Drei Arten von Gläubigen
(Three Kinds Of Believers)

"Branham Tabernacle" in Jeffersonville - Indiana, USA
Sonntag Abend, 24.11.1963
1 Stunde und 55 Minuten


001 Wir wollen unsere Häupter beugen. Während wir unsere Häupter und unsere Herzen gebeugt haben, würde ich gerne wissen, wie vieler wir im Gebet gedenken sollen. Hebt einfach eure Hand und sagt: "Herr, gedenke meiner, o Herr." Es gibt viele Gebetsanliegen; auch Taschentücher liegen hier auf dem Pult.

002 Teurer himmlischer Vater, wir sind an diesem Abend wieder unter diesem Dach versammelt, wo Du uns schon so oft begegnet bist und uns Deine Liebe bekundet hast. Auch wir versuchen, Dir in einer demütigen Weise unsere Liebe und Dankbarkeit für das, was Du für uns getan hast, auszudrücken. Heute abend kommen wir wieder als ein bedürftiges Volk, Herr, denn wir benötigen Dich allezeit. Wir wissen, daß dies unser Schrei sein wird, solange wir auf Erden sind, denn wir befinden uns in einem Kampf. Der Kampf tobt, und Du hast uns ja vorausgesagt, daß der Feind wie ein brüllender Löwe sein würde. Er ist unter den Menschen losgelassen. Das können wir überall sehen. Wie ein brüllender Löwe verschlingt er, was er nur kann, denn er weiß, daß seine Zeit kurz ist. Wir aber haben einen Vater, der für Seine Kleinen sorgt, und wir flüchten uns heute abend mit unseren Anliegen zu Dir, Herr. Wir bitten, daß Du sie uns gewährst.

003 Diese Taschentücher, die hier liegen, Vater, bedeuten, daß es irgendwo im Lande kranke Menschen gibt, die zu Dir rufen, die Dich benötigen und an Dich glauben. Sie haben ihren Glauben angewandt, indem sie diese Taschentücher hierher sandten. O Gott, gewähre es, daß jeder von ihnen geheilt wird.

004 Wir haben Deine mächtige Kraft gerade vor einigen Momenten dort in dem Raum gesehen, Herr, als Du einem Jungen das Gedächtnis, das er verloren hatte, vollkommen zurückgegeben hast. Wir sehen Deine große Kraft immer wieder, indem Du Krankheit wegnimmst, die Geheimnisse der Herzen offenbarst, den Menschen zeigst und sie direkt in Ordnung bringst. Wir danken Dir, Herr, unser Gott, denn das geht über alles Menschliche hinaus. Es geht über alles hinaus, was irgend jemand von uns wissen könnte. DU kannst die Ursache offenbaren, was dadurch geschah und wie es sich auswirkt. DU bist es, Vater. Wir wissen, das Wort durchforscht das Herz; es unterscheidet die Gedanken und Beweggründe des Herzens. Dafür danken wir Dir.

005 Herr, wir glauben, daß die Menschen jetzt, während sie ihre Häupter gebeugt haben, über diese Dinge nachdenken, denn es ist der Heilige Geist, der zu ihnen spricht. Gewähre, daß jedes einzelne Anliegen beantwortet wird. Rette heute abend diejenigen, die sich retten lassen, o Herr. Mögen die Verlorenen hereinkommen und gerettet werden.

006 Wir sind so dankbar, diesen großen Haufen nasser Tücher dort zu sehen und zu wissen, daß das Grab geöffnet wurde, um die Sünde des alten Menschen zu begraben. Ich danke Dir dafür, Vater. Mögen sie für den Rest ihrer Tage in einem neuen Leben wandeln. Durch den Namen Jesu Christi bitten wir es. Amen.

007 Der Herr segne euch und gewähre, daß das Anliegen, welches ihr auf dem Herzen hattet, beantwortet wird.

008 Ich glaube, Billy sagte, daß Bruder Wheeler ein Baby gebracht hat, damit es dem Herrn geweiht wird. Stimmt das, oder war es etwas anderes? [Bruder Neville sagt, daß einige Babys da sind, die gesegnet werden sollen.] Würdet ihr sie jetzt bitte bringen? Mögen auch die Ältesten mit nach vorne kommen und den Kleinen während der Kindersegnung die Hände auflegen. Wir werden uns dabei so kurz fassen wie möglich. Wir möchten, daß diejenigen mit den Kleinen jetzt nach vorne kommen, damit sie dem Herrn Jesus dargebracht werden. Sie wollen sie Gott, der sie ihnen schenkte, als kleine Juwelen zurückgeben. Wir versuchen immer, auch dafür eine Möglichkeit zu geben, denn wir wissen nicht, was morgen sein wird. Meine Mutter sagte immer zu mir: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen." Das stimmt, denn ihr wißt nicht, was morgen sein wird. Wir wissen aber, wer das "Morgen" bestimmt. Das ist die Hauptsache. Wir wissen, wer das "Morgen" in den Händen hält. [Bruder Branham nimmt die Kindersegnung vor.]

009 Das ist ein Zeitpunkt, wo meine Frau mich um meine Aufgabe beneidet: wenn ich diese Babys halte. Sie möchte sie gern halten. Ich auch, aber ich fürchte immer, daß ich ihnen wehtun könnte. Ihr wißt ja, sie sehen entzückend und so zart aus, aber, wißt ihr, vielleicht sind sie robuster als wir.

010 Ich sagte euch, daß ich rechtzeitig schließen würde, und habe nur noch fünfunddreißig Minuten. Jetzt muß ich mich aber beeilen, nicht wahr? Wir wollen mal sehen. Ich möchte nichts falsch beurteilen oder etwas Falsches sagen, doch ich werde versuchen, mir mehr Mühe zu geben. Ich wißt ja, daß man nicht mehr so rege ist, wenn man schon eine ganze Wegstrecke hinter sich hat. Die Strecke wird manchmal beschwerlich - bei zwei oder drei Gottesdiensten pro Tag, und was den größten Anteil daran hat, sind die Visionen. Das Predigen schadet mir nicht. Ich kann den ganzen Tag hier stehen, ohne daß es mir etwas ausmacht - doch es sind die Visionen. Wenn die Menschen zu den Aussprachen kommen, dann sind sie notwendig, denn deshalb kommen sie hierher. Es sind Dinge, die nicht einfach durch Handauflegung erledigt werden können. Man muß die Ursache erfahren, wie es begann, was es verursacht hat, was dadurch geschehen ist und was zu tun ist, um davon herauszukommen. Deswegen kommen sie hierher.

011 Die Versammlungen in Shreveport, Louisiana, beginnen übermorgen abend, nein, entschuldigt bitte, am Mittwoch abend. Wenn jemand von euch dort in der Gegend Freunde hat, dann sagt ihnen, daß sie zum Life-Tabernacle kommen können. Ich meine, daß wir dort beginnen, es sei denn, sie können das gegenüberliegende Auditorium bekommen, wodurch sie mehr Sitzmöglichkeiten erhalten würden. Aber sie haben ja die Empore, den großen Hauptsaal und auch den Kellerraum. Ich weiß nicht genau, wie viele dort Platz haben. Wenn es zu voll wird, werden wir vielleicht das gegenüberliegende Auditorium nehmen. Ich weiß auch nicht, wieviel Sitzplätze dort sind. Ich habe zwar dort schon Versammlungen abgehalten, aber ich kann mich nicht daran erinnern. Dies wird die Jahreskonferenz sein.

012 Vor drei Jahren war ich ebenfalls dort, und wir begannen eine Erweckung im Namen des Herrn. Seitdem hat sie nicht aufgehört, sondern geht weiter. Jeden Tag kommen Menschen, werden gerettet, getauft und gehen vorwärts mit dem Herrn. Auch Prediger werden erfaßt. Solange es so weitergeht und ich mich hier aufhalte, möchte ich einen Besuch dort abstatten und einfach meine wenigen Worte mit hinzutun und dann weitergehen.

013 Es wird am Mittwoch beginnen und am Sonntag enden. Die Christlichen Geschäftsleute haben ein Frühstück anberaumt. Ich habe den Namen des Hotels vergessen. Sie werden es euch dort mitteilen. Es wird ein Frühstück der Geschäftsleute sein.

014 Ihr Geschäftsleute hier: Wir hatten das letzte Mal eine herrliche Zeit dort. Der Herr rettete einen Rabbi aus jener Stadt. Oh, ich weiß nicht, was noch alles geschah. Es war eine große Zeit im Herrn, als ich dort über den Bund des Blutes predigte. Die Juden wissen, daß es das Blut ist. Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung. Seht ihr?

015 Laßt uns jetzt direkt zum Wort kommen. Ich werde mein Bestes tun, um meine Zusage euch gegenüber zu halten. So der Herr will, wenn ihr am Sonntag nach Weihnachten hier irgendwo Urlaub macht, die Straßen nicht glatt sind und ihr in der Nähe seid, dann kommt herein. Wir haben vor, an dem Sonntag morgen nach Weihnachten einen Gottesdienst hier zu haben. Was ist das für ein Datum? Es ist der 29., der Sonntag nach Weihnachten.

016 Wenn sich etwas ereignet und wir nicht hier sein können - wir kennen die Zukunft ja nicht, das wißt ihr - doch wenn etwas geschieht, solltet ihr trotzdem alle kommen, auch von außerhalb, wie die Leute aus Memphis.

017 Ich wollte Bruder Ungren singen hören: "Wie groß bist Du". Ist er heute abend hier? Ich habe immer so viele Dinge, die ich nicht alle schaffe. Gott segne euch, Menschen.

018 Laßt uns jetzt die Schrift aufschlagen und ein wenig daraus lesen. Wo meine Worte versagen, werden diese nicht versagen. Gott wird euch segnen, weil ihr deswegen hiergeblieben seid, um Sein Wort zu hören. "Der Glaube kommt durch das Hören, das Hören des Wortes Gottes". Stimmt das? Während ihr jetzt Johannes, Kap. 6, aufschlagt, beginne ich vom 60. Vers und lese bis zum 71. Vers.

019 Als ich vorhin zum Fenster hinausschaute und den Sonnenuntergang beobachtete, dachte ich darüber nach, daß die gesamte Natur ein Gesetz hat. Wenn sich der Winter naht, dann läßt das Naturgesetz automatisch den Saft in die Wurzeln der Bäume hinuntergehen. Wie Hiob sagte: "O wenn Du mich doch im Totenreiche verwahrtest, mich dort verbergen wolltest, bis Dein Zorn sich gelegt hätte." Nun, das ist es. "Wenn Du mich verbergen würdest..."

020 Er betrachtete die Natur - das Leben des Baumes geht hinunter in die Wurzeln, Bruder Way. Dort bleibt es, bis der Zorn vorüber ist. "Rufe mich dann und setze mir eine Zeit." Die Natur hat ein Gesetz. Es gibt ein Naturgesetz, und es gibt keinen Weg, daran vorbeizukommen. Es ist ein Gesetz der Natur. Auch ein Gesetz des Geistes gibt es, und auch hier besteht keine Möglichkeit, daran vorbeizukommen.

021 Ich habe heute nachmittag mit einigen darüber gesprochen, daß man nichts völlig vernichten kann. Die Menschen können nicht vernichten. Sie können niederreißen, aber nicht gänzlich vernichten. Jemand sagte mir: "Was ist dann, wenn man ein Stück Papier nimmt und es verbrennt? Ist es damit nicht vernichtet?" Nein! Die Hitze des Feuers zerlegt nur die chemischen Bestandteile. Es wird wieder zu Gasen, zu dem, was es am Anfang war. Ihr könnt nichts auslöschen. Wenn die Welt lange genug bestünde, würden dieselben Gase und Chemikalien, die in dem Papier waren, wieder zu einem Stück Papier werden. Genauso ist es. Ihr könnt nichts vernichten.

022 Wenn alles wieder aufersteht und nicht vernichtet wird, dann gibt es auch eine Auferstehung der Gerechten, und wir müssen zurückkehren. Das ist alles. Es führt kein Weg daran vorbei. Ganz gleich, ob ihr verbrannt oder ertränkt werdet, was auch immer geschehen mag, sie können euch nicht vernichten.

023 Denkt daran, daß jeder Teil von euch bereits hier war. Als Gott die Welt in Bestand sprach, hat Er euren Leib schon hierher gelegt, und es gibt nichts, was ihn wegnehmen kann, nur Gott. Es ist alles wieder in Seinen Händen. ER ist es, der Schöpfer, der die Verheißung gab. Deshalb sind wir sicher, daß es ewiges Leben gibt. Wir haben jetzt die Gewißheit in unseren Herzen, daß wir immerwährendes Leben, ewiges Leben in uns haben, das nicht sterben kann.

024 Nun zu Joh. 6. Wir lesen aus Johannes 6 und beginnen mit Vers 60:

Viele nun von seinen Jüngern, die ihm zugehört hatten, erklärten: "Das ist eine harte Rede: wer kann sie anhören?" Weil aber Jesus bei sich wußte, daß seine Jünger darüber murrten, sagte er zu ihnen: "Das ist euch anstößig? Wie nun, wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo er vordem war? Der Geist ist es, der das Leben schafft, das Fleisch hilft nichts; die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist (ER ist es) und sind Leben; (Was sagte Er? "ICH bin die Wahrheit, das Leben.") aber es sind unter euch auch solche, die nicht glauben." Jesus wußte nämlich von Anfang an, wer die waren, welche ungläubig blieben, und wer der war, der ihn verraten würde. Er fuhr dann fort: "Aus diesem Grunde habe ich euch gesagt: 'Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater verliehen ist.'"

Von da an zogen sich viele seiner Jünger von ihm zurück und begleiteten ihn nicht mehr auf seinen Wanderungen. (Es war eine harte Rede, sie konnten sie nicht annehmen.) Daher sagte Jesus zu den Zwölfen: "Ihr wollt doch nicht auch weggehen?" Simon Petrus antwortete ihm: "Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben den Glauben und die Erkenntnis gewonnen, daß du der Heilige Gottes bist. "Jesus antwortete ihnen: "Habe nicht ich selbst euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist ein Teufel." Er meinte damit aber den Judas, den Sohn Simons aus Kariot; denn dieser sollte ihn verraten - einer von den Zwölfen.

025 Wenn ich heute abend ein Thema nennen sollte, aus dem ich in dieser halben Stunde das Beste zu machen versuche, dann möchte ich über Drei Arten von Gläubigen sprechen. Oft habe ich erklärt und meinte: "Nun, ich glaube, ich werde einmal darüber sprechen, das wird heute nachmittag sein." So dachte ich.

026 Das erste sind die Gläubigen, dann die gemachten Gläubigen und die Ungläubigen. Nun, das ist wohl ein ganz neues Thema. Unter uns, die wir heute abend hier sitzen, sind diese Gruppen immer vorhanden. Wo immer Menschen zusammenkommen, finden wir diese Gruppen. Es gab sie immer, und wir werden sie wahrscheinlich bis zum Kommen des Herrn haben.

027 Ich möchte, daß wir uns heute abend, während ich über diese drei Gruppen spreche, betrachten und sehen, in welch einer Gruppe wir sind. Nun, denkt daran, ich spreche hier zu dieser Gemeinde, wo die Menschen heute abend wieder an den Wänden und in den Gängen zusammengedrängt sind, aber ich spreche auch zu denen auf der ganzen Welt. Diese Tonbänder gelangen in all die verschiedenen Teile der Welt. Es ist ein "Tonbanddienst".

028 Jetzt möchte ich über die drei unterschiedlichen Arten von Gläubigen sprechen. Denkt daran, es geht um Gläubige. Mein Thema handelt von Gläubigen. Einer ist ein wahrhaft Gläubiger, der andere ein gemachter Gläubiger und der nächste ein Ungläubiger.

029 Die erste Gruppe, über die wir sprechen möchten, sind die Gläubigen, denn ich meine, sie sollten den Vorrang haben, weil sie wahrhaft glauben. Es sind Gläubige, die so glauben wie die Jünger hier. Wir werden das, was aus der Schrift vorgelesen wurde, als Beispiel nehmen.

030 Das erste sind die Gläubigen - die echten Gläubigen. Der Glaube kommt durch das Hören, das Hören des Wortes Gottes - das Wort Gottes, welches Christus ist. Gläubige!

031 Habt ihr diesen gewaltigen Ausspruch beachtet, den dieser Gläubige machte? Ein Gläubiger muß keine kluge Person sein in der Hinsicht, wie die Welt klug ist. Er braucht nicht gebildet zu sein, wie die Menschen behaupten. Ihr braucht es nicht. Von dem Mann, der diese Erklärung gab, sagt die Bibel, daß er unwissend und ungeschult war. Es war Petrus. Er wurde wirklich nicht als intelligente Person angesehen.

