001 Heute abend werde ich mich auf einige Schriftstellen beziehen. Ich habe über das Thema, um das es geht, nachgedacht. Dazu möchte ich eine Schriftstelle vorlesen, denn ich glaube, daß in jeder Versammlung das Wort Gottes gelesen werden sollte. Ich weiß, daß Er uns, auch ohne daß wir Sein Wort lesen, begegnen kann, doch ich befürchte, daß ich einen Fehler machen könnte. Wenn ich Sein Wort lese, dann weiß ich, daß darin kein Fehler ist und daß die Versammlung etwas ausrichtet aufgrund dessen, weil Sein Wort gelesen wurde.
002 Deshalb nehmen wir als Grundlage für unsere Überlegungen die Schriftstellen, die wir gleich lesen werden. Die eine ist Joh. 10, 32-39, die andere der bekannte Text in Hebr. 13, 8. Wir beginnen mit Joh. 10, 32.
003 Jesus aber sagte zu ihnen: "Viele gute Werke habe Ich euch vom Vater her sehen lassen: welches von diesen Werken ist es, wegen dessen ihr Mich steinigen wollt?" Die Juden antworteten Ihm: "Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir Dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil Du, der Du doch ein Mensch bist. Dich selbst zu Gott machst." Jesus antwortete ihnen: "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'ICH habe gesagt: Ihr seid Götter'? Wenn die Schrift schon jene, an die das Wort Gottes erging, Götter genannt hat - und die Schrift kann doch ihre Gültigkeit nicht verlieren -: wie könnt ihr da dem, welchem der Vater die Weihe erteilt und den Er in die Welt gesandt hat, Gotteslästerung vorwerfen, weil Ich gesagt habe: 'ICH bin Gottes Sohn'? Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, so glaubt Mir nicht; wenn Ich sie aber tue, so glaubt, wenn auch nicht Mir selbst, so doch Meinen Werken, damit ihr immer gewisser zu der Erkenntnis gelangt, daß der Vater in Mir ist und Ich im Vater bin." Da suchten sie Ihn wiederum festzunehmen, doch Er entkam aus ihren Händen.
004 Nun Hebräer 13, 8: Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
005 Laßt uns beten. Himmlischer Vater, heilige den Botschafter heute abend, Herr, ebenso die Botschaft und die Hörer des Wortes. Wir bitten es in Jesu Namen. Amen.
006 Ich habe für den ersten Abend diesen vertrauten Text gewählt, damit wir zunächst miteinander bekannt werden. Das Thema lautet: Christus kundgetan in allen Zeitaltem.
007 Im Brief an die Hebräer wird uns gesagt, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist.
008 In der anderen Bibelstelle lasen wir, daß die Juden Ihn in Frage stellten. Auch die Griechen stellten Ihn in Frage. Ständig zweifelte man an Ihm. Das kam daher, weil so viele Menschen so viele verschiedene Deutungen über Ihn hatten.
009 Jeder, der jemals von Ihm hörte, trägt ein Verlangen danach, Ihn zu sehen. Ich bin sicher, wenn ich heute abend fragen würde, wie viele von euch Jesus sehen möchten, dann würde jeder die Hand heben. Es gibt keinen Menschen, der je von Ihm gehört hat und Ihn nicht sehen möchte.
010 Sogar an Seinem Namen ist etwas Besonderes, das uns einfach entzückt. Schon den Namen "Jesus" zu hören, überwältigt unser Herz, denn in diesem Namen haben wir Vergebung der Sünden; darin haben wir unsere Erlösung. Die ganze himmlische Familie wird diesen Namen tragen. Gott nahm diesen menschlichen Namen und gab ihn sich selbst, als Er sich im Fleisch kundtat. Welch ein wunderbarer Name!
011 Wir denken an Ihn, der so groß ist. Während der Zeitalter haben die Menschen sich immer danach gesehnt, Gott zu schauen. So war es auch zu der Zeit, als Hiob sich in Not befand.
012 Ich meine, das Buch Hiob gilt als eines der ältesten Bücher der Bibel. Es wurde wohl zur Zeit Moses, der die ersten fünf Bücher schrieb, verfaßt.
013 Ich glaube, es war Hiob, der seinerzeit ausrief: "Wenn Ich Ihn nur sehen könnte! Wenn ich nur wüßte, wie ich zu Seinem Haus gelangte!" In anderen Worten: "Ich würde gern an Seine Tür klopfen."
014 Wir alle wissen, daß wir einen Ursprung haben, befinden uns aber wie hinter einem Vorhang. Doch in uns ist eine Sehnsucht nach etwas, denn wir wissen, daß wir von irgendwoher kommen. Wir könnten nicht sein, wie wir sind, wenn da nicht jemand wäre, der uns so gemacht hat.
015 Meine Uhr kann nicht von selbst entstanden sein. Jeder, der einen klaren Verstand besitzt, weiß, daß weder die Uhr noch die Steine darin, noch das Uhrwerk, noch die Reguliervorrichtung und genausowenig die Zeiger von selbst entstanden sein können. Das ist unmöglich.
016 Seht euch die gesamte Schöpfung an, wie alles aufeinander abgestimmt ist. Wir wissen, daß es nicht von selbst geschehen konnte. Wieviel mehr ist ein Mensch als eine Uhr! Der Mensch hat sich die Uhr erdacht, sie zusammengesetzt und eingestellt. Wenn es unmöglich ist, daß eine Uhr von selbst entsteht, wieviel unmöglicher ist es dann, daß du und ich von selbst entstehen konnten. Unser Dasein setzt einen Schöpfer voraus. Wenn wir Seine gewaltige Schöpfung betrachten und wie alles harmoniert, dann erkennen wir, daß Er darin lebt.
017 Nehmen wir ein Blatt, das am Baum hängt. Etwa Mitte August, ehe der Frost kommt, verläßt das Leben den Baum und geht in die Wurzeln zurück. Dann fallt das Blatt zu Boden. Wie kommt das? Es ist eine Intelligenz vorhanden, die das steuert. Der Baum hat keine eigene Intelligenz. Das Leben geht in die Wurzeln des Baumes zurück, um der Kalte zu entgehen. Bliebe es darin, würde der Baum sterben. Der Winter würde ihn töten.
018 Was geschieht mit dem Blatt? Es liegt am Boden und verrottet. Was macht der Lebenssaft, während er in den Wurzeln ist? Er nimmt neue Substanz in sich auf, die aus den verwesenden Blättern stammt, Kalzium und was sie sonst noch in sich haben. Im Frühling steigt er dann wieder nach oben und bringt neue Blätter hervor. Es ist ein Zeugnis über Tod, Begräbnis und Auferstehung.
019 Wenn die Sonne am Morgen aufgeht, entspricht sie einem neugeborenen Kind. Um acht oder neun Uhr kommt es in die Schule, um zehn Uhr hat es die Schule hinter sich. Zwölf Uhr entspricht dem mittleren Alter. Dann geht sie im Westen wieder unter - sie stirbt. Ist das alles? Nein, am nächsten Morgen geht sie wieder auf, um Zeugnis abzulegen von Leben, Tod, Begräbnis und Auferstehung. Gott lebt in Seiner Schöpfung. Das tut Er jetzt und hat es durch alle Zeitalter hindurch getan.
020 Wir haben eine Möglichkeit festzustellen, ob Gott noch lebt. Wir können Ihn in Seiner Schöpfung sehen; doch wie hat Gott sich den Menschen noch zu erkennen gegeben?
021 Jemand fragt: "Wo ist Gott denn? Du sprichst so viel von Ihm."
022 Auf dem Missionsfeld in Afrika gebrauchen sie das Wort amoyah, was "eine unsichtbare Macht" bedeutet, wie zum Beispiel der Wind. Sie sagen: "Euer Gott, der unsichtbare Gott, ist wie der Wind. ER ist die Kraft, doch wir können Ihn nicht sehen."
023 Nun, ich glaube, daß wir Ihn sehen können. In Joh. 12 wird uns von Griechen berichtet, die kamen, um Jesus zu sehen. Sie sprachen: "Wir möchten Jesus gern sehen!" Einer Seiner Jünger brachte sie zu Ihm. Hebr. 13, 8 sagt, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Wenn jemand damals von einem Seiner Jünger zu Ihm gebracht werden konnte, warum können wir als Seine Jünger die Suchenden dann nicht auch heute in Seine Gegenwart bringen, wenn Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist? Die Bibel sagt doch, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist.
024 Ich weiß, daß es vermessen klingt, doch wenn ihr einige Minuten Geduld habt, glaube ich, Ihn mit Gottes Hilfe anhand Seines Wortes und aus Seinem Wort direkt vor euch stellen zu können. Oh, was wäre uns das für ein Trost! Deshalb sind wir hier. Wir sind als Christen hier, um Trost zu finden, um in die Gegenwart Gottes zu kommen und andere dahin zu bringen, denn wir wissen: Er, der die Blätter wieder hervorbringt, kann auch uns erheben und zurückbringen.
025 Ist es nur ein Mythos? Sind es nur zusammengereimte Worte? Ist es eine jüdische Fabel? Oder ist es die Wahrheit? Wenn es so viele Irrtümer gibt, dann muß auch irgendwo die Wahrheit zu finden sein. Wenn es einen falschen Dollar gibt, dann würde ich doch sagen, daß auch ein echter vorhanden ist, wonach der gefälschte gemacht wurde. Wenn es so viel Nachahmung gibt und so viele Dinge, wie wir sie heute sehen, dann muß irgendwo auch ein wahrer Gott sein.
026 Sollten wir Ihm noch nicht dienen, wollen wir uns von den Dingen, die wir tun, abwenden, um Ihm zu dienen. Was nützt uns denn unser Bekenntnis, wenn nichts dahinter steht? Unsere Aufrichtigkeit bewahrt uns nicht vor der Verdammnis. Auch Heiden sind aufrichtig. Manche Menschen haben voller Aufrichtigkeit Karbolsäure getrunken, weil sie dachten, es wäre etwas anderes. Aufrichtigkeit genügt nicht. Es gibt einen richtigen Weg und einen verkehrten Weg.
027 Ich glaube, daß die Bibel stimmt. Ich glaube, daß Gottes Wort Recht hat. Gott muß die Welt nach einem Maßstab richten.
028 Meine Vorfahren beiderseits waren Iren. Mein Vater und meine Mutter zwar nicht mehr, aber meine Familie davor stammte aus Irland und war katholisch. Für mich wäre es nur natürlich gewesen, zur katholischen Kirche zurückzukehren. Mein Vater und meine Mutter waren weder kirchlich verheiratet, noch gingen sie zur Kirche. Als ich alt genug war, um zu erkennen, daß es einen Gott gibt, wie viele von euch in meinem Buch gelesen haben, wußte ich, daß Gott irgendwo ist.
