001 Unsere Liebe gehört Ihm, dessen bin ich sicher. Doch unter den Menschen breitet sich Gleichgültigkeit aus. Die Erweckung ist vorüber. Das Feuer erlischt. Es ist an der Zeit, daß etwas geschieht. Wißt ihr, wenn im Vesta-Tempel des alten Roms das Feuer erlosch, gingen alle nach Hause - jegliche Tätigkeit wurde eingestellt. Darin stimme ich mit den Quäkern überein, indem ich meine, daß es jetzt so sein sollte.
002 Heute abend möchte ich tun, was ich an allen vorhergehenden Abenden versäumt habe. Ich respektiere dieses Wort Gottes, weil ich glaube, daß es Gottes Wort, daß Er es ist. ER ist es in Buchstabenform. Zu dem Buchstaben muß der Geist kommen, damit das Geschriebene lebendig wird. Laßt uns deshalb aus Ehrfurcht vor diesem Wort stehen, während wir es lesen. Ich lese aus dem Markusevangelium, Kapitel 7, von Vers 24 bis einschließlich 30. Wer seine Bibel mit hat, kann den Text aufschlagen. Auch heute abend sollen wieder einige Samenkörner ausgepflanzt werden, um euren Glauben aufzubauen, bis die Zeit kommt.
003 Sobald ich spüre, daß durch den Geist dieser Höhepunkt erreicht ist, wird jeder von euch zur Plattform gerufen werden. Seid unbesorgt, genau dann wird es sein. Doch erst muß der Geist so wirken, daß man spürt: Die Menschen haben es erfaßt!
004 Was nützt es, wenn ihr hierherkommt, nur um hierherzukommen? Dann geht ihr bei Tommy Hicks, bei Tommy Osborn, bei Oral Roberts durch die Gebetsreihe usw. Es schwächt nur euren Glauben, weiter nichts.
005 Doch wenn ihr in der vollen Gewißheit kommt, daß ihr nicht vor einen Bruder oder vor irgend jemanden tretet, sondern weil der Geist Gottes euch drängt, dann wird etwas geschehen. Nichts kann es verhindern. Bis dahin lauft ihr nur jedem Prediger nach, der in eure Stadt kommt. Das bringt euch keinen Nutzen. Es hängt doch nicht von einem Prediger ab, genausowenig wie es von deinem Mann, deinem Bruder oder von wem auch immer abhängt. Wir sind lediglich Seine Repräsentanten, die euch das Wort bringen. Manche haben unterschiedliche Gaben. Die Bibel spricht von diesen Gaben. Dies alles geschieht, um Seine Gegenwart zu bestätigen.
006 Wenn ihr mein und ich euer, wenn wir das Wort annehmen könnten, das der andere uns bringt, dann wäre es ja damit getan. Gott aber, voller Barmherzigkeit, sandte Gaben als Bestätigung, um es zu beweisen. ER ist so langmütig, so gütig und freundlich, daß Er nicht will, daß jemand verlorengeht oder Schaden erleidet. ER möchte gewiß sein, daß jeder von euch hineingelangt. Das stimmt.
007 Habt ihr Markus 7, Vers 24, aufgeschlagen?
ER brach dann von dort auf und begab sich in das Gebiet von Tyrus. Als Er dort in einem Hause Aufnahme gefunden hatte, wünschte Er, daß niemand es erführe; doch Er konnte nicht verborgen bleiben, sondern alsbald hörte eine Frau von Ihm, deren Töchterlein von einem unreinen Geist besessen war; sie kam also und warf sich vor Ihm nieder - die Frau war aber eine Griechin, ihrer Herkunft nach eine Syrophönizierin - und bat Ihn, Er möchte den bösen Geist aus ihrer Tochter austreiben. Da entgegnete Er ihr: "Laß zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das den Kindern zukommende Brot zu nehmen und es den Hündlein hinzuwerfen." Sie aber gab Ihm zur Antwort: "O doch, Herr! Auch die Hündlein bekommen ja unter dem Tisch von den Brocken der Kinder zu essen." Da sagte Er zu ihr: "Um dieses Wortes willen gehe heim: der böse Geist ist aus deiner Tochter ausgefahren." Als sie nun in ihr Haus zurückkam, traf sie ihr Kind an, wie es ruhig auf dem Bett lag, und der böse Geist war ausgefahren.
008 Laßt uns mit gebeugten Häuptern und Herzen beten. Ich möchte gerne wissen, wie viele hier ein besonderes Anliegen haben, derer wir im Gebet gedenken sollen. Hebt doch bitte eure Hand und sagt beispielsweise: "Herr, laß es mich heute abend sein." oder: "Ich habe Angehörige, mögen sie es heute abend sein."
009 Unser himmlischer Vater, Du kennst die Nöte, noch ehe wir bitten. Jesus lehrte uns: "Euer Vater weiß ja, was ihr bedürft, ehe ihr Ihn bittet." Dennoch sollen wir bitten.
010 Als Er die reife Ernte sah - Er war ja der Herr der Ernte -, sagte Er: "Die Ernte ist groß, aber klein die Zahl der Arbeiter; bittet daher den Herrn der Ernte, daß Er Arbeiter auf Sein Erntefeld sende!" ER hat sich mit den Menschen so verbunden, daß Er nur durch Menschen wirkt. ER hat den Menschen erwählt, für Ihn tätig zu sein. ER hätte die Sonne dazu bestimmen können, das Evangelium zu predigen; Er hätte den Wind dafür nehmen können oder die Bäume oder auch die Sterne. Doch Er wählte den Menschen, verbirgt sich in seinem Inneren, damit der Ungläubige Ihn nicht erkennt, und offenbart sich, wem Er will.
011 Herr, unser Gott, wir sind heute abend zu keinem anderen Zweck hier, als zu sehen, wie Du Dich uns offenbarst, indem Du uns die Sünden, die wir begangen haben, vergibst, uns hilfst, indem Du die Heiligen auf ihrem Wege ermutigst, Sünder rettest, Abgefallene in die Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater und zur Gemeinde der Gläubigen, der Erstgeborenen, zurückrufst. Gewähre es, Herr.
012 DU weißt, was hinter jeder Hand steht, die erhoben war. DU weißt, was in ihrem Herzen ist. DU kennst ihr Verlangen. Ich bete für sie, daß Du einem jeden von ihnen sein Anliegen gewährst. Auch ich hatte meine Hände erhoben, Herr. Gewähre unsere Anliegen.
013 Segne das Lesen Deines Wortes. Wir bitten Dich, daß Du uns, wenn wir jetzt einen Text durchnehmen, den Zusammenhang enthüllst, damit wir Ihn besser erkennen. Mögen wir, wenn wir heute abend von hier gehen, dasselbe sagen wie diejenigen, die nach Emmaus gingen. ER war ja von den Toten auferstanden, und sie wanderten den ganzen Tag über mit Ihm und sprachen mit Ihm. Dennoch erkannten sie nicht, wer Er war. Heute abend gibt es ohne Zweifel viele in dieser Stadt, Herr, die mit Dir geredet haben und mit Dir gewandelt sind und trotzdem noch nie Deine Gegenwart erkannt haben.
014 Doch am Abend baten Kleophas und sein Freund Dich, hereinzukommen und bei ihnen zu bleiben. Als dann die Tür hinter Dir geschlossen war und Du Dich gesetzt hattest, da tatst Du etwas, wie Du es vor der Kreuzigung getan hattest. Kein anderer hatte es so getan. DU tatst es auf Deine Art, und daran erkannten sie, daß Du der auferstandene Christus warst. Schnell bist Du ihren Blicken entschwunden. Leichten Herzens und voller Freude begaben sie sich zu den übrigen Aposteln und sagten: "ER ist tatsächlich von den Toten auferstanden."
015 Mögen wir Dich heute abend, bevor wir dieses Gebäude verlassen, auftreten und das gleiche tun sehen, was Du vor Deiner Kreuzigung getan hast. DU hast verheißen, daß es sich in den letzten Tagen wiederholen würde. Laß es geschehen, Herr, daß wir, wenn wir von hier gehen, wie jene sagen: "Brannte nicht unser Herz in uns, als Er unterwegs mit uns redete?" Wir bitten es in Seinem Namen und zu Seiner Ehre. Amen.
Ihr könnt euch setzen.
016 Als Thema möchte ich heute abend nur ein Wort nehmen, und das Wort lautet: Beharrlich.
017 Ihr könntet jetzt sagen: "Bruder Branham, das ist ein zu kleines Wort für die drei-, vierhundert Menschen, die heute abend hier sitzen", oder wie viele es sind. Ich kann eine Zuhörerschaft schlecht schätzen. Ihr sagt: "Das ist ein sehr kleines Wort". Doch es geht nicht um die Größe, sondern um das, was ich darüber sagen werde.
018 Nach Webster bedeutet das Wort Beharrlichkeit auch, "beständig zu sein"; es bedeutet, zielstrebig zu sein, wenn man etwas durchsetzen oder etwas tun will. Man ist beharrlich, wenn man ausdauernd ist.
019 Alle Christen müssen ausdauernd sein. Sie müssen beharrlich sein. Die einzige Möglichkeit, wie ihr dazu imstande sein könnt, besteht darin, daß ihr an das glaubt, was ihr tun wollt. Wenn man kein Vertrauen hat, dann läßt man sich auf etwas ein, bei dem man nicht beharrlich sein kann. Wenn ihr aber bestimmt wißt, daß es die Wahrheit ist, dann kann euch nichts aufhalten; dann seid ihr wirklich beharrlich.
020 Zu allen Zeiten gab es Menschen, die fähig waren, etwas zu erreichen, und an das glaubten, was sie tun wollten. Sie waren beharrlich.
021 Nehmen wir zum Beispiel denjenigen, den wir den Vater unserer Nation nennen: George Washington. Er war beharrlich, als er den Sieg über die Briten erringen wollte, und überquerte den vereisten Delaware. Er war beharrlich. Die Hälfte seiner Soldaten hatte noch nicht einmal Schuhe, ihre Füße waren mit Lumpen umwickelt. Der Wind wehte. Er hatte die ganze Nacht gebetet und trug den Sieg in seinem Herzen. Kein britisches Heer oder etwas anderes konnte ihn aufhalten, auch nicht der vereiste Fluß. Er hatte durchgebetet. Kein Hindernis konnte ihn aufhalten. Er war beharrlich. Er führte die Aufgabe aus, die er sich gestellt hatte, denn er hatte die Antwort von Gott.
022 Wenn ein Mensch seine Antwort von Gott bekommt, gibt es nichts, was ihn aufhalten könnte.
023 Ich wiederhole mich, wenn ich wie gestern abend sage, daß die meisten Menschen heute eine Hoffnung haben anstatt Glauben. Man erlebt, daß Menschen, die zur Plattform kommen, sich nur auf eine Hoffnung stützen.
024 "Es ist aber der Glaube ein zuversichtliches Vertrauen auf das, was man hofft, ein festes Überzeugtsein..." Er ist kein Mythos, kein Phantasiegebilde. Es ist etwas, das ihr besitzt. Ihr habt es bereits. Mit dem Glauben, den ihr habt, seid ihr so glücklich, als hieltet ihr bereits die Substanz in Händen.
025 Es ist, als wäre ich im Begriff zu verhungern, und der Kaufpreis für ein Brot beträgt 25 Cent. Wenn ich die 25 Cent in meiner Hand habe, bin ich doch schon so froh, als hätte ich bereits das Brot; denn das ist der Kaufpreis für das Brot.
026 Wenn ich in meinem Herzen weiß, daß ich es empfangen habe, und glaube, daß Gott es mir geschenkt hat, dann bin ich mit diesem Glauben schon so froh, als ob ich bereits geheilt wäre, denn ich werde tatsächlich geheilt werden. Ich habe bereits die Substanz. Niemand kann sie mir nehmen. Ich weiß, daß es stimmt, und ich kann darin beharrlich sein.
027 Dasselbe ist, wenn Gott sagt, daß etwas geschehen wird, z.B. durch eine Vision usw. Ich habe Zehntausende Male etwas gezeigt bekommen, und viele von euch sind Zeuge, daß nicht eine fehlgeschlagen ist. Wenn Gott etwas sagt, geschieht es. Wenn Er heute abend sagen würde: "Begib dich auf den Nationalfriedhof, denn Ich werde George Washington morgen früh auferwecken", dann würde ich die ganze Welt dazu einladen, denn es würde geschehen.
028 Gottes Wort kann nicht fehlschlagen. ER hat nie versagt; Er kann nicht versagen. Eines kann Gott nicht: versagen. ER kann nicht versagen. Gott ist Sein Wort.
029 Noah lebte in einem wissenschaftlichen Zeitalter. Vielleicht konnte man damals schon mit Radar die Entfernung zum Mond messen. Jesus sagte, daß es damals so war, wie es heute ist. "Wie es in den Tagen Noahs war, so wird es sein, wenn der Menschensohn kommt."