032 In Jesaja 35 steht: "Und es wird dort einen gebahnten Weg geben, die 'Heilige Straße' wird man ihn nennen: kein Unreiner wird auf ihr wandern" (Vers 8).

033 Heute nachmittag sprach ich mit einem der Diakone. Wir unterhielten uns über die Spannweite der Brücken, besonders über diese neue. Ich sagte: "Heute werden viele Gewässer von Ufer zu Ufer durch Brücken überspannt, aber es gibt eine große Verbindung, die von der Erde bis zur Herrlichkeit reicht. Sie wird 'Der Hochweg des Königs' genannt. Kein Unreiner wird auf ihr wandern." Das stimmt. Es ist eine Straße, die von Christus, unserem Herrn, gebaut wurde - eine Verbindung, die von dieser Erde zu jenem Land gemacht wurde. Kein Unreiner kann sie überschreiten.

034 Petrus, diese ungeschulte Person, stand dabei und hatte das bestätigte Wort des Tages gesehen, wovon Gott in jenen Tagen verheißen hatte, daß einer unter ihnen auftreten würde, welcher der Prophet sein sollte. Für Simon war es schwer zu glauben, denn es hatte so viele Nachahmungen davon gegeben. Als er jedoch sah, daß sich das echte Wort jenes Zeitalters entfaltet hatte, und als er hörte, wie Er Ihn rechtmäßig identifizierte, war er gewiß und überzeugt davon, wer Er ist.

035 Er war es, der sagte: "Herr, zu wem sollten wir gehen?", als er gefragt wurde und als die Volksmenge sich in Gläubige, Ungläubige und gemachte Gläubige aufteilte. Alle drei Arten befanden sich dort unter dieser Ansammlung von Menschen; Gläubige, gemachte Gläubige und Ungläubige finden wir hier in diesem Kapitel. Weil Jesus die Worte so ausgesprochen hatte, wie Er es tat, kam es unter Seiner Versammlung zu einer Scheidung. Doch das muß geschehen.

036 Solange Er die Kranken heilte, war Er ein großer Mann. Als es jedoch zur Lehre und Prophetie kam, wurde dadurch der Weizen von der Spreu getrennt. Die Spreu umhüllt den Weizen nur; sie ist nicht der Weizen selbst und deshalb unbrauchbar. In ihr ist nichts - kein Leben. Sie ist nur die Hülse und kann nicht mit dem Weizen zusammen bleiben. Sie wird auch nicht mit dem Weizen erben. Das, worüber wir sprechen, ist das Korn - der Kern des Weizenkornes.

037 Gebt nun acht. Petrus war davon überzeugt, daß dies der Messias ist. Es spielte keine Rolle, was all die anderen sagten. Es spielte keine Rolle, was der Priester sagte. Es machte dem Simon Petrus nichts aus, was die Kirche sagte. Er selbst war davon überzeugt.

038 Jesus sprach einmal in einer Gegend mit ihm und fragte: "Für wen halten die Menschen mich?"

039 "Die einen sagen, Du bist ein Prophet; andere meinen, einer von den alten Propheten sei auferstanden, wieder andere sagen, Du bist Mose oder Elia oder jemand anders."

040 ER sprach: "ICH frage euch; was meint ihr?"

Petrus antwortete: "DU bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes."

041 Da gab Jesus ihm zur Antwort: "Selig bis du, Simon, Sohn des Jonas, denn nicht Fleisch und Blut haben dir das geoffenbart. Du hast es aus keinem Buch, keinem Glaubensbekenntnis oder aus einem Katechismus gelernt. Mein Vater, der im Himmel ist, hat dir dies geoffenbart." Da ist ein echter Gläubiger: - geistliche Offenbarung des Wortes. Seht ihr?

042 "Du bist Petrus, und auf diesem Felsen deiner Offenbarung, wer Ich bin, darauf werde Ich Meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen."

043 Kein Wunder, daß Simon sagte: "Zu wem sollten wir gehen?"

Jesus hatte sich umgewandt und gesagt: "Wollt auch ihr gehen?"

044 Sie antworteten: "Herr, zu wem - wohin sollten wir gehen? DU allein hast Worte des ewigen Lebens. Nur Du bist es." ER hatte nicht nur Worte des Lebens, Er war das Wort des Lebens. ER war das Wort des Lebens, und Simon erkannte das ganz genau. Als er es erkannte, war es das, was seine Hoffnung aufrecht erhielt, denn es ist ihm geoffenbart worden, daß Er das lebendige Wort war.

045 So ist ein echter Gläubiger. Wenn der Heilige Geist - nicht irgendeine Person oder irgend etwas anderes euch überzeugt - sondern wenn der Heilige Geist selbst euch das Wort geoffenbart hat. Ihr seht das Wort bestätigt. Dann kommt der Geist Gottes in dem Zeitalter, um das Wort für das Zeitalter zu verwirklichen.

046 Wie würde jemand Luther nicht Glauben geschenkt haben, wenn er das erkannt hätte' Luther war ein Reformator. Der Geist, der einem Menschen glich, kam für die Reformation hervor. Bei Wesley war es genauso. Sie mußten es glauben. Seht, das war die Botschaft für das jeweilige Gemeindezeitalter. Genau das geschah. Das war es, was geschehen sollte. Die einzelnen mußten es glauben.

047 Jetzt befinden wir uns im Laodizea-Zeitalter, und es wird uns gelehrt, daß Christus im Gemeindezeitalter aus Seiner Gemeinde getan wurde und daß Er sogar an die Tür klopfte und versuchte, wieder hineinzukommen. Wenn wir also sehen, was geschieht, dann wissen wir, in welch einem Zeitalter wir leben.

048 Wir befinden uns am Ende der Weltgeschichte. Das Buch kommt jetzt zu seinem Abschluß. Eines Tages wird die letzte Zeile darin geschrieben sein, dann wird es geschlossen, und die Zeit wird nicht mehr sein.

049 Die Aufführung eines großen Stückes wird vorbereitet. Am Himmel stehen Engel und geben acht. Ihr wißt, was ein Drama ist. Die Darsteller sind bereit. Ihr könnt sie in Aktion treten sehen.

050 Ihr könnt den Bösen auftreten sehen. Ihr könnt beobachten, wie der Schurke des Spiels in Erscheinung tritt, um in seiner Gerissenheit zu verführen. Ihr könnt aber auch sehen, daß sich die Entrückungsgemeinde zubereitet. Es ist eine gewaltige Handlung.

051 Ihr könnt sehen, daß Gottes Gegenwart bestätigt wird, und wie Er bewirkt, daß dieses Stück, welches hier in dieser Bibel vorhergesagt wurde, abläuft. Was für eine Zeit ist es, in der wir leben! Es ist die herrlichste Zeit! Die Menschen aller Zeitalter haben sich nach dieser Zeit gesehnt. Die alten Propheten haben danach verlangt, diese Stunde zu sehen, hatten aber nicht das Vorrecht.

052 Nun, das war ein Gläubiger, denn er hat es gesehen, und er glaubte es. "Wir sind völlig davon überzeugt, daß Du Christus, der Messias - das Wort Gottes für diesen Tag bist, und das glauben wir." Seht, das war ein wirklich Gläubiger.

053 Wir wollen ganz schnell noch einige andere Gläubige betrachten, ehe wir zur nächsten Art übergehen. Laßt uns den Propheten Noah nehmen. Stellen wir uns vor, er war in jener Zeit ein Farmer. Es gab Spötter und Religiöse in jenen Tagen, und die Kirche hatte einen Tiefstand erreicht. Da sprach Gott zu Noah und beauftragte ihn, eine Arche zu bauen. Noah debattierte nicht mit Gott darüber, er glaubte, daß es das Wort Gottes ist, und ging sofort ans Werk, indem er die Dinge vorbereitete. So ist ein wahrer Gläubiger.

054 Argumentiert nicht darüber. Wenn ihr vollkommen überzeugt seid, das genügt. So ist es mit jedem, auch wenn ihr nur ein wenig Glauben habt. Der Glaube kommt durch das Hören. Wenn du hier stehst - ganz gleich, was der Arzt sagt, das mit dir nicht stimmt. Der Mann hat die Diagnose gestellt und weiß, wovon er spricht, soweit seine Instrumente und sein Wissen es zulassen, und er sagt, daß es keine Rettung mehr gibt und du sterben mußt. Für dich aber wird gebetet, und du siehst schon in der Zukunft einen gesunden Mann oder eine Frau dort stehen. Das ist es. Ihr geht mit aller Gewißheit darauf zu, denn ihr glaubt es. Gott hat es ausgesprochen. Ihr wißt, daß es so ist.

055 So war es mit der Frau, die den Krebs ausgehustet hat; sie hatte keinen Zweifel in ihren Gedanken, daß es geschehen würde. Der Krebs war abgestorben, löste sich und kam heraus. Das ist es. Ihr glaubt es.

056 So war es mit dem Vater, der vor einer Weile seinen kleinen Jungen dorthin brachte. Er ist jetzt irgendwo hier im Gebäude. Der kleine Junge hatte einen Sturz und verlor sein Gedächtnis. Er konnte sich an nichts mehr erinnern. Nur einige Momente nach dem Gebet fragte ich ihn nach seinem Namen. Er nannte ihn mir, auch wie alt er sei. Dort stand er so normal, wie ein Junge nur sein kann. Sie glaubten. Wenn Gott etwas sagt, dann muß es so sein. Noah glaubte Gott. Er wurde als Gläubiger angesehen. Daniel glaubte Gott, als sich die Gemeinde in der babylonischen Gefangenschaft befand. Es spielte keine Rolle, daß sie sagten: "Wir werden eine Bekanntmachung geben, daß man zu keinem anderen Gott beten darf, als zu dem Bildnis dieses heiligen Mannes," oder was immer es war; Daniel ließ es unbeachtet. Gott hatte zu ihm geredet, denn er war ein Prophet, und das Wort kam zu ihm. Als der Tempel eingeweiht wurde, ist ausgesprochen worden: "Wenn sich jemand in irgendeinem Lande in Not befindet und in Richtung nach diesem heiligen Ort betet, dann erhöre ihn vom Himmel her." Daniel glaubte Gott. Er war ein echter Gläubiger. Nicht einmal die Löwen konnten ihn auffressen. Das stimmt. Er war gläubig. Er hatte etwas Echtes und Wirkliches. Er war ein Gläubiger.

057 David - ein anderer Gläubiger, war ein kleiner Außenseiter. Daniel trat der modernen Kirche nicht bei, und auch Noah tat es nicht. Nicht im Geringsten. Sie glaubten an das, wovon Gott gesagt hatte, daß es die Wahrheit ist. Ganz gleich, was die moderne Welt sagte, sie glaubten das, wovon Gott sagte, daß es die Wahrheit ist. Das sind echte Gläubige.

058 Dasselbe war auch mit Petrus und den Aposteln: Sie glaubten, daß Er das Wort des Lebens hatte, ja, daß Er das Wort des Lebens war. Ich glaube heute das gleiche. Alles andere dagegen, was im Gegensatz dazu steht, ist Tod. Dies allein ist das Wort des Lebens, und Christus ist das Wort.

059 David war ein Jüngling und hatte eine frisch aussehende Gesichtsfarbe. Womöglich hackten seine Brüder gerne auf ihm herum, denn er war klein von Gestalt, nicht einmal groß genug, um eine Rüstung zu tragen. Er konnte nicht in den Krieg ziehen, dazu war er zu klein und zu schmächtig. Dennoch ist er als Gläubiger dorthin gegangen. Er weidete dort in der Einöde ein paar Dutzend Schafe, die sein Vater ihm anvertraut hatte, und bewachte sie mit einer Schleuder. Es war ein Land, in dem es Löwen, Bären, Wölfe usw. gab. David sah auf die schattige, grüne Weide und wußte, was es für die Schafe bedeutete, wenn sie sich bei Hitze in den Schatten legen konnten. Er wußte, was ein guter, kalter Schluck Wasser bedeutete, als er sagte: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele nach Dir, o Gott."

060 Er hatte geweint und gebetet. Doch eines Tages brach die Not herein. Ein Löwe schnappte eines der Schafe und machte sich davon. Er dachte: "Gott hat mich dem Löwen doch überlegen gemacht." So nahm er seine Schleuder und schlug den Löwen mit einem kleinen Stein in der Schleuder nieder. Wenn jemand einmal einen Löwen gesehen hat, einen der afrikanischen Löwen mit ihrem gewaltigen Nakken und der Mähne, wie es sie auch in Palestina und Asien gibt, dann wüßte er, was es mit einem solchen Tier auf sich hat. Es kann kaum mit einem großen '300 Magnum Geschoß niedergestreckt werden - und er hat ihn mit einem kleinen Stein niedergeschlagen. Als der Löwe sich erhob und auf ihn zuging, ergriff er ihn beim Bart und tötete ihn.

061 Aus diesem Grund wußte er, wovon er spricht. Er hatte ein Erlebnis gehabt. Er hatte Gott um Seines Wortes willen auf die Probe gestellt.

062 Er fürchtete sich nicht vor Goliath, denn er war unbeschnitten, ja nicht einmal gläubig. Goliath trat hervor und fluchte ihnen im Namen seines Gottes. Er war viel größer als er, ein großer, kräftiger Bursche, hatte vierzehn Zoll lange Finger. So lang ungefähr waren seine Finger. Er war ein Kriegsmann. Vielleicht trug er ein Panzerhemd, das dreihundert Pfund oder mehr wog, und einen Helm aus Metall, der womöglich eineinhalb Zoll stark war. Er war ein Riese, hatte einen Speer wie einen Weberbaum, der etwa zwanzig Fuß lang sein soll. Einen zwanzig Fuß langen Speer hatte er in seiner Hand. Ein Mann wie er konnte einfach dastehen, sich ein Dutzend Männer packen und sie zu Boden werfen. Welch ein Gegner! Dort stand er nun, tat sich groß und gab an.

063 Ihr seht, er sagte: "Laßt kein Blut vergossen werden. Laßt jemand gegen mich kämpfen. Wenn ich gewinne, dann müßt ihr mir alle dienen, und wenn derjenige gewinnt, dann werden wir euch dienen."

064 Seht, wenn der Teufel meint, daß er euch überlegen ist, dann nimmt er den Mund so voll. Aber er war an den verkehrten Mann geraten. Er begegnete dem geringsten Mann im Lande, einem frisch aussehenden Burschen mit herunterhängenden Schultern.

065 Er sprach: "Wollt ihr mir sagen, daß ihr, das Heer des lebendigen Gottes, dasteht und gestattet, daß dieser unbeschnittene Philister das Heer des lebendigen Gottes verhöhnt?"

066 Er war darüber erschüttert. Weshalb? Weshalb? Er war ein Gläubiger. Die anderen waren gemachte Gläubige, seht. Doch er war ein echter Gläubiger.

067 Er sagte: "Wenn ihr euch fürchtet, gehe ich hin, um mit ihm zu kämpfen."

068 Was für eine Herausforderung für einen solch kleinen Kerl! So erwies er sich als ein Gläubiger und tat genau das, was er wußte, daß Gott tun würde.

069 Dieser unbeschnittene Philister fluchte ihm im Namen seines Gottes und sagte: "Bin ich etwa ein Hund, daß ein winzig kleiner Zwerg so hervortritt? Ich werde dich auf die Spitze meines Speeres spießen und dort in den Baum hängen, damit die Vögel dein Fleisch fressen!" Oh, was war er für ein schrecklicher Kerl!

070 David sagte: "Du begegnest mir mit einem Schwert, einem Speer und einer Rüstung; du begegnest mir im Namen der Philister, ich jedoch begegne dir ohne Schwert, Speer und Rüstung, sondern ich begegne dir im Namen des Herrn, des Gottes Israels!"

071 Da habt ihr es. Das ist ein Gläubiger. Das ist seine Burg! Das ist sein Schild! Das ist sein Schutz! Amen! Das sollte die Abwehr der Gemeinde sein. Das ist die Abwehr eines jeden Gläubigen. Ganz gleich, was geschieht, was die Welt sagt, was auch immer, euer Schutz ist der Herr, der Gott Israels. So ist es. "Der Name Jesu Christi ist ein starker Turm, die Gerechten flüchten sich hinein und sind geborgen." Das ist unser Schutz: Jesus Christus.

072 Wir wissen, was geschah, als es dann soweit war. Es gab außer einer einzigen Stelle, die frei blieb, wenn er sein Visier herunterklappte, keine Möglichkeit, ihn zu treffen. Die Stelle, an der er ihn treffen konnte, war genau hier an seiner Stirn. Noch bevor er mit dem Riesen zusammentraf, und als er sich noch in einiger Entfernung zu ihm befand, lenkte Gott schon den tödlichen Stein, und er erschlug den Riesen. Gott tat es. Nun, wir erkennen, daß er ein Gläubiger war.