029 Die Frage ist: Wenn Gott die Welt durch die Kirche richten wird, welche Kirche wird es dann sein? Ist es die katholische Kirche, durch welche katholische Kirche dann, die römische oder die orthodoxe? Durch welche wird Er sie dann richten? Wenn Er sie durch eine protestantische richten wird, sind es dann die Methodisten, Baptisten, Pfingstler oder die Presbyterianer? Welche von ihnen? Es herrscht so viel Verwirrung.
030 Jemand könnte sagen: "Es macht nichts, solange man dabei aufrichtig ist." O doch!
031 Im ersten Buch der Bibel wird uns berichtet, wodurch Sünde, Leid, Krankheit und Tod verursacht wurden: weil eine Person ein Wort nicht glaubte. Im letzten Buch der Bibel, in Offenbarung 22, sagt derselbe Gott, daß, wer ein Wort hinwegnimmt oder hinzufügt, dessen Teil vom Baum des Lebens hinweggenommen wird. Das muß also das Gerichtsbuch sein.
032 In Joh. 1 lesen wir: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und nahm seine Wohnung unter uns, und wir haben Seine Herrlichkeit geschaut, eine Herrlichkeit, wie sie dem eingeborenen Sohne vom Vater verliehen wird." Das Wort, Gott selbst, wurde Fleisch und wohnte unter uns.
033 In Hebr. 13, 8 steht, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Wenn Er derselbe ist, und Er ist ja das Wort, wie hat sich das Wort dann in allen Zeitaltern kundgetan? Auf die gleiche Weise muß es sich auch jetzt bezeugen, wenn Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Das ist die reine Wahrheit. ER ist das Wort. Wie hat sich das Wort in allen Zeitaltern kundgetan? Gott ändert sich nicht. In Maleachi 3, 6 steht: "ICH bin Gott und ändere mich nicht."
034 Genau so, wie Er am Anfang war, ist Er heute. Am Anfang war Er für die Menschen das Wort. Gott hat der Menschheit weder eine Kirche noch eine Glaubenssatzung als Schutz gegeben, sondern Er schützte den Menschen mit Seinem Wort. "Glaubt dieses Wort und lebt." Heute ist es das gleiche. Christus ist das Wort. "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort... Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Was Er in anderen Zeitaltern war, muß Er heute ebenso sein, wenn Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe bleibt. Ich glaube, ich habe nun ausführlich dargelegt, daß Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist; und Er ist das Wort.
035 Jesus sagte: "Die Schrift kann nicht gebrochen werden." Sie ist wahr. Die Schrift sagt in Joh. 1: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns." Gott wurde in Seinem Sohn Jesus Christus Fleisch und wohnte unter uns. In Joh. 10, 35 spricht Jesus von denjenigen, zu denen Er kam, und zwar als das Wort, das im Anfang war: von den Propheten. Jesus sagt hier: "In eurem eigenen Gesetz steht schon geschrieben, daß jene, an die das Wort Gottes erging, Götter genannt wurden." Und das Wort Gottes erging an die Propheten!
036 In Hebr. 1 heißt es, daß Gott vorzeiten - das bedeutet, in alter Zeit - vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten. Am Ende dieser Tage hat Er zu uns im Sohn, in Jesus Christus, gesprochen.
037 Beachtet, es war Gott! Jesus sagte, daß diejenigen, an die das Wort erging, nämlich die Propheten, 'Götter' genannt wurden. Nicht der Mensch selbst war Gott, wie auch der Leib Jesu Christi nicht Gott war. ER war ein Mensch, in dem Gott verhüllt war.
038 Gott hat sich immer vor der Öffentlichkeit verborgen und den Menschen offenbart, die glaubten. Am letzten Sonntag habe ich in der Kapelle über die Enthüllung Gottes gepredigt. Gott hat sich immer verhüllt, so daß die Menschen, die draußen in der Welt sind, Ihn nicht erkannten. Doch Seinen Kindern offenbart Er sich, nämlich denen, die bereit sind, hinter den Vorhang zu treten.
039 Im Alten Testament war es ein Vorhang aus Dachsfellen, hinter dem Gott sich verbarg. ER befand sich in der übernatürlichen Herrlichkeit, die hinter dem Vorhang von Dachsfellen war. Vorher waren es gewöhnliche Dachsfelle.
040 Das Wort war in dem Propheten Mose. Er stieg auf den Berg. Er war der Feuersäule begegnet, aus der zu ihm gesprochen wurde. Er ging hin, vollführte die Zeichen eines Propheten und brachte das Volk Israel aus Ägypten heraus zu diesem Berg. Dann kam Gott herab und bestätigte Mose, indem Er ihn in die Feuersäule hineinnahm und darin einhüllte. Kein anderer konnte hineingehen. Niemand konnte das nachahmen. Es war unmöglich. Sie wären gestorben. Es war nur einem Mann gestattet. Er ging in die Feuersäule, in die Herrlichkeit Gottes, in den übernatürlichen Glanz, hinein. Als er mit dem Wort für jenes Zeitalter wieder herauskam, strahlte sein Angesicht von der Herrlichkeit Gottes so sehr, daß er es verhüllen mußte. Die Menschen vermochten ihn nicht anzusehen. Das war ein natürlicher Vorhang.
041 Was geschieht, wenn ein Mensch jetzt hinter den Vorhang in die übernatürliche Herrlichkeit gelangt? Die Welt bezeichnet ihn als Fanatiker. Sie begreifen nicht, daß sie verkehrt sind. Äußerlich ist nichts Schönes an ihm. Vielleicht ist seine Aussprache nicht richtig. Vielleicht kleidet er sich nicht entsprechend. Wahrscheinlich trägt er nicht die Kleidung eines Geistlichen. Er kleidet sich nicht so, wie man es von ihm erwartet. Das mag sein, doch seht, hinter diesem "Dachsfell", hinter dem Vorhang aus Haut, ist die übernatürliche Herrlichkeit. Im Innern ist die Kraft, dort ist das Wort, dort sind die Schaubrote. Die übernatürliche Herrlichkeit ist ja Licht; es ist das Licht, welches das Korn zur Reife bringt.
042 Ihr Leute aus Kansas kennt das von eurem Weizen. Ohne Sonne wird er nicht reif.
043 Erst wenn ihr hinter den Vorhang aus Dachsfellen tretet, eure alte Haut, eure alten Gedanken, eure alten Glaubenssatzungen verlaßt und in die Gegenwart Gottes kommt, wird das Wort für euch zu einer lebendigen Realität. Dann werdet ihr euch dieser übernatürlichen Herrlichkeit bewußt; die Bibel wird für euch zu einem neuen Buch; dann ist Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Ihr lebt in Seiner Gegenwart, eßt von den Schaubroten, die nur für die Gläubigen, die Priester dieses Tages, bestimmt sind. "Ihr seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, die heilige Volksgemeinschaft, das zum Eigentum erkorene Volk, das Gott geistliche Opfer darbringt." Doch ihr müßt hinter den Vorhang kommen, um Gott enthüllt zu sehen. Gott ist enthüllt, wenn Sein Wort kundgeworden ist.
044 Heute gibt es so viele, die sagen: "Wir als Dasunddas glauben es so." Eine andere Gruppe behauptet: "Wir als Dasunddas glauben es so." Es gibt so viele Deutungen!
045 Gott benötigt keinen Ausleger; Er legt Sein eigenes Wort selbst aus. Die Bibel sagt, daß die Schrift keine eigenmächtige Deutung zuläßt. Gott offenbart es selbst, indem Er es tut. Am Anfang sprach Er: "Es werde Licht!", und es ward Licht. Das bedarf keiner Auslegung. Gott sprach: "Eine Jungfrau wird guter Hoffnung werden!", und es geschah. Das bedarf keiner Deutung. Gott sagte auch, daß Er Seinen Geist in den letzten Tagen auf alles Fleisch ausgießen würde, und Er tat es. Das bedarf keiner Deutung.
046 Es ist immer noch das Wort. Das Wort ist Gott. ER hat jedem Zeitalter ein bestimmtes Wort zugeteilt. Gebt acht, was Er tat. Dazu sandte Er einen Propheten. Das Wort des Herrn ergeht an den Propheten. Der Prophet offenbart es der Versammlung, und die Versammlung glaubt es. So tritt Gott in Aktion. So wirkt Gott durch Seinen Geist.
047 Wir wissen, daß Er sich hier als Menschensohn kundtat, um das Wort zu erfüllen. Als Er damals auf Erden war, tat Er sich der Öffentlichkeit Seiner äußeren Gestalt nach als Menschensohn kund. ER kam in drei Sohnesbezeichnungen: als Menschensohn, als Sohn Gottes und als Sohn Davids. Menschensohn bedeutet "Prophet". Jehova selbst nannte Hesekiel "Menschensohn". Jehova sprach zu einem Mann, einem Propheten, und redete ihn mit "Menschensohn" an. Jesus tat sich als Menschensohn kund, denn die Schrift kann nicht gebrochen werden.
048 Die Kinder Israel sagten zu Mose: "Rede du mit uns, dann wollen wir zuhören; Gott aber möge nicht mit uns reden...!"
049 ER sprach: "ICH werde nicht mehr so mit ihnen reden, sondern werde ihnen einen Propheten senden."
050 In 5. Mose 18, 15 steht: "Einen Propheten gleich mir wird der Herr, dein Gott, dir aus deiner Mitte, aus deinen Volksgenossen, erstehen lassen: auf den sollt ihr hören!" Diese Schriftstelle konnte nicht gebrochen werden, deshalb mußte Er als Menschensohn kommen. So war es für Sein Zeitalter, als Er hier auf Erden war, bestimmt.
051 Nach Seinem Tod, Seiner Auferstehung, Seiner Himmelfahrt sandte Er den Heiligen Geist. Das ist der Sohn Gottes. Gott ist ja Geist, und während der Gemeindezeitalter ist Er der Sohn Gottes.
052 Im Tausendjährigen Reich wird Er als Sohn Davids auf dem Throne sitzen und herrschen. ER ist hinaufgestiegen. "Wer da überwindet, dem werde Ich verleihen, mit Mir auf Meinem Thron zu sitzen, wie auch Ich überwunden und Mich mit Meinem Vater auf Seinen Thron gesetzt habe." ER sitzt jetzt auf dem Thron des Vaters. Im Tausendjährigen Reich jedoch wird Er auf Seinem eigenen Thron sitzen, denn Er ist der Sohn Davids.
053 ER ist Menschensohn, Sohn Gottes, Sohn Davids. Seht, es ist einfach vollkommen.
054 Wir haben also festgestellt, daß Er als Prophet kommen mußte. Wie unveränderlich Sein Wort doch ist! ER ändert sich nicht. Gott ändert sich nicht, denn Er war der Prophet in Joseph. ER war der Prophet - es war Gott in Joseph. Es war auch Gott in David.