030 Wenn wir die Pyramiden in Ägypten betrachten, wissen wir, daß wir sie heute nicht bauen könnten. Uns fehlen die entsprechenden Fähigkeiten. Sie besaßen bereits die Atom- oder irgendeine andere Kraft, mit der die Pyramiden gebaut wurden. Wir könnten diese Steinblöcke nicht dort hinauf bekommen. Auch die Sphinxen könnten wir nicht errichten. Wir haben nicht die Möglichkeiten dazu. Wir haben nicht die Substanzen, um einen Körper so zu mumifizieren, daß er Tausende Jahre lang natürlich aussieht. Diese Kunst ist uns verlorengegangen. Sie hatten Farben, die nicht verblassen. Vieles, was sie damals hatten, ist uns verborgen. Sie bauten die Pyramiden so, daß sie als Zentrum aus der Erde ragen, und, ganz gleich, wo die Sonne steht, nie ein Schatten auf sie fällt. Die Architektur und die Werkzeuge, die man damals hatte, übertreffen unsere bei weitem.
031 Noah lebte in jenem intellektuellen, wissenschaftlichen Zeitalter. Jawohl. Er war ein Prophet. Der Herr sagte ihm, daß es regnen würde. Nachdem Noah die Stimme Gottes gehört hatte, weil er ein Prophet war - denn die Stimme des Herrn, das Wort des Herrn, ergeht ja an Seinen Propheten -, wußte er, daß es regnen würde; ganz gleich, was jemand anders sagte und ob es je geregnet hatte.
032 Es hatte ja noch nie geregnet. Gott bewässerte den Boden, die Vegetation durch Quellen aus der Erde usw. Noch nie war eine Wolke am Himmel gewesen. Dennoch wußte Noah, daß Wasser von oben kommen würde. Wie würde Er es tun? Er wußte es nicht. Doch er war so beharrlich und baute die Arche nach den Anweisungen, die Gott ihm gab. Er baute sie, weil er die Stimme Gottes gehört und sich in der Gegenwart Gottes befunden hatte, als die Stimme Gottes an ihn erging.
Das sollte diese wiedergeborene Gemeinde entfachen und beharrlich machen.
033 Ganz gleich, wie viele Kritiker darüber lachten, wie viele sagten, es könne nicht sein, und hingingen, um es wissenschaftlich zu beweisen, indem sie Radarwellen bis zum Mond schossen, um nachzuweisen, daß am Himmel kein Wasser war, - Noah wußte, daß Gott es war, der zu ihm gesprochen hatte. Er war in Seiner Gegenwart gewesen und hatte es klar als Gottes Wort erkannt. Weil er in der Gegenwart Gottes gestanden hatte, war er beharrlich. Er würde die Arche auf jeden Fall bauen. Keiner wollte ihm helfen, also baute er sie selbst. Er war ausdauernd, weil er wußte, daß es Gottes Wort ist, und baute sie.
034 Ich kann mir vorstellen, daß Mose ein großer Gelehrter war. Er war so klug, daß er die Ägypter Weisheit lehren konnte. Er konnte die Lehrer belehren. Er war sowohl in der Theologie der Ägypter als auch in der seiner hebräischen Volksgenossen bewandert. Er war ein kluger, geistreicher, bedeutender Mann. Uns ist überliefert, daß er ein Mann des Militärs war. Dennoch versagte er völlig, wegen eines einzigen Vorfalls. Er erschlug einen Ägypter. Da war er mit seiner Bildung am Ende, als man ihn beschuldigte und sprach: "Willst du mich etwa ebenso erschlagen, wie du den Ägypter totgeschlagen hast?" Er hatte ja gedacht, daß seine Brüder es begreifen würden. So versagte er jämmerlich.
035 Das bringt mich auf einen Gedanken. Aus diesem Grund haben auch unsere Systeme versagt. Wir werden nie imstande sein, die Menschen durch Bildung zu Gott zuführen. Wir werden nie imstande sein, sie durch eine Denomination zu Gott zu führen. Wir haben alle Systeme ausprobiert. Doch sie alle versagen und stürzen ein wie der Turm zu Babel. So wird es immer sein.
036 Gott, der unveränderliche Gott, tat Seine Entscheidung, wie Er den Menschen retten würde, im Garten Eden kund.
037 Wenn Gott etwas beschließt, muß es für immer dabei bleiben. ER kann sich nicht ändern. ER kann nicht dazulernen. ER ist die Quelle aller Intelligenz. Ganz gleich, was unsere Wissenschaft sagt, wenn es nicht mit der Intelligenz bzw. dem Wort Gottes übereinstimmt, wenn es im Gegensatz dazu ist, dann ist es nicht richtig. Ganz gleich, wie sehr es wissenschaftlich bewiesen werden kann, es ist trotzdem verkehrt.
038 Gott beschloß, daß Er den Menschen durch das vergossene Blut eines Unschuldigen retten würde. Man hat es durch den Bau von Städten, von Türmen, durch Vereinigung, durch Bildung versucht und hat sich immer weiter davon entfernt: Man wird nie einen Menschen retten können, bis er nicht zum Blut zurückkehrt. Nur dort wird Gott je einem Menschen begegnen; nicht aufgrund seines Verstandes, nicht wegen seiner Klugheit und nicht wegen der Anzahl derer, die ihn zum Priester, zum Bischof, zum Bezirksvorsteher, zu einem Prediger oder Diakon gewählt haben. Das ist nicht die Grundlage, auf der Gott einem Menschen begegnet. ER begegnet ihm auf der Grundlage, daß er sich unter dem vergossenen Blut befindet. Nur dort konnte Israel sich Ihm nahen und Ihn anbeten: unter dem vergossenen Blut. Das ist der Weg, den Gott bestimmt hat. Einen anderen gibt es nicht. Nur unter dem vergossenen Blut begegnet Gott dem Menschen, naht Er sich ihm.
039 Mose, dieser kluge Prophet, floh in die Wüste. Er heiratete eine hübsche Midianiterin, ließ sich dort nieder und bekam einen Sohn: Gersom. Eines Tages, im Alter von achtzig Jahren, war er draußen in der Wüste. Er sah aus, als hätte er als Prediger bereits ausgedient. Da erblickte er einen Busch, der im Feuer brannte, ohne davon verzehrt zu werden. Er trat näher, um zu sehen, was geschah, und gelangte in die Gegenwart Gottes. In der Gegenwart Gottes hörte er die Stimme Gottes. Es war die Feuersäule, die dort in dem Busch brannte und zu ihm sprach. Bis dahin hatte er sich gefürchtet, Ägypten wieder zu betreten, weil er wußte, daß Pharao ihm nach dem Leben trachtete. Jetzt aber konnte ihn nichts mehr aufhalten.
040 Wenn ein Mann in die Gegenwart Gottes kommt und die Stimme Gottes hört, tut er Dinge manchmal vollkommen anders, als die Menschen es erwarten, so daß es ihnen sonderbar vorkommt.
041 Am nächsten Tag machte sich der Mann, der vorher Angst hatte, aus all den Sklaven in Ägypten eine Armee zu bilden und Ägypten anzugreifen, auf den Weg. Er hatte sich gefürchtet, Pharao anzugreifen. Doch am nächsten Tag nahm dieser achtzigjährige Mann, dem der Bart bis zur Taille reichte und dessen Glatze in der Sonne glänzte, einen Stab in die Hand, setzte seine Frau auf einen Maulesel und das Kind auf ihren Schoß. Mit dem Blick nach oben, zog er los, indem Er Gott verherrlichte.
"Wohin gehst du, Mose?"
042 "Nach Ägypten, um es zu erobern." Eine Ein-Mann-Invasion! Weshalb? Weil er in der Gegenwart Gottes gewesen war. Er hatte gesehen, was Gott mit einem Stab tun konnte. Was Er mit einer Armee tun konnte, wußte er nicht, aber was Er mit einem Stock zu tun vermag, das wußte er!
043 Ich weiß nicht, was Er durch eine Denomination vollbringen kann. Aber ich weiß, was Er mit einem Mann tun kann, der sich Ihm völlig ergibt. Mehr braucht Er nicht als einen Menschen, und das bist du. Derjenige ist dann beharrlich; nichts wird ihn aufhalten.
044 Mose war in der Gegenwart Gottes und hörte Seine Stimme - ein Wunderzeichen. Er wußte, daß Er ein verzehrendes Feuer ist, und nun befand Er sich in der Feuersäule in diesem Busch. Seine ganze Bildung, seine ganze Theologie verließ ihn. Das eine wußte er: Hier war Gott, und er hatte Seine Befehle. Ein krüppeliger Stock reichte aus. Er war in der Gegenwart Gottes gewesen.
045 Es spielte keine Rolle, wie viele ausgebildete Männer Ägypten hatte. Keines dieser Dinge war für Mose von Bedeutung. Er war in der Gegenwart Gottes gewesen; er war beharrlich. Er zog hin, um es mit Zehntausenden von ausgebildeten Soldaten mit Schildern aufzunehmen und sie mit einem krummen Stock in der Hand zu besiegen. Haltet ihn auf, wenn ihr könnt! Nichts konnte ihn hindern. Er ging dorthin und siegte. Er war beharrlich, weil er absolut sicher wußte, daß er in der Gegenwart Gottes gewesen war und die Stimme Gottes daraus gehört hatte. Amen. Es war nicht nur eine Stimme, sondern die Stimme war schriftgemäß.
Es gibt viele Arten von Stimmen. Prüft sie am Wort.
046 Die Stimme sagte: "ICH bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. ICH habe die Verheißung gegeben, daß Ich dieses Volk befreien werde. Jetzt ist die Zeit gekommen. ICH habe ihr Geschrei gehört und gesehen, wie ihre Fronvögte sie bedrücken. ICH gedenke Meiner Verheißung. Daher bin Ich herabgekommen, um sie zu befreien, und Ich sende dich hin, es zu vollführen." Das genügte. Er schaute Seine Herrlichkeit und machte sich auf den Weg.
047 David war sehr beharrlich, als er zu dem Heer Israels kam, das an einem Berg auf der einen Seite des Tales sein Lager hatte, während die Philister auf der anderen Seite standen. Dort war Goliath, der große Herausforderer. Er war fast doppelt so groß wie ein gewöhnlicher Mann und hatte vierzehn Zoll lange Finger. Mit seinem riesigen Speer, der einige Meter lang war, konnte er mühelos jemanden aufspießen und davonschleudern. Sobald sie die Anhöhe heraufkamen, würde er sie durchbohren, aufspießen und wegschleudern.
048 Wenn der Feind weiß, daß er die Oberhand über euch hat, dann prahlt er. So sagte er: "Wir wollen nicht so viel Blut vergießen. Saul, laß einen von deinen Männern kommen und mit mir kämpfen. Erschlage ich ihn, sollt ihr uns Untertan sein. Erschlägt er aber mich, werden wir euch dienen." So ist es, wenn der Feind die Oberhand hat.
049 Alle Soldaten fürchteten sich so sehr, daß sie vor Zittern kaum ihre Waffen halten konnten. Nicht einmal Saul, der am ehesten dazu imstande gewesen wäre, da er sein Heer ja um Haupteslänge überragte, wagte ihm entgegenzutreten, obwohl er doch der Gesalbte des Herrn sein sollte.
050 Da kam aus der Steppe ein schmalschultriger, rötlicher Jüngling mit einer Schleuder in der Hand. Bei ihm war der Riese mit seiner Prahlerei an den Verkehrten geraten. David sagte: "Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister, daß er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes beschimpfen darf? Wollt ihr das wirklich zulassen?"
051 Seine Brüder sagten: "Du benimmst dich unmöglich. Geh wieder zu deinen Schafen zurück, wohin du gehörst."
052 Doch die Nachricht gelangte zu Saul. Dieser sprach: "Bringt den Burschen her zu mir. Ich will ihn mir ansehen."
053 Als dieser schmächtige, rötliche Jüngling, dem das Haar vielleicht bis in die Augen hing, vor ihm stand, da sprach er: "Du kannst diesem Mann nicht entgegentreten, um mit ihm zu kämpfen, denn du bist noch ein Jüngling. Er aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf. Du kannst ihn nicht schlagen. Ich bewundere deinen Mut, aber es ist zu schwer."
054 Was geschah? Er sagte: "Ich will sehen, ob du meine Waffenrüstung gebrauchen kannst." Darauf legte er ihm seine Rüstung an und gab ihm seinen Schild.
055 Doch der arme David konnte darin nicht gehen und sagte, daß er damit nichts anfangen könne. Er stellte fest, daß Sauls geistliches Gewand einem Mann Gottes nicht paßte.
056 Dieser hatte sich gedacht: "Ich werde ihn zur Schule schicken und zu einem Philosophen oder Theologen ausbilden lassen. Dann werden wir sehen, was er damit anfangen kann."
057 Er aber sprach: "Von den Dingen kenne ich nichts. Nehmt sie mir wieder ab. Ich kenne mich damit nicht aus.
058 Eines aber weiß ich: Ich habe die Schafe meines Vaters gehütet; wenn da ein Löwe kam und eines davon wegtrug, lief ich ihm nach und entriß es ihm, denn mein Vater hatte mir die Verantwortung für die Schafe übertragen." Amen. Jeder gute Hirte kümmert sich um die Schafe.
Er fuhr fort: "Ich habe nur diese Schleuder, doch ich habe ihn überwältigt, und wenn er mich angriff, schlug ich ihn tot. Ein anderes Mal kam ein Bär und nahm ein Schaf mit. Auch ihm lief ich nach und riß es aus seinem Maul. Wenn er mir Widerstand leistete, tötete ich auch ihn. Wieviel mehr wird der Gott Israels, der Gott des Himmels, diesen unbeschnittenen Philister in meine Hand fallen lassen!"
