Begnadigt zu sein
(Pardon)

"Ramada Inn" in Tucson - Arizona, USA
Montag, 28.10.1963
1 Stunde und 32 Minuten


001 Wir beugen jetzt unsere Häupter zum Gebet.

Unser Himmlischer Vater, wir schätzen es als ein großes Vorrecht, daß wir hier unter den Geretteten stehen können und daß wir diese alten Lieder in der Gemeinde singen können, wie "Herr, ich glaube." Wir sehen, daß der Glaube, der unseren Vätern überliefert wurde durch alle Zeitalter in Deinen Kindern weitergelebt hat. Wie wir im Gesang gehört haben, wir sind unterwegs nach Kanaan. Wir beten, Vater, wenn heute jemand hier ist, der noch nicht diese Entscheidung getroffen hat, noch nicht da hingekommen ist, daß sie nur glauben können, daß sie das Wort glauben können. So bitte ich, daß es jetzt sein möchte, wo sie diese endgültige Entscheidung treffen können und Christus als Erlöser aufnehmen und erfüllt werden mit Heiligem Geist.

002 Wir danken Dir auch für die Gruppe der Vollen Evangeliums-Geschäftsleute, die hier sind. Denn auch sie treten dafür ein, daß dieses volle Evangelium gepredigt werden soll. Wir danken Dir, daß es noch Geschäftsleute gibt, die sich Zeit nehmen Dir zu dienen und anderen davon zu sagen, die ihr Geld und ihre Zeit einsetzen, um anderen auf den Weg zu helfen, damit auch sie auch Bürger des Reiches Gottes werden.

003 Wir danken Dir für die Predigerbrüder, die heute hier sind. Diejenigen, die die Fackeln aufrecht halten in dieser dunklen Welt, damit der Weg oder Pfad zur Herrlichkeit erleuchtet bleibt. Vater, segne alle Glieder der Gemeinde des lebendigen Gottes und auch die, die neu herzukommen. Und während wir im Begriff sind die Bibel aufzuschlagen, wollest Du es austeilen wie wir es benötigen. Und wenn der Gottesdienst zu Ende gegangen ist und wir heimgehen, dann mögen neue Kinder geboren sein im Reiche Gottes. Vielleicht sind einige hier heute abend, die sehr krank sind und die Berührung von Dir, dem großen Arzt, benötigen. Mögen sie sie empfangen, Herr. Gewähre es. Dir geben wir den Preis in Demut. Denn wir bitten es im Namen Jesu Christi, Deines Sohnes. Amen.

004 Ihr mögt euch setzen. Es ist eine der größten Zeiten meines Lebens, wenn ich vor dem Volke Gottes stehen darf, um zu ihnen zu reden. Jesus Christus ist die Freude meines Lebens und was Er für mich bedeutet. Dann hab ich das Vorrecht diese Freude mit anderen zu teilen, die sie noch nicht empfangen haben. Ich habe früher unter dem Ruf gelebt, daß ich ein junger Prediger war, aber das ist lange zurück. Sehr oft oder lange habe ich darauf zurückgreifen können, aber jetzt bin ich der alte Prediger geworden.

005 Jeden Tag hat Er einen neuen Gesang in meinen Mund gelegt und jeder Tag ist schöner als der Tag zuvor. Und wenn ich zum Sonnenuntergang schaue und weiß, daß mein Leben langsam zu Ende geht, Christus wird mir köstlicher Tag für Tag. Ich habe das Vorrecht vor vielen zu stehen - sowie heute hier vor vielen Geschäftsleuten - und zu ihnen über das sprechen darf, was mir mehr bedeutet als irgend etwas in der Welt - über das ewige Leben.

006 Ich glaube nicht, daß es etwas größeres gibt, worüber ich denken könnte, als das ewige Leben. Wenn ihr jung seid, dann meint ihr... Solange ihr vielleicht noch Kinder seid, dann spielt ihr dieses oder jenes. Kleine Mädchen haben ihre Puppen und dann kommt die Schulung und dann kommt die Frage: "Wen werdet ihr heiraten?" Dann muß das Haus bezahlt werden und dann werdet ihr langsam alt.