073 Abraham war ebenfalls ein Gläubiger. Er war ein Chaldäer und kam aus der Stadt Ur. Von dort wurde er gerufen und sollte etwas tun und etwas glauben, was physisch völlig unmöglich war. Doch er ließ sich durch Unglauben in Betreff der Verheißung Gottes nicht irre machen, so steht es in Röm. 4, sondern wurde im Glauben immer stärker, indem er Gott die Ehre gab.

074 Abraham war dann fünfundsiebzig und seine Frau fünfundsechzig Jahre alt, und sie hatten zusammen gelebt, seit sie ein junger Mann und ein junges Mädchen gewesen waren. Sie war ja seine Halbschwester. Sie hatten zusammen gelebt, ohne Kinder zu haben. Gott sprach zu Abraham: "Sondere dich von den Ungläubigen ab." Gott verursacht immer irgendwie eine Trennung. "Sondere dich von den Ungläubigen ab und wandle mit Mir. ICH habe dich zum Vater vieler Nationen gemacht. ICH habe es schon getan." Abraham glaubte es. So ist ein Gläubiger.

075 "Wie wirst Du das tun, Herr?" Diese Frage hat er nie gestellt. Gott sagte, daß Er es tun wird, und das genügte.

076 Sara war bereits über die Wechseljahre hinaus. Als der erste Monat vorbei war, fragte Abraham vielleicht: "Hat sich schon etwas geändert?"

"Nein, nichts."

077 Doch Abraham glaubte trotzdem. Fast fünfundzwanzig Jahre später war immer noch kein Unterschied festzustellen, Abraham jedoch glaubte auch jetzt noch. So ist ein Gläubiger. Das ist kein gemachter Gläubiger, das ist ein Gläubiger. Nach fünfundzwanzig Jahren war Abraham stärker als am Anfang. Er glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, denn er war ein echter Gläubiger.

078 In einer Weile werde ich darum bitten, daß ihr euch durchforscht, damit ihr seht, zu welcher Gruppe ihr gehört.

079 Was tat Abraham? Er stolperte nicht über die Verheißung Gottes, weil es unmöglich schien.

080 Was wäre, wenn ein fünfundsiebzig Jahre alter Mann und eine fünfundsechzigjährige Frau zum Arzt gingen und sagten: "Wir möchten uns im Krankenhaus anmelden, denn wir werden ein Baby bekommen."? Und wenn er nach fünfundzwanzig Jahren sagen würde: "Doktor, hältst du uns noch das Bett frei?" Es bewirkt, daß ihr sonderbar handelt. Für die Welt sind eure Entscheidungen eigenartig, doch das ist ein Gläubiger, ungeachtet dessen, wie seltsam es erscheint.

081 Die Bibel sagt, daß er völlig davon überzeugt war, daß Gott das tun würde, was Er zu tun verheißen hat. Das sollte heute nachmittag für jeden Gläubigen erreichbar sein. Gott ist imstande, jedes Wort zu halten und zu tun, was Er gesagt hat. Ich gebe nichts darum, was Denominationen sagen. Das Wort zählt. Sie meinen: "Die Tage der Wunder sind vorbei. Das alles ist nur Telepathie; es ist alles Wahrsagerei." Es ist mir gleich, was sie sagen; ich glaube immer noch, daß dieses Gewehr genau auf den Mittelpunkt der Zielscheibe gerichtet ist und daß es das Ziel trifft. Genauso glaube ich, daß es jedesmal genau das treffen wird, was das Wort verheißen hat, wenn ein Gläubiger nach dem Wort Gottes eingestellt ist. Es wird wieder geschehen. Ich bin völlig davon überzeugt, daß es geschehen wird, wenn wir sehen, daß wir uns in diesem Zeitalter befinden, in dem diese Dinge sein sollen. Diese Dinge müssen stattfinden.

082 Das ist der Grund, weshalb ich glaube, daß, sobald die Braut, die auserwählt ist und im Buch des Lebens steht, herausgerufen ist, ein Brausen vom Himmel kommen wird und solch ein Taufe des Heiligen Geistes in der Braut stattfindet, daß sie durch die Entrückungsgnade von der Erde genommen wird. Gott hat es verheißen.

083 Ich gebe nichts darum, wie viele Wissenschaftler und wie viele Astronauten man einstellt, und alles mögliche, und wie viele Millionen Meilen weit sie sehen können - darum gebe ich nichts. Es gibt einen Himmel, und es gibt dort einen wirklichen Jesus Christus, der in Leibesgestalt kommen wird, um Seine Gemeinde, Seine Braut in Empfang zu nehmen. Ganz gleich, wie alt die Geschichte erscheint, sie ist immer noch die Wahrheit. Gott sagte es so. Die Gläubigen glauben es.

084 Gott sagte: "ICH bin der Herr, der alle deine Krankheiten heilt. ICH bin Gott, und Ich ändere Mich nicht." Amen! Gott ist das Wort, und wenn Gott sich nicht verändert, wie kann sich dann das Wort verändern? "ICH bin Gott und wandle Mich nicht." Das sagt die Schrift - Gott selbst sagte es. ER kann sich nicht ändern, denn Er ist das Wort. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort - das unveränderliche Wort. Und das Wort wurde Fleisch und nahm seine Wohnung unter uns. Amen! Jawohl!

085 Gott hat während der ganzen Zeitspanne immer jemanden auftreten lassen - Moses, Hesekiel, Jeremia, Jesaja, Elia - wodurch Sein Wort vorübergehend kam, aber das volle Wort ist in dem Manne Jesus Christus geoffenbart worden. ER war Gott. Die Fülle der Gottheit wohnte leibhaftig in Ihm. ER ist Fleisch geworden. Ich glaube jedes Wort davon.

086 Hiob war ein weiterer Gläubiger. Manchmal - nein, nicht manchmal, sondern immer müssen die Gläubigen durch Prüfungen gehen. Denn jeder, den Gott als Sohn annimmt, muß gezüchtigt, geprüft und wie ein Kind erzogen werden. Denkt an die Prüfungen, die staubigen Straßen, die heiße Sonne der Verfolgung, doch die Treue eures Herzens schlägt das Material solange, bis es soweit ist, daß es in die Form hineinpaßt. Die Kinder Gottes werden ganz genau nach Seinem Wort geformt, denn sie sind lebendige Beispiele. Das Wort Gottes lebt durch sie. Die Prüfung kommt, um euch zu erschüttern, um euch ganz nach unten zu bringen, damit ihr erkennt, wo ihr steht. Jeder Sohn, der zu Gott kommt, wird getestet und geprüft.

087 Hiob ging durch Schwierigkeiten und Prüfungen. Seine Kinder wurden ihm genommen, alles wurde ihm genommen. Die Gemeindemitglieder kamen, beschuldigten ihn, heimlich gesündigt zu haben, und versuchten, alles mögliche gegen ihn zu sagen, doch er hörte auf nichts von alledem. Er wußte, daß er den Forderungen Gottes nachgekommen war. Er wußte, daß es gar nicht nötig war, daß Satan ihn versuchte. Er wußte, daß es der Teufel war. Solange der Satan ihn davon überzeugen konnte zu glauben, daß seine Krankheit von Gott kommt, hatte er Hiob geschlagen. Doch plötzlich wurde Hiob geoffenbart, daß es nicht Gott war. Diese Prüfungen wurden ihm nur auferlegt, um etwas aus ihm zu machen. Es war nicht Gott, der es tat; es war Satan.

088 Genauso ist es heute. Er wird euch zu sagen versuchen, daß euer Gott diese Prüfung über euch bringt, um euch zu bestrafen. So ist es nicht, nein! Es ist Satan, der das tut. Gott läßt nur zu, daß ihr geprüft werdet, um euch zu zeigen, ob ihr durch die irdischen Sorgen an diese Erde gebunden seid oder ob eure Schätze im Himmel sind, denn wo eure Schätze sind, da seid auch ihr. Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

089 Hiob wurde geprüft, und dennoch sagte er: "Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als letzter auf dem Staube auftreten wird. Mag jetzt auch meine Haut so ganz zerfetzt und ich meines Fleisches ledig sein..." Habt ihr aufgepaßt? Die Würmer waren bereits in seinem Leibe. Eure Würmer sind in euch. Ihr werdet ja in einen dicht abgeschlossenen Sarg getan, ohne daß Luft oder irgend etwas hineinkommt, aber die Würmer sind bereits da. Sie sind in euch und halten sich bereit, bis sie gerufen werden, ihre Pflicht zu tun.

090 Denkt an den König Herodes, er verfiel dem Wurmfraß auf der Straße. Die Würmer in seinem Körper haben ihn direkt auf der Straße gefressen (Apg. 12, 23). Sie halten sich dort bereit.

091 "Mögen auch die Würmer meinen Leib zerstören, dennoch werde ich Gott in meinem Fleische sehen." Amen. Ihr könnt ihn nicht vernichten. Auch wenn ihn die Würmer auffressen, wird er trotzdem wieder da sein. "... den ich schauen werde mir zum Heil und den meine Augen sehen werden, und zwar nicht mehr als einen Entfremdeten." (Hiob 19, 21-27) Hiob sagte das. Weshalb? Er war ein Gläubiger. In Prüfungen war er ein Gläubiger; in Verfolgung war er ein Gläubiger. Er war ein echter Gläubiger.

092 Ein weiterer Gläubiger war Joseph. Er konnte nichts dafür, das zu sein, was er war. Er war ein Prophet; Gott machte ihn zu einem Propheten. Er wollte nicht anders sein als seine Brüder, aber er war anders. Gott machte ihn zu dem, was er war. Niemand anders konnte seinen Platz einnehmen.

093 Niemand kann deinen Platz einnehmen. Du sagst: "Ich bin doch nur eine Hausfrau." Trotzdem kann niemand deinen Platz einnehmen. Gott hat euch in Seinen großen Haushalt so eingefügt, damit der Leib Christi in Ordnung ist, und es gibt niemanden, der euren Platz einnehmen kann.

094 Wie gerne würden ich und jeder von uns Predigern den Platz von Billy Graham einnehmen, doch wir können es nicht. Aber denkt daran, Billy kann auch unseren Platz nicht einnehmen. Seht ihr? Wir alle haben einen Platz. Manche von uns sind Evangelisten, manche sind Propheten, manche Lehrer, manche Hirten - was immer wir sind. Manche sind Hausfrauen, andere Mechaniker, andere Farmer, was es auch ist: Gott hat euch an euren Platz gestellt.

095 Joseph war ein Prophet. Er konnte nichts dafür, daß er Träume zu deuten vermochte. Er konnte nichts dafür, daß er Visionen sah. Beachtet, wie aufrichtig er war. Auch wenn er dadurch das gute Verhältnis zu seinen Brüdern verlor, blieb er treu, denn er glaubte diesen Träumen. Er glaubte, daß sich der Traum von den Garben, die sich alle vor ihm verneigten, erfüllen würde. Er glaubte es, denn er war ein echter Gläubiger. Ich habe noch fünf Minuten und zehn Seiten!

096 Gebt nun acht. Ich habe mir hier eine Schriftstelle notiert. Nathanael war ebenfalls ein Gläubiger. Stimmt das? Nathanael sah, was sich ereignete, und es löste etwas in ihm aus, als Jesus ihm sagte, wer er ist, daß er ein wahrer Israelit und daß kein Falsch in ihm sei und daß Er ihn gesehen hatte, als er am Vortag unter dem Baum gewesen war und gebetet hatte, als Philippus ihn rief. Er war ein Gläubiger.

097 Es gab viele, die dort standen und sagten: "Dies ist der Geist des Teufels. Der Teufel bewirkt die göttliche Heilung." Jener alte Teufel ist bis heute noch nicht gestorben. Sie glauben, daß der Teufel göttliche Heilung bewirkt.

098 Jesus sagte: "Wenn Satan den Satan austreibt, dann ist sein Reich entzweit, und so kann ein Reich nicht bestehen." ER sagte: "Satan kann es nicht tun, denn Satan kann nicht Satan austreiben."

099 Nathanael also war ein Gläubiger. Als er sah, daß das Wort Fleisch geworden war, indem Er ihm bestätigte, daß er ein Gläubiger ist, da sprach er: "DU bist Christus, Du bist der König in Israel." Er glaubte es.

100 Als die Frau am Brunnen es sah, da glaubte sie es. Auch sie war eine Gläubige.

101 Andere waren laut und gingen weiter. Manche sagten: "Ich habe gehört, daß Du die Toten auferweckst. Wir haben hier einen ganzen Friedhof voll, komme und wecke sie auf! Wir wollen sehen, ob Du es tun kannst." Seht, es war derselbe Teufel, der sagte: "Wenn Du der Sohn Gottes bist, so gebiete, daß diese Steine zu Brot werden.", und er war es auch, als man Ihm das Angesicht verhüllte, auf Sein Haupt schlug und als sie sagten, während sie den Stab einander weiterreichten: "Wenn Du uns sagst, wer es war, der Dich geschlagen hat, dann werden wir an Dich glauben." Diese Soldaten machten sich über Ihn lustig. Es sah aus, als sei Bedrängnis über Ihn gekommen, doch denkt daran: Gott ist immer da. Seht, Er war dort, zu jeder Zeit bereit.

102 Jesus sagte: "ICH könnte Meinen Vater bitten, und Er würde Mir sofort zwölf Legionen Engel senden." Oh, was könnte schon ein Engel tun? Doch seht ihr, auf Seinen Befehl hin würden zwölf Legionen erscheinen. Aber Er mußte eine Aufgabe erfüllen. ER hatte etwas zu tun. ER mußte da hindurchgehen.

103 Auch du hast etwas zu tun. Gott hat etwas für dich zu tun. Ihr mögt manches Herzeleid und manche Schwierigkeiten haben, ihr mögt manche Enttäuschung erleben, aber beten wir, daß wir davon verschont bleiben? Nein, Herr. Bringe mich durch sie hindurch, was immer es sein mag. Was es auch sein mag, laß nicht zu, daß ich ihnen ausweiche. Wenn sie für mich bestimmt sind, so gib mir Gnade, hindurchzugehen. Das ist es.

104 Beachtet nun den blinden Bartimäus. Er wußte, daß man gesagt hatte: "Dies ist der Prophet aus Galiläa. ER ist der Sohn Davids. Wir glauben es." Einige der Gläubigen müssen ihm gesagt haben: "Wir als Gläubige wissen, daß Er der Sohn Davids ist." Er wußte, wenn Er es war, dann war Er das Wort.

104 Er wußte auch, daß Er die Gedanken des Herzens unterscheiden konnte, wenn Er das Wort war. Deshalb rief er aus: "Sohn Davids, erbarme Dich meiner." Die Ungläubigen - die Gemeindemitglieder - schrien dies und jenes. Das hat den blinden Bartimäus überhaupt nicht aufgehalten. Er rief: "Oh, Jesus, Du Sohn Davids, erbarme Dich meiner."

105 Vielleicht konnte Er ihn gar nicht hören, aber Er wußte, daß er rief. Deshalb blieb Er stehen und wandte sich um. Dort war ein Gläubiger. ER sprach: "Dein Glaube hat dich gerettet." Amen.

106 Der Frau mit dem Blutfluß sagte Er das gleiche: "Dein Glaube...", denn sie sprach in ihrem Herzen: "Wenn ich den Saum Seines Gewandes berühren kann, dann werde ich gesund." "Dein Glaube hat dich gerettet." Sie war eine Gläubige.

107 Dasselbe hat auch William Dauch gerettet, der dort sitzt. Vor einigen Tagen bekam er ein Herzversagen und einen Herzanfall. Er ist ein Mann von einundneunzig Jahren. "Dein Glaube hat dich gerettet." Weshalb? Weil er ein Gläubiger ist.

108 Prediger Tom Kidd hier geht wohl auch schon auf die Neunzig zu. Als er neunundsiebzig Jahre alt war, wurde er mit Prostatakrebs ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte sagten, daß es keine Hoffnung für ihn gab. Als wir an dem Morgen hineingingen, sahen wir diesen kleinen Patriarchen mit dem Schal über seiner Schulter dort sitzen, wie er mit seinem Handstock klopfte. Er war fast nicht mehr zurechnungsfähig und nannte eine alte Frau, die dort saß und die er seit Jahren kannte, "Großmutter". Sie war eines seiner Mitglieder. Er sagte: "Du siehst schneeweiß aus." Er konnte nicht mehr klar denken. Doch als die Kraft Gottes in den Raum hereinkam, geschah etwas, und er lebt heute noch. Das geschah vor vier Jahren mit einem Mann, der nahezu achtzig Jahre alt war. Hier sitzt er heute abend, ist vollkommen gesund und vom Krebs geheilt. Nicht ein gemachter Gläubiger, sondern ein Gläubiger! Das ist es. Glaubet. Er nahm Gott bei Seinem Wort.