059 Dieser Jüngling war beharrlich, denn er wußte, wovon er sprach. Er wußte, an wen er glaubte, und war vollkommen davon überzeugt, daß Er das, was Er ihm anvertraut hatte, bis zu jenem Tag bewahren konnte. Er hatte nichts weiter als eine Schleuder und sprach: "Ich werde hingehen und den Philister schlagen." Der Grund, weshalb er so beharrlich war, bestand darin, weil er wußte, daß Gott, der ihm geholfen hatte, die Schafe, die ihm von seinem Vater anvertraut worden waren, zu befreien, es um so mehr für einen Menschen tun würde.
060 Bezieht das auf all die Prediger. Dasselbe empfinden wir für euch Schafe heute abend. Der Teufel kam und hat euch mit Krankheiten geschlagen. Das stimmt. Er hat euch die Gesundheit genommen. Ich habe keine akademische Auszeichnung, nicht einmal einen Hauptschulabschluß. Doch ich weiß, was ich habe. Ich bin heute abend um euretwillen hier, um euch wieder zu den grünen, schattigen Weiden und den stillen Wassern zurückzubringen. Dazu stehen wir heute abend hier auf der Plattform: um euch zurückzuholen, indem wir euch aus der Hand des Löwen reißen und zurückbringen. Habt Geduld, hört gut zu und gebt acht. Versucht zu begreifen, daß wir euch helfen wollen.
061 David war sehr beständig, denn er wußte, an wen er glaubte. Er wußte, daß Er das, was Er ihm anvertraut hatte, bewahren konnte.
062 Jetzt wollen wir uns Simson zuwenden, einem der Richter in Israel. Manche stellen sich vor, Simson hätte Schultern, so breit wie ein Scheunentor, gehabt. Doch dann wäre es nichts Besonderes gewesen, wenn dieser Mann das Stadttor von Gaza ausreißen und wegtragen oder einen Löwen packen und zerreißen konnte. Doch, wißt ihr, Simson war nur ein kleiner Knirps, wie man im Volksmund sagt, ein verwöhnter, lockenköpfiger Mamajunge. Er hatte ja sieben Locken. Es war etwas Besonderes. Man stellte sich einen Mann, der einen Löwen packen und töten konnte, groß und kräftig vor. Doch das Eigenartige ist, daß dieser Junge hilflos zu sein schien, bis der Geist des Herrn über ihn kam. Es war also nicht Simson; es war der Geist des Herrn.
063 Dasselbe war mit den Aposteln. Praktisch jeder, den Jesus erwählt hat, besaß nicht einmal genügend Bildung, um seinen Namen schreiben zu können. ER nahm keine Priester, keine Theologen. ER erwählte Fischer und Hirten, die Unwissenden, Ungeschulten, damit Er sie in Seine Hände nehmen und aus dem, was nichts ist, etwas machen konnte. Das ist Sein Wesen. ER nimmt weder bedeutende Schulen noch besondere Gelehrte; Er nimmt jemanden, der erkennt, daß er nichts ist. ER nimmt darin Wohnung und macht etwas daraus.
064 Wir wissen, daß Simson ein Gottgeweihter war. Sieben Locken hingen auf seinen Rücken herab. Wenn der Geist des Herrn über ihn kam, fürchtete er nichts. Weshalb? Er war beständig, solange er das Weihegelübde spürte. Solange er hingreifen und die Locken spüren konnte, wußte er, daß er im Willen Gottes war und daß nichts ihn binden konnte. Die Stadt konnte ihn nicht halten, ein Löwe konnte ihn nicht töten. Er nahm den noch nicht trockenen Eselskinnbacken und erschlug damit tausend Philister.
065 Wißt ihr, daß die Helme aus Erz damals mehr als einen Zoll dick waren? Könnt ihr euch denken, was geschieht, wenn man einen verdorrten Knochen nimmt und darauf schlägt? Er würde in eine Million Splitter zerspringen. Er aber stand da, hielt den frischen Eselskinnbacken in einer Hand, schlug damit auf ihre Köpfe und tötete so tausend Philister. Warum? Weil er beharrlich war. Bei jedem Schlag spürte er, daß sein Weihegelübde noch auf ihm war.
066 Wieviel mehr sollte es mit der Gemeinde heute abend so sein, die beansprucht, aus dem Geist Gottes geboren zu sein! Könntet ihr dann noch stillsitzen, nachdem wir die Bestätigung des auferstandenen Jesus in der Versammlung gesehen haben? Wir stellen den Anspruch, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein, und lassen uns trotzdem von Satan "herumschubsen". Das ist doch eigenartig. Solange ihr die Gegenwart des Heiligen Geistes spürt und wißt, daß es Sein Wort, Seine Verheißung für diesen Tag ist, solltet ihr beharrlich sein und durch dringen, bis es geschehen ist. Beharrlich! Haltet daran fest. Gott hat es verheißen. Nicht ihr seid es, sondern Gott.
067 Wie war es mit der Jungfrau Maria? Ich wende mich jetzt an euch Frauen. Sie war nur ein gewöhnliches Mädchen, das in einer schäbigen Stadt wohnte, schlimmer als Topeka. Sie wohnte dort, führte aber ein ehrbares, anständiges Leben und war mit einem Mann namens Joseph verlobt. Eines Tages wollte sie sich gerade auf den Weg machen, um Wasser vom Brunnen zu holen, als ein gewaltiges Licht vor ihr erschien. Da stand ein Engel vor ihr, nämlich Gabriel, und sagte ihr, daß sie, ohne von einem Mann zu wissen, ein Kind bekommen würde. Er erzählte ihr gleichzeitig, daß auch ihre Cousine Elisabeth, die Frau des Zacharias, trotz ihres hohen Alters ein Kind erwartete.
068 Ihr könnt euch vorstellen, wie die Leute über Maria gelacht hätten. Stellt euch nur vor: Da geht dieses junge Mädchen fest mit einem jungen Mann, und plötzlich erwartet sie ein Kind. Doch es machte ihr nichts aus. Sie war in der Gegenwart Gottes gewesen. Sie hatte die Stimme Gottes gehört. Es war ihr gleich, ob die Leute sie verhöhnten und verlachten oder was man über sie redete. Sie war beharrlich. Eilends wanderte sie in das Bergland.
069 Die Frauen damals waren nicht wie heute, daß sie in Shorts auf die Straßen gingen und sich den Männern wenige Tage vor der Entbindung so zeigten. Es ist eine Schande für die Menschheit! Das stimmt!
070 Sie hielt sich verborgen. Maria ging zu ihr, bevor sie Mutter wurde. Sie ging in das Gebirge Judäas und besuchte Elisabeth. Elisabeth hielt sich ja verborgen. Ohne Zweifel sah sie eines Morgens, als sie aus dem Fenster blickte, eine junge Dame kommen. Sie erkannte, daß es ihre Cousine Maria war. Die Frauen damals besuchten einander gem. Sie schätzten einander sehr. Vielleicht lief sie hinaus, umarmte, drückte und begrüßte sie.
Maria sagte: "Ich habe erfahren, daß du Mutter wirst." "Ja."
Sie fuhr fort: "Weißt du, daß auch ich ein Kind erwarte?"
"Oh, hat Joseph dich schon geheiratet?"
"Nein, wir sind nicht verheiratet."
071 Es war zu sehen, daß sie Mutter wird. Sie fragte: "Heißt das, meine Liebe, daß du ein Kind erwartest, obwohl du noch nicht mit Joseph verheiratet bist?"
"Ja."
"Wie konnte das geschehen?"
072 "Der Heilige Geist hat mich überschattet. Die Stimme Gottes sagte es. Daher weiß ich auch, daß du Mutter wirst."
073 Sie antwortete: "Ja, ich bin bereits im sechsten Monat und sorge mich, weil das Kind sich noch nicht bewegt hat."
074 Jeder weiß, daß dies ungewöhnlich ist. Manchmal ist das werdende Leben schon nach drei Monaten zu spüren. Hier waren es bereits sechs Monate ohne ein Lebenszeichen. Das Kind schien leblos zu sein. Es hatte sechs Monate lang kein Lebenszeichen von sich gegeben. Deshalb sorgte sie sich.
075 Maria sagte zu Elisabeth: "Der Heilige Geist ist über mich gekommen, und die Kraft des Höchsten hat mich überschattet. Ich werde einen Sohn bekommen, Er wird der Sohn Gottes sein, und ich werde Ihn 'Jesus' nennen."
076 Sobald der menschliche Name Gottes "Jesus" von menschlichen Lippen, von einem Menschen, ausgesprochen wurde, kam Leben in das leblose Baby im Mutterleib. Es empfing den Heiligen Geist. Wenn das an einem Baby geschah, das leblos im Mutterleib war, was sollte dann erst mit einer wiedergeborenen Gemeinde geschehen! Als der Name Jesu Christi zum erstenmal von menschlichen Lippen ausgesprochen wurde, kam Leben in ein lebloses Kind im Mutterleib, und es empfing den Heiligen Geist. Elisabeth sprach: "Woher wird mir die Ehre zuteil, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn wisse: als der Klang deines Grußes mir ins Ohr drang, bewegte sich das Kind vor Freude lebhaft in meinem Leibe."
077 Heute behaupten wir, den Heiligen Geist zu haben, und sind dabei Feiglinge, fürchten uns zu handeln. Wir müssen beständig werden. Wenn wir wirklich den echten Heiligen Geist empfangen haben, werden wir beharrlich sein.
078 Ich habe weit ausgeholt und bin von meinem Text abgewichen. Es ist beinahe Zeit, mit der Gebetsreihe zu beginnen, und ich bin noch gar nicht zu meinem Text gekommen. Die Zeit ist zu kurz.
079 Die Syrophönizierin, von der wir sprechen, war ja Griechin. Sie hatte von Jesus gehört. "Der Glaube kommt durch das Hören, das Hören des Wortes Gottes." Sie hatte gehört.
080 Irgendwie findet der Glaube eine Quelle, die andere nicht sehen. Ein Arzt mag sagen: "Kind, ich habe alles für dich getan, was ich konnte." Er ist mit seinem Wissen am Ende. Mehr kann der Mann nicht tun. Er erkennt, daß die Krankheit schon fortgeschritten ist, und kann nichts mehr dagegen tun. Doch seht, der Glaube findet die Quelle, wovon der Arzt nichts weiß. Wissenschaftlich ist es nicht beweisbar, denn es ist Glaube.
081 Die gesamte Waffenrüstung Gottes ist übernatürlich. Woraus besteht die Waffenrüstung Gottes? Aus Liebe. Was ist Liebe? Beweist mir wissenschaftlich, daß es so etwas wie Liebe gibt. Wo ist sie? Wie viele von euch lieben? Hebt eure Hand. Ihr liebt eure Frau, euren Bruder, eure Freunde. Ich möchte, daß mir ein Wissenschaftler beweist, welcher Teil von euch Liebe ist. Wo kann man sie kaufen? Etwa in der Drogerie? "Ich möchte ein großes Quantum Liebe. Haben Sie auch Freude?" Was ist Friede, Langmut, Freundlichkeit, Geduld? Es ist alles übernatürlich.
082 Gott ist übernatürlich. Man kann Gott wissenschaftlich nicht beweisen. Ihr glaubt an Gott. Ihr glaubt es. Ein Mensch, der nicht glaubt, der sagt: "Alles, was wissenschaftlich nicht bewiesen werden kann, ist nicht glaubwürdig, das stimmt nicht", ein solcher Mensch kann niemals ein Christ sein. Er muß glauben. Aufgrund von Glauben glauben wir an Gott, nicht aufgrund von Bildung oder Theologie. Durch Glauben seid ihr gerettet worden.
083 Beachtet: Der Glaube findet eine Quelle, die andere nicht sehen. Sein Wort ist ein Schwert. Hebräer 4, 12 sagt, das Wort Gottes ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es ist sogar ein Richter über die Regungen und Gedanken des Herzens. Das ist das Wort Gottes. Nur die Hand des Glaubens kann dieses Schwert halten.
084 Nichts anderes vermag es zu tun. Andernfalls müßt ihr etwas Wissenschaftliches sehen. Wer auf Wissenschaft und Bildung ausgerichtet ist, kann dieses Schwert nicht halten. Es ist nicht möglich. Durch Bildung wird es zu sehr verdreht, zu kompliziert. Was würdet ihr daraus machen?
Es würde sich widersprechen und alles mögliche. Es geht nicht. Jesus sagte: "Es ist den Menschen verborgen." Vergeßt das also. Ihr könnt es nicht ergründen. Es ist verborgen. Wenn Gott etwas verbirgt, dann ist es wirklich verborgen.
085 Das ist auch der Grund, weshalb man als Christ verborgen ist. "Ihr seid ja doch gestorben, und euer Leben ist zusammen mit Christus in Gott verborgen." Ihr seid mit dem Heiligen Geist versiegelt. Wie soll der Teufel euch da finden? Er kann es nicht. Ihr seid verborgen. Gott verbirgt euch. Amen. Was für ein Zufluchtsort ist an der Brust Jesu Christi!