007 Aber ich bin so froh, daß es etwas Echtes, etwas Reales gibt, wenn das alles hier vorüber ist, das uns mehr bedeutet als alles andere. Alles andere ist notwendig für dieses Leben hier. Es ist wichtig wer der Vater, die Mutter unsrer Kinder ist usw. und daß sie geschult werden. Das alles wird vergehen, aber das ewige Leben bleibt. Das ist das Größte. Es hat mich zufriedengestellt als Junge und es war meine Zufriedenheit im mittleren Alter. Und wenn mein Leben zu ende ist, werde ich froh sein, dem zu begegnen, der mein Leben froh gemacht hat.

008 Nun, Bruder Tony, der Präsident der Kapelle hier, ich bin froh mit ihm zu sein, mit Bruder Carl Williams und anderen, die hier gegenwärtig sind. Hier sind viel repräsentiert aus verschiedenen Städten und Gemeinden.

009 Ich habe einmal - es war wohl in Little Rock, Arkansas, in einem Auditorium - gesprochen und dort war ein Mann, der geheilt wurde. Er war einige Jahre auf Krücken gegangen und hat auf der Straße Bleistifte und Kleinigkeiten verkauft. Dann war er völlig gelähmt und konnte sich nicht selbst bewegen.

010 An einem Abend kam er in die Versammlung, dann auch in die Gebetsreihe und wurde geheilt. Am nächsten Tag hat er seine Krücken auf dem Rücken getragen, ist die Straße hinuntergehüpft und hat Zeugnis abgelegt. Als ich dann an dem folgenden Abend sprach, hat er mich unterbrochen und sagte: "Bruder Branham, hör mal. Ich bin ein wenig aus der Fassung. Als du sprachst, dachte ich, du bist Nazarener." (Denn das war er.) "Dann sah ich so viele Pfingstler", sagte er, "und jemand anderes sagte mir, du bist Pfingstler. Dann hörte ich aber, wie du sagtest, du bist in der Baptistengemeinde ordiniert worden. Ich bin ganz verwirrt. Was bist du eigentlich?"

Ich sagte: "Das ist sehr einfach. Ich bin ein Pfingst-Baptist-Nazarener. Ich bin das alles."

011 Als ich zu den Pfingstleuten kam vor einigen Jahren... Der Herr sandte mich zu ihnen, denn dazu hat Er mich bestimmt, für Seine kranken Kinder zu beten. Die Denominationskirche mit der ich damals war, sie glaubte nicht an das Gebet für die Kranken, nicht an göttliche Heilung. Für sie war es fremd und sie sagten mir: "Du wirst jetzt ein heiliger Roller." Vielleicht bin ich's auch geworden, ich weiß es nicht. Aber ich bin froh so wie ich bin. Jemand sagte mir, ich habe den Verstand verloren. Ich sagte: "Gut, laßt mich allein, denn ich bin so zufriedener als ich vorher war. Ich fühle mich so recht gut. Es ist Freude - unaussprechliche Freude.

012 Aber als ich zu den Pfingstleuten kam, dachte ich, daß es nur eine Gruppe unter ihnen gibt. Dann mußte ich feststellen, daß so viele Gruppen und Zerteilungen waren wie ich schon erlebt hatte unter den Baptisten und den anderen. Ich wollte mit keiner Partei ergreifen, sondern unter ihnen allen sein und sagen, "Wir sind Brüder." Das ist meine Einstellung seit jeher gewesen. Seht, die große Gemeinde des lebendigen Gottes ist vereinigt im Gebet und in der Verkündigung.