109 Es war genau dasselbe wie beim blinden Bartimäus. Er war blind und wußte doch, daß er empfangen würde, was er wollte, wenn es ihm gelang, die Aufmerksamkeit Jesu Christi auf sich zu lenken.

110 Die Frau wußte, daß sie bekommen würde, was sie wollte, wenn sie Sein Gewand berühren konnte - dann würde sie bekommen, was sie wollte.

111 Tom wußte und hatte den Glauben, daß er empfangen würde, was er wollte, wenn ich für ihn betete.

112 Mit demselben Glauben sagte Martha: "Sogar jetzt noch, Herr, wird Gott das für Dich tun, was immer Du von Gott erbittest. Mein Bruder ist tot und seit vier Tagen im Grab, aber bitte Gott einfach, und Gott wird es für Dich tun.

113 ER sprach: "Dein Bruder wird wieder auferstehen."

Und sie antwortete: "Ja, Herr, in den letzten Tagen bei der Auferstehung wird auch er auferstehen. Er war ein guter Junge."

114 ER sagte: "Doch Ich bin die Auferstehung und das Leben!"

"Ja, Herr, auch das glaube ich."

115 "Wo habt ihr ihn hingelegt?" Das war alles. Es war erledigt. Jawohl.

116 Die Königin des Südens kam in jener Generation von Ungläubigen, stand dort und glaubte, daß das, was sie sah, von Gott kam. Die Bibel sagt, daß sie am Endgericht mit jener Generation auftreten und sie verdammen wird, denn sie kam von den entferntesten Teilen der Welt, um die Weisheit Salomos zu hören.

117 Moses war ein Gläubiger. Obwohl er es zunächst auf verstandesmäßige Weise, auf jede Art, wie er nur konnte, versuchte, gelang es ihm nicht. Er versuchte, Israel herauszuführen, weil er wußte, daß er dazu berufen war. Er versuchte es mit Berechnung, er versuchte es auf militärischem Weg, er versuchte es auf dem Bildungsweg, er versuchte es auf jede Art und Weise, doch es klappte nicht. Dann tat er es in der Weise Gottes. Was war geschehen? Eines Tages war ein Feuer in einem Busch, das dort blieb und aus dem das Wort an ihn erging. ER sagte nicht: "ICH bin" der "ICH war" oder der "ICH werde sein", sondern "ICH bin der ICH bin". ER ist es immer noch! ER ist das Wort, das ewige, immerwährende Wort.

118 Moses zweifelte nicht. Er hatte Schwierigkeiten, die Natur war gegen ihn, alles war gegen ihn, doch mit einem krummen Stab in seiner Hand ging er hin und hat die ganze Nation eingenommen. Die Verfolger ertranken im Roten Meer, und er brachte Israel zum Verheißenen Land. Weshalb? Weil er Gott glaubte. Das stimmt. Er war ein Gläubiger. Jetzt habe ich die halbe Stunde für die Gläubigen verwandt und muß noch die anderen beiden Gruppen durchnehmen. Wir werden uns dabei beeilen, denn sie sind ohnehin nicht wichtig. Nein.

119 Als zweites kommen wir jetzt zu den Ungläubigen. Laßt uns jetzt als nächstes über die Ungläubigen sprechen.

120 Was tut der Ungläubige? Wir sahen, was der Gläubige tut: Er nimmt das Wort an - aus jeder Rasse, in jeder Generation von Noah an bis jetzt. Wir könnten hier sechs Monate eine Erweckung darüber haben und diejenigen betrachten, die geglaubt haben. Der Gläubige stellt nichts in Frage. Der Gläubige glaubt es, ganz gleich, wie es sich anhört, was jemand anders darüber sagt oder wie unmöglich es erscheint. Der Gläubige glaubt es! Was glaubt er? Das Wort - nicht eine Glaubenssatzung, sondern das Wort; keiner Denomination, sondern dem Wort; nicht, was jemand anders sagt, sondern, was das Wort sagt. Nun, denkt daran, das ist der Gläubige. Der Gläubige stellt nichts in Frage. Der Gläubige sagt nicht: "Wie kann das sein?" "Wenn ich es erklärt bekommen könnte..." So ist der Ungläubige. Dem Gläubigen kommt es nicht darauf an, worum es geht, sondern: Wenn es das Wort ist, dann ist es das Wort. Das ist wahr. So ist der Gläubige.

121 Nun zum Ungläubigen. Jetzt werden wir uns mit den Ungläubigen befassen. Wir stellen fest, daß sie mitmachten, solange man ihnen auf die Schulter klopfte und sie Jünger nannte. Solange verlief alles gut und sie waren in Ordnung. Doch dieser Prophet, von dem sie glaubten, daß er ein Prophet ist, und wußten, daß er die Kranken heilen konnte und so weiter - was tat Er? Als die tatsächliche Wahrheit und die Zurechtweisung im Gegensatz zu dem, was sie glaubten, hervorkam, da konnten sie das Wort nicht annehmen. Die Wunder konnten sie annehmen und auch tun. Sie zogen aus, trieben Teufel aus, predigten das Wort und waren immer noch ungläubig. Gemäß Luk. 10 sandte Er die Siebzig jeweils zu zweien aus, und sie trieben die Teufel aus, so daß der Herr Jesus frohlockte und sagte: "Ich habe den Satan wie einen Blitz vom Himmel herabfahren sehen." Sie trieben Teufel aus, auch Judas war dabei. Hier sehen wir jetzt die Ungläubigen, denn als Jesus von dem zu sprechen begann, was Er tatsächlich war: die Auferstehung, das Leben usw., und sagte: "Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn zum Himmel auffahren seht, von wo Er gekommen ist?", da hieß es: "Dieser Mann versucht zu sagen, daß Er vom Himmel gekommen ist. Das ist zuviel für uns. Das können wir nicht glauben."

122 ER sagte: "Was ist es? - Das Fleisch, von dem ihr redet, ist nichts nütze, es ist der Geist, der das Leben schafft."

123 Da habt ihr es. Der Geist macht das Wort lebendig. Es ist der Geist - nicht eine Satzung. Der Geist - der Heilige Geist macht euch das Wort lebendig, und es wird lebendig. Das ist es. Ihr nehmt es wahr. Durch Glauben seht ihr es. Ihr wißt, daß es so ist, denn das Wort sagt es und der Geist macht euch das Wort lebendig. So ist es.

124 Ihr sagt: "Wie stellen wir die Ungläubigen fest?" Sofern etwas gesagt wird, mit dem sie nicht übereinstimmen, gehen sie von euch. "Das werde ich nicht..." Oh, es ist heute in der Welt so trübe. Beginnt nur etwas zu sagen, dann versammeln sie sich.

125 Ich beobachte, daß sie in großen Mengen zu den Versammlungen kommen, und ihr steht auf und sagt etwas. Sie sitzen da, passen auf und warten, und sobald ihr sagt: "Jesus Christus hat sich jetzt als der Messias erwiesen, denn Er war ein Prophet", dann ist das Maß voll und sie gehen. Was sind es? Ungläubige!

126 Ihr sagt: "Das hast du dir ausgedacht." Nein, das habe ich nicht. Ich sage genau das, was die Bibel hier sagt. Sie waren Ungläubige, und sie gingen davon, obwohl sie Jünger waren. Doch es stand im Gegensatz zu dem, was sie meinten.

127 Sie sagten: "Dieser? Wer kann so etwas glauben?" Es waren Pharisäer und Sadduzäer, die herausgekommen waren, sich angeschlossen hatten und mit Ihm gezogen sind. Immer, wenn sich das Übernatürliche entfaltet, kommen drei verschiedene Arten hervor. So war es in Ägypten. Es kamen Ungläubige, Gläubige und gemachte Gläubige hervor - alle drei Gruppen. Ich habe es mir hier aufgeschrieben, und wir nehmen es heute abend durch und erklären, wie es ist. Seht, überall finden wir diese drei, so ist es immer.

128 Gebt nun acht. Die Siebzig gingen davon, weil etwas nicht mit dem übereinstimmte, wovon sie glaubten, daß es richtig wäre. Wir brauchen uns keine eigene Vorstellung zu machen, es geht darum, was Er sagte. Ihr müßt euer eigenes Denken verleugnen. Sagt einfach das, was Er sagte. Das ist ein wirkliches Bekenntnis. Ein Bekenntnis bedeutet, daß man dasselbe sagt.

129 Wenn ich bezeuge, daß etwas Bestimmtes stattgefunden hat, dann wiederhole ich das gleiche, was geschehen ist. Das ist ein wirkliches Bekenntnis - und Er ist der Hohepriester unseres Bekenntnisses - indem wir das gleiche sagen, das was Gott sagte. Seht, dadurch erweist es sich als richtig, denn ihr wiederholt nur Gottes Wort.

130 Gebt acht, die Siebzig gingen davon. Was taten sie? Sie gingen davon, nur weil sie nicht übereinstimmten. Ihre Weisheit, ihre Gemeindezugehörigkeit, die sie hatten - es war zuviel. Es war zuviel für sie, daran zu denken, daß dieser Mann, der dort stand, von dem alle Leute glaubten, daß Er unehelich geboren war, das Recht habe, sich Gott zu nennen, obwohl Er nur ein Mensch sei.

131 Sie sagten: "Wir steinigen Dich nicht wegen eines guten Werkes, das Du getan hast; wir steinigen Dich deshalb, weil Du, der Du ein Mensch bist, Dich selbst zu Gott machst." Das Wort sagte, daß Er Gott war! "Sein Name lautet Wunderbar, Rat, Kraft, Ewigvater, Friedefürst." Sie lasen die Schrift, in der es stand, und sangen am gleichen Tag Psalm 22: "Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen? Alle Meine Gebeine kann Ich zählen." "Nicht ein Knochen soll gebrochen werden." Immer wieder sangen sie diese Psalmen im Tempel, und dort hing nun das Opfer und rief dieselben Worte Davids aus, die er achthundert Jahre vorher ausgesprochen hatte. Sie aber waren zu blind, um das zu sehen.

132 Heute ist derselbe Gott, der von diesem Zeitalter sprach, herabgekommen und tut genau das, was Er verheißen hat. Sie aber sind zu blind, um es zu sehen! Das sind die Ungläubigen. Sie gehen davon und sagen: "Oh, solch ein Zeug kann ich nicht glauben. Davon habe ich in meinem ganzen Leben noch nichts gehört." Es macht keinen Unterschied, was ihr gehört habt, die Bibel sagt, daß es kommen würde. Das ist Sein Wort.

133 Auch sie hatten damals nichts davon gehört, dennoch war es da. Das stimmt. Sie waren ungläubig, wie Eva es war. Sie war sehr religiös, natürlich, doch sie glaubte das wahre Wort nicht, und mußte sich deshalb selbst eine Religion aus Feigenblättern machen. Doch es gelang ihr nicht. Religion bedeutet "Bedeckung".

134 Kam tat dasselbe. Kain konnte nicht glauben, das es stimmte. Er sagte: "Gott ist heilig, Gott ist rein, Gott ist herrlich; so werde ich mir Blumen holen und den großen Altar schön schmücken und werde Ihm so meine Ehrfurcht erzeigen. Ich werde davor stehen und vor Ihm niederknien und Gott anbeten. Ich werde Blumen auf den Altar legen, denn wißt ihr, mein Vater und meine Mutter haben Äpfel oder Früchte im Garten Eden gegessen, und deshalb mußte ich hinaus. Und so werde ich wieder zurückkommen, denn ich werde alles schön machen." "Gott kann doch meine große Kathedrale nicht einfach abweisen. Dazu ist es doch eine zu große Kathedrale. Ich werde sie so schön machen, damit ich Gottes Aufmerksamkeit darauf lenke." Satan ist derjenige, der in Schönheit wohnt. Genau das sagt die Schrift.

135 Das ist der Grund, weshalb eine hübsche Frau manchmal ein Köder Satans ist. Wenn er sie nur zu fassen bekommt, kann er dadurch mehr Männer in die Hölle hinunterziehen, als er es durch alle Bars im Lande je könnte. Das stimmt. Oder irgendein gutaussehender Mann, der sich nicht als echter Mann benimmt, kann die Frauen wiederum dem Teufel zuspielen und sie in die Hölle bringen.

136 Beachtet, Satan wohnt in Schönheit. Was versuchte er am Anfang zu tun? Er wollte sich ein schöneres Reich schaffen, als das von Michael war. Er begab sich zum Norden und nahm ein Drittel der Engel mit sich. Wessen Sohn hatte damals dieses Wesen in sich? Der Sohn Satans. Gewiß war es so.

137 Er baute den Altar, kniete nieder und betete an. Er tat all das, was auch Abel tat. Abel aber wußte, daß es nicht darauf ankam, sondern daß es Blut war, weshalb sie hinaus mußten. Er wußte, daß es so war. Es war Sex - es war Blut. Deshalb nahm er ein kleines Tier, brachte es auf einem Felsen dar und schnitt ihm die Kehle durch.

138 Gebt acht, Gott sagte Kain: "Warum betest du nicht wie dein Bruder an? Dann wirst du recht handeln. Es wird dir Wohlergehen, wenn du so tust." Aber nein, er wußte zuviel darüber. Er lehnte das ursprünglich bestätigte Wort ab. Wenn das nicht seine Kinder heute sind!

139 Nun seht, Gott hatte Zeugnis abgelegt, und die Bibel sagt in Hebr. 11, Gott legte Zeugnis für seine Opfergabe ab, daß er gerecht war.

140 Gott bestätigte sein Opfer. ER bewies, daß Er es angenommen hat, daß es gemäß Seinem Wort und Seinem Plan war. Zu Kain sagte Er: "Tu das gleiche und lebe." Aber meint ihr, er hätte seine Vorstellung aufgegeben? Nein! Er war ein Ungläubiger. Er ging darüber hinweg. Das stimmt. Kain tat es, und Nimrod tat dasselbe. Es waren Ungläubige. Sie glaubten nicht.

141 Belsazar, bzw. Nebukadnezar tat das gleiche. Er hatte Daniel zu seinem Gott gemacht und nannte ihn Beltsazar, welches der Name seines Gottes war. Er sah Daniel die großen Werke Gottes tun, nahm an und glaubte, daß Daniel, genannt Beltsazar, ein Gott war. Deshalb ließ er ein Bildnis von ihm anfertigen, es dort aufstellen und befahl, daß alle es anbeten sollten usw.

142 Seht, das heidnische Königreich begann mit einem Zwang, das Bildnis eines heiligen Mannes anzubeten, und das heidnische Königreich endet mit dem Zwang, das Bildnis eines heiligen Mannes anzubeten. Genauso! Am Anfang der heidnischen Herrschaft erschien eine Handschrift in unbekannter Sprache an der Wand, die niemand außer diesem Propheten lesen konnte, und auch heute ist eine Handschrift an der Wand - "Ikabod" - daß die Herrlichkeit Gottes von diesen Dingen gewichen ist. Das stimmt. Die Handschrift ist an der Wand und kann durch eine geistliche Gesinnung, die an geistliche Dinge glaubt und aus dem Geiste Gottes geboren ist, gelesen werden.

143 Der König Belsazar ging hin und holte sich die Gefäße des Herrn, um Wein daraus zu trinken. Weshalb? Weil er ungläubig war. Er dachte, er wäre gläubig, aber er war ungläubig. So ist es. Er glaubte das Wort nicht.

144 Ahab war ungläubig. Obwohl er so handelte, als wäre er gläubig, war er es doch nicht. Nein, nein, er war zwar unter den Gläubigen, aber er war ein Ungläubiger. Was tat er? Er heiratete eine Götzendienerin und brachte dadurch den Götzendienst nach Israel. Er war ein Ungläubiger. Das wissen wir.

145 Sie leugnen, daß das ganze Wort Gottes wahr ist. Denkt daran, der Ungläubige ist ein Heuchler. Er handelt zwar so und sagt, daß er es glaubt, aber er lehnt es ab. Er sagt: "Nun, so viel davon ist gut", - aber wenn er nicht alles als richtig anerkennt, dann macht es aus ihm einen Ungläubigen. Ihr müßt jedes Tüpfelchen und jedes Jota, alles, was darin gesagt wird, glauben. Es muß wahr sein. Wenn es für euch nicht wahr ist, und ihr sagt: "Ich glaube das nicht", nun, dann seid ihr ungläubig.