055 Seht, Joseph veranschaulichte das Leben Christi fast vollkommen. Doch auch er beging einen Fehler. Es zeigte, daß er noch nicht Derjenige war. Wir Menschen fehlen. Er riet seinem Vater Jakob, der ein Prophet war: "Sage dem Pharao, ihr seid Viehzüchter, denn ein Hirte ist den Ägyptern ein Greuel." Der Geist jedoch gestattete es dem Vater nicht. Er sprach: "Deine Knechte sind Hirten von Kleinvieh." Ihr seht also: dort beging Joseph einen Fehler.
056 Auch David, dieser große Mann, fehlte. Er war ein Mann nach dem Herzen Gottes. Dennoch nahm er Bathseba und meinte, es vor dem Gott verbergen zu können, dem er sein ganzes Leben lang gedient hatte. Gott aber deckte es durch den Propheten Nathan auf.
057 Doch seht, was David tat, nachdem ihn sein eigenes Volk abgelehnt hatte und er als verworfener König floh. Seine Tochter war von einem ihrer Brüder geschändet worden, und ein anderer Bruder tötete ihn. Dann hatte Absalom sich gegen ihn erhoben, das Heer auf seine Seite gebracht und eine Verschwörung angezettelt. David, sein eigener Vater, wurde verworfen, von seinem eigenen Volk abgelehnt und mußte fliehen. Als er zu einer Stadt kam, trat ihm ein Mann entgegen, der ihn verhöhnte und beschimpfte. Einer aus seiner Garde zog das Schwert und sprach: "Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Laß mich doch hingehen und ihm den Kopf abhauen!"
058 David erwiderte: "Laßt ihn doch fluchen, denn der Herr hat es ihm eingegeben."
059 Zweifellos wußte David nicht, was er damit tat, als er, ein abgelehnter König, den Ölberg hinaufstieg, hinunterblickte und weinte. Einige hundert Jahre später befand sich Jesus Christus, der Sohn Davids, als abgelehnter König auf demselben Berg und weinte ebenfalls über die Stadt. Auch Ihn haben sie schändlich behandelt. Ihn sogar angespien.
060 Seht, in all diesen Dingen ist Christus sinnbildlich dargestellt worden. ER war ein Teil davon. Gott ändert sich nicht. Seine Natur ändert sich nicht; Sein Wesen ändert sich nicht. ER ist immer noch das Wort. Mal. 3, 6 beweist es. ER ändert nur die Form Seiner Offenbarung in jedem Zeitalter. Jedem Zeitalter hat Er einen bestimmten Teil Seines Wortes zugedacht. Es erging als Weissagung, was zu einer gewissen Zeit geschehen sollte. Sobald das Zeitalter kommt, ändert Gott nur die Art Seiner Offenbarung. Doch immer ist es Gott, das Wort, das Fleisch wurde und unter uns wohnte.
061 Aus Hebr. 4, 12 können wir ersehen, daß Jesus anhand Seiner Werke vollkommen zu erkennen war, denn dort steht, daß Gottes Wort schärfer ist als jedes zweischneidige Schwert und ein Richter über die Regungen und Gedanken des Herzens.
062 Daran erkannte Abraham diesen Mann, der mit Staub auf seiner Kleidung vor ihm gestanden und den Er eingeladen hatte. Die beiden anderen gingen nach Sodom. Ein herrliches Bild für den Tag, in dem wir leben! Wir können einen modernen Billy Graham und andere mit denen vergleichen, welche Menschen aus Sodom herausbrachten.
063 Betrachtet jedoch die auserwählte Gemeinde, den wahren Samen Abrahams. Lot war ein Neffe Abrahams. Doch der Mann, der mit Abraham sprach, ging nicht dorthin. Als Er mit ihm sprach, redete Er ihn mit "Abraham" an. Bedenkt: noch kurz vorher war sein Name 'Abram' und der seiner Frau 'Sarai', nicht Sara, gewesen.
064 ER fragte: "Abraham, wo ist deine Frau Sara?"
065 Dieser antwortete Ihm: "Drinnen im Zelt hinter Dir."
066 Da sagte jener: "Übers Jahr um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen: dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben."
067 Darüber lachte Sara in ihrem Herzen.
068 Der Mann, der gemäß der Bibel mit seinem Rücken zum Zelteingang saß, fragte Abraham daraufhin: "Warum hat denn Sara gelacht?", die sich ja im Zelt hinter Ihm befand.
069 Abraham nannte diesen Mann Elohim. Elohim bedeutet "der in sich selbst Existierende".
070 Das Wort "Gott" hat viele Bedeutungen. Gerade bei englischen Worten muß man achtgeben, weil ein Wort oft verschiedene und sogar gegensätzliche Bedeutungen hat. Dieses Pult kann ein Gott sein; ein Baum kann ein Gott sein; ein Mensch kann ein Gott sein - alles kann ein Gott sein. So allgemein ist die Bedeutung des Wortes "Gott" im Englischen.
071 Elohim jedoch bedeutet "der in sich selbst Existierende". Dieses Pult existiert nicht aus sich selbst heraus. Der Mensch existiert nicht aus sich selbst heraus. Der Baum existiert nicht aus sich selbst heraus. Aber Elohim existiert aus sich selbst heraus, hat sich im Fleisch offenbart, stand da, aß und trank. ER trank Kuhmilch, aß Kalbfleisch und Brot, während Er mit Abraham sprach. Abraham redete Ihn mit "Elohim" an.
072 In Lukas 17 sagte Jesus: "Wie es in den Tagen Sodoms war, wird es sein bei der Wiederkunft, wenn der Menschensohn sich offenbart." Hier steht nicht "Sohn Gottes", sondern "wenn der Menschensohn sich offenbart" - wenn Er sich offenbart und Seiner Gemeinde zu erkennen gibt. Der Menschensohn wird sich offenbaren, bevor der verheißene Sohn kommt.
073 Abraham hatte Gott in verschiedener Gestalt gesehen: in einem Licht und in Visionen. Doch nun war Gott in der Gestalt eines Mannes, direkt bevor der erwartete verheißene Sohn kam.
074 Jesus wollte sagen, ehe der verheißene Sohn wiederkommt, würde Elohim-Gott sich selbst, Sein Wort, im Fleisch kundtun.
075 "Wir möchten Jesus gerne sehen".
076 Gott hat sich zu allen Zeiten auf dieselbe Weise kundgetan: indem Er sich hinter menschlichem Fleisch verbarg. Es ist Gott in euch. "Eine kleine Weile, dann sieht Mich die Welt nicht mehr; ihr aber werdet Mich sehen, denn Ich werde mit euch sein." ER ist in uns und wird bis an das Ende in uns sein, bis Er selbst vom Himmel herabkommt und sich so kundtut.
077 Was hat Er in Seinem Wort für dieses Zeitalter verheißen? Wenn ihr in die Bibel hineinschaut und erkennt, was für diese Zeit verheißen wurde, und seht, daß es sich erfüllt, dann spielt es keine Rolle, ob jemand es als richtig oder verkehrt bezeichnet. Es ist richtig, weil Gott dadurch Sein eigenes Wort auslegt.
078 ER braucht niemanden, der sagt: "Ach, diese Tage sind doch vorbei. Göttliche Heilung gibt es nicht. Das ist alles nur Fanatismus." Das stimmt nicht! Wenn Gott sagt, daß Er in einem bestimmten Zeitalter etwas tun wird, dann wird Er es tun. Doch es liegt daran, daß wir uns einer alten Meinung von früher anschließen, irgendeiner althergebrachten Lehre, und es dadurch nicht erkennen.
079 Aus diesem Grund erkannten sie auch Jesus nicht, als Er kam. Sie wollten weiterhin unter dem Gesetz leben, obwohl in der Bibel eindeutig etwas anderes geschrieben stand. Hier ist es. Ich werde es euch vorlesen: "ER sagte ihnen: Forschet in der Schrift, denn ihr meint, in ihr das ewige Leben zu haben, und sie ist es auch wirklich, die Zeugnis von Mir ablegt." "Wenn die Schrift nicht von Mir Zeugnis ablegt, dann ist es verkehrt." Sie hätten doch erkennen müssen, daß eine Jungfrau schwanger werden sollte. Er war wirklich die vollkommene Antwort auf die Schriftstellen! Wir Christen glauben das.
080 Was hätte es genützt, wenn Mose mit der Botschaft Noahs aufgetreten wäre? Was hätte es genützt, wenn Johannes der Täufer mit der Botschaft Moses gekommen wäre?
081 Wir haben nicht die Botschaft Sankeys empfangen. Uns ist nicht die Botschaft Moodys gebracht worden. Wir haben die Botschaft dieser Stunde gehört. Es ist weder die Botschaft Luthers noch die Wesleys. Sie waren gut, doch dies ist ein anderer Tag mit einer anderen Verheißung. Dies ist ein anderes Gemeindezeitalter. "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Es ist erstaunlich, wie blind Menschen in diesem Gemeindezeitalter sein können, doch es muß so sein. Die Bibel sagt, daß sie in diesem Gemeindezeitalter von Laodizea lau sein und aus Seinem Mund ausgespien werden. Doch alle, die Er liebt, die überfuhrt und züchtigt Er. ER hat angekündigt, daß es in diesem Gemeindezeitalter von Laodizea so sein würde.
082 Denkt daran, Gott ändert Seine Gestalt. En morphe, das griechische Wort dafür, bedeutet, daß Er in verschiedenen "Rollen" auftritt, wie ein Darsteller in Carmen oder einem Schauspiel von Shakespeare. ER könnte mit einem Schauspieler verglichen werden, der sein Aussehen verändert. Alles, was die Propheten dazu machte, war Gott in den Propheten. Jesus sagte: "Wenn die Schrift schon diejenigen, an die das Wort Gottes erging, Götter genannt hat,... wie könnt ihr da dem,... den Er in die Welt gesandt hat, Gotteslästerung vorwerfen, weil Ich gesagt habe: 'ICH bin Gottes Sohn'?"
083 Das gleiche ist heute: es ist Gott geoffenbart im Fleisch, die Botschaft dieser Stunde, das Licht dieses Tages. Wir können nicht mehr an den Botschaften von früher festhalten; sie haben ihren Zweck erfüllt. Wir leben nur noch in dem Schein jenes Lichtes.
084 Das größte Verbrechen, bzw. der größte Raub, von dem die Welt je erfahren hat, wurde vor nicht allzulanger Zeit in England mit Hilfe von falschen Lichtern begangen. Einen Eisenbahnraub, bei dem man sieben Millionen Dollar erbeutete, hat es in der Geschichte noch nicht gegeben. Das war ein großes Verbrechen, ein Meilenstein für die ganze Verbrecherwelt auf Erden.