013 Die Vollen Evangeliums Geschäftsleute, sie haben ihren Organismus gemacht. Sie sind keine Organisation, sondern ein Organismus. Sie haben alle Gruppen hineinbezogen. Sie haben auch mir einen Platz und nahmen mich unter ihre Fittiche. Ich bin so froh für diese Gelegenheit mit ihnen zusammen zu sein, denn hier kann ich den Glauben allen Gruppen zum Ausdruck bringen und das ist für mich etwas Großes. Ich gehöre zu keiner Organisation, aber mit ihnen bin ich.

014 Wo immer ich hingehe, ob in Afrika oder sonstwo - ich war vor kurzem in Südafrika. Dort gab uns der Herr eine der größten Versammlungen, die wir je hatten. Es war in Südafrika, wo 30.000 fast nackte Stämme oder Stammesleute ihr Leben dem Herren geweiht haben.

015 Und am nächsten Tag hat mich Sidney Smith, der Bürgermeister der Stadt angerufen im Hotel und sagte: "Schau mal aus deinem Fenster was dort vor sich geht." Er sagte: "Beeile dich, gehe schnell, schau heraus." Und da waren sieben englische Lastwagen vollgeladen mit Krücken, Rollstühlen und Bahren usw., auf denen die Menschen gelegen bzw. benutzt haben. Und die Geheilten gingen mit erhobenen Händen hinterher und sagen das Lied, das wir gerade gesungen haben "Glaube nur, glaube nur. Alles ist möglich, dem der da glaubt."

016 Ich sagte: "Oh Herr, das ist ein Tag an dem ich zurückdenken werde." Dort hatten wir drei Tage und mußten wieder weitergehen, aber in den drei Tagen ist sehr viel geschehen. Ich weiß nicht was alles geschehen ist, aber das geschah durch die Wunder die der Herr getan hat auf der Plattform. Ein Wunder hat's besonders veranlaßt. Ein Junge, der so verkrüppelt war und auf aller Vieren ging wie ein Hund, der wurde geheilt auf der Plattform. Und diese Menschen, die damals als Stämme gegeneinander kämpften, waren nach diesem Gottesdienst in Frieden, haben Hände umeinander geschlungen und haben gesungen "Glaube nur."

017 Oh, dieses alte herrliche Evangelium hat nie die Kraft verloren. Die Auferstehungskraft Jesu Christi wird offenbart. Mir wird es kostbarer Tag für Tag.

018 Nun, wenn ihr heute hier seid als Geschäftsleute oder wer immer ihr seid, laßt mich euch sagen: Weiht euer Leben dem Herren, wenn ihr es noch nicht getan habt - ganz gleich zu welcher Gemeinde ihr gehören mögt. Hier dieser Organismus hat den Titel "Volles Evangelium Geschäftsleute". Ob ihr Methodisten, Baptisten, Presbyterianer, Priester, Katholiken, wer immer ihr seid.

019 Jakob war es, der einen Brunnen gegraben hatte und dann haben ihn die Philister weggetrieben. Er hat einen zweiten gegraben und wurde wieder weggejagt. Er grub noch einen und sagte: "Es ist Raum für uns alle." Seht, wir werden froh sein euch hier in Tucson zu haben oder wo immer es sein mag, um Gemeinschaft mit uns zu haben.

020 Vergeßt nicht die Versammlung in Phoenix. Ich weiß, daß wir hier nicht von der Plattform Reklame zu machen haben, denn das ist nicht statthaft, aber es sind ja die gleichen Versammlungen. Ich werde dort in Phoenix vier Tage predigen und für die Kranken beten. [Es werden jetzt die Termine der Versammlung bekanntgegeben.] Vier Tage werden wir dort die Versammlungen haben und wir erwarten, daß Gott segnen wird.

021 Für euch aus Tucson, am nächsten Sonntag abend werde ich in der Assemblies of God Gemeinde, bei Bruder Arnold Max für die Kranken beten und predigen.