146 Ein Prediger sagte einmal zu mir: "Ich gebe nichts darum, Herr Branham, wie viele Leute du vorweisen kannst, von denen du sagst, daß sie geheilt wurden, ich würde es nicht glauben."

147 Ich antwortete: "Gewiß nicht, weil du es nicht glauben kannst. Du bist ungläubig; es war nicht für dich. Es ist nur für die Gläubigen." Ihr müßt es glauben. Seht ihr? Sie glauben es nicht. Wenn ihr eine Person seht - Paulus sprach von ihnen, indem er sagte, daß sie selbstsüchtig und hochmütig sein würden, mehr dem Genuß als der Liebe zu Gott ergeben, daß sie zwar noch den äußeren Schein der Gottseligkeit wahren, aber die Kraft des Wortes verleugnen. "Von solchen wende dich ab!"

148 Beachtet, sie leugnen, daß das ganze Wort wahr ist, doch sie sind in jeder Form religiös. Sie glauben nicht an das wahre Wort, obwohl es bestätigt worden ist. Durch jedes Zeitalter hindurch hat Gott das Wort der Menschen, über die ich gesprochen habe, bestätigt - von Noah bis hin zu Mose, all den Propheten usw. Gott sprach auf übernatürliche Weise und bestätigte das Wort; trotzdem wandten sie sich davon ab.

149 Dort standen die siebzig Jünger, sahen, was Jesus alles tat, und kannten die Schrift. ER sagte ihnen, daß es das Zeitalter war, in dem dies geschehen sollte. Als Er dann von dem Menschensohn etwas sagte... - was hättet ihr gesagt, wenn Er beginnen würde, zu ihnen über das Brechen des Brotes usw. zu sprechen, und ihnen dann etwas über große geistliche Dinge sagte?

151 Sie sagten: "Oh, das ist eine harte Rede."

ER sprach: "Wie nun, wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo er vordem war? Der Geist ist es, der das Leben schafft, das Fleisch hilft nichts." Da gingen sie hinweg.

152 "Oh, das kann ich nicht glauben.", und sie gingen vom Worte hinweg. Sie bleiben nicht einmal, um zu sehen, was geschieht. So ist der Ungläubige. Was taten sie dann?

153 Wir stellen fest, daß diese Menschen, diese Gläubigen, die so genannten Gläubigen mit ihrer Form von Religion, die bestätigte Wahrheit des Wortes Gottes nicht sahen, weil es gegen das ist, was sie glauben. Seht, es spielt keine Rolle, was ihr glaubt, wie treu ihr seid, wie religiös ihr seid - das hat überhaupt nichts damit zu tun. Aufrichtigkeit hat nichts damit zu tun. Ich habe wirklich aufrichtige Menschen gesehen. Ich habe gesehen, wie die Heiden ihr Kinder verbrannten und wie Mütter ihre Babys den Krokodilen vorgeworfen haben. Das ist mehr, als ein Christ tun würde. Sie glauben aufrichtig, aber sie sind aufrichtig verkehrt.

154 Die Menschen sagen: "Diese Gemeinde besteht schon..."

Ihr seid aufrichtig verkehrt, wenn es im Gegensatz zum Wort ist.

155 "Nun, sieh doch, ich glaube nicht an so etwas..."

Trotzdem sagt die Bibel, daß es so ist.

156 "Ich glaube nicht, daß wir das tun müssen."

157 Ich gebe nichts darum, wovon ihr denkt, daß ihr es nicht zu tun braucht. Gott sagte, daß es getan werden muß. "Diese Zeichen werden ihnen folgen." Wie weit? In alle Welt. Wem? - der ganzen Schöpfung. Nicht: es soll sein, sondern: es wird sein. Wir erfreuen uns der Botschaft der Stunde, der Gegenwart Gottes - jetzt in den letzten Tagen, der Abendzeit, wo das Licht leuchtet und die Dinge geöffnet wurden. Das Wort ist bestätigt und als Wahrheit bewiesen worden. Beides: Es wurde geweissagt und geschah. Durch die Wissenschaft und auf jede Art wurde während der ganzen Zeit bewiesen, daß es Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit ist. Wenn ein Mensch sich dann davon abwendet, ist er ein Ungläubiger und ohne Hoffnung. Er ist gebrandmarkt durch die Macht Satans, deshalb ist keine Hoffnung für ihn. Er befindet sich außerhalb jeder Hoffnung!

158 Was kommt nun? Das eine ist der Gläubige, das andere der Ungläubige. Die dritte Gruppe, von der wir sprechen, sind die gemachten Gläubigen. Das ist der Junge! - der gemachte Gläubige. Denkt daran, dort standen alle drei. Wir stellen fest, daß sie genau das gleiche tun, was ihr Vater Judas tat. Da war Petrus und der Rest der Apostel - die Gläubigen. Da waren die Siebzig - die Ungläubigen. Und da war Judas, der auch mitging. Er war ein gemachter Gläubiger. Was tun sie?

159 Das ist die Art, die solange bleibt, bis sie einen Fehler darin finden können. Sie sehen sich immer nach einem Schlupfloch um und wollen herausfinden, wie es geschieht, ob es ein Trick oder so etwas ist. Sie warten darauf, daß sie es verraten können. Danach schauen sie aus. Der Ungläubige wartet nicht lange. Er hat es abgelehnt und ging davon. Der Gläubige glaubt es trotzdem, weil es das Wort ist, ganz gleich, was geschieht. Da habt ihr eure drei Gruppen. Der alte Ungläubige wird bei der ersten Gelegenheit, wenn etwas gesagt wird, das ihm nicht paßt, davongehen. Bruder, dann wird er sofort Farbe bekennen, daß er ein Ungläubiger ist.

160 Die Apostel sagten: "Sie gingen von uns, weil sie von Anfang an nicht zu uns gehörten. Sie begannen mit uns. Oh, ihr seid gut gelaufen, was hat euch aufgehalten?" Seht ihr es? Sie gingen davon, weil sie nicht von uns waren. Als sie das Wort vollkommen wirksam sahen, wollten sie irgendeine Art von Trick finden, womit sie arbeiten konnten. Aber die wirklichen Gläubigen stellen nichts in Frage. Es steht im Wort geschrieben - sie glauben es und gehen einfach vorwärts. Das ist es. Immer nach der Schrift ausgerichtet. Wenn es nicht geschrieben steht, dann haltet euch fern davon, ganz gleich, was geschieht. Es muß geschrieben stehen. Sie sehen das geschriebene Wort und glauben es. Sie sehen Gott in Seinem Worte wirksam, erkennen die Stunde, die Botschaft, die Zeit, und sie wandeln damit, wie ich heute morgen schon sagte.

161 Wie muß Pilatus an jenem Abend mit seinem belasteten Gewissen hin und her gegangen sein und versucht haben, sich zu rechtfertigen. Ohne Zweifel rief er durch die Nacht: "Ich habe meine Hände den ganzen Abend lang gewaschen und kann es immer noch nicht verstehen. Sie sind nicht rein. Ich kann Ihm nie begegnen. Ich habe Blut an meinen Händen." Oh! Seht ihr? Werdet dessen nie schuldig. Es ist in euren Händen, und es gibt nur einen Weg, wie ihr es losbekommen könnt, das ist, es anzunehmen. Das stimmt. Werdet ein Teil davon, dafür ist es vergossen worden.

162 Der gemachte Gläubige bleibt in der Nähe und handelt so fromm, wie er nur kann, doch tief in seinem Herzen versucht er, festzustellen, wie ihr es tut. Oh, wenn das Land nicht voll von dieser Sorte von Heuchlern ist! So ist ein Judas. Das stimmt genau. Er bleibt in der Nähe und wird ein Teil der Gruppe. Er war der Kassierer. Er steht herum und hat seine Hand immer nach Geld ausgestreckt. Dies eine kann man sagen: Solch einem geht es immer ums Geld; er streckt seine Hand danach aus. Er ist ein gemachter Gläubiger. Er handelte zwar wie ein Gläubiger, doch tief in seinem Herzen... Ihr erinnert euch, Jesus konnte er nichts vormachen.

163 Nachdem die Siebzig gegangen waren und die Gläubigen ihren Stand eingenommen hatten, wandte Er sich zu den Gläubigen und sagte: "Es ist immer noch jemand unter euch. ICH habe zwölf erwählt, und einer von euch ist ein Teufel." Jesus wußte es von Anfang an. Weshalb? Weil Er das Wort war. ER kannte die Geheimnisse der Herzen. Wie hart war das! Haltet eine Minute an, vertieft euch darin. Wie schwer muß es für Ihn gewesen sein, mit einem Mann dort zu wandeln, der Ihn "Bruder" nannte, und die ganze Zeit zu wissen, daß das der Verführer war, der versuchen würde, Ihn zu erledigen und für dreißig Silberstücke zu verkaufen. Wie schwer war es, das in Seinem Innern zu verbergen, und Sein Freund ging dort mit Ihm. Er sagte sogar, indem Er Judas Seinen Freund nannte: "Freund, bin Ich nicht die ganze Zeit bei euch gewesen?" In Seinem Herzen wußte Er es und konnte es doch nicht sagen. ER wußte von Anfang an, wer es war, der Ihn verraten würde.

164 Da ist dieser gemachte Gläubige, der nur abwartet. Er wird mitsingen und sagen: "Oh, ich glaube dies, und ich glaube das, und ich glaube dies, aber weißt du, ich hörte jemanden das und das sagen..." Dafür hatte er offene Ohren. Ein wirklicher Gläubiger aber hört nichts als das Wort. Sonst nichts. Er gibt auf das Wort acht. Er schaut nicht nach Schlupflöchern aus, noch danach, wie er etwas drehen kann. Er glaubt Gott, damit ist es erledigt, und er geht einfach vorwärts. Das ist der Gläubige.

165 Das Maß des Ungläubigen ist in einer Minute voll, er kann keine zehn Minuten bleiben, um der Botschaft zuzuhören. Er muß sich erheben und hinausgehen. Es ist gegen sein Glaubensbekenntnis, und er will nichts mehr damit zu tun haben, deshalb geht er hinaus. Der gemachte Gläubige - dieser Judas - bleibt noch etwas länger. Das ist der Betrüger. Das ist der Schuft, wenn ich solch ein Wort gebrauchen darf. Judas bleibt noch etwas länger.

166 Manchmal sind diese gemachten Gläubigen sehr beliebt beim Volk. Das stimmt. Diese gemachten Gläubigen. Manche von ihnen sind große Männer, so schlau, wie es die Söhne Satans sein würden. Seht, wie Satan dort auftrat und zunächst mit jedem Worte übereinstimmte. Er wartete nur, bis er den schwachen Punkt in Eva fand, wo er seine Kraft einsetzen konnte, um sie zu verführen, um sie zu verraten. So war Satan, und hier ist Satan in jenem Zeitalter in der Gestalt des Judas. So war Satan im ersten Zeitalter. Was war er? Er stimmte mit dem Worte überein, bis auf die kleine Sache. Er versuchte nur, den Punkt zu finden, wo er eine Schwäche entdecken konnte. Genau das findet der Judas jetzt. Er macht in den Versammlungen mit und beobachtet so lange, bis er diesen kleinen Punkt findet, den er benötigt. "Oh, da ist es! Das ist es!" "So geschieht es." Genauso ist es!

167 Viele von euch erinnern sich daran, als der Mann an jenem Abend auf die Plattform kam. Er dachte, es sei Telepathie, wodurch die Gebetskarten gelesen würden. Er dachte, jetzt hätte er es herausgefunden. Bruder, er war sicher, daß es ihm gelungen sei. Er kam dorthin und gehörte zu einer Gemeinde, die nicht an das volle Evangelium glaubt. Er kam zur Plattform. Ich war müde, und sie bereiteten sich vor, mich wegzubringen. Das war in Windsor, Ontario, Canada. Er kam aus Detroit in den Vereinigten Staaten hinüber nach Windsor in das große Auditorium. Dieser Mann trug einen grauen Anzug und eine rote Krawatte. Er war ein intelligent aussehender Mann - scharf wie eine Reißzwecke. Er kam zur Plattform und trat vor mich. Ich sagte: "Würdest du mir deine Hand reichen? Ich bin erschöpft. Ich habe so viele Visionen gesehen. Darf ich deine Hand nehmen?" Ich habe dem Mann keine weitere Beachtung geschenkt. Er reichte mir die Hand, und ich sagte: "Herr, mit dir ist nichts verkehrt, gehe weiter."

Er antwortete: "Oh, da ist wohl etwas."

168 Ich sagte: "Dann laß mich sehen.", dann sprach ich: "Nein, es ist nicht ein Anzeichen da. Nein, Herr, du bist ein gesunder Mann."

Er antwortete: "Geh und sieh auf meiner Gebetskarte nach."

169 Ich antwortete: "Ich kümmere mich nicht darum, was du auf deine Gebetskarte geschrieben hast. Ich habe nichts mit der Gebetskarte zu tun." Seht, ich habe nicht nachgedacht. Ich war müde und erschöpft. Aber seht, die Gnade Gottes war immer noch da. Ihr erinnert euch daran. Wenn Er euch sendet, dann ist es Seine Pflicht, auf euch achtzugeben, nicht meine. ER ist es, Er hat mich gesandt. Ich muß lediglich auf der Wahrheit stehen.

170 Als Moses seinen Stab hinwarf, und er wurde zu einer Schlange, und die Zauberer taten das gleiche, was konnte Moses da tun, als dazustehen und auf die Gnade Gottes zu warten? Das ist alles. Die gleiche Sache. Er befolgte die Befehle, und ihr wißt, was geschah, nicht wahr?

171 Dieser Mann sagte: "Da ist etwas, schau doch auf meine Gebetskarte."

Ich antwortete: "Vielleicht hattest du solch einen Glauben, daß es womöglich schon dadurch geschehen ist." Habe nicht weiter darüber nachgedacht, der Sache nicht einmal Aufmerksamkeit geschenkt. Dann hat er seine Jacke aufgeknöpft und sich in die Brust geworfen.

172 Er sagte zur Versammlung: "Da habt ihr es."

Und ich dachte: "Was geht hier überhaupt vor sich?"

173 Er blickte herum und sagte: "Da habt ihr es. Sehr ihr den Trick?" Das ist euer Judas; ein religiöser Mann, ein Prediger einer großen Denomination! Er sagte: "Da habt ihr es. Jetzt soll ich soviel Glauben haben! Dabei ist er so schwach, daß er es durch Telepathie nicht mehr lesen kann. Es wird ihm nicht mehr zuteil." Dort sagte er: "Nicht mein Glaube war so groß. Ich habe es auf die Gebetskarte geschrieben, aber er kann es nicht mehr erfassen. Seht ihr? Das ist der Trick."

174 Ich dachte: "Was geht hier vor?" Dann kam die Gnade Gottes herab.

175 Ich sagte: "Mein Herr, warum hat dir der Teufel ins Herz gelegt, Gott zu betrügen?" Ein moderner Judas. Ich sagte: "Du gehörst zu der Gemeinde Christi." Verzeihung. Doch ich hatte es schon gesagt. "Du bist ein Prediger der Gemeinde Christi. Du gehörst zur Gemeinde Christi, drüben in den Vereinigten Staaten. Der Mann dort, in seinem blauen Anzug, der mit deiner Frau und seiner Frau dort sitzt - ihr habt gestern abend um einen Tisch gesessen, auf dem ein grünes Tischtuch lag, und ihr habt besprochen, daß dies Telepathie ist und daß ihr heute abend hierher kommen würdet."

176 Der Mann dort erhob sich und sagte: "Das ist die reine Wahrheit. Gott sei mir gnädig."

Ich sagte: "Mein Herr, du hast 'T.B.' und 'Krebs' auf die Karte geschrieben, nun hast du es bekommen. Es gehört dir jetzt."

177 Er packte mich am Hosenbein und sagte: "Das wollte ich nicht."

Ich antwortete: "Ich kann nichts daran ändern. Gehe, das ist eine Sache zwischen dir und Gott. Du hast dein Verhängnis auf die Karte geschrieben." Er hat es bekommen. Damit war der Fall erledigt.

178 Seht, gemachte Gläubige - Betrüger. Sie versuchen, einen Fehler bei Gott und Seinem Worte zu finden. Das sind die Judasse. Das sind diejenigen. Seht ihr, wie Judas sich zu erkennen gab? Seht ihr, wie jener Mann offenkundig wurde? Das ist die Art, wie die gemachten Gläubigen sich zu erkennen geben. Gemachte Gläubige! Oh, hochgebildet! Manchmal kommt es zu einer großen Kraftprobe zwischen dem Wort und ihren Glaubenssatzungen. Wenn das geschieht, dann verkaufen sie sich an ihre Denominationen, genauso, wie ihr Vorläufer es tat. Judas verkaufte sich seiner Denomination, er verkaufte Jesus, das Wort, an seine Denomination und verriet Jesus Christus, nachdem er beansprucht hatte, dazu zu gehören.