085 Das größte Verbrechensmerkmal in diesem Zeitalter, in der Welt, in der wir leben, ist ein falsches Licht in dieser Stunde, wodurch man versucht, uns wieder überlieferten Glaubensbekenntnissen und dergleichen zu unterstellen, obwohl wir doch lebendige, geschriebene Briefe sind. In anderen Worten: Wir sind lebendige Briefe, die geschrieben sind und das Wort Gottes jetzt ausleben, wie Er es für diese Stunde verheißen hat. Offenbar gewordenes Wort; geschriebene Briefe, die es ausleben. Das waren auch die Apostel.
086 Das war auch Johannes der Täufer. Er war die Stimme dessen, der in der Wüste ruft. Er versuchte es ihnen zu sagen. Maleachi 3, 1 traf ebenfalls auf ihn zu: "Wisset wohl: Ich sende Meinen Engel, daß er den Weg vor Mir her bahne...". Er war dieses lebendige Wort.
087 So ist die wahre, wiedergeborene Gemeinde das lebendige Wort Gottes in dieser Stunde. Es ist das offenbar gewordene Wort dieser Stunde. Durchforscht die Schrift und stellt fest, was in diesem Zeitalter geschehen soll. Da habt ihr den lebendigen Christus wieder, der nur eine andere Gestalt annimmt.
088 ER war eindeutig als Messias bestätigt worden. Sie hätten es erkennen müssen. Wir wissen, was der Messias sein sollte. ER sollte ein Prophet sein. Das sagt die Bibel über Ihn. Das sagte Er von sich selbst, indem Er fragte: "Für wen haltet ihr Mich, den Menschensohn?" ER bezeichnete sich immer als den Propheten jenes Zeitalters, als den Gott-Propheten. Das war Er auch.
089 Doch Er war mehr als ein Prophet. ER war der Gott-Prophet. Er war, was David, was Mose, was Elia, was sie alle zusammen waren - "in Ihm wohnte die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig". ER war der Gott-Prophet. ER war Gott, Jehova, der in Seinem eigenen Sohn Fleisch wurde; der sich einen Leib bereitete, um sich darin kundzutun. Alle anderen hatten versagt. Sie hatten Makel. ER aber war makellos. Sogar Gott selbst sagte: "Dieser ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen gefunden habe." Das stimmt. An Ihm war kein Makel. "Höret auf Ihn!" ER war der offenbar gewordene Gott.
090 Man warf Ihm vor: "DU machst Dich selbst zu Gott, machst Dich Gott gleich." ER war es. ER war Sein eigener Sohn. Amen. ER war die Kundwerdung Gottes. Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst.
091 Auch in diesen letzten Tagen spricht Er durch Seinen Sohn Jesus Christus zu den Menschen und gibt sich zu erkennen. Was ist dann Christus? Das Wort! Welches Wort - das Wort Moses? Das auch, aber heute ist Er das für diesen Tag kundgewordene Wort.
092 Beachtet, wie Jesus war. ER sollte ja Prophet sein, deshalb wollen wir herausfinden, ob Er das Zeichen des Messias hatte. Betrachten wir für die nächsten fünf bis zehn Minuten, ehe wir zum Schluß kommen, noch Johannes 1. In Johannes 1 sehen wir, wie Er zur Erde kam. ER wurde von einer Jungfrau geboren, wie es die Bibel vorhergesagt hatte. ER wurde im Schoß einer Jungfrau empfangen.
093 Deshalb war die Jungfrau aber keine Göttin. Ihr fragt: "Was ist dann mit Maria?" Auch sie war unvollkommen. Sie war eine Frau wie jede andere Frau; keine Göttin, sondern eine Frau. Jemand sagte mir: "Schämst du dich nicht, das zu sagen?" Gewiß nicht!
094 Gebt acht, wo sie ihren Fehler begangen hat. Es war, als sie zum Passahfest nach Jerusalem hinaufzogen. Auf dem Heimweg bemerkten seine Eltern, daß Er nicht bei ihnen war. Deshalb kehrten sie um und suchten Ihn. Nach drei Tagen schließlich fanden sie Ihn, wie Er im Tempel mit den Priestern über die Schrift debattierte. Beachtet, was Maria in Gegenwart jener Priester, den Kritikern, zu Ihm sagte. Sie sprach: "Dein Vater und ich suchen Dich mit Angst!"
095 Doch das Wort korrigiert immer den Irrtum. Auch als zwölfjähriger Junge war Er schon das Wort. Woher sollte diese Weisheit sonst sein?
096 Denkt daran: dort verleugnete sie ihr Zeugnis. Sie wußte, daß Gott Sein Vater war, und hier sprach sie von Joseph, als sie sagte: "Dein Vater und ich suchen Dich mit Angst."
097 ER antwortete: "Wußtet ihr nicht, daß Ich im Hause Meines Vaters sein muß?" Seht ihr? Wenn Joseph Sein Vater gewesen wäre, dann hätte Er doch Zimmertüren und dergleichen herstellen müssen, um bei Seinem Vater zu sein. Doch Er war wirklich mit den Dingen Seines Vaters beschäftigt, indem Er das Wort für jenen Tag darlegte. ER war das Wort. Amen. Seht, diesen Fehler machte Maria. Doch Er beging keinen Fehler, denn Er war der Vollkommene.
098 ER wurde geboren, wuchs auf, wurde von Johannes getauft, der Heilige Geist kam auf Ihn herab, und Er ging in die Wüste. Danach begann Er mit Seinem Heilungsdienst. Ein Mann namens Simon kam mit seinem Bruder Andreas zu einer Versammlung.
099 Hört jetzt gut zu. Wir kommen bald zum Schluß. Seht, was Er damals war. ER hat ja zu den Vätern durch die Propheten gesprochen und in diesen letzten Tagen durch Seinen Sohn. Seht, was Gott heute ist. Stellt fest, ob Er sich auf dieselbe Weise kundtut.
100 Wie gab Er sich damals zu erkennen? Kam Er herab und sagte: "ICH habe dieunddie Schule besucht; Ich habe promoviert usw. Jetzt bin Ich zu Meinem Dienst bereit!"? Nein. Das tat Er nicht. ER begab sich in die Wüste wie Johannes und trat, mit dem Heiligen Geist gesalbt, auf.
101 Gebt acht, wie Er sich zu erkennen gab, als Er zu predigen begann. Dort war ein Mann namens Andreas, der schon Johannes gehört hatte. Er ging mit Jesus, um zu erfahren, wo Er wohnte, und begleitete Ihn zur Versammlung. Dann brachte er seinen Bruder Simon. Als Simon in die Gegenwart Jesu kam, sagte Jesus zu ihm: "Du bist Simon, der Sohn des Jonas." Das bewies, wer Er war. Dort wurde sein Name Simon in Petrus geändert, was "kleiner Stein" bedeutet. Später war er der Hauptverantwortliche in der Gemeinde.
102 Betrachten wir noch jemanden, von dem dort die Rede ist: Philippus. Er sagte sich vielleicht: "Einen Moment! Seit vierhundert Jahren hatten wir keinen Propheten mehr. Wir wissen, wer der nächste Prophet sein wird."
103 Er ging etwa fünfzehn Meilen weit ins Gebirge hinein, wo er seinen Freund fand, mit dem er immer Bibelstunde hatte. Ihr könnt euch die Stelle merken, wenn ihr sie gefunden habt. Dieser war ein sehr aufrichtiger, feiner und gebildeter Mann. Sein Name war Nathanael. Zweifellos ging er zu ihm nach Hause, stellte jedoch fest, daß er nicht da war. Wahrscheinlich sagte seine Frau zu ihm: "Er ist zu seinem Olivenhain gegangen, um zu beten."
104 Philippus war ganz begeistert von dem, was er erlebt hatte. Es war die vollkommene Erfüllung von 5. Mose 18, 15: ein Prophet war aufgetreten! Deshalb begab er sich zu Nathanael und sprach: "Komm und sieh, wen wir gefunden haben." Er hatte keine Zeit, sich über das Wetter und anderes zu unterhalten. Die Botschaft war dringend. Sein Herz brannte. Das ist die Not mit uns: wir haben zu viele andere Dinge neben diesem. Das erste, was er sagte, war: "Komm und sieh, wen wir gefunden haben:
105 Jesus, den Sohn Josephs, aus Nazareth."
106 Wir wollen uns in ihre Unterhaltung hinein versetzen, die sie auf dem Weg um das Seeufer führten. Ich kann hören, wie Philippus zu Nathanael sagt: "Du kennst jenen alten Fischer, nicht wahr?"
107 "Ach, du meinst den alten Jonas, der vor kurzem gestorben ist."
108 "Nein, nein. Seinen Sohn Simon."
109 "O ja. Ich habe Fische von ihm gekauft. Was ist mit ihm? Er besitzt doch nicht genug Bildung, um seine Unterschrift zu leisten. Er konnte nicht einmal meine Quittung unterschreiben." Die Bibel sagt ja, daß es Menschen ohne Schulung und ohne gelehrte Bildung waren; man erkannte auch wohl, daß sie Begleiter Jesu gewesen waren. Er konnte also nicht einmal die Quittung unterschreiben.
110 Er sagte: "Weißt du was? Als der in die Gegenwart dieses Mannes kam, sagte Er ihm, obwohl Er ihn nicht kannte, daß sein Name Simon und daß er der Sohn des Jonas sei." Er fuhr fort: "Ist das nicht der Messias? Ist das nicht der Prophet? Ist das nicht die Erfüllung der Schrift aus 5. Mose 18? Verfolge doch Sein Leben zurück. In welch einem Tag leben wir? Wir halten Ausschau nach dem kommenden Messias. Jeder von uns Hebräern. Ist es jetzt nicht soweit?"
111 "Einen Moment", meinte Nathanael, "das muß ich selbst prüfen."
112 "Es würde mich nicht überraschen, wenn Er dich kennen würde."
113 "Oh, das möchte ich miterleben. Laß uns doch in eine Versammlung gehen und sehen, ob es geschieht."
114 Sobald er in die Versammlung gekommen war, ging er auf Jesus zu. Dieser sprach: "Siehe da, ein Israelit, in dem kein Falsch ist."
115 Nathanael fragte: "Woher kennst Du mich?"
116 Jesus antwortete ihm: "Noch ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe Ich dich gesehen." Das war es! Das war es!
117 Was bedeutet es? "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit." Seht, Er bewies, daß Er selbst das Wort war.