022 Nun, mögen die Segnungen Gottes auf euch allen ruhen. Wenn ihr die Bibel mit mir aufschlagen wollt, ich möchte mich beeilen zum Wort zu kommen und euch nicht zu lange aufhalten. Ich möchte aus Römer 8 mit dem 28. Vers beginnen und bis 32. Vers lesen. Römer 8, 28:

Wir wissen aber, daß denen die Gott lieben alle Dinge zum Guten mitwirken, nämlich denen, welche nach Seinem Vorsatz berufen sind.

Denn die, welche Er zuvor ersehen hat, die hat Er auch im Voraus dazu bestimmt, dem Bilde Seines Sohnes gleichgestaltet zu werden. Dieser sollte eben der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein.

Und die, welche Er vorausbestimmt hat, die hat Er auch berufen. Und die Er berufen hat, die hat Er auch gerechtfertigt. Und die Er gerechtfertigt hat, denen hat Er auch die himmlische Herrlichkeit verliehen.

Was folgt nun hieraus? Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?

Er, der Seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern Ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte Er uns mit Ihm nicht auch alles schenken?

023 Möge der Herr den Segen zum Lesen Seines Wortes hinzutun. Ich möchte über das Thema der "Vergebung" sprechen. Hier sagt die Bibel, daß uns alles in Christus Jesus geschenkt wurde. Wir können nicht über alles sprechen, aber eines möchten wir hervorheben und das ist die Vergebung, die wir empfangen haben. Das ist ein herrliches Wort, Vergebung empfangen zu haben. Denn wir alle sind schuldig, wir alle haben gesündigt und mangeln des Ruhmes, den Gott verleiht. Gott hat uns in Seinem Sohne vergeben von unsrer Schuld und Sünde.

024 Und diese Vergebung erinnert mich an eine Geschichte während dem Krige in der Revolution, die ich gelesen habe. Es war ein Soldat, der etwas getan hat, wo er dann im Gericht als schuldig befunden wurde. Er hat während der Kampfhandlung seinen Posten verlassen und dadurch ist Schaden entstanden. Er sollte standrechtlich erschossen werden.

025 Sein Kamerad hat solches Leid darüber empfunden, daß er sich an den Präsidenten Lincoln wandte. Lincoln war ein christlicher, feiner Mann... Er viel auf sein Angesicht und sagte: "Herr Lincoln, Präsident der Vereinigten Staaten, lieber Herr, ich bitte um Barmherzigkeit von Gott. Ich weiß, du bist ein Christ und hast ein sanftmütiges Herz und erbarmst dich derer, die in Schuld geraten sind."

026 "Mein Freund hätte auf dem Posten bleiben müssen, aber als die Geschütze feuerten und die Kanonen zu hören waren, fürchtete er sich und ist weggerannt." Und er sagt: "Herr Lincoln, das hat er nicht gewollt, das hat er nicht vorgehabt. Aber nun muß er sterben durch standrechtliches Erschießen. Es gibt nur eine Möglichkeit, daß er gerettet wird und das ist wenn du die Begnadigung unterschreibst."

027 Herr Lincoln, mit Tränen in den Augen, hat nicht lange nachgedacht, nahm ein Stück Papier und schrieb: "Ich, Abraham Lincoln, verzeieh diesem Mann. Er soll nicht sterben." und unterschrieb mit seinem Namen.

028 Und der Mann, der zu ihm gekommen war, segnete ihn und ging zu seinem Kameraden in die Gefängniszelle und sagte: "Ich habe deine Begnadigung hier." und nahm den Zettel heraus.

029 Und der Mann sagt: "Treibe keinen Spott mit mir, ich muß sterben." Er sagte: "Ich glaube nicht, was du mir hier erzählst. Jeder kann unterschreiben mit Abraham Lincoln und das da aufsetzen."

030 Aber er sagte: "Das ist des Präsidenten Unterschrift. Du bist frei. Du bist begnadigt worden." Er lehne ab und sagte: "Das kann nicht stimmen." Und er wurde später standrechtlich erschossen.