179 Manchmal stellen Prediger den Anspruch, Knechte Christi zu sein, doch wenn das Wort vollkommen identifiziert und für diesen Tag bestätigt worden ist, daß es die Botschaft der Stunde ist, dann verkaufen sie es wegen ihrer Popularität an ihre Denominationen. Dasselbe tat auch Judas, der Jesus an die Pharisäer und Sadduzäer verraten hat. Dieser Geist stirbt nicht. Er befindet sich unter den Gläubigen, den gemachten Gläubigen und den Ungläubigen. Genau so ist es. Er ging mit und verkaufte Jesus dann für dreißig Silberstücke. Viele Menschen tun es heute wegen ihres Unterhaltes, um hundert Dollar wöchentlich mehr zu bekommen. Das stimmt. Sie verleugnen Gott, der sich mitten unter ihnen offenbart und der ihnen durch das volle Wort das Leben brachte.

180 Sie sagen dann: "Oh, die Tage der Wunder sind vorbei.", oder: "Gott braucht etwas Derartiges heute nicht." Man sagt: "Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes"; oder: "Gegrüßet seist du, Maria, Mutter Gottes, gebenedeit bist du unter den Frauen," und all die anderen Dinge, die sie noch sagen.

181 Manche sagen: "Wir glauben an das apostolische Glaubensbekenntnis. Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde. Ich glaube an die heilige römisch-katholische Kirche" und all diese Dinge.

182 Sagt mir, wann die Apostel je ein solches Glaubensbekenntnis hatten? Wenn die Apostel ein Glaubensbekenntnis hatten, dann steht es in Apg. 2, 38: "Tut Buße und lasse sich ein jeglicher von euch auf den Namen Jesu Christi zu Vergebung eurer Sünden taufen, so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen." Wenn sie ein Glaubensbekenntnis hatten, dann war es dieses. Sie hatten keine Glaubenssatzung; es war das Wort. Das ist wahr. Es bleibt immer noch dasselbe.

183 Das ist das Rezept zur Heilung für die Krankheit der Sünde. "Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Tut Buße und laßt euch taufen zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."

184 Doch sie verkaufen es wie Judas. So ist der gemachte Gläubige.

185 Manche von diesen gemachten Gläubigen sind hochtalentierte Leute. Gebt acht auf den Kerl. Das ist der gerissene Kerl.

186 Denjenigen, der sofort genug hat, der aufspringt und bei jedem kleinen Ausspruch, der ihm nicht paßt, hinausläuft, den könnt ihr unbeachtet lassen. Er ist ohnehin nur ein Ungläubiger. Wenn ihr aber den anschaut, den gemachten Gläubigen, der eine Zeit lang bleibt, das ist der Judas. Das ist er.

187 Ich werde einige Namen hier nennen, die große Talente hatten; eigentlich sollte ich es nicht tun, doch ich werde sie trotzdem nennen, damit ihr es wißt - wie Elvis Presley, Red Foley, Ernie Ford, Pat Boone. Elvis Presley - ein Pfingstler, Pat Boone - aus der Gemeinde Christi, Red Foley - ein Diakon in der Gemeinde Christi. Ich meine, Ernest Ford ist ein Methodist. All diese Menschen mit solchen Talenten! Sie sind elegant, treten im Fernsehen auf, und die Leute sagen: "Sind sie nicht religiös? Sie tragen Lieder vor." Das bedeutet gar nichts. Sie verführen die Welt. Welch einen Gewinn haben sie davon? Judas bekam dreißig Silberstücke, Elvis hat einen Wagenpark von Cadillacs und Millionen Dollar für seine Schallplatten usw., ebenfalls Pat Boone und die übrigen. Ich gebe nichts darum, zu welch einer Gemeinde sie gehören; es ist Heuchelei. Es ist ein gemachtes Gläubigsein. Es ist nur eine Fassade, doch ihr Leben beweist, daß es nicht richtig ist.

188 Dann gibt es diejenigen mit Talenten, die große Organisatoren mit weltlicher Weisheit sind. Sie stellen den Anspruch, das Evangelium zu predigen. Es sind kluge und intellektuelle Männer. Höret: Ein Mann, der in diesem Bereich ausgebildet wurde, ist kein Prediger, sondern er hält Vorlesungen. Darin besteht die Schwierigkeit heute. Wir haben Vortragende.

189 Jesus sagte nicht: "Geht, laßt euch schulen, um dies zu tun." ER sagte: "Gehet hin und predigt das Evangelium. Diese Zeichen werden der Predigt folgen." Laßt uns nicht darauf aus sein, jemand zu werden, der Vorträge hält, der dasteht und alles so geschmückt darlegt, daß man meint, man sei in die Gegenwart eines Erzengels versetzt. Das ist es nicht. Sie haben die Form der Gottseligkeit. Das ist ein Vortragender und nicht der Heilige Geist, der wirkt.

190 Dann mag jemand, der nicht einmal sein ABC kennt, mit der Kraft des Glaubens, mit dem Worte kommen und erreichen, daß der Heilige Geist Dinge tut, von denen jener Mann nichts weiß und es leugnet. Da habt ihr es. Angesehene Menschen! Jawohl.

191 Sie sind Organisatoren. Es geht ihnen gut, sie haben Erfolg, sie sind klug, voll weltlicher Weisheit - genauso, wie Satan es mit Eva, dieser kleinen, hilflosen Frau tat. Er kam direkt zu ihr und versuchte, sie von der Idee zu überzeugen, daß sie weiser werden würde, als sie war. Danach schaute sie aus. Anstatt genau daran festzuhalten, was das Wort sagte, wollte er ihr die Idee verkaufen, daß sie weiser werden würde, und sie nahm ihm sein Produkt ab. Noch heute tun sie das gleiche. Die Weisheit dieser Welt ist töricht vor Gott. Jawohl.

192 Oh, das gleiche taten die Pharisäer mit der Weisheit, die sie hatten, und gaben es preis. Doch sie leugnen das ganze Wort Gottes, auch wenn es rechtmäßig bewiesen und vor ihnen bestätigt wurde. Trotzdem versuchen sie immer noch, etwas daran zu finden, und meinen, es ist ein Trick. Sie haben keine Klarheit darüber. Sie können es nicht glauben. Man kann ihnen etwas sagen, und doch kehren sie zum Alten zurück. Was immer ihr ihnen sagt, sie bleiben beim Alten. Es dringt nicht in sie ein. Seht ihr? Beobachtet sie, sie warten nur eine Zeit ab - ein Schlupfloch, mehr wollen sie nicht. Wenn es nicht die Gnade Gottes gewesen wäre, dann wären alle meine Schlupflöcher schon längst aufgedeckt worden, wenn ich welche hätte. Es ist die Gnade Gottes, denn es gibt keine Schlupflöcher im Worte Gottes. Es ist ein zuverlässiges Evangelium.

193 Ich habe schon immer zu allen gesagt: "Wenn ihr seht oder hört, daß ich etwas lehre oder tue, das nicht genau mit dem Worte Gottes übereinstimmt, dann kommt und sagt es mir." Hier ist das, was die Schlupflöcher zudeckt, die ihr zu finden versucht. Richtet eure Augen darauf, und ihr werdet keine Schlupflöcher sehen, denn es gibt keine.

194 Nun, denkt daran, Judas dachte, er hätte eines gefunden. Er meinte, eines gefunden zu haben. Oftmals meinen sie, es zu finden, doch dann beweist sich, daß dem nicht so ist. Das sind die gemachten Gläubigen - Heuchler. Sie sind zu fünfundneunzig Prozent auf dem Wort, wie es Eva war. Es waren sogar 99,9, doch dieses eine Zehntel verursachte allen Tod und alles Leid. Diese eine Sache ist es, welche die Organisationen verurteilt, weil sie nicht das ganze Wort Gottes nehmen. Es sind gemachte Gläubige. Wir stellen fest, daß es immer so war. Sie leugnen das wahre, bestätigte Wort. Es hat sie immer gegeben, in jeder Generation. Wir finden sie während der ganzen Zeitspanne, sie sind immer sehr religiös gewesen. Ich mache mich bereit zu schließen, denn ich habe eine weitere halbe Stunde verwandt.

195 Jesus hat uns davor gewarnt, daß es in diesen letzten Tagen diese Art von Menschen geben würde, die dem Echten so ähnlich sein werden, daß fast die Auserwählten verführt würden, wenn es möglich wäre. Was ist es? Das sind die Judasse. Die Menschen, die so weit mitgegangen sind. Seht, sie können sogar weinen, jauchzen und den Anspruch stellen, Teufel auszutreiben und alles andere. Dann aber wenden sie sich um und lehnen das Wort ab. Sie haben eine Form der Gottseligkeit. Seht, wie weit Judas mitging. Der Geist des Judas kroch in das Evangelium hinein, ging bis zu der Pfingststätte. Als aber die Zeit kam, wo er sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen sollte, und alle diese anderen Dinge, die zur Taufe des Heiligen Geistes gehören, ging er davon. Er zeigte sein wahres Gesicht. Dieser Geist kann in den Denominationen leben, bis es hin zu dieser Wahrheit kommt, dann fallen sie zurück wie der Geist, der auf denen war, die ihrem Kommen vorausgingen, genauso wie Johannes dem Kommen Jesu vorausging.

196 Nun sagt ihr: "Jesus sagte, daß sie so nahe beisammen sein würden." Die Auserwählten sind diejenigen, deren Namen vor Grundlegung der Welt in das Buch des Lebens geschrieben wurden. Sie glauben das ganze Wort des Lebens. Das sind die Auserwählten.

197 Beachtet nun diese Menschen. Ich sage dies jetzt mit Ehrfurcht, Respekt und göttlicher Liebe - wenn ich es nicht tue, benötige ich selbst den Altarruf. Beachtet, Jesus sagte, daß sie womöglich die Auserwählten verführen würden. Das bezieht sich nicht auf die Methodisten oder Baptisten. Wir wissen, daß sie von vornherein zu den Ungläubigen gezählt werden. Es sind pfingstliche Organisationen, die zu diesen Denominationen geworden sind. Sie haben ihre Richtlinien ohne das Wort festgelegt, zogen eine Grenze, machten ihre eigenen Organisationen und haben damit das Wort ausgeschlossen. Sie würden womöglich die Auserwählten verführen; so vollkommen ähnlich ist es. Es heißt: "Sie weinen, jauchzen, hüpfen auf und ab, und sie beanspruchen, Heilungsgottesdienste zu haben." Das tat auch Judas, und alle übrigen ebenfalls. Sie zogen aus, kamen zurück und frohlockten, und ihre Namen standen sogar in dem Lebensbuch des Lammes. Doch denkt daran, die Braut kommt nicht mit der Gruppe hervor. Sie wird in der Entrückung hinaufgenommen.

198 Ich beziehe mich auf das Gericht. Das Gericht wurde abgehalten, die Bücher über die Bösen wurden geöffnet, und auch ein anderes Buch wurde aufgetan: das Buch des Lebens. Dort war die Braut, um zu richten. Ein anderes Buch wurde geöffnet, welches das Buch des Lebens ist. Das ist dann, wenn die Schafe zu der einen Seite und die Böcke zur anderen geschieden werden. Seht, es gab Menschen, die gestorben sind, ohne daß sie eine Gelegenheit gehabt hätten. Sie werden diejenigen sein, die dort ausgesondert werden.

199 Gebt nun acht. "...um womöglich die Auserwählten zu verführen." Gebt acht auf diese Gruppe. Es ist die Gruppe, die ganz mitgeht. "Jawohl, Bruder. Hallelujah! Ja, Ehre sei Gott." Doch tief in deinem Herzen weißt du, worauf sie in der Gemeinde hinarbeiten. Worauf? Um eine Volksmenge anzuziehen und ihnen jedes bißchen Geld abzunehmen, das sie nur von ihnen bekommen können. Ihr denkt, ich weiß das nicht? Sie mögen meinen, daß ich es nicht weiß, trotzdem weiß ich es. Jesus wußte von Anfang an, wer der Verräter war. Doch was tat Er? ER wartete bis zu der bestimmten Zeit. Das müssen auch wir immer tun. Wartet bis zur bestimmten Zeit, unter nehmt nichts von euch aus. Wartet bis zu der Minute.

200 "...haben eine Form..." Sie gehen mit, das ist die verführerische Gruppe. Beachtet diese Verführer. Diese Gruppe ist es - nicht die Gläubigen, nicht die Ungläubigen, sondern die gemachten Gläubigen. Oh, was tun sie? Sie gehen solange mit, bis sie meinen, daß sie etwas gefunden haben. Sie ziehen jeden Pfennig, den sie nur können, aus den Menschen heraus. Dann wird es in großen Denominationen aufgehäuft, gegen die man absolut sein muß, und sie wissen es. Seht, sie wissen es. Es macht ihnen nichts aus, was man sagt. Sie haben ihre Leute immer schon gewarnt, bevor man dorthin kommt: "Hört nicht darauf."

201 Ein Mann dort in Ohio besaß die Frechheit, nachdem Bruder Kidd gerade geheilt worden war, zur Plattform zu kommen, sich hinzustellen und zu sagen: "Bruder Branham ist ein Prophet, wenn er unter der Salbung ist, darüber gibt es gar keinen Zweifel. Wenn ihn aber die Salbung verlassen hat," meinte er, "dann glaubt seiner Lehre nicht, denn sie ist verkehrt."

202 Er wußte nicht, daß es mir der Herr offenbarte, als ich in meinem Raum saß. Ich ging direkt dorthin - viele von euch waren ja dort - und sagte: "Wie kann ein Mann so etwas sagen, wenn das Wort es bezeugt?" Seht, ich hatte nicht gesagt, daß ich ein Prophet sei, er hat es gesagt. Das Wort Prophet bedeutete im Alten Testament "Seher", im Englischen bedeutet Prophet "Prediger". Doch ein alttestamentlicher Seher war ein Mann, der die göttliche Bedeutung Seines Wortes hatte und der dadurch bestätigt wurde, daß das Wort zu ihm kam und er Dinge voraussah. Das war es. Wenn jemand auftritt und sagt, Jener Mann sei ein Prophet, aber seine Lehre sei verkehrt - wenn das keine Sache ist, die Geld einbringt, was ist es dann? Die Stunde ist nahe, in der die Angelegenheit auf ihrer eigenen Szene ausgetragen wird. Das ist diese Art, die gemachten Gläubigen, die euch auf die Schulter klopfen und euch "Bruder" nennen, genau wie es Judas tat. Doch denkt daran, Er wußte es von Anfang an, und Er weiß es immer noch.

203 Denkt auch ihr alle daran, die ihr diese Tonbänder hört. Das stimmt. Ihr befindet euch in einer dieser Gruppen, das stimmt genau. Jetzt werden wir schließen.

204 Alle, die hier gegenwärtig sind, und alle, die dieses Tonband hören, wenn ich diese Welt auch eines Tages verlassen muß, diese Tonbänder werden weiter bestehen. Das stimmt. Ihr befindet euch in einer von diesen Gruppen. Ihr müßt in einer von ihnen sein. Genauso ist es. Ihr könnt dem nicht ausweichen; ihr befindet euch in einer von diesen Gruppen.

205 Vergleicht euch mit einer Person in der Bibel, die geglaubt hat, ob auch ihr das Wort geglaubt habt, als es bestätigt wurde, so, wie ich heute abend bewiesen habe, daß es das bestätigte Wort war. Immer und immer ist es im Gegensatz zum allgemeinen Glauben gewesen. Laßt mich jetzt fragen: Wenn ihr in den Tagen Noahs gelebt hättet, auf welcher Seite hättet ihr gestanden? Auf der Seite der Kirche oder auf der Seite Noahs, des Propheten? Wenn ihr damals in der Zeit Moses gelebt hättet, hättet ihr die Botschaft Moses geglaubt, nachdem sie von Gott bewiesen und bestätigt worden war? Oder wärt ihr mit Korah und Dathan und denen gegangen, die sagten: "Du bist kein heiliger Mann, auch andere Menschen können das tun, was du tust"? Ihr mußtet zu einer Gruppe gehören, und ihr gehört heute abend dazu.

206 Hättet ihr zu Daniel gehalten oder zu der Gemeinde, die dort an dem Fest Nebukadnezars teilnahm? Hättet ihr euch außerhalb befunden, oder wärt ihr dort unten auf diesem großen Fest gewesen, das veranstaltet wurde?