118 Wie lautete die Antwort dieses Mannes? "Rabbi, Du bist Gottes Sohn, Du bist der König von Israel!"
119 Doch es befanden sich auch solche dort, die es nicht glaubten. Sie sagten: "Dieser Mann ist Beelzebub."
120 Jesus sagte: "ICH vergebe euch, daß ihr den Geist Gottes als etwas Unreines bezeichnet", denn das Sühnopfer war noch nicht vollbracht, "doch wenn Er, der Heilige Geist, gekommen ist" - Er ist ein persönliches Fürwort; also kein Gedanke, sondern eine Person - "wenn Er, der Heilige Geist, gekommen ist und das gleiche tut, wer dann ein Wort dagegen spricht, dem wird es nie vergeben werden." Denkt daran: ER ist gestern, heute und in Ewigkeit derselbe: das fleischgewordene Wort, das sich kundtut. Was wir bis jetzt betrachtet haben, tat Er unter den Juden.
121 Es gibt nur drei verschiedene Menschenrassen. Rassentrennung und Integration interessieren mich nicht. Ich bin ein Knecht Christi und diene allen Menschen. Doch hört. Laßt mich euch etwas sagen. Seht her, es gab Juden, Samariter und Heiden.
122 Im Evangelium wird berichtet, daß Petrus die Schlüssel übergeben wurden. Am Pfingsttage hat er den Juden die Tür geöffnet. Später begab sich Philippus nach Samarien, trieb dort Teufel aus und taufte. Doch der Heilige Geist war noch nicht auf sie gefallen. Dann kam Petrus dorthin, legte ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. Im Hause des Kornelius empfingen Ihn Heiden.
123 Die Heiden, wir Angelsachsen z.B., warteten damals nicht auf den Messias. Wir waren Heiden, die damit geknechtet wurden, daß sie Götzen dienten. Doch sowohl die Juden als auch die Samariter warteten auf den Messias.
124 ER kommt nur zu denen, die Ausschau nach Ihm halten. Haltet das während der Versammlungen im Gedächtnis. ER wird nur denen begegnen, die nach Ihm Ausschau halten.
125 Eines Tages mußte Jesus, als Er nach Galiläa gehen wollte, Seinen Weg durch Samaria nehmen, das im Gebirge liegt. Wir haben betrachtet, wie Er sich als der Messias zu erkennen gab, indem Er das Zeichen des Messias vorwies. Doch weil man es lästerte, mußte Er Seinen Weg durch Samaria nehmen. Auch sie warteten ja auf den Messias. Schließlich kam Er um die Mittagszeit zu einer Stadt namens Sychar.
126 Sie setzten sich am Brunnen nieder, der sich außerhalb des Stadttors befand. Es gibt ihn immer noch. Es war ein öffentlicher Brunnen. Alle kamen, um ihr Wasser von dort zu holen. Es war keine Pumpe, sondern man ließ einen Eimer an einer Winde hinunter und zog so das Wasser hoch. Man hatte damals große Krüge, hat sie heute noch. Manche von euch Frauen legen sich Bücher auf den Kopf und schreiten damit hin und her, um zu zeigen, daß sie balancieren können. Ihr solltet einmal sehen, wie diese Frauen einen Krug mit 25 Liter auf ihrem Kopf und je einen an ihren Hüften tragen und dahinschreiten, indem sie sich dabei unterhalten. Sie sind einfach vollkommen im Balancieren.
127 Weil es Mittagszeit bzw. ungefähr 11:00 Uhr war, als sie dort ankamen, schickte Er Seine Jünger in die Stadt, um Lebensmittel einzukaufen.
128 In der Stadt wohnte eine Frau mit einem schlechten Ruf. Sie durfte nicht mit den anderen zusammen Wasser holen, deshalb kam sie um diese Zeit heraus. Als sie gerade den Wassereimer hinunterlassen wollte, sah sie einen Mann an der Mauer gegenüber sitzen, der zu ihr sagte: "Weib, gib Mir zu trinken."
129 Zwischen Juden und Samaritern herrschte strikte "Rassentrennung". Deshalb ließ sie Ihn sofort wissen, daß es für einen Mann wie Ihn nicht üblich war, eine Samariterin um einen Gefallen zu bitten, denn Juden und Samariter waren sich nicht gut gesonnen. Sie hatten nichts miteinander zu tun. ER antwortete: "Wenn du wüßtest, wer es ist, der einen Trunk von dir wünscht, so würdest du Ihn bitten, und Ich würde dir Wasser geben, das du hier nicht bekommst."
130 Was tat Er? ER nahm mit dem Geist dieser Frau Verbindung auf. ER war ja ein Prophet. Sie sprachen darüber, ob man in Jerusalem oder auf jenem Berge anbeten sollte. ER sagte: "Der Vater will Anbeter, die Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."
131 ER redete so lange mit ihr, bis Er ihre Not herausfand. ER forschte nach, bis Er ihre Not erkannte. Wir alle, die wir die Bibel lesen, wissen aus Joh. 4, was es war. Was stellten wir fest? Sie hatte zu viele Männer. ER sprach: "Geh hin, rufe deinen Mann und komm dann wieder hierher!"
132 Sie antwortete: "Ich habe keinen Mann."
133 Darauf erwiderte Er: "Du hast die Wahrheit gesagt, denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Ehemann."
134 Seht euch den Unterschied zwischen dieser Frau und den Priestern in jenen Tagen an. Sie sagte: "Herr, ich sehe: Du bist ein Prophet. Seit vierhundert Jahren ist keiner mehr aufgetreten. Ich erkenne, daß Du ein Prophet bist. Wir wissen, wenn der Messias kommt, wird Er uns über alles Auskunft geben." Stimmt das? "ER wird uns diese Dinge zeigen und uns alles sagen."
135 ER antwortete ihr: "ICH bin's, der mit dir redet."
136 Es war ein gewöhnlicher Mann von etwa dreißig Jahren, der dort saß. Wahrscheinlich sah Er aus wie fast fünfzig, denn in Joh. 8 sagten die Juden zu Ihm: "DU bist noch nicht fünfzig Jahre alt und willst Abraham gesehen haben? Jetzt wissen wir sicher, daß Du von einem bösen Geist besessen bist."
137 ER aber sprach: "Ehe Abraham ward, bin Ich."
138 Dort saß Er, als junger Mann, dessen Bart vielleicht aufgrund Seines Werkes schon etwas grau geworden war, denn Sein menschlicher Leib war schwach. "ER hatte keine Gestalt und keine Schönheit, daß wir Seiner begehrt hätten" - wie die alten Dachsfelle. Doch im Innern war die übernatürliche Herrlichkeit; in Seinem Innern war Gott! Gott! Was war es? Dort tat Er sich als Wort Gottes kund, weil Er die Gedanken ihres Herzens erkannte. Das war das Wort Gottes. ER war das Wort Gottes!
139 Das Wort Gottes bewirkt immer noch das gleiche, denn Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Begreift ihr es? Erfaßt ihr es jetzt in eurem Denken? Derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
140 Sie lief in die Stadt hinein und sagte: "Kommt und seht einen Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ist das nicht der Messias?"
141 Dies war das Zeichen des Messias für die Juden und die Samariter. Bei Ihm gibt es kein Ansehen der Person, und Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Damals ging das Wirken Gottes an Juden und Samaritern seinem Ende zu, und dies ist das Ende des Abschnitts für die Nationen. ER tat sich fortwährend kund, zur Zeit der Reformatoren usw. bis ans Ende, von dem Er verheißen hat, daß es in den letzten Tagen, wenn der Menschensohn sich den Heiden offenbart, so sein würde wie in den Tagen Abrahams. ER würde wiederkehren.
142 Es könnte so viel hierzu gesagt werden. Doch ich möchte mich beeilen, denn es ist schon nach 9:00 Uhr. So der Herr will, werden wir um 9:30 Uhr enden.
143 Beachtet, der Prophet Sacharja sagte in Kap. 14, 7: "Es wird ein einziger Tag sein - er ist dem Herrn wohlbekannt - ohne Wechsel von Tag und Nacht, und auch zur Abendzeit wird Licht sein." Das wollen wir noch schnell betrachten. Keine Schriftstelle kann gebrochen werden. Alles muß sich erfüllen.
144 Wo geht die Sonne auf? Im Osten. Wo geht sie unter? Im Westen. Die Zivilisation ist mit der Sonne gegangen, das Evangelium ebenfalls. Begreift ihr es? Wir befinden uns jetzt an der Westküste; wenn wir weitergehen würden, kämen wir wieder im Osten an. Hinter dem Pazifischen Ozean ist der Osten. Dazwischen ist nichts mehr. Die Zivilisation ist mit der Sonne gegangen.
145 Das Evangelium hat die Meere überquert. Durch Paulus kam es in den Mittelmeerraum, gelangte dann nach Deutschland, von Deutschland über den Ärmelkanal nach England, von England über den Atlantik in die Vereinigten Staaten, und jetzt ist es am Pazifischen Ozean angekommen.
146 Beachtet: es ist die gleiche Sonne, die im Osten auf- und im Westen untergeht. Derselbe Heilige Geist, der am Pfingsttage im Osten fiel, ist heute hier. Es war ein Tag, den man eigentlich nicht Tag nennen konnte. Er war trübe, regnerisch, so trüb und regnerisch, wie es hier in Kansas ist. Wir hatten genügend Licht, um Kirchen-Gemeinden beizutreten und dergleichen, genügend Licht, um darin etwas vorwärtszukommen. Doch Er hat gesagt: "Zur Abendzeit wird Licht sein. Die Sonne wird wieder hervorbrechen." Der Heilige Geist kehrt in diesen letzten Tagen mit der ganzen Fülle der Kraft Gottes zurück. Das Wort Gottes tut sich kund.
147 Es war wie eine Pyramide, die entsteht. Die erste Reformation brachte die Lutheraner hervor, dann kam Wesley und später die Pfingsterweckung. Jetzt werden wir eingepaßt. Wenn der Schlußstein wieder auf die Pyramide kommt, muß Er so genau wie alles andere passen. Es wird so vollkommen sein, daß nicht einmal eine Messerschneide dazwischen paßt. So genau wird der Dienst in diesen letzten Tagen übereinstimmen.
148 Es ist wie mit eurer Hand, die das Positiv ist. Der Schatten davon ist das Negativ. Das eine bewegt sich auf das andere zu, und schließlich werden sie eins. Sie werden eins. Dasselbe ist mit der Gemeinde: Die Braut und Christus werden eins, wie ein Mann und seine Frau eins werden. Sie nähert sich den letzten Tagen, und da versuchen wir noch, im Glanz einer anderen Zeit zu leben? ER ist doch gestern, heute und in Ewigkeit derselbe. Damit bestätigt Er Hebr. 13, 8 vollkommen: "Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit."