031 Das geschah schon am nächsten Tag und dann kam es zu einer Gerichtsverhandlung, weshalb dieser Mann, dem der Präsident verziehen hatte, erschossen wurde. Und das war die Entscheidung: Eine Vergebung ist keine Vergebung, es sei denn sie wird als Vergebung angenommen.

032 Heute habe ich vorgelesen, Gott hat uns alles gegeben, Vergebung und alles was wir benötigen, aber es muß so angenommen werden. Nur es zu lesen bedeutet noch nicht, daß ihr Vergebung empfangen habt. Ihr müßt es als eure Vergebung annehmen, denn Gott hat Seinen Sohn an eurer Statt sterben lassen und ihr nimmt es an.

033 Ihr seid befreit von der Schuld, von der Sünde. Seht, es ist eine Vergebung Gottes an euch. Nicht nur, daß ihr es psychologisch aufnehmt, durch eine Lehre, irgendein Gefühl habt, daß ihr meint etwas Rechtes getan zu haben oder irgendein Glaubensbekenntnis gelernt. Nein, es ist eine Freisetzung von der Schuld, ein Befreien von der Schuld. Es ist keine Schuld mehr übrig. Die Bibel sagt: "Wir sind gerechtfertigt und es ist keine Verurteilung für die, die in Christus Jesus sind, die nicht nach dem Fleisch sondern nach dem Geist wandeln."

034 Wenn nun die Befreiung von der Sünde, von der Schuld geschehen ist, dann ist weder im Mann noch in der Frau oder sonst jemand ein Verlangen nach der Sünde. Ihr seid neue Geschöpfe geworden in Jesus Christus. Ihr habt euer Augenmerk auf Jesus Christus gelenkt, wo Er zur Rechten der Majestät Gottes sitzt. Ihr seid frei. Kein Priester oder Prediger braucht es ihm zu sagen, er weiß innerlich tief im Herzen, daß er die Vergebung als Gabe Gottes angenommen hat, die Gott sandte durch Jesus Christus. Welch ein Gefühl ist es von der Sünde frei zu sein.

035 Mir wurde gesagt als damals die Proklamation unterschrieben wurde, daß die Sklavenzeit vorüber ist in Amerika. Und an dem Morgen mit Sonnenaufgang sollte an dem bestimmten Datum die Zeit der Sklaverei in Amerika vorüber sein und in dem Artikel las ich, daß Menschen auf die höchsten Berge gestiegen sind, um dem Sonnenaufgang erleben zu können und ihre Freiheit zu sehen und dafür zu danken. Sie warteten auf diesen Tag, damit sie wissen, dann sind sie frei.

036 Und es sagte ihnen diese Proklamation, daß sie an dem und dem Tage mit Sonnenaufgang frei sind. Sie sind auf die höchsten Berge gestiegen, um den Sonnenaufgang des bestimmten Tages zu erleben. Oh, wenn die Sünder... wenn wir nur so bemüht sein würden in die Gegenwart Gottes zu kommen, um den Sonnenaufgang mitzuerleben und die Vergebung zu empfangen.

037 Es heißt dort: Junge Männer sind bis an die Spitze des Berges hinaufgegangen und dort oben sahen sie die Sonne zuerst. Sie schrien zu den anderen herunter: "Wir sind frei! Wir sind frei!" Die Sonne kam hervor.

038 Menschen sind in die Sünde verkauft, ihr unterworfen, aber der Sohn Gottes ist auferstanden von den Toten zur unserer Rechtfertigung. Wir sollten es über die ganze Nation schreien: "Wir sind frei von Sünde und Schuld, uns ist Vergebung zuteil geworden durch Golgatha!" Es gibt nichts Größeres, das der Menschheit gegeben werden könnte.

