des Himmels euch leiten, bis wir uns wiedersehen. ER, der die Sterne in der Nacht hell scheinen läßt, damit sie im Dunkeln strahlen, möge euren Pfad mit dem Stern von Bethlehem erleuchten und euch zu einem völlig ergebenen Leben in Seinem Worte leiten, ist mein Gebet.

Wiederseh'n! Wiederseh'n!
Hier auf Erden oder dort im Licht.
Wiederseh'n! Wiederseh'n!
Unser Hüter schläft noch schlummert nicht.

308 Laßt uns aufstehen und singen: "Mein Glaube tritt Dir nah". Ich werde eine Strophe ändern. Ich glaube, das ist gut.

Mein Glaube tritt Dir nah',
O Lamm auf Golgatha,
Du Gottessohn!
Ach höre meinen Schrei,
Mach mich von Sünden frei,
Daß ich Dein eigen sei,
Dein Schmerzenslohn.

309 Wir wollen einander die Hände reichen und singen:

[Bruder Branham singt.]

310 Ihr fühlt euch jetzt schon besser, nicht wahr?

[Bruder Branham singt.]

311 Dies war unsere Schlußbotschaft in diesem Feldzug.

Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube...

312 Neigt euer Haupt. Ich bin sicher, daß ihr es sogar aus dem Summen der Räder und des Motors hört, wenn ihr nach Hause fahrt.

Auf den Flügeln einer schneeweißen Taube...

313 Wir lassen die Häupter geneigt. Ich übergebe jetzt an euren Bruder Noel.