086 Der Glaube also hält es, er handhabt es. Ihr seid vielleicht nicht stark genug, um mit dem Arm des Glaubens eine ganze Bresche zu schlagen und hindurchzugehen, wie manche. Schlagt nur immer weiter, es wird euch schon gelingen. Gebt nicht auf.
087 Diese Griechin hatte viele Hindernisse zu überwinden, ihr Glaube aber nicht. Für den Glauben gibt es kein Hindernis. Nichts kann ihn aufhalten. Ganz gleich, was irgend jemand sagt, den Glauben hält es nicht auf. Wir vollen jetzt einige der Hindernisse betrachten, die sich ihr in den Weghätten stellen können.
088 Vielleicht sagte jemand: "Du bist eine Griechin. Deine Denomination unterstützt Seine Versammlungen nicht." Dennoch war sie beharrlich. Sie ging trotzdem hin, denn sie hatte gehört, und der Glaube kommt ja vom Hören. Nicht durch Zusammenarbeit, sondern durch Hören.
089 Vielleicht sagte man: "Du bist eine Griechin; du gehörst nicht zu ihrem Volk. Sie sind anders, sie gehören einer anderen Rasse an." Das hielt sie nicht ab. Das störte sie nicht.
090 Vielleicht kamen andere, die sagten: "Das ist doch Unsinn. Die Tage der Wunder sind vorbei. Die Heilungen, von denen du gehört hast, gibt es gar nicht. ER ist nur einer dieser Fanatiker, die auftreten." Gewiß gibt es viele falsche Dollars, doch irgendwo gibt es auch den echten, den man kopiert hat. Das stimmt. Man sagte: "Die Zeiten der Wunder sind vorbei. So etwas gibt es nicht. Das sind doch nur eine Handvoll Fanatiker dort. Das hatten wir bereits."
091 Doch etwas hatte die Frau getroffen. Sie war immer noch entschlossen. Für denjenigen, der zu ihr sprach, mögen die Wunder vorbei gewesen sein, aber nicht für sie. Sie mögen für manche eurer Bekannten vorbei sein, aber nicht für euch, wenn ihr Glauben habt.
092 Es gab womöglich noch andere. Vielleicht stand eine Gruppe Frauen an der Ecke, die sagten: "Martha." (Ich hoffe, daß keine Marthas hier sind.) "Martha, weißt du was? Dein Mann wird dich verlassen, so sicher, wie du zu dieser Versammlung gehst. Ich weiß, deine Tochter hat Epilepsie, doch stell dir vor, wenn dein Mann dich dabei ertappt, daß du dorthin gehst! Er gehört doch zu diesen besonderen Clubs und zur besseren Gesellschaft der Stadt. Wenn du dorthin gehst, wird er dich verlassen." Das beeindruckte sie überhaupt nicht. Sie ging trotzdem. Der Glaube hatte bereits von ihr Besitz ergriffen. Der Glaube kennt kein Hindernis.
093 Noch eine andere Gruppe hätte an der Ecke stehen und sagen können: "Weißt du was? Du wirst zum Gespött in der Gemeinde, weil du umsonst dorthin gegangen bist. Die Leute werden es erfahren. Sobald du dich ihnen anschließt, wirst du zum Gespött der Leute. Alle werden dich auslachen." Das beeindruckte sie überhaupt nicht; nicht im geringsten. Sie war beharrlich.
094 Andere sagten womöglich: "Man wird dich aus deiner Gemeinde ausschließen, dir die Mitgliedskarte zurückgeben." Sie blieb beharrlich. Das hinderte sie nicht im geringsten. Warum? Sie hatte es bereits im Glauben erfaßt.
095 Ich wünschte, noch vier Stunden bleiben und euch ähnliche Erlebnisse von todkranken Frauen, Männern und Kindern erzählen zu können, die von den Ärzten bereits aufgegeben waren und durch die Gnade Gottes heute noch am Leben sind. Denn etwas hatte von ihnen Besitz ergriffen: der Glaube. Das ist es.
096 Sie überwand all diese Hindernisse, all die Kritiker, die über sie lachten oder ihr sagten: "Dein Mann wird dich hinauswerfen; deine Gemeinde dir die Mitgliedskarte zurückgeben. Du wirst dir eine andere suchen müssen. Du wirst eine Ausgestoßene sein. Man wird dich 'heiliger Roller' nennen." Das beeindruckte sie überhaupt nicht, denn sie hatte Gott bereits gesehen. Sie hatte gehört, und der Glaube kommt durch das Hören. Sie wußte, daß andere geheilt wurden; warum sollte dann ihre Tochter nicht geheilt werden? Da habt ihr es: Sie ging trotz allem.
097 Schließlich kam sie bei Jesus an und warf sich vor Ihm nieder. Doch seht, was für einen Schock sie bekommt. Viele Menschen meinen, es genügt, dorthin zu gehen. Doch das ist erst der Anfang. Als sie zu Jesus kam, erlebte sie zunächst eine Enttäuschung - d. h., so würden wir es vielleicht heute empfinden. Jesus sagte ihr, daß Er überhaupt nicht zu ihrem Volk gesandt worden war.
098 Wenn das einem von euch Pfingstlern widerfahren wäre, hättet ihr eure Nase erhoben, wärt davongegangen und hättet gesagt: "So ist das also! Wenn sie mich bei den Assemblies nicht wollen, dann gehe ich eben zur Einheitsgemeinde. Wenn sie mich dort nicht wollen, gehe ich zur Gemeinde Gottes. So etwas brauche ich mir nicht bieten zu lassen." Das ist der Grund, weshalb die Wunder aus der Gemeinde gewichen sind. Das ist der Grund, weshalb kein Glaube mehr in der Gemeinde zu finden ist.
099 Sogar Jesus, Gott selbst! Hört: Selbst Gott, den sie anbeten wollte, für den sie ihre Einstellung geändert hatte und an den sie zum Glauben gekommen war, zeigte ihr "die kalte Schulter", als sie zu Ihm kam.
100 Erinnert ihr euch noch an die Kreuzungen der Blumen, von denen ich gestern abend gesprochen habe? Das Christentum von heute ist eine Reproduktion. Es ist nicht das Original. Wenn ihr die ursprüngliche Geistestaufe hättet wie sie damals, dann stünde die Pfingstgemeinde anders da. Nichts könnte sie aufhalten. Sie wäre wie ein brennendes Haus bei Trockenheit, wenn ein heißer Wind weht. Nichts kann es aufhalten; es brennt. Doch was ist heute? Die Gruppe heute ist anders. Meiner Meinung nach ist es eine Reproduktion.
Seht, Er zeigte ihr "die kalte Schulter"
101 Heute müssen wir ihnen auf die Schulter klopfen. "Ich verspreche dir: Wenn du zu uns kommst und uns deine Mitgliedskarte bringst, werde ich dich in unser Buch einschreiben und sehen, was ich für dich tun kann. Wir werden den Vorstand zusammenrufen; vielleicht kannst du Diakon werden oder etwas anderes." So muß man heute mit ihnen umgehen. Seht ihr, was für eine Gruppe wir haben?
102 Als sie dort ankam, sagte Er: "ICH bin zu deinem Volk nicht gesandt." ER verglich es sogar mit Hunden.
103 Oh, wie hätten wir reagiert? Was hättet ihr getan? Fragt euch und seid ehrlich dabei. Wenn jemand so abgefertigt würde, wenn nicht gleich am ersten Abend für ihn gebetet wird, dann droht man sofort damit, nicht mehr wiederzukommen. Habt ihr dann wirklich Glauben? Gewiß ist das so. Denkt daran: Dieses Tonband geht in die ganze Welt. Ich spreche nicht nur von hier, sondern so ist es überall. Jawohl, ihr würdet nicht mehr wiederkommen. Nein, ihr wartet nicht einmal ab und hört zu, bis die Versammlung zu Ende ist. "Ja, ich glaube." Wirklich?
104 Sie wurde als Hund bezeichnet. Etwas Schlimmeres konnte man damals nicht sagen. Es war ein unreines Tier. Heute ist es ein Götze. Eine Frau hält lieber einen Hund, bemuttert ihn und praktiziert Empfängnisverhütung, weil sie zum Tanzen und auf Parties usw. gehen will und deshalb keine Zeit für ein Kind hat. Sie weiß, daß man den Hund in einen Käfig stecken und mitnehmen kann. Genauso ist es. Sie praktiziert Empfängnisverhütung, geht zur Gemeinde, singt im Chor, trägt aber Shorts und lange Hosen und bezeichnet sich als Christ. Sie schneidet sich das Haar kurz und sagt, daß sie trotzdem in Gemeinschaft mit Gott ist, obwohl die Bibel bezeugt, daß es nicht so ist. Jawohl! Hört zu.
Ihr sagt: "Weshalb erwähnst du solch eine Kleinigkeit überhaupt?"
105 Die Übertretung eines einzigen Wortes am Anfang hat jede Krankheit und den Tod verursacht. Derselbe Gott warnt uns am Ende des Buches davor, ein Wort wegzulassen oder hinzuzufügen. Es spielt keine Rolle, was ihr tut: wie geheiligt ihr zu sein meint, wie sehr ihr auf- und abhüpft, schreit, in Zungen redet, hin und her lauft, wieviel ihr für die Armen spendet oder was immer ihr tut. Darum geht es nicht. Ihr habt das Wort übertreten, und weil ihr ein Wort übertretet, könnt ihr nicht wieder hineinkommen. Ihr nehmt lieber eine Glaubenssatzung anstelle des Wortes an, weil es euch besser paßt.
106 Deshalb können Menschen einer Gemeinde beitreten, hierhin und dorthin gehen und überall teilnehmen. Es ist nur eine Loge, aber keine Gemeinde. In die Gemeinde wird man hineingeboren; einer Loge tritt man bei. In die Gemeinde werdet ihr hineingeboren - nicht in eine Gemeinde, sondern in die Gemeinde. Es gibt nur eine Gemeinde.
107 Ich gehöre jetzt schon seit 55 Jahren zur Familie Branham. Man hat mich nie aufgefordert, ihr beizutreten. Ich wurde in sie hineingeboren. Jawohl.
Die Frau wurde abgewiesen, als Hund bezeichnet.
108 Dennoch gab sie nicht auf. Sie hatte Glauben. Sie war von all ihren Freunden, von ihren Angehörigen enttäuscht. Alles mögliche hatte sie abzuhalten versucht, alles mögliche war ihr in den Weg gelegt worden. Das beweist nur, daß Satan den echten Glauben niederdrücken möchte. Aber das gelingt ihm nicht. Ganz gleich, was irgend jemand sagt, er ist trotzdem vorhanden. Sie war beharrlich. Sie gab nicht auf.
109 Als sie zu Jesus kam, sprach Er: "Zu deinem Volk bin Ich nicht gesandt, auch nicht zu deiner Gemeinde. Sie haben keinen Anteil daran. Ihr seid sowieso nur Hunde." Dennoch blieb sie standhaft. "ICH bin gekommen, um die Meinen zu heilen, nicht um euch zu heilen. Es ist nicht recht, das den Kindern zustehende Brot zu nehmen und es euch Hunden vorzuwerfen."
Sie antwortete: "Das ist wahr, Herr." Amen!
110 Der Glaube wird immer zugeben, daß das Wort wahr ist. Amen. Wenn ihr an einem Glaubensbekenntnis festhalten wollt - nun gut; aber der wahre, echte Glaube wird das Wort immer als die Wahrheit anerkennen.
111 Sie sagte: "Das stimmt, Herr, doch die Hunde bekommen ja unter dem Tisch von den Brocken der Kinder zu essen." Das war es! Dadurch geschah es. Sie war keine "Treibhauspflanze". Sie war keine Kreuzung, eine sogenannte "Gläubige", wie es mit dem Getreide heute ist. Sie glaubte wirklich. Sie gab zu, daß Er recht hatte. Doch sie verlangte ja gar nicht das Brot, das die Kinder aßen, sondern gab sich mit den Brosamen zufrieden.
112 Wir wollen entweder das Beste oder gar nichts. Wir gehen weg und sagen: "Wir haben Glauben. Man hat mich aber nicht richtig behandelt. Deshalb gehe ich." Das ist kein Glaube. Das ist kein Glaube.
113 Der Glaube bleibt da. Das versuche ich euch klarzumachen, Freunde. Wir werden ja an einem dieser Abende eine Gebetsreihe haben. Ich möchte nicht einen sehen, der auf einer Tragbahre liegt, in einem Rollstuhl sitzt oder an Krücken geht und dann noch liegenbleibt, sondern daß alle gesund hinausgehen. Ihr müßt mit der rechten Einstellung kommen, sonst werdet ihr nichts empfangen. Das stimmt. Wenn ihr nur hier vorbeikommt und jemand euch die Hände auflegt, und ihr geht dann genauso wieder hinaus, dann wird es euch nichts nützen. Ihr müßt wissen, weshalb ihr kommt. "Wer sich Gott nahen will, muß glauben!"
114 Beachtet, sie hatte nie ein Wunder gesehen. Sie war ja eine Griechin, eine Heidin. Sie hatte noch nie ein Wunder gesehen, und dennoch glaubte sie, daß er etwas Derartiges gibt. Wir sehen Jahr für Jahr und Tag für Tag Wunder und können trotzdem nicht eine Stunde oder zwei aushalten.