149 Wir hätten genausogut im Zeitalter Luthers leben können. Wenn wir auf jenes Zeitalter zurückblicken, erkennen wir eindeutig, daß Luther der Botschafter von Sardes war, wo das Roß hervorkam und der Überrest einging.
150 Die Zeit Wesleys war das Gemeindezeitalter von Philadelphia. Es war ein Zeitalter gewaltiger Erweckungen und echter Bruderliebe. Wir haben festgestellt, daß Wesley seinen Platz genauso einnahm, wie die Bibel es von ihm vorhergesagt hat.
151 Heute finden wir Ihn da, wo Er gemäß dem, was Er gesagt hat, sein soll. Es ist die Stunde, die Zeit, in der wir leben.
152 Hört. Die Griechen erkannten Ihn nicht. Weshalb? Sie sagten: "Wir möchten Jesus gerne sehen." Dennoch erkannten sie Ihn nicht, weil Er in Seinem menschlichen Tempel verhüllt war - Gott in Gestalt eines Mannes. Die menschliche Umhüllung hat sie geblendet. Sie konnten es nicht verstehen. "DU, der Du doch ein Mensch bist, machst Dich selbst zu Gott."
153 ER antwortete: "Die Schrift hat sogar jene, an die das Wort Gottes erging, Götter genannt, und die Schrift kann doch ihre Gültigkeit nicht verlieren."
154 ER, der Sohn Gottes, der Erlöser, war die ganze Fülle des Wortes, des Wortes für jenen Tag. Gott selbst kam auf diese Erde und wohnte in einem Menschen, um den Tod auf sich nehmen zu können und alles zu erlösen. ER, der Baum des Lebens aus dem Garten Eden, der Mann, nicht das Weib, der zweite Adam, starb und wurde begraben, um jene "Substanz", die herabgefallenen Blätter, in der Auferstehung wieder hervorzubringen. Amen! Wieviel könnte darüber noch gesagt werden! Wir hätten Stunden nötig!
155 Jetzt sind wir an diesem Punkt angekommen. Die Heiden erkannten es damals nicht, weil es in menschlichem Fleisch verborgen war. Ich frage mich, ob es uns nicht genauso ergeht. Ich frage mich, ob wir nicht den gleichen Fehler begehen wie sie damals, indem wir Ihn nicht erkennen. ER, das Wort für jenes Zeitalter, tat sich in einem menschlichen Leib kund. Es war ein junger Mann ohne Schulung. Es wird nicht berichtet, daß Er zur Schule gegangen ist. Wir haben kein Dokument darüber, daß Er jemals Mitglied einer der Organisationen jener Zeit war. ER besaß weder Bildung noch einen guten Ruf. Man bezeichnete Ihn als "Irren", als Weintrinker, als Freund der Sünder, als einen, der die Welt auf den Kopf stellen wollte, als unehelich. Von Seiner Mutter sagte man, daß sie von einem Soldaten schwanger war und Ihn dann "Sohn Gottes" nannte. Für sie war Er nur ein Galiläer, der sich als Prophet ausgab.
156 Doch das Wort wurde kund! "Allen aber, die Ihn annahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden." So ist es heute, wenn wir dieses gewaltige Wirken des Heiligen Geistes kundwerden sehen. "Allen aber, die Ihn annahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden." Jesus Christus offenbart sich durch Sein Wort in jeder Generation als derselbe.
157 Laßt uns die Häupter neigen.
158 Christliche Freunde, ich möchte euch bitten, innezuhalten und für einen Augenblick nachzudenken. Ist dies die Wahrheit, oder ist es Trug? Was ist es? Wenn es die Wahrheit ist, dann sind wir ihr alles schuldig. Wohin gehen wir? Wo endet es? Wie könnt ihr wissen, daß ihr das Richtige glaubt? ER war von Anfang an das Wort, und das Wort unterscheidet die Gedanken des Herzens. So geschah es durch die Propheten, so geschah es durch Christus, und Er hat es auch für die letzten Tage verheißen, denn Er ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
159 Himmlischer Vater, nimm Dein Wort und lege es in die Herzen all derer, die heute abend hier versammelt sind. Wir erkennen, Herr, daß wir im Schatten Deines Kommens leben. Der Schatten und das Positiv kommen sich immer näher, Jahr für Jahr. Wir sehen, wie furchterregende Zeichen erscheinen, und lesen darüber in Zeitungen und Wochenzeitschriften. Der Mond wird sich in Blut verwandeln. Überall auf der Welt hört man von Erdbeben. Die ganze Welt wird erschüttert.
160 An jenem Tage, als der Sohn Gottes offiziell abgelehnt und gekreuzigt wurde, bebte die ganze Erde. Jetzt stellen wir fest, daß eine große Gruppe, die sich Weltkirchenrat nennt. Ihn offiziell abgelehnt hat, wie es von diesem Gemeindezeitalter zu Laodizea vorhergesagt wurde. ER steht draußen vor der Gemeinde und klopft an die Tür, um wieder eingelassen zu werden. Vor kurzem war wieder ein Erdbeben, das nicht die anderen, sondern unsere Nation erschüttert hat. Die ganze Welt bebte. Es war, als Jesus offiziell abgelehnt wurde. Heute abend befindet Er sich hier und bittet. ER hat sich eindeutig als derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit kundgetan.
161 Mögen es die Gläubigen erkennen. Mögen es die Kranken erkennen, Herr. Mögen sie imstande sein, heute abend Sein Gewand zu berühren wie damals. Heile die Kranken und rette die Verlorenen. Wir bitten darum im Namen Jesus Christus. Amen. Gott segne euch.
162 Was die Gebetsreihe betrifft, so haben wir nur noch wenig Zeit, nämlich genau fünfzehn Minuten, wenn wir pünktlich schließen wollen. Ich kann nur eines sagen: Ich bin ein Mensch, und meine Worte können verkehrt sein wie die eines jeden anderen Menschen, wie die von uns allen. Ich habe euch heute abend den Beweis erbracht, daß jeder Prophet und alle anderen Fehler gemacht haben. Aber Gott macht keinen Fehler. Sein Wort ist die Wahrheit. Wie viele glauben, daß Er das Wort ist? Gott segne euch. Darauf ist mein Glaube gegründet - auf nichts Geringerem als dem Blut Jesu, und Jesus ist das Wort.
163 Ich glaube, daß Billy Gebetskarten ausgeteilt hat. Wurden Gebetskarten ausgegeben? Ich wußte es nicht genau. Ursprünglich meinte er, daß er nicht hierher kommen und sie austeilen könnte. Wenn es nun doch geschah, werden wir eine Gebetsreihe aufstellen.
164 Ist jemand hier mit Gebetskarte Nummer eins? Wer hat die Gebetskarte Nummer eins? Ja, du dort? Nein. Wer hat Gebetskarte eins? Vielleicht hat er doch keine ausgeteilt. Oh, hier ist Nummer eins. Gut, derjenige, der Gebetskarte Nummer eins hat, stelle sich bitte hier auf.
165 Wer hat Nummer zwei, Nummer drei? Wir haben nur noch ein paar Minuten. Dort liegt jemand auf einer Tragbahre. Seht ihre Karten nach, wenn sie eine haben. Drei. Vier? Wer hat Nummer vier?
166 Es ist eine kleine Karte. Mein Sohn oder jemand anders kommt und mischt sie vor euch, und dann werden sie verteilt. Es ist einmal vorgekommen, daß jemand versucht hat. Gebetskarten zu verkaufen. Deshalb haben wir sie gekennzeichnet, damit sie nicht verkauft werden können, und niemand weiß, welche Zahlen aufgerufen werden. Wenn ich dann komme, fange ich nicht bei einer bestimmten Nummer an, sondern bei einer x-beliebigen. Ihr werdet es in dieser Woche sehen. Ich werde die Nummern von vorne, von hinten, aus der Mitte usw. aufrufen. Wir verteilen an jedem Tag neue Karten, damit die Menschen jeden Tag die Chance haben, aufgerufen zu werden.
167 Eins, zwei, drei, vier, fünf. Ich rufe sie nacheinander, denn vielleicht ist jemand taub und sagt anschließend: "Niemand hat es mir gesagt", und ist deshalb nicht in die Gebetsreihe gekommen. Wenn jemand eine Gebetskarte hat, wird er wahrscheinlich keine zweite mehr bekommen.
168 Wer hat Nummer fünf? Eins, zwei, drei, vier, fünf. Gebetskarte Nummer fünf. Gut. Jetzt die Nummern sechs bis elf.
169 Seht nach, vielleicht ist ein Tauber darunter. Seht euch die Karte eures Nachbarn an. Ich meine, sie sind überall verteilt. Wie viele haben wir, Roy? Zähle sie bitte. Elf? Jetzt bitte alle von zwölf bis fünfzehn. Gut. Hier hören wir auf, denn wir haben nicht allzuviel Zeit.
170 Wie viele haben keine Gebetskarte und glauben, daß Gott sie heilen wird? Hebt eure Hand. Gott segne euch. So ist es richtig. Ihr glaubt es. Denkt daran, Freunde, während die Gebetsreihe aufgestellt wird: Lauft in den nächsten zehn, fünfzehn Minuten, bis wir fertig sind, nicht umher. Denn auch ihr habt einen Geist.
171 Ich möchte euch etwas fragen. Ich habe es euch gesagt und aus der Schrift vorgelesen, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Ohne es zu betonen, deutete ich an, daß Er jetzt in den letzten Tagen das gleiche tun muß. Wie viele glauben es? Maleachi 3, 23 und viele andere Schriftstellen bezeugen, daß Er wieder herabkommt und sich in einer prophetischen Botschaft kundtut, um die Herzen der Kinder zum apostolischen, pfingstlichen Glauben der Väter zurückzubringen. Genau das sollte geschehen; nicht zu einem Glaubensbekenntnis, sondern zurück zum Originalglauben. Das glauben wir von ganzem Herzen.
172 Einige von euch haben keine Gebetskarte. Doch denkt daran: ich bin Sein Knecht, und ihr seid Seine Knechte - Gott in mir und Gott in euch. Ihr seid in Not, und ich bin hier, um euch zu dienen. Wenn wir uns vereinigen, wird Gott es tun.
173 Einmal kam eine Frau. Ich möchte euch noch eine weitere Schriftstelle zeigen, die wohl ebenfalls im Johannesevangelium steht Diese Frau hatte einen Blutfluß. Nehmen wir an, sie hatte keine Gebetskarte, wollte aber trotzdem, daß für sie gebetet wird. Es drängten sich so viele, daß sie nicht in die Gebetsreihe kam. Sie dachte: "Wenn ich nur den Saum Seines Gewandes berühre, so werde ich gesund sein." Wie viele kennen die Geschichte? O gewiß! Was tat sie? Sie drängte sich durch die Volksmenge und berührte Sein Gewand.