039 Menschen haben gesündigt im Garten Eden, sind über die große Kluft hinweggestiegen und waren getrennt von dem Ewigen. Menschen waren zunächst ewig mit Gott, hatten keine Krankheit, kein Leid, keinen Tod. Menschen sind nicht gemacht zum Sterben und die Hölle ist nicht für Menschen geschaffen. Die Hölle war geschaffen für den Teufel und seine Engel - nicht für die Menschen. Denn sie sind geschaffen worden, um Söhne und Töchter Gottes zu sein. Aber als Menschen gesündigt haben und über diese Linie Gottes, die zwischen Recht und Unrecht schied, haben sie sich von Gott getrennt und hatten keine Möglichkeit zurückzukommen. Die Menschheit war vollkommen verloren. Sie konnten wegen der Sünde nicht zurückkommen.

040 Aber Gott, reich an Barmherzigkeit, hat ein stellvertretendes Opfer gehabt, denn es hieß: "An dem Tage, an dem ihr esset, werdet ihr sterben." Gottes Heiligkeit hat es erforderlich gemacht um Seines Wortes willen und Er muß Sein Wort halten, um ein stellvertretendes Opfer zu haben.

041 Gott hat Sein Liebe der Menschheit geoffenbart. Sie waren von Ihm geschieden, denn Er hatte Gemeinschaft mit Seinen Kindern. Es war ein herzzerbrechender Zustand während der ganzen Zeit, aber Sein Wort sagt: "Welches Tages ihr davon esset, werdet ihr des Todes sterben." Wir können uns darauf verlassen, was immer Gott in Seinem Worte sagt, ist wahr. Gott kann Sein Wort nicht zurücknehmen. Er ist unendlich und Er ist ewig. Seine erste Entscheidung ist eine ewige Entscheidung. Er braucht sie nie zurückzunehmen und Er kann nicht dazulernen. Er ist vollkommen von Anfang an. Was Gott sagt ist vollkommen und es kann nicht geändert werden. Es ist eine vollkommene Entscheidung.

042 So wie Gott handelt oder umgeht mit den Seinen, so muß Er immer dabei bleiben, wie Er es je getan hat. Wenn Er den Menschen einen Weg der Rettung gebahnt hat, wie Er es am Anfang tat, so muß es bleiben während der ganzen Zeit. Wenn Gott den Kranken die Heilung aufgrund des Glauben verheißen hat, dann muß es immer so bleiben. Er kann es nicht zurücknehmen. Er muß derselbe bleiben.

043 Nun, Gott hat das stellvertretende Opfer angenommen für Menschen im Garten Eden und damals wurde ein Opfer für sie dargebracht - Blut wurde vergossen durch das Tier, das dargebracht wurde. Es gibt keine andere Möglichkeit in Gemeinschaft mit Gott zu kommen als durch das vergossene Blut des Lammes Gottes. Nur auf diesem Wege nimmt Er Seine Kinder zurück. Es gibt keinen anderen Preis, es gibt nichts anderes. Gottes erste Entscheidung ist richtig, ewig und wahr. Gott kann nicht lügen, Er kann Sein Wort nicht zurücknehmen. Damals war es Gottes einzige Weise und Möglichkeit Gemeinschaft mit den Menschen zu bekommen - nämlich durch das Opferlamm, das geschlachtet wurde, durch das Blut, das vergossen wurde.

044 Wenn wir jetzt hier natürlich sterben, das bedeutet nicht, daß wir tot sind, sondern Jesus sagte: "Wer da lebet und an Mich glaubet, wird nimmer mehr sterben." Dieser Tod, von dem hier die Rede ist, bedeutet getrennt sein von Gott. Hier ist es ein physischer Tod, aber irgendwo leben wir weiter. Wir gehen nur von hier in eine andere Dimension hinein. Es ist aber nicht so, wie manche es meinen, daß gar nichts mehr weiterlebt.

045 Wißt ihr, als die Tochter des Jairus gestorben war und Jesus sagte: "Sie ist nicht tot, sondern sie schläft nur." Sie wußten, sie ist tot. Aber Jesus sagte: "Sie schläft und ich gehe hin sie aufzuwecken." Und sie kam zum Leben zurück.