207 Hättet ihr zu Elia gestanden, zu dem Mann, der allein dastand und als alter Nörgler, der seinen Verstand verloren hatte, bezeichnet wurde? Er stand dort auf dem Berge, sein Haupt glänzte in der Sonne, er hatte einen krummen Stab in seiner Hand, und die Vögel haben ihn ernährt. Er war ein Sonderling. Oder wärt ihr dort bei den Priestern und all denen um Isebel und den anderen modern gekleideten Frauen gewesen? Elia trat ihnen entgegen und hat sie gescholten, so sehr er konnte. Wohin hättest du deine Frau genommen? Denkt darüber nach, und versetzt euch heute abend in die Lage.

208 Hättet ihr in den Tagen Jesu zu Ihm gehalten, der doch keine Ordinationspapiere hatte? ER gehörte zu keiner Denomination. Sie fragten: "Aus welcher Schule kommst du? Wir haben dich nicht hier in unserem Verzeichnis. Woher hast du die Weisheit? Wie kommst du zu dieser Gelehrsamkeit? Wir haben dir diese Dinge nicht beigebracht. Welche Schule hast du besucht? Bist du Methodist, Presbyterianer oder Baptist?" ER gehörte zu keiner von ihnen. Das stimmt. ER war das Wort. Das stimmt genau, Bruder. Oder hättet ihr euch auf die Seite der Pharisäer mit ihrem modernen Glauben gestellt? Auf die Seite des demütigen alten Priesters, der so höflich und nett zu sein schien? Oder zu der Organisation, die seit dem Konzil zu Nizäa besteht oder die in der Zeit Luthers organisiert wurde? In welcher Gruppe wärt ihr gewesen? Würdet ihr euren Stand mit dem Wort eingenommen haben, nachdem ihr gesehen hättet, daß es bestätigt worden war, und nachdem vor euch bewiesen wurde, daß es die Botschaft des Tages war? Oder hättet ihr den Standpunkt der Kirche eingenommen? Versetzt euch heute abend in die Lage.

209 Hättet ihr zu den Aposteln gehört, die Jesus nachfolgten und all diese geheimnisvollen Dinge miterlebten, und auch als Er die Prediger zurechtstauchte und zu ihnen sagte: "Ihr Schlangenbrut"? - zu diesen ehrenhaften, alten Predigern, die das Wort studiert hatten. ER sprach: "Ihr seid nichts als eine Räuberhöhle und voller Totengebeine. Ihr seid nichts als weiß getünchte Wände. Ihr Geschlecht von Schlangen!" Hättet ihr euren Stand mit einem solchen Hitzkopf eingenommen, der dastand, sie beschimpfte, niederriß und sprach: "Wer von euch kann Mir eine Sünde nachweisen? Tue Ich nicht das, was der Vater gesagt hat?"?

210 Sie sagten: "Hört nicht zu, der Kerl hat einen bösen Geist. Er ist verrückt. Er ist von Sinnen. Ein Geist des Teufels ist auf ihm. Er tut das durch einen Wahrsagergeist. Er kann den Leuten sagen, wer sie sind. Seine Mutter bekam ihn schon, bevor sie mit ihrem Mann verheiratet war. Welche Schule hat er besucht? Wir haben noch nicht einmal einen Bericht darüber, daß er die Volksschule besucht hat." Und doch versetzte Er die Priester schon im Alter von 12 Jahren mit dem Worte Gottes in Erstaunen und brachte sie aus der Fassung. Von welch einer Schule kam Er? Aus der Schule von oben. "Wenn ihr den Menschensohn auffahren sehen werdet, von wo Er gekommen ist." Das war Seine Schule.

211 Hättet ihr aber auch mit den Aposteln zu einem solchen Mann gestanden, als die Kraftprobe kam? Oder wärt ihr in Wirklichkeit mit den Siebzig davongegangen und hättet gesagt: "Ach, wir gehen zu unserer Gemeinde zurück, wenn du auf die Art lehrst, indem du das von dem Menschensohn sagst. Wer bist du überhaupt? Was bist du? Ein Mensch wie ich. Ich habe mit dir gegessen, und du versuchst zu sagen, daß du etwas Besonderes bist. Ich habe dich beobachtet, ich habe deine Schwäche gesehen. Ich habe dich weinen sehen. Ich habe gesehen, als du dies, das und jenes getan hast. Ich war dabei, als du mit uns in die Wüste gingst und dergleichen mehr. Du bist nur ein Mensch und sagst, du bist vom Himmel herabgekommen. Das ist zuviel für mich." Wäret ihr mit den anderen weitergegangen, oder wärt ihr mit den Siebzig davongegangen? Wärt ihr mit den Aposteln und mit Christus vorwärtsgegangen?

212 Als St. Martin versuchte, die Taufe auf den Namen Jesu Christi in der Gemeinde zu erhalten; als er versuchte, an Zeichen und Wundern und diesen Dingen festzuhalten, und als die katholische Kirche ihn verdammte, ihn nicht einmal anerkannte, sondern hinauswarf - hättet ihr euren Stand für das katholische Glaubensbekenntnis eingenommen, oder hättet ihr zu St. Martin gehalten, als er sich weigerte, all die verschiedenen Bildnisse von Verstorbenen aufzustellen und zu ihnen zu beten oder den Bildnissen zu huldigen?

213 Er lehnte die Dogmen, die hinzugefügt wurden, ab und sprach: "Das Wort allein ist die Wahrheit." Gott bestätigte ihn mit großen Zeichen und Wundern, und was er voraussagte, das geschah. Alles, was er tat, geschah durch seinen Wandel im Geiste Gottes, und Er stellte es unter Beweis. Nicht einer von den Priestern konnte irgend etwas dagegen tun. Hättet ihr euch auf seine Seite gestellt, und wärt ihr mit St. Martin gegangen, oder hättet ihr euch dem katholischen Glaubensbekenntnis angeschlossen?

214 Das Wort Gottes und die Dogmen der Kirche sind jetzt vor euch. Könnt ihr die Dogmen der Kirche annehmen, oder nehmt ihr das an, was das Wort sagt? Denkt daran, es war in allen Zeitaltern so, wie es jetzt ist. Es gibt immer einen allgemeinen Glauben unter den Menschen, und er ist immer nur ein wenig im Gegensatz zu dem wahren Wort. Denkt daran, man hat es nie ganz verleugnet. Oh nein! Der Antichrist leugnet das Wort nicht. Gewiß nicht. Er sagt, daß er es glaubt, nur nicht alles so, wie es hier geschrieben steht.

215 Satan sprach mit Eva. Eva glaubte alles, aber sie fügte das bißchen hinzu, was er ihr gesagt hatte. Sie nehmen alles an, außer ein ganz klein wenig. Es mag die Taufe sein oder etwas anderes. Ihr müßt jedes bißchen so nehmen, wie es hier geschrieben steht. Es mag bewirken, daß ihr die ersten Werke noch einmal tun müßt, doch das ist es, was das Wort sagt.

216 Dies ist der Trick Satans, seitdem es ihm bei Eva das erste Mal gelungen war: nur ein klein wenig des Wortes nicht zu glauben. Dadurch werden die Menschen immer in diese drei Gruppen aufgeteilt. Das Wort scheidet diese Menschen. In jedem Zeitalter ist es so gewesen. In jedem Zeitalter, das es gab, ist es so gewesen. Wenn Gott etwas in Erscheinung treten läßt, dann wird es ganz klar durch Sein Wort identifiziert, und es gibt diejenigen, die der Sache folgen und den Anspruch stellen, gläubig zu sein, und sie sind es auch. Es sind diejenigen, die sich nicht abwenden werden. Sie glauben das Wort. Solange ihr im Worte bleibt, glauben sie es. Doch wenn es ein wenig anders kommt, als sie es glauben, ganz gleich, wie sehr Gott es bestätigt hat, dann gibt es diejenigen, die sagen: "Nun, darüber weiß ich nichts." Das ist der Ungläubige.

217 Oder man folgt nur solange, bis sich eine Gelegenheit ergibt, um sagen zu können: "Aha, da habt ihr es!", um jemanden in den Rücken zu fallen, wie Judas es getan hat. "Ich wußte, früher oder später wird es herauskommen. Da habt ihr es." Das sind die gemachten Gläubigen. Ganz genauso ist es; wir sehen das in der Bibel.

218 Ein kleiner Junge hier in Kentucky, der im Gebirge groß geworden war, hatte noch nie die Gelegenheit gehabt, einen Spiegel zu sehen. Er hatte ein kleines Stück am Baum befestigt, aber er hatte sich noch nie ganz gesehen. Es wird erzählt, daß er hier nach Louisville kam, um bei der Schwester seiner Mutter zu bleiben. Sie wohnte in einem schönen alten Haus. Als er in eines der Schlafzimmer ging, befand sich dort ein Spiegel an der Tür, der von oben nach unten über die ganze Tür reichte. Als der kleine Junge so durch das Haus lief, blieb er dort stehen, und der kleine Johnny sah einen kleinen Johnny. Er kratzte sich am Kopf, und der kleine Johnny im Spiegel kratzte sich auch am Kopf. Er lachte, und der kleine Johnny im Spiegel lachte auch. Er hüpfte auf und ab, und der kleine Johnny im Spiegel hüpfte auch auf und ab. Dann ging er ganz nahe heran. Er dachte, es sei ein kleiner Junge, mit dem er spielen könnte. Er ging ganz dicht heran und berührte den Spiegel. Dann wandte er sich um - seine Eltern hatten ihm zugesehen - und rief: "Mutti, das bin ja ich."

219 Nun, schaut ihr in diesen Spiegel hinein: wer seid ihr? Welchen von diesen kleinen Johnny s ahmst du nach? Wer bist du? Du bist einer von ihnen. Einer, der sich davon abwendet und zurück geht, sobald er den ersten Fehler findet - das, was ihr als Fehler bezeichnet? Prüft es mit dem Wort und seht, ob es richtig ist. Wenn das Wort alle Dinge beweist, dann beweist alle Dinge mit dem Wort. Jesus sagte durch den Apostel, daß wir es so tun sollen. Jawohl. "Das Gute behaltet." Genau das sagte Er.

220 Schaut in den Spiegel des Wortes Gottes, wie es in den anderen Zeitaltern war, und seht, zu welcher von diesen drei Gruppen ihr gehört. Denkt nach, zu welcher Gruppe ihr gezählt worden wäret, wenn ihr in den Tagen Noahs gelebt hättet, wenn ihr in den Tagen Moses gelebt hättet, wenn ihr in den Tagen Jesu gelebt hättet, oder zu einer anderen Zeit, wann immer es gewesen sein mag. Denkt heute abend darüber nach.

221 Denkt jetzt darüber nach. Dieses geht jetzt sehr tief. Geht nicht oberflächlich darüber hinweg. Euer gegenwärtiger Zustand beweist euch, in welch einer Gruppe ihr euch damals befunden hättet. Ihr seid eure eigenen Richter. Es beweist, was ihr seid.

222 Prediger, bei welch einer Gruppe wärst du gewesen, als Jesus den Ausspruch machte, der schwer zu glauben war' Es war zwar deutlich bestätigt worden, daß Er das Wort ist, und doch habt ihr niemals so etwas gehört. "Was würdet ihr sagen, wenn der Menschensohn zum Himmel hinaufsteigt, von wo Er gekommen ist?"

223 Ihr sagt: "Ich weiß doch, wo Er geboren wurde. Ich kenne Seinen Papa, ich kenne Seine Mama! Und hier sagt Er, Er wird hinaufsteigen, von wo Er gekommen ist!" Das wäre wohl ein wenig zuviel für dich gewesen, nicht wahr, Herr? Es wäre ein wenig zuviel für euch gewesen. Das hättet ihr nicht verkraften können. Vielleicht ist es heute das gleiche. Schaut also in den Spiegel des Wortes Gottes und seht, wo ihr steht. Oh, ein Betrüger! Tut das niemals.

224 Seht, ihr gehört zu einer dieser Gruppen. Euer jetziger Zustand, die Gesinnung, die ihr jetzt habt, ihr, die ihr euch unter dieser sichtbaren Zuhörerschaft befindet, und ihr, die wir nicht sehen, die ihr die Tonbänder hört - eure gegenwärtige Gesinnung, nachdem ihr dieses Tonband gehört habt, beweist euch, zu welcher Gruppe ihr gehört. Es zeigt euch genau, wo ihr steht: ob ihr Gläubige an das Wort seid und daran festhaltet, ob ihr davongeht oder das Tonband abschaltet. Das sagt aus, was ihr getan habt. Ihr wollt nicht weiter zuhören, sondern schaltet ab und sagt: "Das will ich mir nicht anhören." Das sind die Ungläubigen. Ihr wollt nicht stehen bleiben, um zu prüfen und festzustellen, ob es die Wahrheit ist oder nicht.

225 Oder ihr wollt noch bleiben und versuchen, einen Fehler daran zu finden. Dann wißt auch ihr, wo ihr euch befindet! Das sagt es euch. Gott helfe uns, daß wir es glauben, darauf stehen, Ihm gegenüber treu sind und dem Wort gehorchen, denn Er ist das Wort. Glaubt ihr das? Laßt uns beten:

226 Teurer himmlischer Vater, wie schwer ist es manchmal, die Dinge zu sagen und zu wissen, daß vielleicht Zehntausende von Menschen dieses auf den Tonbändern hören werden, die ja über das ganze Land und um die Welt herum versandt werden. Doch, teurer Herr, es ist wahr, es ist so wahr. Herr, ich bitte, reinige zuerst mein Herz. O Herr, prüfe mich und erforsche mich. Sieh auf mich herab, Herr. Ich bin schwach, ich bin müde, ich bin erschöpft. Meine Kehle ist rauh, meine Lippen sind trocken, und mein Körper ist verbraucht. Ich werde alt. Es wird nicht mehr allzu oft sein, Herr, die Sonne wird vielleicht nicht mehr allzu oft aufgehen, bis ich gehen muß. Prüfe mich jetzt, Vater. Wenn ich irgend etwas falsch mache und es nicht weiß, so offenbare es mir, Herr, zeige es mir. Ich bin bereit, es jetzt in Ordnung zu bringen.

227 Ich betrachte mich dort im Spiegel des Wortes Gottes. Wo stehe ich? Sehe ich, daß mein Leben Jesus Christus widerstrahlt? Ist Er die Person, die ich im Spiegel sehe? Sehe ich einen Gläubigen aus dem Alten Testament oder einen Gläubigen aus dem Neuen Testament? Sehe ich einen gemachten Gläubigen darin? Sehe ich mich selbst als einen Ungläubigen, der nicht bleibt und dem Wort zuhört und anstatt dessen die Ideen der Denominationen aufnimmt?

228 Sehe ich mich, daß ich zwar mitgehe, aber dennoch versuche, ein Schlupfloch zu finden? Herr, wenn es so ist, reinige mich. Laß mein Herz rein und lauter sein, Herr, denn dies ist mein Leben. Ich möchte, daß es in Ordnung ist. Es nützt nichts, es nur halbwegs zu tun, wenn es einen Weg gibt, daß man es ganz tun kann. Ich möchte, daß es vollständig in Ordnung gebracht wird, Vater. Doch nicht nur das, sondern ich würde auch Männer und Frauen verkehrt führen, und die Menschen, die mich lieben und die ich liebe, wenn ich verkehrt wäre.

229 Vater, und wenn irgend etwas da ist, wenn ich heute abend denken würde, daß irgendeine Denomination oder Kirche richtig ist, oder der Kirchenrat richtig wäre, oder daß die Mehrheit der Menschen recht hätte, Herr, mein Gott, hilf mir, Mann genug zu sein und Christ genug zu sein, meine Fehler zuzugeben, hier zu stehen und diese Menschen dahin zu schicken, wovon ich meine, daß es recht ist. Reinige mich, laß mich recht hinsehen und erkennen.

230 Doch was diese Dinge betrifft, Herr, soweit ich es sehen kann, haben sie ihre Formen, verleugnen aber das Wort. Man kann es ihnen sagen, und dennoch antworten sie: "Nun, das macht keinen Unterschied. Gott erwartet das nicht." Herr, ich glaube, daß Du derselbe Jesus, daß Du derselbe Gott bist, der Du immer warst. DU bist immer noch Gott und änderst Dich nicht. Ich glaube, daß diese Bibel Dein Wort ist, und ich glaube, daß Du und Dein Wort dasselbe sind. Ich bete, o Gott, daß Du uns Deinen Heiligen Geist gibst, der das Wort lebendig macht und uns die lebendigmachende Kraft schenkt, damit wir eines Tages, wenn dieses Leben vorüber ist und Du mit uns zum Abschluß gekommen bist, lebendig gemacht und in den Himmel hinaufgenommen werden. Dort waren wir in den Gedanken Gottes schon vor Grundlegung der Welt. Gewähre es, o Gott, und vergib unsere Sünden, Vater.