174 Das Gewand fiel in Palästina lose über dem Untergewand herab. Durch den Staub wurde der Saum schmutzig. Wenn ihr das Jackett eines Mannes am Saum berührtet, würde er es überhaupt nicht merken. Wie ist es dann erst mit einem groben, dicken, schweren palästinensischen Gewand, das bis zu Seinen Füßen herabhing? Physisch spürte Er die Berührung nicht.
175 Sie berührte Sein Gewand und zog sich in die Volksmenge zurück. Nehmen wir an, daß sie sich setzte. Vorher war sie aufgestanden, nun setzte sie sich nieder. Was geschah? Jesus hielt an und fragte: "Wer hat Mich berührt?"
176 Der Apostel Petrus fand diese Frage etwas seltsam, denn die Menschen umdrängten Ihn ja. Deshalb wies er Ihn ein wenig zurecht. In anderen Worten: Er sagte vielleicht: "Nun schau, alle berühren Dich doch. Sie werden denken, daß mit Dir etwas nicht stimmt. Jeder versucht Dich zu berühren, Rabbi."
177 ER aber antwortete: "ICH habe gespürt, daß Kraft von Mir ausging."
178 Die Frau hatte diese Kraft von Ihm empfangen. ER schaute umher, fand sie und sagte ihr, was sie gehabt hatte und was geschehen war. Die Bibel sagt, daß Er jetzt Hoherpriester ist, der Mitgefühl mit unseren Schwachheiten hat. Wenn ihr denselben Glauben an denselben Jesus habt, wird mit euch das gleiche geschehen.
179 Seid jetzt wirklich andächtig. Betet. Zweifelt nicht. Glaubt von ganzem Herzen, daß Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, und Er wird euch diese Segnungen schenken.
180 Vater, möge Dein großer Heiliger Geist uns das Wort offenbaren, das sich im Fleisch kundtut, in ihrem Leib und in meinem Leib. Möge das Wort und die Verheißung des Evangeliums, das heute abend gepredigt worden ist, vom großen Heiligen Geist selbst ausgelegt werden, denn Er hat verheißen, mit uns zu sein. ER ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Im Namen Jesu Christi weihen wir uns Dir mit der Botschaft, damit Du Dein Wort durch mitfolgende Zeichen bestätigst, wie Du es gemäß Markus 16 getan hast. Amen.
181 Seid alle wirklich andächtig. Bitte lauft nicht herum. Bleibt still sitzen, denn manchmal geraten wir in einen Konflikt. Wie viele unter uns sind wiedergeborene Christen? Darf ich eure Hände sehen? Das ist fein. Dann wißt ihr, wovon ich spreche.
182 Ist dies die Frau? Diese Dame ist die erste in der Gebetsreihe. Gut. Soweit mir bekannt ist, sind diese Dame und ich uns fremd. Es ist ein Bild wie in Johannes 4, als Jesus in Samarien der Frau am Brunnen begegnete. Dies ist ein ähnliches Bild. Auch sie begegneten sich zum erstenmal im Leben. Soweit ich weiß, ist dies wirklich unsere erste Begegnung. Wir sind einander fremd. Stimmt das? Damit die Menschen wissen, daß es wahr ist, erhebe bitte deine Hand. Ihr seht, wir begegnen uns zum erstenmal.
183 Weil Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist, werde ich mit der Frau sprechen, wie Er es damals mit der Frau am Brunnen tat, um herauszufinden, ob sie etwas getan hat oder was sonst mit ihr nicht stimmt; etwas, das ich nicht wissen kann. Dann werde ich es ihr sagen. Ich habe sie noch nie gesehen; es ist das erste Mal, daß ich in dieser Stadt bin. Ich bin gerade hier angekommen. Sie ist mir fremd. Würde das Jesus Christus nicht als denselben, gestern, heute und in Ewigkeit bestätigen? Würdet ihr dann nicht wissen, daß dieses Wort die Gedanken im Herzen erkennt und daß Er derselbe ist, wie Er gestern war?
184 Hier sind meine Hände und meine Bibel: Ich habe die Frau noch nie in meinem Leben gesehen. Gott weiß es. Für mich ist es irgendeine Frau, die hier steht. Ich weiß nicht mehr über sie als jeder andere Fremde, der anwesend ist. Das ist wahr, und sie weiß es.
185 Ich kenne sie nicht, doch Er kennt sie. ER ist das Wort, und das Wort offenbart die Geheimnisse des Herzens, indem es die entsprechenden Dinge ausspricht. Wenn sie etwas Verkehrtes getan und es nicht bekannt und unter das Blut gebracht hat, wird Er es ihr sagen. Wenn sie eine Scheingläubige ist, wird Er es ihr ebenfalls sagen. Wenn sie wirklich gläubig ist, wird Er es ihr sagen. Wenn sie ein körperliches Leiden hat, wird es ihr gesagt werden. Wenn sie für jemand anders hier ist, wird Er es ihr sagen. ER vermag dies alles, denn Er ist Gott. ER weiß alle Dinge. Ich weiß nichts. Sie kennt mich nicht, und ich kenne sie nicht. Wenn Er es in dieser Weise offenbart, werdet ihr wissen, daß es immer noch das Wort ist. Hebräer 4, 12 besagt, daß Gottes Wort die Regungen und Gedanken des Herzens offenbart. Es kennt den Zustand
186 Wenn Gott uns das heute abend offenbaren wird, Schwester, während wir beide hier stehen, dann wirst du wissen, daß ich es nicht wissen kann, sondern daß es von Ihm sein muß. Ich möchte einen Augenblick mit dir sprechen, und zwar, wie es im Wort steht. Ich habe gepredigt, und jetzt spreche ich mit dir, wie Er mit der Frau am Brunnen sprach. ER unterhielt sich mit ihr, bis Er ihre Not herausgefunden hatte. Wenn Gott mir offenbaren wird, worin deine Schwierigkeit besteht, wirst du wissen, ob es wahr ist oder nicht.
187 Werdet ihr dann alle glauben? Kennt jemand diese Frau? Dann hebt eure Hand. Ja, viele kennen sie. Nun gut.
188 Möge der Herr Jesus es gewähren. Es ist dann nicht nur das gepredigte, sondern das fleischgewordene Wort, das Dinge ausspricht und offenbart. In der Bibel steht nicht, daß du hier stehen würdest, was mit dir nicht in Ordnung ist und die Einzelheiten, weshalb du hier bist oder was du getan hast. Das steht nicht darin. Doch das Wort kommt herab und bestätigt den Redner und beweist, daß Gottes Wort und die Botschaft wahr sind. Dadurch bestätigt Gott, daß die Botschaft die Wahrheit ist. Wenn sie als die Wahrheit beglaubigt wird, dann müssen auch die Taufe mit dem Heiligen Geist und das volle Evangelium die Wahrheit sein.
189 Zunächst einmal bist du nervös, sehr nervös. Du bist wegen etwas aufgeregt. Das stimmt. Du machst dir Sorgen, und das schon einige Zeit. Es betrifft den Zustand deiner Hüfte, und zwar deiner rechten. Du befürchtest, daß es Krebs ist. Es bereitet dir große Schwierigkeiten. Die rechte Seite ist ganz in Mitleidenschaft gezogen. Es ist dir auf den Magen geschlagen und macht dich ganz krank. Wenn das wahr ist, hebe deine Hand. Fürchte dich nicht, glaube nur, und Er wird dich gesund machen. Glaubst du es? Gut, dann gehe, danke Gott dafür und sei gesund. Der Herr segne dich. Ich möchte dir noch die Hände auflegen.
190 Glaubt ihr, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist?
191 Hier haben wir wieder ein ähnliches Bild wie mit Jesus, dem Juden, und der Frau, einer Samariterin: ein Weißer und eine Farbige. ER ließ sie wissen, daß es keine Unterschiede aufgrund der Rasse gibt. Der Herr starb für uns alle. Das stimmt. "ER hat auch gemacht, daß das ganze Menschengeschlecht von einem Blut abstammt." Das Land, in dem wir aufgewachsen sind, beeinflußt unsere Hautfarbe. Doch sie hat nichts mit unserem Innern zu tun. Ja, das stimmt.
192 Du bist Christ. Ich spüre ganz deutlich deine herzliche Einstellung mir gegenüber. Daran erkenne ich, daß du gläubig bist. Dein Geist bezeugt es. Es ist so, wie Er damals sagte: "Siehe, ein Israelit, in dem kein Falsch ist."
193 Ich sehe, daß du sehr krank bist. Eine Untersuchung ergab, daß du Krebs hast. Das stimmt. Glaubst du, daß Er mir sagen kann, wo der Krebs sich befindet? Aufgrund des Befundes ist der Krebs im Dickdarm. Wenn das stimmt, hebe deine Hand. Jetzt weißt du, daß Jemand hier ist, der dich kennt. Glaubst du, daß Er dich gesund machen wird? Wenn dein Glaube sich Ihm so nahen kann, daß du Sein Gewand berühren konntest, so daß Er das gleiche offenbaren kann wie damals, dann gehe hin und glaube Ihm, und so wirst du gesund und geheilt sein. Wenn du es nur glauben kannst, einfach glauben. So einfach ist es, Schwester, du mußt nur glauben. Zweifle nicht.
194 Ich nehme an, daß auch wir einander fremd sind. Wir kennen einander nicht. Gott kennt uns beide. Glaubst du, daß Gott mir deine Not offenbaren kann? Glaubst du, daß Er mir die Schwierigkeiten eines jeden Anwesenden offenbaren kann? Glaubst du es?
195 Wie viele in der Versammlung glauben es? "Amen!"
196 Was denkst du darüber? Glaubst du von ganzem Herzen? Dann werden deine Gallensteine dich nicht mehr plagen. Ich spürte, daß jemand dachte, ich würde die Gedanken der Menschen lesen, und wollte euch zeigen, daß es nicht der Fall ist.
197 Glaubst du, daß ich Sein Knecht bin? Von ganzem Herzen? Danke. Du bist Christ. Jawohl. Du bist wirklich gläubig; kein Mitläufer, sondern ein echter Christ. Du bist wiedergeboren. Glaubst du, daß unser himmlischer Vater, der uns beide kennt, mir als deinem Bruder, der nichts von dir weiß, offenbaren kann, was deine Not ist? "Jawohl!"
198 Ich sehe, du hast viele Nöte. Du wurdest operiert; es war eine Krebsoperation. Man hat dir eine Brust abgenommen. Doch du bist immer noch davon befallen. Glaubst du, daß du von jetzt an gesund sein wirst? Komm hier vorbei und glaube von ganzem Herzen. Gott segne dich. Möge Gott der Herr dich heilen.
199 Habt Glauben; zweifelt nicht. Glaubt von ganzem Herzen, daß Er gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist.