115 Sie war wie die Dirne Rahab. Rahab, jener heidnischen Frau, lag nichts daran, wie Josua gekleidet war oder wie er aussah. Sie sagte: "Ich habe gehört, deshalb glaube ich." Das war es. Sie hörte und glaubte.
116 Jesus sprach: "Um dieses Wortes willen..." Sie hatte die richtige Einstellung der Gabe Gottes gegenüber. Beachtet: Sie war die erste Heidin, an der ein Wunder geschah, und zwar um ihres Glaubens willen. Der Glaube erkennt das Wort als wahr an und demütigt sich. So geschieht es noch heute.
117 Auch Martha kam in die Gegenwart Gottes. Martha, die Schwester des Lazarus, war in der Gegenwart Jesu demütig. Sie war ebenfalls beharrlich, als sie dorthin kam und sagte: "Herr, wärest Du hier gewesen, so wäre mein Bruder nicht gestorben. Doch auch so weiß ich, daß Gott Dir alles gewähren wird, um was Du Gott bittest."
118 ER sprach: "ICH bin die Auferstehung und das Leben; wer an Mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt, und wer da lebt und an Mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben! Glaubst du das?"
119 Sie hätte Ihm Vorwürfe machen können. Sie hatte ja zu Ihm gesandt, als ihr Bruder krank war. Doch Er wartete zwei Tage und ließ ihn sterben. Dennoch glaubte sie.
120 Die Sunamitin, deren Sohn gestorben war, glaubte, daß Gott in dem Propheten Elisa war. Sie begab sich geradewegs zu Elisa und sprach: "So wahr Gott der Herr lebt und so wahr du selbst lebst: ich lasse nicht von dir!" Sie war beharrlich. Elisa wußte nicht, was er tun sollte. Er begab sich in den Raum und ging hin und her, bis der Geist Gottes, die Gegenwart Gottes, kam. Dann legte er sich auf den Knaben, dieser nieste siebenmal und kam zum Leben zurück. Es geschah, weil jemand beharrlich war, weil jemand im Glauben erfaßt hatte, daß er zu dem Mann Gottes gehen mußte.
121 Martha wußte: Wenn Gott in Elisa gewesen war, wieviel mehr ist Er dann in Seinem eigenen Sohn. Sie wußte es. Der Glaube kommt durch das Hören. Sie war in der Gegenwart Jesu beharrlich.
122 Es schien, als würde Jesus sie abweisen, indem Er sprach: "Er wird auferstehen." usw. Doch sie war beharrlich. Sie ignorierte die Kritiker, die sagten: "Wo ist denn nun das, was du 'göttliche Heilung' nennst? Wo ist sie denn? Dein Bruder ist gestorben und dort draußen begraben. Der Pastor hat die Stadt verlassen, ließ ihn sterben und kam erst danach zurück." Das hinderte sie nicht. Sie ließ jeden Kritiker stehen, bis sie endlich zu Ihm gelangte und empfing, worum sie bat.
123 Da fällt mir ein, was vor kurzem geschah, als ich in meine Heimatkapelle kam. Ich sehe einige Brüder von dort heute abend hier sitzen. Ich kam zur Gemeinde. Es waren an jedem Abend ungefähr so viele gekommen, wie heute hier sind. An jenem Abend betete ich nicht für die Kranken. Eine Frau war aus Kalifornien gekommen, die einen Tumor hatte. Der Tumor selbst wog fünfzig Pfund. Sie befand sich ganz hinten. Man gab bekannt, daß wir an jenem Abend nicht für die Kranken beten würden. Ich wollte nur sprechen, denn ich war gerade von Versammlungen zurückgekehrt.
124 Ich verließ das Gebäude durch die Hintertür. Zwei Diakone hatten sie um das Haus herumgeführt und ließen sie in einem Stuhl Platz nehmen, den sie draußen vor der Tür hingestellt hatten. Als ich herauskam, faßte sie mich am Hosenbein und sagte: "Bruder Branham, das einzige, worum ich dich bitte, ist, mir die Hände aufzulegen. Dann wird mein Tumor verschwinden." Sie hatte etwa diesen Umfang.
125 Sechs Wochen später war sie in der Versammlung. Sie bat die Schwestern, mit ihr in einen Raum zu gehen und sie anzuschauen. Ohne Operation war von dem Tumor nichts mehr zu finden. Obwohl wir an dem Abend nicht für die Kranken beteten, war sie beharrlich. Sie empfing, worum sie bat. Der Glaube fand seinen Platz und ergriff es.
126 Micha. Ich werde gleich zum Schluß kommen. Micha wurde vor vierhundert gut ausgebildete Priester bzw. hebräische Propheten gerufen. Man sagte zu ihm: "Komm zurück, Micha. Du bist aus der Predigervereinigung ausgeschlossen worden. Wenn du aber das gleiche sagst wie sie und Ahab ermutigst, mit Josaphat hinzuziehen, dann werden wir es anerkennen, und du wirst wieder in unsere Gemeinschaft aufgenommen."
127 Er antwortete: "So wahr der Herr lebt: nur was der Herr mir eingeben wird, das werde ich verkünden!" O Gott, gib uns mehr solche Michas!
128 Er wartete. In jener Nacht hatte er eine Vision. Er prüfte sie am Wort. Das Wort Gottes hatte gesagt, daß die Hunde das Blut Ahabs wie das von Naboth lecken würden. Daran sehen wir, daß seine Vision genau mit dem Wort übereinstimmte.
129 Er war beharrlich, als er am nächsten Morgen auftrat. Er sagte: "Ziehe hin! Doch ich habe ganz Israel zerstreut auf den Bergen gesehen wie Schafe, die keinen Hirten haben."
130 Der oberste der Propheten trat auf ihn zu, schlug ihm ins Gesicht und sagte: "Wie? Ist etwa der Geist Gottes von mir gewichen, um mit dir zu reden?" Micha beachtete das, was sie sagten, gar nicht. Er stand nur da. Ahab befahl: "Setzt diesen Menschen in das innerste Gefängnis und erhaltet ihn notdürftig mit Brot und Wasser am Leben. Ich werde mich mit ihm befassen, wenn ich zurückkomme." In anderen Worten: "Ich werde ihn enthaupten lassen" oder etwas dergleichen.
131 Micha antwortete: "Wenn du wirklich wohlbehalten heimkehrst, dann hat der Herr nicht durch mich geredet." Oh, er wußte, wo er stand. Es machte nichts aus, was die anderen dachten. Er wußte, daß er in der Gegenwart Gottes gewesen war. Er hatte die Stimme Gottes gehört. Sie stimmte genau mit dem Wort überein.
132 Ebenso müssen auch wir heute abend die Stunde, in der wir leben, erkennen und begreifen, was für eine Verheißung das Wort Gottes für diesen Tag gegeben hat. Es spielt keine Rolle, was irgend jemand behauptet - das Wort sagt es, und Jesus kommt und gibt sich selbst zu erkennen. Beharrlich!
133 Der Blinde, den Jesus heilte, konnte es weder erklären noch ihre Theologie widerlegen. Eines aber wußte er: daß er beharrlich war.
134 Sein Vater und seine Mutter gaben keine Auskunft. Sie fürchteten sich, aus der Synagoge ausgestoßen zu werden, und sprachen: "Fragt ihn selbst, er ist alt genug."
Sie fragten ihn: "Wer hat dich geheilt?"
Er antwortete: "Jesus von Nazareth."
135 Dann sagten sie: "Gib Gott die Ehre! Wir wissen, daß dieser Mann ein Sünder ist."
136 Er erwiderte: "Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Das kann ich nicht sagen. Eines aber weiß ich, daß ich blind gewesen bin und jetzt sehen kann."
Sie meinten: "Wir wissen nicht, woher dieser Mann stammt."
137 Jener antwortete: "Darin liegt eben das Verwunderliche. Ihr sollt die Führer in dieser Zeit sein und über alle geistlichen Dinge Bescheid wissen. Hier kommt ein Mann, öffnet mir, einem Blindgeborenen, die Augen, und dennoch wißt ihr nicht, woher Er stammt." Er war beharrlich. Nichts konnte ihn hindern. Er hatte mit Gott geredet.
138 Nathanael fürchtete sich nicht, Ihn vor seinem Pastor und allen anderen "Herr" und "König von Israel" zu nennen, nachdem Er ihm gesagt hatte, wo er am Tag zuvor war. Es machte ihm nichts aus.
139 Die Frau am Brunnen kümmerte sich nicht darum, wie viele Leute ihr sagten, daß es ihr nicht zustand, etwas zu sagen, weil sie eine Dirne war.
Sie war dem Mann begegnet, auf den sie schon seit ihrer Jugend wartete. Sie wußte, daß Jesus, daß ein Prophet auftreten würde. Diesen Propheten hatte sie gefunden, und Er hatte ihr alles gesagt, was sie getan hatte. Konnte man sie aufhalten? Ich sage es nochmal: Es war wie ein brennendes Haus bei starkem Wind. Ihr könnt es nicht aufhalten. Ihr Herz brannte vor Freude und Frieden. Ihre Sünden waren ihr vergeben. Sie hatte den Messias gesehen. Sie war in Seiner Gegenwart gewesen. Sie hatte Sein Wort gehört.
140 "Wir wissen, daß der Messias kommt. Wenn Er kommt, wird Er uns alles sagen. Wer aber bist Du? Du mußt Sein Prophet sein."
ER antwortete: "ICH bin es selbst."
141 Sie wußte, daß ein Mensch, der etwas Derartiges zu tun vermochte, nicht lügen konnte. ER war der Messias, und diese gute Nachricht mußte verbreitet werden.
142 Heute abend sollten wir mit dem gleichen Feuer brennen und so beharrlich sein, um jeden wissen zu lassen, daß der Heilige Geist heute Realität ist, daß Er auf uns fällt und das gleiche tut wie damals, entsprechend der Verheißung für diese Stunde. Doch wir sind nicht beharrlich. Ich frage mich, ob es uns wirklich erfaßt hat. Betrachtet die Frau am Brunnen.
143 Eines möchte ich noch sagen, dann muß ich zum Ende kommen. Ich habe noch eine halbe Seite voll Notizen, doch damit möchte ich nun schließen. Dazu fallt mir eine Begebenheit ein. Anschließend werden wir für die Kranken beten. Ich werde mich um zehn, fünfzehn Minuten verspäten. Bitte, habt noch ein wenig Geduld mit mir.
144 Vor etwa drei Jahren war ich in Mexico City. Wie viele von euch spanischen Leuten kennen Bruder Espinoza? Ich nehme an, viele von euch. Er war mein Übersetzer. Wir waren in Mexico City. Soweit sie wußten, war ich der einzige Protestant, der durch die Unterstützung der Regierung dorthin kam. General Valdivia kennt ihr ja. Er gehört zu den Christlichen Geschäftsleuten. Er wurde gerettet und mit Heiligem Geist erfüllt und erreichte bei der Regierung, daß ich dorthin kommen konnte.
145 Wir mieteten ein großes Stadion, das viele Tausende von Menschen faßt. Dort gab es keine Sitzplätze; man mußte stehen. Stellt euch vor, wenn ihr hier in diesem Raum zwei oder drei Stunden stehen müßtet! Diese Menschen aber standen von 9:00 Uhr morgens bis 9:00 Uhr abends in der heißen Wüstensonne, und das Tag für Tag. Eines Abends regnete es in Strömen, und sie blieben trotzdem dort stehen. Den jungen Mexikanerinnen hing das Haar ins Gesicht. Es regnete so stark, daß ich nur etwa bis zur Hälfte der Zuhörerschaft sehen konnte. Das machte ihnen nichts aus. Sie hielten am Wort des Lebens fest.
146 Ich war nur drei Abende dort. Die Plattform war etwa so groß wie diese hier, vielleicht ein wenig länger. Auf diese Plattform führte man an einem Abend einen Blinden.
147 Den Mann, der mich abgeholt hatte, nannte ich Manana, das heißt "morgen". Er war so langsam. Er kam nie rechtzeitig. Er schaute umher und lief über die Plattform, wann er wollte, selbst wenn ich betete. Ich nannte ihn einfach Manana.
148 Man brachte mich zu einer großen Mauer, und ich gelangte über eine Leiter auf die Plattform. Wie viele kennen Jack Moore? Sicher. Natürlich. Auch Bruder John Sharrit und viele andere befanden sich auf der Plattform, als dieser Mann an dem Abend auf die Plattform kam.
149 Manana teilte die Gebetskarten aus. Billy begleitete ihn, damit alles seine Richtigkeit hatte. Er konnte ja mit ihnen reden und teilte deshalb die Karten aus, doch Billy gab acht, daß es richtig zuging, ob er nicht etwa Karten verkaufte oder jemanden bevorzugte. Jeder, der eine Karte haben wollte, sollte sie auch erhalten.