231 Wenn Männer und Frauen hier sind, die sich in einer anderen Gruppe als die wahren Gläubigen an das Wort befinden, o Gott, so reinige ihr Herz. Wenn jemand später das Tonband hört, dann bete ich um die Reinigung ihrer Herzen, daß Du sie reinigst, o Herr. Ich möchte nicht, daß sie verloren gehen. O Gott, ich bete, daß Du uns hilfst, es zu verstehen. Etwas Falsches wird das andere Falsche nicht berichtigen. Es gibt nur einen Weg, es zu tun, und er besteht darin, beide Verkehrtheiten aus dem Weg zu räumen und es richtig zu stellen. Ich bete, Vater, daß Du uns das durch Jesus Christus, unseren Herrn, gewährst.

232 Mit all unseren Häuptern und Herzen gebeugt, möchte ich, daß ihr für einige Minuten innehaltet. Als ich als kleiner Junge die Vision von der Hölle sah und ihre Schrecken, vielleicht bin ich darin verkehrt. Das mag nur eine Vorahnung gewesen sein, ich weiß es nicht. Es schien, als befand ich mich irgendwo, es war Wirklichkeit. Vor nicht langer Zeit sah ich auch den Bereich der Seligen. Als ich in dem Bereich der Verlorenen war, schrie ich: "O Gott, laß nie einen Menschen hierher kommen." Es gibt keine Zunge, die euch beschreiben kann, wie schrecklich es dort ist. Ich habe keine Möglichkeit, es euch deutlich zu machen. Wenn ihr glaubt, daß es eine brennende Hölle mit Feuer und Schwefel gibt, dann wäre es eine kühle, schattige, grüne Weide im Vergleich zu dem Anblick des schrecklichen Zustandes, in dem diese Verlorenen sich befinden. Welch ein Elend herrscht dort.

233 Wollte ich versuchen, zu euch über Dinge zu sprechen, die das menschliche Verständnis übersteigen, so könnte ich den Ort der Seligen immer noch nicht beschreiben: wie friedlich ist es dort, man stirbt niemals mehr, wird niemals alt, ist niemals krank, bleibt immer jung, immer gesund. Man muß nie sterben, sondern hat ewiges Leben in der seligen Jugend, ohne Sünde usw. Oh, es gibt einfach keine Möglichkeit, das zu beschreiben.

234 Auch Paulus sagte schon: "Was kein Auge gesehen, kein Ohr gehört, oder wovon keines Menschen Herz eine Ahnung hat..." Ihr könnt es nicht begreifen. Es gibt keine Möglichkeit, es zu erklären, "...was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben."

235 Das ist gewiß wahr, ihr hier und die unsichtbare Zuhörerschaft, wir werden heute abend in eine dieser Gruppen eingestuft. Entweder sind wir echte Gläubige - prüft es mit dem Wort. Wenn das Wort etwas Bestimmtes sagt und die Gemeinde sagt etwas anderes, was würdet ihr dann nehmen? Schaut in den Spiegel des Wortes Gottes und stellt fest, in welch einer Gruppe ihr euch befindet. Wenn heute abend beide - ihr hier und auch die unsichtbare Zuhörerschaft - wenn ihr nicht zu der gläubigen Gruppe gehört, würdet ihr mir gestatten, für euch zu beten, daß ihr jetzt in diese gläubige Gruppe hineinkommt? Würdet ihr es vor Gott bezeugen, indem ihr eure Häupter und eure Herzen beugt und die Augen vor Gott schließt? Manchmal haben die Leute ein wenig Angst, ihre Hände zu erheben, wißt ihr. Sie fürchten sich vor dem, der neben ihnen steht, doch so sollte es nicht sein. Sie sollten bereit sein, aufzustehen und zu sagen: "Ich bin verkehrt, mit mir stimmt es nicht."

236 "Wer seine Sünde zudeckt, dem wird es nicht gelingen, wer aber seine Sünde bekennt, dem wird Barmherzigkeit zuteil." Was ist Sünde? - Unglaube. Unglaube an was? - an das Wort.

237 Nun, wenn ihr noch nicht in dieser Gruppe seid. Es gibt Dinge in der Bibel, die ihr einfach mit eurem Verstande nicht begreifen könnt. Ihr wißt, daß die Bibel es so sagt, aber ihr könnt es einfach nicht begreifen, auch wenn ihr möchtet. Sagt: "O Gott, schenke mir das Verständnis. Ich werde Dir gehorchen." Würdet ihr eure Hand erheben und sagen: "Gedenke meiner, während wir beten."? Gott segne dich, Gott segne dich. Das ist gut. Denkt wirklich darüber nach. "Gibt es etwas in der Bibel, das ich einfach noch nicht weiß? Ich fürchte, daß ich zu einer der anderen Gruppen gehöre. Vielleicht werde ich mich unter den Siebzig wiederfinden. Es gibt einfach Dinge, die für mein Verständnis zu schwer sind - wie Gott dieses tut. Wie Jesus derselbe sein kann. Wie verhält es sich mit diesen Dingen? Ich verstehe sie nicht. Ich möchte sie aber verstehen. Ich möchte sie glauben. O Gott, hilf meinem Unglauben. Ich möchte ein Teil davon werden, ich möchte teilhaben am Worte. Ich möchte es in mir tragen."

238 "Wenn ihr in Mir bleibt und Meine Worte in euch bleiben, dann bittet, um was ihr wollt." (Joh. 15). Wir wissen, daß es wahr ist. Seht, "wenn ihr in Mir bleibt," nicht hinein und heraus, hinein und heraus, "wenn ihr in Mir bleibt," und Er ist das Wort, "und es bleibt in euch, dann bittet, um was ihr wollt, und es wird euch zuteil werden." Ihr sollt es empfangen.

239 "Wer Mein Wort aufnimmt, und an den glaubt, der Mich gesandt hat, ist vom Tode ins Leben hinübergegangen." Könnt ihr zuerst das Wort annehmen? Könnt ihr das Wort aufnehmen? Das ganze Wort? Christus, voll und ganz? Christus ist das gesalbte Wort. ER ist das gesalbte Wort. Christus bedeutet "der Gesalbte", das gesalbte Wort, geoffenbart für diesen Tag, der Erretter, der Erlöser. Dazu mußte Er kommen, und Er war die gesalbte Person, um diesen Platz einzunehmen.

240 Jetzt ist es der Heilige Geist, der in den letzten Tagen das Abendlicht hervorstrahlen läßt, indem Er den Glauben, der von den Denominationen niedergetreten wurde, zurückerstattet und die Denominationen verurteilt. Wir kehren zu dem ursprünglichen biblischen Glauben zurück, zur ursprünglichen Bibel, und glauben jedes Wort darin. Wir fügen nichts hinzu, damit sie dieses oder jenes sagt, sondern sagen es so, wie es darin gesagt wurde. Ihr seid bereit, es so zu glauben. Sind noch welche hier, die ihre Hände nicht erhoben haben, die sie noch erheben und sagen möchten: "O Gott, gedenke meiner."

241 Gott segne dich, Frau. Gott segne dich, Junger Mann. Gott segne euch. Das ist fein. Gott segne dich, kleiner Junge. Gott segne dich, meine Schwester. Gott segne dich, Schwester, hier zu meiner Rechten. ER segne euch dort hinten. Gott segne dich, junger Mann, und dich, Schwester, dort, und dich, Bruder, auf dieser Seite. Der Herr segne euch. Gott segne euch dort hinten.

242 "Herr, gedenke meiner."

Denkt daran, ihr habt eure Hand nicht zu mir, sondern zu Ihm erhoben.

243 Direkt hinter mir - der Herr sieht auch deine Hand. Auch wenn ich sie nicht sehe, Er sieht sie. ER kennt euer Herz. ER weiß, was darin ist. ER kennt euer Bestreben. ER weiß, was euer Beweggrund für dieses Bestreben ist.

244 Gott segne dich, Bruder. Noch jemand? "Ich möchte das ganze Wort glauben." Gott segne dich. Gott segne dich. "Hilf mir, Herr, hilf mir." Der Herr sieht eure Hände. Jawohl. Das ist es. "Es gibt Dinge, die ich nicht verstehen kann. Ich möchte aber kein Ungläubiger sein. Auch wenn ich sie nicht verstehe, möchte ich es trotzdem glauben. Ich bin bereit zu sagen: 'Herr, mein Gott, hier bin ich. Ich möchte glauben. Hilf meinem Unglauben.'" Gott sei mit euch. Gott segne euch. Viele, viele Hände sind erhoben und werden immer noch erhoben.

245 Ihr fragt: "Bruder Branham, hilft das?" Hebt einmal eure Hand mit einem wirklich aufrichtigen Vorhaben und stellt dann fest, wie ihr dabei empfindet. Ihr legt dadurch Zeugnis ab, daß noch eine Kleinigkeit in eurem Leben ist, ihr wißt es. Da ist noch etwas Geringfügiges, und ihr möchtet nicht, daß es dort ist, und trotzdem ist es da.

246 Ihr fragt euch, wie es geschehen kann. O Herr, gestatte nicht, daß ich ein Judas bin. Gestatte nicht, daß ich in der Botschaft solange mitgegangen wäre und darauf wartete, bis ich eines Tages einen kleinen Fehler offenkundig sehe. O Gott, nicht ich. Laß mich ganz mit Deinem Worte verbleiben. Vielleicht wäre ich ein Ungläubiger, der einfach denkt: "Warum sagen das nicht auch alle anderen?" Auch so möchte ich nicht sein. Ich möchte ein Gläubiger sein. Ich möchte das Wort Gottes dieser Stunde sehen. Ich sehe Gott darin. O Herr, mache mich zu einem Teil des Wortes. Mach mich zu einem Teil davon. Ich möchte Anteil daran haben. Der Herr segne euch.

247 Laßt uns beten, jeder bete für sich selbst, und ich werde für euch beten. Ihr wißt, eines Tages werden wir für eine Weile nicht mehr hier versammelt sein. Manche von uns werden von hier genommen, und wir werden nicht mehr zusammen sein. Wir sind viele hier; manche von uns werden alt. Und sogar junge Menschen sterben. Wir können in jedem Alter sterben. Wir müssen abgesondert sein, und Dinge müssen noch in Ordnung gebracht werden. Ihr könnt es nicht dem Zufall überlassen, dort hinzugelangen, ihr müßt kommen, solange ihr noch bei klarem Verstand seid.

248 Ihr sagt: "Nun, wenn ich es vor meinem Sterben noch sehen kann..." Nein, tut das nicht. Vielleicht seid ihr dann nicht einmal mehr bei klarem Verstand. Ihr könntet durch einen Unfall getötet werden, ehe ihr nach Hause kommt. Ihr könnt an einem Herzinfarkt sterben. Wir wissen nicht, was geschehen wird. Das weiß nur Gott. Ich hoffe, daß es nicht so sein wird. Ich beobachte die Leute draußen, die ihre Hände durch die Fenster strecken. Ja, Gott segne euch. "Ich möchte in Ordnung kommen. Ich möchte richtig stehen." Wir wollen es gleich jetzt tun.

249 Ihr könnt es auf einmal erledigen, wenn ihr aus der Tiefe eures Herzens, wenn ihr aufrichtig sagt: "Herr Jesus, ganz gleich, was es ist, oder was jemand anders sagt, Dein Wort wird in meinem Leben an erster Stelle stehen. Ich möchte es in meinem Leben haben, Du bist das Wort. Die Bibel sagt es so, und ich glaube, daß die Bibel Gottes Wort ist. Ich weiß, daß alle Glaubensbekenntnisse und Dogmen, die hineingefügt wurden, das ganze zu einer Heuchelei gemacht haben. Herr, reinige mich von solch einem Zeug, und laß mich ganz Dein sein. Ich erhebe meine Hände zu Dir, ich erhebe mein Herz zu Dir und meine Stimme im Gebet zu Dir. O Gott, sei mir gnädig." Auch meine Hände sind erhoben. Herr, reinige mich, o Herr, von allem Unglauben.

250 Auch wenn Er mir nicht die Kraft gibt zu wandeln wie Henoch, der nicht zu sterben brauchte, sondern nur einen Nachmittagsspaziergang machte, und zu Ihm heimgenommen wurde. O Gott, ich glaube aber, daß es geschehen wird, denn ich weiß, die Entrückung kommt in den letzten Tagen, und das Werk soll verkürzt werden. Vater, gemäß unserem Kalender blieben noch sechsunddreißig Jahre bis das Werk vorüber wäre, und Du wirst irgendwann während der Zeitspanne wiederkommen, sonst würde kein Fleisch gerettet werden. Uns wird von den Chronologen und von den Leuten, die sich mit solchen Dingen befassen, gesagt, daß wir schon viele Jahre voraus sind. Sie sagen uns, daß wir nach dem Kalender schon wesentlich weiter sind; vielleicht sind noch fünfzehn bis zwanzig Jahre übrig. Ich weiß es nicht, Vater. Doch ich weiß, daß wir sogar gemäß unserem Kalender fast dort angekommen sind.

250 Ich sehe nicht, wo noch Hoffnung übriggeblieben sein könnte, Herr. Wenn sie einmal beginnen werden, die Bomben aufeinander loszulassen, Herr, dann wird es keinen Kampf an einer Front mehr geben. Sie werden einander zerstören. Herr, die Dinge sind schon da, und die Bibel sagt, daß Himmel und Erde brennen werden. O Gott, ich sehe, daß diese Stunde naht.

252 Ich denke an die Ermordung des Präsidenten. Auch an den anderen bösen Mann, der hereinkam und jemanden erschoß. Es war kaltblütiger Mord, ohne ihm die Möglichkeit einer Gerichtsverhandlung zu gewähren. O Gott, der eine ist so schuldig wie der andere. Sie haben kein Recht, das zu tun. Es gibt Böses in unserer Nation, die eine christliche Nation sein soll. Herr, was für ein armseliges Zeugnis von Christen sind wir. Vergib uns unsere Sünden, Herr. Hilf uns, o Gott, besonders Deiner Gemeinde, denjenigen, die in den geheimnisvollen Leib Jesu Christi hineingetauft sind. "Denn der Geist ist es, der lebendig macht", sagtest Du. "Wie der Menschensohn hinaufgestiegen ist, so wird auch Sein Leib hinaufgenommen werden. ER ist das Haupt, Seine Gemeinde ist Sein Leib." O Gott, es ist das Haupt, das den Leib regiert. Möge der Leib Christi durch die Leitung des Wortes regiert werden, und möge ich ein Teil dieses Leibes sein, Herr.

253 Ich bete für diejenigen, die ihre Hände erhoben haben, für alle, die gegenwärtig sind, und für diejenigen, welche die Tonbänder hören werden. O Herr, mein Gott, ich bete aufrichtig, daß Du sie hineinnimmst, Herr. DU siehst ihre Herzen an. DU weißt, was in ihnen ist. Doch als Dein Knecht lege ich Fürbitte für die Menschen ein, Herr. Ich liebe sie. Ich liebe sie und versuche, dies lediglich deshalb zu tun, weil ich verspüre, daß es Dein Auftrag für mich ist, dies zu tun. Vater, hier bin ich und tue mein Bestes. Vergib meine Schwächen und Fehler, Herr. Ich bete, daß Du es tust. DU wirst mir Kraft geben, damit ich imstande bin, es den Menschen noch deutlicher zu machen.

254 Sei heute abend bei uns hier in der Kapelle. Schau auf all diejenigen in der Kapelle herab, Herr, die ihre Hände erhoben haben. Prüfe und erforsche mich, Herr. Wenn etwas Verkehrtes in mir ist, dann reinige mich, Vater. Gewähre es. Reinige diese Gemeinde. Reinige uns alle, Herr, damit das Wort unter uns Fleisch werden kann und der Welt in dieser Zeit bekannt gemacht wird. Gewähre es, Vater. Ich übergebe mich Dir mitsamt diesem Text, mit der Zuhörerschaft, mit Deinem Wort und Deiner Verheißung für das Heil unserer Seelen in dem Namen Jesu Christi. Gewähre es, Herr. Möge die Kraft Gottes über uns kommen und uns salben, angefangen vom Pastor bis zum Türhüter, alle, die anwesend sind. Möge der Heilige Geist kommen, Seinen Platz in unseren Herzen einnehmen und jede Verheißung Gottes nehmen und es uns offenbaren, daß Dein Wort wahr ist. Ich bete im Namen Jesu Christi.

255 Während wir unsere Häupter noch gebeugt haben, möchte ich, daß die Organistin so freundlich ist und uns den Ton angibt für das Lied: "Horch, ich hör den Heiland rufen. Wie Er führt, will ich Ihm folgen, wie Er führt, will ich Ihm folgen."