200 Glaubst du jetzt, Frau? Auch wir sind einander fremd. Ich kenne dich nicht; du kennst mich nicht. Wir sind einander völlig fremd. Doch der himmlische Vater kann mir offenbaren, ob du etwas Verkehrtes getan hast, etwas, das du nicht hättest tun dürfen oder das du hättest tun sollen und nicht getan hast. Was immer es sein mag: du wirst dann glauben, daß Er derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit. Du weißt, daß nur Er es zu tun vermag, nicht wahr?
201 Ein Gewächs bereitet dir Not. Das Gewächs ist am Kopf. Du sorgst dich deswegen. Das stimmt. Glaubst du, daß es jetzt verschwinden kann und daß Jesus Christus dich gesund macht? Wie du geglaubt hast, so soll es dir geschehen. Gehe hin und glaube. Amen. Gott segne dich. Glaube auch, wenn du von hier gehst. Zweifle nicht. Glaube einfach von ganzem Herzen.
202 Habt Glauben. Zweifelt nicht. Glaubt von ganzem Herzen. Dein Magen hat dir Not bereitet. Du hast ein Magenleiden. Möchtest du essen? Glaube. Das genügt.
203 Wie geht es dir? Auch wir sind einander fremd. Ich kenne dich nicht, und du kennst mich nicht. Doch Jemand ist hier, unsichtbar, unter uns verhüllt, der weiß, worin deine Not besteht. Ich sehe, wie du zu gehen versuchst. Du hast Arthritis. Glaubst du, daß Er dich davon heilen wird? Gehe, glaube es. Du wirst nicht mehr gelähmt sein, wenn du es nur glauben kannst.
204 Du hast vieles, worunter du leidest. Seit langem hast du ein Frauenleiden, doch hauptsächlich geht es dir darum, von Arthritis geheilt zu werden. Glaubst du, daß Er dich gesund machen wird? Gehe hin und glaube es. Mehr ist nicht notwendig, als einfach zu glauben und nicht zu zweifeln.
205 Auch dir bin ich fremd. Nie habe ich dich in meinem Leben gesehen. Ständig erscheint eine andere Frau vor mir. Vielleicht wird Gott mir etwas über dich offenbaren. Ja, es ist ein Tumor. Du stehst vor einer Operation. Die Frau, die dort auf der Tragbahre liegt, hat ebenfalls einen Tumor, der operiert werden soll. Glaubt ihr von ganzem Herzen? Wirklich? Gott wird euch beide gesund machen, wenn ihr es glaubt. Lege ihr deine Hände auf. Das ist es! Im Namen des Herrn Jesus, im Namen des Herrn Jesus bist du geheilt, Schwester.
206 Seht, Freunde, ich kann es nicht erklären. Fragt mich nicht danach. Es ist wie ein Druck, eine Kraft. Was ist ein Tumor? Ein Gewächs. Was ist ein Gewächs? Eine Anhäufung von Zellen. Was seid ihr? Eine Anhäufung von Zellen. Was ist ein Tumor? In der Bibel wird er als Dämon, als Peiniger bezeichnet. Wenn jemand nach Hilfe rief, bekam er die Antwort. Hier waren es zwei gleiche Fälle. Dadurch geschah es.
207 Komm, Frau. Auch wir sind einander fremd. Du hast seit langer Zeit ein Nervenleiden, das ein Magenleiden, ein Magengeschwür, durch die Übersäuerung deines Magens nach sich zog und auch die Ursache für deine empfindlichen Zähne ist. Glaubst du, daß Jesus Christus dich jetzt gesund macht? "Amen!" Dann gehe hin und esse dein Abendbrot. Glaube von ganzem Herzen, daß Jesus Christus dich gesund macht. Glaube es jetzt.
208 Auch wir sind einander fremd. Wo wohnt Gott im Menschen? In seinem Herzen! Das ist es auch, was dir Not bereitet: dein Herz, aber nicht, weil Gott nicht darin ist. Du mußt deinem Glauben nur Raum geben, daß dein Herzleiden geheilt wird, dann wirst du gesund werden. Gehe hin, glaube, glaube von ganzem Herzen. Zweifle nicht. Gehe und glaube.
209 Wenn du glaubst, sind alle Dinge möglich. Wie viele glauben von ganzem Herzen? "Amen!" Glaubt ihr, daß Gott hier ist, um euch gesund zu machen? Ist das Wort Fleisch geworden? Was ist es? Es kommt nicht nur darauf an, wie groß mein Glaube ist, auch ihr müßt glauben. Die Frau glaubte und berührte Sein Gewand.
210 Dort sitzt ein Mann, der mich ansieht. Er hat einen Bruch und Hämorrhoiden. Glaubst du, daß Gott dich gesund macht? Wenn ja, dann kannst du haben, worum du bittest.
211 Glauben alle anderen ebenfalls, daß Gott die Kranken und Leidenden heilt? Glaubt ihr, daß das Wort heute abend die Geheimnisse des Herzens kennt? Glaubt ihr das? Gut! Es ist später geworden, als wir dachten.
212 Wieso glaubt ihr das? Ihr wißt, die Schrift ist klar vor euch dargelegt worden. Laßt euch nicht durch den Vorhang des Fleisches davon abhalten. Denkt daran: Es ist das verheißene Wort für heute. Wie viele verstehen das? Das verheißene Wort! Ich weiß nicht, wieviel Nachahmung ihr schon gesehen habt. Doch so wahr mir Gott helfe: Jesus Christus hat dies verheißen, und es ist wahr. Seht, dies ist die Wahrheit.
213 Hat Er nicht in Seinen letzten Worten, bevor Er die Erde verließ und zum Himmel aufgefahren ist, gesagt: "Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer da glaubt und getauft wird, soll selig werden. Wer nicht glaubt, wird verurteilt werden. Denen aber, die zum Glauben gekommen sind, werden diese Wunderzeichen folgen" (Mark. 16)? Habt ihr es gelesen? Was beinhaltet Sein letzter Auftrag? "Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden." Wie viele wissen, daß es wahr ist? "Amen!"
214 Jeder von euch hat vorhin die Hand erhoben und damit bezeugt, daß ihr gläubig seid. Wollt ihr jetzt nicht einander die Hände auflegen? Wir brauchen nicht mehr weiterzumachen; ihr wißt, daß Er hier ist. Warum legt ihr dann nicht einander die Hände auf und betet für die Person neben euch, wenn ihr gläubig seid? ER sagte es nicht nur für mich, sondern für jeden einzelnen von euch. Glaubt ihr jetzt? Dann sagt Amen. Das ist gut.
215 Betet jetzt nicht für euch selbst, denn derjenige, der euch die Hände auflegt, betet ja für euch. Betet jeweils für den nächsten, und ich werde für euch alle beten. Wenn ihr es nur glaubt, und zwar einmütig, dann wird dies eine der herrlichsten Zeiten sein, die ihr je erlebt habt.
216 Die Gegenwart Jesu Christi ist hier, um die Gemeinde zu erleuchten, damit sie erkennt, daß Glaubenssatzungen, "ismen" und Denominationen das Wort in diesen letzten Tagen erstickt haben und daß Jesus, das Wort, sich außerhalb der Gemeinde befindet. Doch ihr seht, daß Er wieder unter Sein Volk kommt und sich kundtut, wie Er es verheißen hat: "In den letzten Tagen, wenn der Menschensohn sich offenbart..." ER hat sich durch die Taufe geoffenbart. ER hat sich durch göttliche Heilung geoffenbart. Jetzt ist Er in Seiner letzten Eigenschaft hier. Denkt daran: es war das letzte, was Abraham sah, ehe das Feuer fiel und die heidnische Welt richtete und bevor der verheißene Sohn, Isaak, kam. Dies ist das letzte, was die christliche Gemeinde als Wunderzeichen sehen wird, bis Jesus Christus erscheint. Wenn Gott mich vor euch Gnade finden ließ, dann glaubt mir im Namen des Herrn: Es ist nichts mehr in der Bibel zu finden, was noch aussteht, als daß die einen das Malzeichen des Tieres annehmen und die anderen das Siegel Gottes tragen.
217 Betet für die Person neben euch. Legt ihr die Hände auf. Ich habe mich umgesehen, ob Krüppel hier sind, doch ich sehe keinen. Dort ist eine Tragbahre, doch ich glaube, es ist bereits geschehen. Gut. Legt jetzt einander die Hände auf und betet.
218 Teurer Jesus, du großer, unbefleckter Sohn des lebendigen Gottes, der Du heute abend in Gestalt des Heiligen Geistes hier bist: Du hast Deine Gestalt geändert, bist herabgekommen und hast Dein Wort hier in menschlichem Fleisch geoffenbart. Männer und Frauen aus allen Schichten sind der Beweis, daß Du immer noch lebst. DU bist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
219 Herr Jesus, wir sind hier in dieser großen Stadt Topeka. Wir sind hier mit Deinen Kindern versammelt und beten darum, daß Du, nachdem Du Dich so gewaltig unter uns kundgetan hast, jetzt auch Dein Wort bestätigst, wie Du es im Missionsbefehl gesagt hast: "Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden." Die Menschen, die bezeugen, durch den Geist wiedergeboren zu sein, legen jetzt einander die Hände auf, um sich miteinander und zugleich mit Deinem Wort und Deinem Missionsbefehl zu identifizieren.
220 Satan, jetzt kannst du diese Menschen nicht mehr länger krank sein lassen. Sie sind dem Worte Gottes Untertan. Komm aus ihnen heraus, du Krankheit, die in ihrem Körper ist. Quäle sie nicht länger; gib sie frei von heute abend an! Wir als die Knechte Gottes, die wir ermächtigt worden sind, das Wort unter Beweis zu stellen, gebieten dir im Namen des lebendigen Gottes, im Namen Jesu Christi, dem Wort, das unter uns Fleisch geworden ist: Komm aus diesen kranken Menschen heraus und gib sie frei um des Reiches Gottes willen, aufgrund des Befehles, den Jesus Christus, der Sohn Gottes, uns gegeben hat. Amen.
221 Alle, die glauben und ihre Heilung ohne den Schatten eines Zweifels annehmen, die in ihrem Innern die übernatürliche Herrlichkeit tragen und das verheißene Wort erkennen, in das wir uns im Laufe dieser Woche noch weiter vertiefen werden, die ihr es direkt hier vor uns kundgetan seht: Laßt uns aufstehen und sagen: "Ich nehme meine Heilung jetzt an. Ich glaube, daß Jesus Christus mich jetzt geheilt hat. Ich glaube es von ganzem Herzen. Ich nehme es an im Namen Jesu Christi." Gott segne euch. Hebt jetzt eure Hände und dankt Ihm, ein jeder auf seine Weise, für eure Heilung. Amen.