150 Als an dem Abend die Gebetskarten aufgerufen wurden, kam dieser alte Mann barfuß, mit zerrissenen Hosenbeinen, dem alten Hut in der Hand und einer Schnur anstelle eines Gürtels auf die Plattform. Als er näher kam, sah ich mir den alten Mann genauer an. Er war blind. Ich stand da, ebenso gut gekleidet wie heute abend. Jemand hatte mir einen schönen, neuen Anzug geschenkt. Ich trug gute Schuhe. Dieser arme, alte Mann aber mit seinem zerlumpten Hemd stand da, über und über mit Staub bedeckt, vollkommen blind. Seine Augen waren vom grauen Star fast so weiß wie mein Hemd. Ich dachte: "Was hat der Satan hier Schreckliches angerichtet!" Wahrscheinlich hatte dieser arme Mann in seinem ganzen Leben nicht eine vernünftige Mahlzeit gehabt.
151 Wirtschaftlich geht es den Leuten dort sehr schlecht. Stellt euch vor: Ein Maurer, nennen wir ihn Pedro, verdient pro Tag 30 Pesos. Für ein paar Schuhe muß er vier Tage arbeiten. Was aber ist mit Pancho und Chico, die nur vier Pesos am Tag verdienen und vier oder fünf Kinder ernähren müssen? Der eine kann sich heute noch für sich, seine Frau Martina und den kleinen Chico eine Bohnentortilla leisten, der andere nicht. Sie müssen soundso lange sparen, um eine Wachskerze kaufen zu können, die sie dann an einem goldenen Altar für ihre Sünden anzünden. Das macht mich so wütend. So ist es.
152 Dieser alte Mann stand da und sagte etwas auf Spanisch. Er hatte einen Rosenkranz um seine Finger gewunden. Ich sagte ihm durch Bruder Espinoza: "Tu ihn weg."
153 Ich überlegte, ob ich wohl die gleiche Schulterbreite habe. Dann könnte ich ihm meine Anzugjacke geben. Doch seine Schultern waren viel breiter. Ich stellte meinen Fuß neben seinen und dachte, wenn es niemand sehen würde, könnte ich meine Schuhe ausziehen und sie ihm geben. Aber seine Füße waren viel größer. Ich dachte: "Was kann ich nur tun? O Gott!"
154 Wenn ihr kein Mitgefühl mit den Menschen habt, braucht ihr ihnen gar nicht zu dienen. Ihr müßt mit ihnen empfinden. Ebenso hat auch Er Mitgefühl mit unseren Schwachheiten.
155 Ich legte meinen Arm um ihn und sagte: "Himmlischer Vater, wenn mein Papa noch leben würde, wäre er jetzt ungefähr so alt wie dieser Mann. Er ist auch ein Vater." So stand ich da, als ich ihn plötzlich laut rufen hörte: "Gloria a Dios!" Das heißt: "Ehre sei Gott!" Ich schaute hin: Der alte Mann konnte so gut sehen wie ich und lief auf der Plattform hin und her. Man mußte die Ordner rufen, von denen sich zwischen drei- und vierhundert dort befanden, um die Volksmenge zu beruhigen. Man mußte mich über die Strickleiter wegbringen.
156 Am nächsten Abend fand ich einen ganzen Stapel von Schals, Hüten und Dingen vor, über denen ich beten sollte. Wie sie auseinanderhalten konnten, wem was gehörte, weiß ich nicht. Es lag einfach alles aufeinandergehäuft da. Es regnete. Ich war spät dran. Als ich hereinkam, begann ich sofort über das Thema zu predigen: "Es ist aber der Glaube ein zuversichtliches Vertrauen auf das, was man hofft, ein festes Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht." Bruder Espinoza übersetzte.
157 Billy kam, tippte mir auf die Schulter und sagte: "Papa, du wirst etwas unternehmen müssen. Manana hat alle Gebetskarten verteilt. Dort drüben steht eine Frau mit einem toten Kind. Es ist heute morgen gestorben."
158 Ihr habt den Artikel in der Zeitschrift der Geschäftsleute des vollen Evangeliums gelesen. Denkt daran: Es mußte eine eidesstattliche Erklärung vorliegen, ehe der Artikel gedruckt wurde. Der Arzt muß eine Bescheinigung unterschreiben, daß es wahr ist, wenn man so etwas veröffentlichen will.
159 Er sagte: "Das Kind ist heute morgen gestorben. Die Mutter hat den ganzen Tag mit ihm im Regen gestanden. Sie wußte nicht, daß Manana Gebetskarten austeilte, und hat keine mehr bekommen. Sie versucht, auf die Plattform zu kommen. Vierzig bis fünfzig Ordner können sie nicht aufhalten. Sie kriecht unter und zwischen ihnen hindurch und auch über sie hinweg. Sie versucht, hier heraufzukommen."
160 Ich antwortete ihm: "Ich sage euch, was ihr tut." Dann rief ich Bruder Moore zu mir. Viele von euch haben die Hand gehoben, daß ihr Bruder Jack Moore kennt. Ich sagte: "Bruder Moore, sie weiß nicht, wer ich bin. Sie kennt mich nicht." Es hatten ja viele Prediger gesprochen, Baptisten und andere, die an diesem Feldzug mitwirkten. Ich sagte ihm: "Gehe dort hinüber und bete für das Kind. Sie wird den Unterschied nicht merken."
Er antwortete: "Gut, Bruder Branham."
161 Dann ging er von der Plattform herunter, ungefähr so weit wie bis zu dieser Wand, und ich wandte mich um. Die Menschen verstanden ja kein Englisch. Ich fuhr fort zu predigen. Plötzlich sah ich ein kleines, dunkelhäutiges Baby vor mir sitzen, das mich mit seinem zahnlosen Mund anlachte. Ich sah es direkt vor mir!
162 Darauf sagte ich: "Einen Augenblick, Bruder Moore. Sage der Frau, daß sie hierher kommt."
Billy wandte ein: "Papa, sie hat doch keine Gebetskarte."
Ich antwortete: "Ich habe gerade eine Vision gesehen, Billy."
163 Sie holten die Frau. Sie kam, fiel auf ihre Knie und begann, "Padre" zu rufen. Das bedeutet "Vater". Ich bat sie durch Bruder Espinoza, aufzustehen. Sie hielt das Baby, das sie mit einer blau-weiß gestreiften Decke zugedeckt hatte. Sie war völlig durchnäßt. Das Wasser tropfte aus ihrem Haar. Sie war eine hübsche Frau. Vielleicht war es ihr erstes Kind. Sie war etwa fünfundzwanzig Jahre alt. Dieses kleine, steife Etwas, das sie trug und mit der Decke verhüllt hatte, war etwa so groß.
164 Alle dachten, daß ich nur beten würde, um sie loszuwerden.
165 Ich legte meine Hände auf das Baby und sagte: "Himmlischer Vater, ich weiß nicht, ob es dieses Baby ist, aber ich hatte vor einigen Minuten eine Vision von einem mexikanischen, dunkelhäutigen Baby, das lächelte." Das Gebet wurde nicht übersetzt. Ich sagte: "Ich sah es lächeln." Ich legte so meine Hände auf im Namen Jesu Christi und betete. Da begann das Kind zu strampeln und laut zu weinen bzw. zu schreien.
166 Ich sagte: "Bruder Espinoza, laß die Sache nicht auf sich beruhen. Schicke jemand mit der Frau und dem Baby zum Arzt." Noch am gleichen Abend rief man den Arzt, der in seinem Krankenhaus bzw. in seiner Praxis die Sterbeurkunde unterschrieben hatte, nachdem das Kind um 9:00 Uhr am Morgen an Lungenentzündung gestorben war. Jetzt war es zehn Uhr abends, und das Kind, das seit dem Morgen tot gewesen war, kam wieder zum Leben und lebt noch heute zur Ehre Gottes.
167 Weshalb? Weil sie beharrlich war wie jene Syrophönizierin, über die wir heute abend sprachen. Das beweist, daß Gott immer noch derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Wodurch geschah es? Weil sie von dem blinden alten Mann gehört hatte.
168 Ihrer Konfession nach war sie Katholikin. In Mexiko sind alle katholisch. Wenn man dort geboren wird, ist man also automatisch katholisch.
169 Die Leute hatten den Mann, der blind gewesen war, gesehen, als er auf der Straße Zeugnis ablegte. Sie hatten davon gehört. Diese Frau hatte nie zuvor ein Wunder gesehen. Sie wußte aber, wenn Gott einem Blinden sein Augenlicht wiedergeben konnte, dann kann Er auch von den Toten auferwecken. Es war ja derselbe Jesus Christus. Mit solch einem Glauben könnte sie so manchen Pfingstler beschämen. Das stimmt. Denn sie war beharrlich. Gott hatte ja das Augenlicht zurückgegeben. Wenn Gott Sein Wort hält und das Augenlicht wiedergibt, dann kann Er auch die Toten auferwecken. ER tat es, weil sie beharrlich war. Ich war nur noch an dem Abend dort, und das war ihr Abend.
170 Wie steht es mit uns heute abend, Freunde? Wollen nicht auch wir beharrlich sein? Können wir nicht all das Dunkle, Rätselhafte, was uns umgibt, durchdringen und Jesus Christus als unseren Heiler annehmen? Könnt ihr es nicht?
Laßt uns beten.
171 Herr Jesus, o Gott, mehr weiß ich nicht zu sagen. Ich bete, o Gott. Soll ich eine kleine Gebetsreihe aufrufen, Vater? Vielleicht willst Du den Menschen etwas zeigen, etwas tun, was Du vor Deinem Tod und Deinem Begräbnis getan hast, damit wir und, falls Fremde hier sind, auch sie hier und jetzt erkennen, daß Du immer noch derselbe bist, gestern, heute und in Ewigkeit und Dein Wort hältst. Vielleicht ist jemand hier, der genügend Glauben hat, diese Barriere zu durchbrechen, diese Schallmauer, diesen Wall der Sünde, des Unglaubens, durch alles hindurch zu dringen, dahin, wo alles möglich ist. Gewähre es, Herr. Man sagt, wenn ein Flugzeug die Schallmauer durchbricht, sind der Geschwindigkeit und den Möglichkeiten keine Grenzen mehr gesetzt. O Gott, wenn wir nur die Macht des Unglaubens durchbrechen könnten, gäbe es für die Wunder, die Verheißungen Gottes und alles andere keine Schranken mehr, denn alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Gewähre es, Vater. Wir bitten es im Namen Deines Sohnes Jesus Christus. Amen.
172 Auch wenn es ein wenig spät geworden ist, kann ich trotzdem noch weitermachen und eine kleine Gebetsreihe aufrufen? Ich weiß, die Menschen werden unruhig. Laßt uns trotzdem eine Gebetsreihe rufen. Am Montag abend haben wir die Gebetskarten A ausgeteilt. Ich meinte den Mittwoch abend. Mittwoch war der erste Abend, dann sind es gestern abend die B-Karten gewesen, heute abend die C. Bei den A-Karten haben wir von Nummer 1 bis 25 aufgerufen. Ich glaube, so war es. Stimmt das? Waren es bei A 1 bis 25? 1 bis 15.
173 Wir rufen von den gestrigen B-Karten noch die Nummern 75 bis 100. Auch die C-Karten kommen an die Reihe. Also B 25, nein, B 75. So habe ich es wohl gesagt. B 75 bis B 100. Mögen sie sich auf dieser Seite aufstellen. B 75 bis B 100. Stellt euch bitte auf dieser Seite auf. Kommt bitte hier herüber und bildet eine Reihe. Einige von euch Brüdern, geht bitte hinunter. Billy, Roy und noch ein paar, sorgt bitte dafür, daß alle in die Gebetsreihe kommen.
174 Schenkt mir jetzt bitte eure ungeteilte Aufmerksamkeit. Seid wirklich andächtig. Manche Leute gehen weg und sagen: "Der Prediger trägt die verkehrte Krawatte. Er hat nicht den richtigen Anzug an. Sein Benehmen stimmt nicht. Er steht nicht gerade genug." Seht, dann habt ihr noch gar keinen Glauben.
175 Wenn jemand dort zur Tür hereinkäme und euch sagte, er habe eine Zahlungsanweisung oder einen Bankscheck über eine Million Dollar für euch, dann würdet ihr euch doch nicht darum kümmern, ob der Betreffende gebildet oder ungebildet ist. Es würde euch doch nicht interessieren, ob er einen Overall oder einen Smoking trägt. Es wäre euch doch gleich, ob er schwarz, gelb, braun oder weiß ist.
176 Es geht doch nicht um den Botschafter; es ist die Botschaft, die ihr hören möchtet. "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Wie viele sind sich dessen bewußt?
177 Wenn der Techniker, der für die Beleuchtung usw. zuständig ist, bitte noch ein wenig Geduld mit uns hat um des Evangeliums willen. Ich meine, es ist Mr. Ruby. So oder ähnlich hieß der Mann, den ich gestern abend kennengelernt habe.
178 Seid alle wirklich andächtig und dabei tatsächlich beharrlich. Dringt bis hinter den Vorhang durch.
179 Jesus heilt die Kranken wirklich. Ich sage nicht, daß ihr geheilt werdet. Das kann ich euch nicht sagen. Denkt daran, ich habe keine Kraft zu heilen. Ich habe keine Kraft, ihr habt keine Kraft, keiner von uns hat sie. Wir haben Autorität. Wie viele verstehen das?
180 Schaut her. Ich möchte euch etwas fragen. Dort draußen auf der Straße, einer stark frequentierten Straße, wo die Schnellstraße mündet, habe ich gesehen, daß die Geschwindigkeitsbegrenzung 80 Meilen in der Stunde beträgt. Dort fahren Autos, die über 200 PS haben, sogar 300 bis 400 PS.
181 Nummer 76, komm doch bitte. Die Nummer 76 fehlt noch. Vielleicht ist der Betreffende taub. Schaut euch um. O Verzeihung, mein Bruder, du hast B 76? Gut.
182 Nun stellt sich dort ein kleiner Polizist hin. Er ist so klein, daß seine Mütze ihm über die Ohren reicht, und wiegt nur etwa hundert Pfund. Wieviel Kraft hat er, eines von diesen Autos anzuhalten? Sie fahren zum Teil vierspurig und rasen so schnell sie können die Schnellstraße entlang. Jedes hat 300 PS. Er könnte nicht einmal 1 PS anhalten, wieviel weniger diese Autos. Doch laßt ihn einmal mit seinem leuchtenden Dienstabzeichen die Hand heben! Er hat vielleicht keine Kraft, aber er hat Autorität! Dann quietschen die Bremsen, alle bleiben stehen und fahren an die Seite. Weshalb? Weil er Autorität besitzt.
183 Ich habe keine Kraft; ihr habt keine Kraft. Aber wir haben Autorität, Amen, das Zeichen des Glaubens an das Wort. "Ich glaube es. Es ist die Wahrheit." Das hält alles andere auf. So könnt ihr beharrlich sein.
184 Sobald der kleine Polizist in seine Pfeife bläst, seine Hand hochhebt, bleibt alles stehen, das sage ich euch. Es ist seine Autorität. Es ist seine Autorität - der Glaube.
185 Ihr alle glaubt. Ihr, die ihr euch dort befindet, seid nicht mutlos. Bleibt sitzen und dringt hindurch. Sagt: "Herr, dieser Mann weiß nichts von mir, dessen bin ich mir sicher. Wenn er mir etwas sagen kann, werde ich es von ganzem Herzen glauben." Was würden wir dann wissen?
186 Wer ist der Heiler? Jesus Christus. Stimmt das? Wenn Er hier gegenwärtig ist, dann brauchen wir Ihn nur darum zu bitten. "ER ist Hoherpriester, der Mitgefühl hat mit unseren Schwachheiten." Stimmt das? Nun gut. Dann ist Er derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. ER ist heute Hoherpriester. Was tat Er, als vor etwa zweitausend Jahren eine Frau Sein Gewand berührte? ER wandte sich ihr zu, sagte ihr, woran sie litt, und sprach: "Dein Glaube hat dir Heilung verschafft." Stimmt das? Nun, wenn Er derselbe ist, muß Er genauso handeln, weil Er derselbe ist.
Ist die Gebetsreihe jetzt bereit?
187 Hier kommt eine Frau. Soweit ich weiß, habe ich sie noch nie gesehen. Sie ist mir völlig fremd. Soweit ich weiß, sind wir einander vollkommen fremd. Sie sagte, daß sie 1947 und 1953 in meinen Versammlungen war. Nein, von 1951 bis 1953. Trotzdem kenne ich dich nicht.
188 Selbst wenn ich dich in einer oder zwei Wochen wieder träfe, würde ich dich wahrscheinlich nicht mehr kennen. Es sind so viele Menschen in den Versammlungen, Zehntausende, so daß ich mich nicht mehr erinnern würde. Doch weil du in einer Versammlung gewesen bist, kennst du mich. Ich aber kenne weder dich noch dein Anliegen. Ich weiß nicht, was du in der Zwischenzeit oder vorher getan hast und was du zu tun beabsichtigst. Das alles kann ich natürlich nicht wissen.
189 Ich will nicht zu viel Zeit mit einer Person verwenden. Gestern abend hörte ich zu früh auf, weil ich dachte, daß niemand mehr da wäre. Doch zwei oder drei blieben stehen. Das hätte ich nicht tun dürfen. Ich habe es nicht absichtlich getan, ich weiß nicht, warum es geschah. Für alle sah es wie ein Höhepunkt aus. Man möchte die Menschen nicht wie kleine Kinder behandeln. Sie sollen robust genug werden, sich zu erheben und das, was gesagt wird, zu ergreifen. So werden sie geheilt. Andernfalls werdet ihr nicht geheilt.
190 Dieser Dame begegne ich also zum erstenmal. Wenn Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist und hier stehen und diesen Anzug tragen könnte, den Er mir durch einen gutherzigen Menschen geschenkt hat, wenn Er in diesem Anzug hier stünde, könnte Er dich dann heilen? Nein. Nein. Denn Er hat es schon getan. Schau, "ER war verwundet um unserer Übertretungen willen." ER kann dich nicht noch einmal heilen. Wie viele wissen, daß es die Wahrheit ist? Es ist schon geschehen.
191 Ihr Sünder hier, Er könnte euch nicht retten, Er hat es bereits getan. Ihr müßt es nur annehmen.
192 Wenn Er in diesem Anzug, den Er mir gegeben hat, hier stehen würde, könnte Er nur eines tun. Wenn ihr Ihm sagtet: "Ich bin krank. Ich bin bedürftig", "Ich habe einen Angehörigen, der krank ist" oder: "Ich habe finanzielle Schwierigkeiten. Ich habe Familienprobleme", oder was immer es ist, dann könnte Er es euch nicht geben, sondern Er würde euch lediglich sagen, daß Er es bereits erkauft hat. Wie viele verstehen das? Das ist wahr. Denn es ist bereits vollbracht. ER kann es nicht mehr tun.
193 Wenn ihr freigekauft worden seid, wenn ihr erlöst seid, kann der Pfandleiher euch nicht mehr länger zurückhalten. Sofern ihr den Beleg habt, daß etwas zurückgekauft wurde, ist die Angelegenheit erledigt. Er kann es nicht mehr festhalten.
194 Wir haben den Beleg! Ihr braucht nur den Glauben, ihn auch einzulösen. Wenn Er nun hier gegenwärtig ist und ich diesen ganzen Feldzug auf das Wort gegründet habe: "ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit", dann kennt Er dein Anliegen. Wenn Er es mich wissen läßt, dann wäre das der Beweis, daß Er hier ist, denn ich kann es nicht wissen. Es muß eine bestimmte Kraft sein, und es kommt darauf an, wofür du diese Kraft hältst. Du bist dir darüber im klaren, daß ich es, menschlich betrachtet, nicht wissen kann. Es muß also eine bestimmte Kraft sein. Glaubst du, daß Er es ist? Wenn du das nicht glauben würdest, solltest du gar nicht hier stehen. Wenn du aber glaubst, daß Er es ist und Er mir sagen kann, was du getan hast, weshalb du hier bist oder etwas dergleichen, dann würde dein Glaube dadurch gestärkt, nicht wahr?
195 Würde auch der eure dadurch gestärkt? Hier ist meine Hand: Soweit ich weiß, habe ich diese Frau noch nie in meinem Leben gesehen. Sie war vor vielen Jahren lediglich in der Versammlung, auch in der Gebetsreihe. Ich kann mich nicht an sie erinnern. Nein. Möge der Herr mir jetzt helfen.
196 Nehmt zum Beispiel diese Prediger hier. Wer mich sprechen gehört hat, weiß, daß ich kein Prediger bin. Ich besitze keine Bildung, deshalb kann ich mich nicht als Prediger bezeichnen. Doch hier ist jemand, der imstande ist, mehr zu tun als ich.
197 Meine Gabe kommt von Gott. Ich liebe Ihn. Ich glaube, daß Gnadengaben und Berufungen Gottes unwiderruflich sind. Sie sind von Gott vorherbestimmt, und zwar für jede Generation. Mein Teil daran ist, daß dieses Wort wieder zum Leben gebracht wird, daß es wieder das Wort ist, welches hindurchdringt, scheidet und richtet. Das ist der prophetische Dienst, der in Mal. 3, letzter Teil, für diese Zeit verheißen ist. Daran erkennen wir vollkommen, daß wir in den letzten Tagen leben.
198 Wenn der Herr Jesus mir jetzt sagt, was dein Anliegen ist, wirst du dann glauben, daß ich Sein Prophet bzw. Sein Knecht bin? Möge er es schenken. Du leidest an einer Hautkrankheit. Mit deiner Haut stimmt etwas nicht. So ist es. Wenn das wahr ist, erhebe deine Hand.
199 Ich spüre, daß jemand aus der Zuhörerschaft denkt, ich habe das geraten. Wartet einen Augenblick. Ich habe es nicht geraten, meine Dame. Ihr könnt eure Gedanken jetzt nicht verbergen, denn Er ist jetzt hier. Ich nehme jeden Geist hier unter meine Kontrolle im Namen Jesu Christi zur Ehre Gottes. Ich habe nicht geraten.
200 Es ist nervlich bedingt. Der Zustand deiner Nerven ist nicht gut. Du betest für eine Angehörige. Es ist eine Frau. Es ist deine Schwiegertochter. Sie hat Epilepsie. Das stimmt.
Das habe ich gewiß nicht geraten.
201 Glaube es! Glaube du von ganzem Herzen, und wie du geglaubt hast, so wirst du es vorfinden. Ich glaube es. Ich glaube es. Wenn du es auch glaubst, wird es so sein.
202 Es kann nicht durch meinen Glauben geschehen, es muß ihr Glaube sein. Versteht ihr das?
203 Wie geht es dir? Vor etwa zwei Jahren ging meine Mutter heim. Wenn ich dich so kommen sehe, steigen Erinnerungen in mir auf. Wäre ich nicht ein schrecklicher Mensch, wenn ich hier als Repräsentant Jesu Christi stünde und ein Betrüger wäre? Es wäre entsetzlich, wenn ich so etwas tun würde. Ich bin kein Betrüger. Ich bin Sein Knecht. Wenn Gott mich in Seiner Gnade etwas über dich wissen läßt, wirst du dann glauben, daß es von Gott kommt?
204 Damit die Menschen es verstehen: Schaut her. Dieser eine Unterscheidungsfall hat mich mehr geschwächt, als wenn ich bis Mitternacht predigen würde. Jesus sagte: "Ich habe verspürt, daß Kraft von Mir ausgegangen ist." Wenn es dem Sohn Gottes so erging, wieviel mehr dann mir, einem Sünder! Daniel sah eine Vision und fühlte sich danach einige Tage krank. Wie viele wissen das? Ihr begreift gar nicht, was für eine Gnade Gott uns zuteil werden läßt.
205 Die Frau hat ein Magenleiden. Es ist dein Magen. Ich sehe, wie du vom Tisch weggehst. Die Ursache für dein Magenleiden ist dein nervlicher Zustand. Du kannst deine Nahrung nicht verdauen, und zwar aufgrund eines Geschwürs in deinem Magen. Glaubst du, daß Gott es heilen wird? Nimmst du deine Heilung an? Du glaubst, daß Gott es von dir nimmt. Gott segne dich. Gehe hin, Gott der Herr gewähre es dir.
Seid andächtig.
206 Wie geht es dir? Wir sind einander fremd. Ich nehme an, wir begegnen uns wirklich zum erstenmal. Du warst in den Versammlungen? Doch ich kenne dich nicht.
207 [Bruder Branham wendet sich an jemanden in der Zuhörerschaft. - d. Üb.]
Du hast um etwas für dich selbst gebeten. Wenn du glaubst, wird die Arthritis dich verlassen. Jawohl. Sie saß dort, hatte ihr Haupt geneigt und betete. Es wird dich verlassen, wenn du es glaubst. Glaubst du, daß Gott mir offenbaren kann, was dein Mann hat? Glaubst du, daß Gott es mir sagen kann? Du warst so froh zu erfahren, daß sie davon geheilt ist. Du hast ein Prostataleiden. Erhebe deine Hand.
208 Ich habe sie noch nie in meinem Leben gesehen. Sagt mir, was sie berührt haben. Stellt euch die Frage. Was haben sie berührt? Mich haben sie nicht berührt; sie sind etwa zehn Meter von mir entfernt. Sie haben den Hohenpriester berührt.
209 Wenn ich euch fremd bin, dann winkt mit eurer Hand, ihr beiden, die ihr dort sitzt. Winkt so mit eurer Hand, wenn ich euch fremd bin. Ihr habt einfach dort gesessen. Die Frau betete; Er, der hier gegenwärtig ist, wandte sich ihr zu, wie Er es in der Bibel getan hat. Nicht ich wandte mich ihr zu, Er hat mich dazu veranlaßt.
210 Ich weiß diese Dinge doch nicht. Ich bin nur wie dieses Mikrophon. Es ist vollkommen stumm, wenn niemand hinein spricht. Ihr könnt mich durch dieses Mikrophon hören, doch das Mikrophon selbst kann nicht reden. Es hat keine Stimme. Ich kenne diese Menschen nicht. Begreift ihr nicht, daß es durch die Gegenwart Gottes geschieht, damit ihr Seine Gegenwart erkennt? Dringt hindurch!
211 Auch wir sind einander fremd. Du bist jünger als ich. Wir wurden Jahre und Meilen voneinander entfernt geboren. Hier begegnen wir uns zum ersten Mal. Als das Licht sich dorthin begab, konnte ich ihm nur folgen. Ich sehe es. Der Heilige Geist ist ein Licht. Das wissen wir. Wenn der Herr Jesus mir helfen wird, dein Anliegen zu erfahren, wirst du dann glauben, daß ich sein Knecht bin, und wissen, daß nicht ich, sondern Er es ist?
212 Ich bin nur Sein Knecht und wie dieses Mikrophon. Dieses Pult gehört zur Einrichtung des Gebäudes. Es wurde nicht angefertigt, um zu sprechen, sondern damit ich meine Bibel darauf lege. Auf das Mikrophon kann ich meine Bibel nicht legen, es überträgt meine Stimme. In der Gemeinde gibt es verschiedene Gaben. Eine ist, Seine Stimme weiterzugeben, eine andere, Visionen zu sehen, und es gibt verschiedene andere. Als Sein Knecht kann ich nur aufgrund der Vision handeln.
213 Wenn Gott mich wissen läßt, was dein Anliegen ist und weshalb du hier bist, dann wirst du mir glauben und glauben, daß es das Wort Gottes ist. Du leidest an einer Infektion, einer Hautinfektion. Das stimmt.
214 Sie weiß, ob es wahr ist oder nicht. Je mehr zu ihr gesprochen würde, desto mehr würde gesagt. Sie ist eine feine Frau.
215 Bitte schau du und alle übrigen hierher, damit es etwas schneller geht. Wir wollen einige Minuten miteinander sprechen, weil du so eine nette Person bist. Du weißt, daß an dir etwas geschehen ist. Nun, zwischen mir und dir befindet sich ein Licht. Hast du je das Bild davon gesehen? Es befindet sich direkt zwischen mir und dir. Ich sehe dich durch das Licht. Glaubst du, daß Gott mir sagen kann, wer du bist? Er hat auch Simon gesagt, wer er war.
216 Wie viele glauben das jetzt? Wir haben jetzt beide unsere Hand erhoben zum Zeichen, daß wir einander vollkommen fremd sind.
217 Man nennt dich Florence, dein Nachnahme ist McAllister. Das stimmt. Glaubst du, daß Gott mir sagen kann, woher du kommst? Du bist nicht von hier. Du kommst aus einem Ort namens Lawrence, Kansas. Das stimmt. Kehre dorthin zurück. Jesus Christus macht dich gesund.
218 Habt Glauben an Gott. Begreift ihr? Seid bitte andächtig. Bleibt sitzen. Lauft nicht umher.
219 Gott heilt Diabetes. Glaubst du das? Glaubst du, daß Er dich heilt? Gehe hin und sage: "Herr, ich danke dir". Glaube es von ganzem Herzen, und du wirst geheilt sein.
220 Glaubst du, daß Gott dein Frauenleiden heilen kann? Dann gehe und sage: "Ich danke Dir, Herr. Ich glaube es von ganzem Herzen."
221 Laßt die Dame kommen. Du hast ein Frauenleiden und auch Diabetes. Glaubst du, daß Gott dich gesund macht? Gehe hin und sage: "Herr, ich danke Dir", und glaube es jetzt von ganzem Herzen.
222 Komm. Nervosität ist die Ursache für dein Magenleiden. Glaubst du, daß du jetzt dein Abendessen einnehmen kannst? Gehe und sage: "Herr, ich danke Dir." Esse dein Abendbrot und glaube es von ganzem Herzen.
223 Gott heilt auch Herzleiden. Glaubst du, daß Er dein Herzleiden heilen wird? Gut. Gehe im Glauben. ER wird es tun, wenn du glaubst.
224 Was wäre, wenn ich nichts zu dir sagen würde, um dir zu zeigen, daß ich glaube, daß du glaubst? Wenn ich dir die Hände auflege, glaubst du, daß du dann gesund bist? Komm. Du warst schon geheilt, als du von dort aufgestanden bist.
225 Komm. Natürlich sieht jeder, daß diese Frau hinkt. So war es ihr Leben lang. Du hast noch etwas anderes, ein Magenleiden, das dich quält. Gehe hin und sage: "Herr, ich danke dir." Glaube von ganzem Herzen. Gehe und glaube es.
226 Glaubst du, daß Gott die Arthritis heilt und dich gesund nach Hause gehen läßt? Gehe und glaube es von ganzem Herzen.
227 Wie viele von euch glauben? Dort sitzt ein Mann, der mich ansieht. Seht ihr das Licht nicht, das direkt hier über diesem Mann ist?
228 Wirkliche Not bereitet ihm sein Übergewicht. Das stimmt. Erhebe deine Hand, wenn es so ist. Glaubst du, daß Gott dich heilen wird? Deine Frau sitzt dort neben dir. Glaubst du, daß Gott mich ihre Schwierigkeit wissen lassen kann? Glaubst du, Frau? Glaubst du, daß ich Sein Prophet, Sein Knecht bin? Es verblendet die Menschen, wenn man "Prophet" sagt. Glaubst du, daß ich Sein Knecht bin? Glaubst du, daß Gott mir sagen kann, was deine Not ist? Hoher Blutdruck. Glaube jetzt von ganzem Herzen, und er wird dich verlassen, weil du glaubst.
229 Der farbige Junge, der dort am Ende sitzt und genau zusieht, was denkst du darüber? Glaubst du, daß es von Gott ist? Du, der du dort sitzt. Du hast mich so ernsthaft angeschaut. Ich kenne dich nicht. Du bist mir fremd. Du hast ein Leiden. Glaubst du, daß Gott mir sagen kann, was es ist? Ja? Es ist eine Allergie. Das stimmt. Glaubst du, daß Gott dich heilen wird? Noch etwas Ernstes ist mit dir: deine größte Not ist, daß du zurückgerutscht bist. Du möchtest wirklich zu Gott zurückkommen. Wenn das wahr ist, dann hebe deine Hand. Komm her. Deine Sünden sind dir vergeben, Bruder.
230 Ihr fragt: "Wie weißt du das?" Von demselben, der mir sagte, was mit ihm nicht stimmt.
231 Wie viele von euch möchten, daß eure Sünden vergeben werden? Wollt ihr euch erheben? Ihr möchtet, daß eure Sünden vergeben werden. Ich will sehen, ob es euch wirklich ernst ist. Danke. Wollt ihr nicht kommen und euch zu diesem Mann stellen, dessen Sünden gerade vergeben wurden? Sagt: "Ich möchte, daß meine Sünden vergeben werden. Ich meine es ehrlich."
232 Kommt, es sind noch mehr als die, welche bereits hier sind. Wenn die Gabe der Unterscheidung Krankheiten und Leiden erkennt, dann erkennt sie auch Sünde. Ihr wißt das. Wie könnte ich sonst wissen, daß dieser Mann ein Sünder ist? Jawohl, steht auf und kommt hierher. Wollt ihr es jetzt tun? Kommt, stellt euch hier auf und sagt: "Ich möchte Vergebung, Bruder. Ich möchte, daß Gott mir alles, was verkehrt war, vergibt. Ich erkenne, daß ich mich in Seiner Gegenwart befinde. Es ist mir gleich, was meine Nachbarn darüber denken. Ich komme trotzdem. Ich bin beharrlich. Ich möchte heute abend gerettet werden. Ich glaube Gott. Ich komme jetzt und möchte, daß all meine Sünden weggewaschen werden."
233 Ist es gestattet, Prediger zu rufen? Wie viele Prediger sind hier, die glauben, daß diese Menschen ein Recht haben, durch die Gnade Gottes gerettet zu werden? Ich möchte, daß jeder Prediger, der das glaubt, jetzt kommt und sich zu ihnen stellt, während wir beten. Jeder Prediger, der ein Interesse an diesen verlorenen Seelen hat. Ich hatte das nicht vor, aber ich weiß etwas Besseres, als Seiner Stimme nicht zu gehorchen. ER gebot mir, das zu tun. Es mag ihre letzte Gelegenheit sein; ich weiß es nicht.
234 Wie viele wissen, daß Er das tat, als Er auf Erden war? Dann muß Er es auch jetzt sein. Einem Mann, einem Menschen ist es unmöglich, Derartiges zu tun. Wir sind in Seiner Gegenwart. Hier erleben wir heute abend, wie sich Seine Worte erfüllen: "Wenn Ich erhöht sein werde, werde Ich alle zu Mir ziehen." Wir erleben hier das gleiche, was Er damals tat, als Er hier auf Erden war. Können wir jetzt nicht beharrlich sein? Dringt durch! Was hat uns veranlaßt hierherzukommen? Was hat dies alles verursacht? Es ist Gott. Glaubt ihr das?
235 Ich möchte, daß alle Prediger-Brüder kommen und jedem Bekennenden hier die Hände auflegen.
236 Meine teuren Brüder und Schwestern, die ihr jetzt am Altar euer Bekenntnis ablegt, was hat euch veranlaßt, zu kommen? Ihr seid nicht aus eigener Kraft gekommen. Ihr seid gekommen, weil euch etwas davon überzeugt hat, daß ihr nicht auf dem rechten Weg seid. Ihr möchtet Vergebung. Als ihr den armen, farbigen Jungen, den jungen Äthiopier, der sich von Gott entfernt hatte, hier stehen saht, da hat derselbe Heilige Geist, der offenbarte, daß er ein Sünder ist, auch euch gerufen. Es waren nicht meine Lippen. Nun steht ihr hier wie dieser Junge. Bekennt vor Gott jetzt eure Sünden und glaubt Ihm von ganzem Herzen, und Er wird euch jede Sünde, die ihr begangen habt, vergeben und wird euch heute abend auf der Grundlage eures Bekenntnisses wieder in die Gemeinschaft mit sich aufnehmen. ER wird es tun, wenn ihr Ihm nur glaubt.
237 Laßt uns die Häupter neigen, die ganze Versammlung. Seid alle wirklich andächtig. Laßt uns beten. Jeder bekenne seine Sünden. ER ist hier. Der Heilige Geist ist hier. ER ist es, der ruft. Glaubt es von ganzem Herzen. Bekennt, daß ihr verkehrt seid. Bittet Ihn, euch zu vergeben. Ihr Brüder, betet alle für diese Menschen.
238 Himmlischer Vater, wir kommen jetzt im Namen des Herrn Jesus, um Dir für Deine große Gnade und Kraft, die Du an uns erwiesen hast, zu danken, Herr, daß wir, die Unwürdigen, jetzt am Ende der Zeit kommen dürfen. Wir bitten darum, daß sich Deine Barmherzigkeit noch weiter ausbreitet, Herr, bis die letzte Seele hereingebracht worden ist. Weil Du heute abend vor uns erschienen bist, konnten Menschen alle Umstände durchdringen, hierher kommen und glauben, daß dies die Stunde ist, in der ihnen die Sünden vergeben werden, und daß sie von diesem Abend an frei sind. Gewähre es, himmlischer Vater, daß jede Sünde von ihnen weicht.
239 DU hast gesagt: "Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen. Wenn eure Sünden auch rot sind wie Scharlach, sollen sie weiß werden wie Schnee, wenn sie rot wie Purpur sind, sollen sie wie Wolle so weiß werden." Wir tauchen uns hinein in die Flut des Blutes Jesu Christi. Im Glauben bringen wir diese Menschen, die ein Bekenntnis ablegten, in die Gegenwart Gottes, in das Blut des Sohnes Gottes, und bitten um Vergebung für sie. Wir bringen diese Bitte im Namen Jesus vor. Vergib ihnen jede Sünde und nimm sie in Deine Obhut, Vater. Stelle sie, während sie bekennen, wieder auf die Grundlage Deiner Verheißung. DU hast es gesagt, und ich weiß, Du tust es. Sie gehören Dir, Vater. Wir übergeben sie Dir im Namen Jesu Christi.
240 Alle, die ihr euch hier am Altar befindet, die ihr wirklich alles Verkehrte bekannt habt in der Gegenwart Gottes, glaubt, daß ich Sein Prophet bin. Glaubt, daß ich euch darüber die Wahrheit gesagt habe. Glaubt auch, daß eure Sünden vergeben sind. Dringt jetzt im Glauben durch den Vorhang hindurch in die Gegenwart Gottes und sagt: "Herr, ich glaube Dir jetzt und nehme Dich an." Hebt eure Hände und sagt: "Ich tue es." Jeder, der am Altar steht, erhebt eure Hände und sagt: "Ich tue es. Ich glaube es jetzt." Gott segne euch. Amen. So sollte es getan werden. Jawohl. Dringt einfach im Glauben durch den Vorhang hindurch.
241 Während ihr euch noch immer auf der Grundlage befindet, daß ihr Vergebung empfangen habt, bitte ich die Brüder, ihnen noch einmal die Hände aufzulegen, damit sie die Taufe des Heiligen Geistes empfangen. Legt ihnen gerade dort, wo ihr steht, die Hände auf und betet, daß sie die Taufe des Heiligen Geistes empfangen, während sie hier stehen.
242 Herr Jesus, sende Deine Kraft auf sie wie ein mächtiges Brausen des Windes. Schenke eine Wiederholung von Pfingsten und erfülle die Menschen, nicht den Raum, sondern die Menschen, mit dem Feuer des Heiligen Geistes, mit Vergebung und dem Beweis der Kraft durch den Namen Jesus Christus. Amen.