046 Nun, von Adam bis jetzt haben die Menschen versucht ihren eigenen Ersatz zu schaffen. Sie haben ihr Bestes versucht, sie wollen es besser können als Gott. Was ist in den Menschen? Menschen versuchen sich immer selber zu helfen und etwas anders zu machen. Sie möchten ihre eigenen Ideen in den Plan Gottes hineinlegen und deshalb sind sie so zerfallen heute. Das christliche Volk in der Welt ist so zertrennt durch Barrieren verschiedener Art. Warum? Weil die Menschen ihre eigenen Ideen in den Plan Gottes hineingetan haben. Aber Gott hat einen Pan.

047 Schon am Anfang im Garten Eden wurden die Gedanken der Menschen zum Ausdruck gebracht. Adam hat sich und seiner Frau Feigenschürzen gemacht oder sich mit Feigenblättern bedeckt. Sie haben alles versucht durch die ganze Zivilisation. Sie haben immer etwas versucht. Aber es bleibt dabei, Gott nimmt die Seinen nur aufgrund des vergossenen Blutes am Kreuzesstamm auf Golgatha.

048 Schulung hat versagt. Je mehr wir geschult werden um so weiter entfernen wir uns voneinander. Seht, wir haben's versucht jeder auf seine Art, aber nichts hat geklappt. Die Gemeinschaft ist zerbrochen worden und nur Verwirrung ist entstanden und was immer noch da ist. Aber der Plan Gottes sagt immer noch, unter dem vergossenen Blute begegnet uns Gott.

049 Dieses Blut muß angewandt werden, wie schon damals in der Zeit Israels als sie ein Lamm schlachten mußten und die Türpfosten anstreichen. Seht, Gott hatte es gefordert, daß dieses Zeichen angebracht wird an der Tür - ganz gleich was die Menschen dachten, hier war der Befehl Gottes. Ob sie Israeliten, ob sie beschnitten, ob sie an Jehovah glaubten, das alles hat nicht den Ersatz dafür geleistet. Denn hier war der Befehl: Das Blut muß an die Türpfosten gestrichen sein. Deshalb glaub ich heute, daß jeder Christ die Kraft des Blutes Jesu Christi erleben muß, um gereinigt zu werden - ganz gleich, was er sonst noch hat.

050 Seht, es muß da sein wie damals bei Israel. Das Blut war sichtbar, ganz gleich wie religiös das Haus, das Volk war, wie sie ihre Kinder erzogen haben, wie sie den Gottesdiensten beiwohnten und all die Dinge getan haben, die Gott forderte. In der letzten Stunde wo es um Tod und Leben geht, muß das Blut an die Pfosten gestrichen werden. Und das Blut zeigt, daß ein unschuldiges Opfer stellvertretend das Leben gelassen hat und das Blut wurde dort angestrichen als ein Zeichen an der Tür, daß dieses Haus sicher ist unter dem vergossenen Blut.

051 Das war ein Sinnbild. Nun hier, in diesen letzten Tagen, kommen wir zu der Stunde wo Gott Sein Volk befreit. Das glaube ich. So gewiß wie das Blut dort als Gedächtnis angestrichen wurde, so muß das Zeichen heute dasein und ist erforderlich. Nun, sie konnten nicht das Blut des Herrn Jesus irgendwo anstreichen, nein. Damals im Alten Testament war es das Blut eines Lammes, das da angestrichen wurde an die Türpfosten, aber das Leben, das in diesem Lamm war konnte nicht auf den Menschen zurückkommen, den das Tier hat kein Seele. Deshalb konnte das Leben nicht auf den kommen, der zu Anbetung kam.

052 Jetzt aber, als das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, auf Golgatha vergossen wurde, sind wir durch dieses Blut erlöst und das Leben ist Gott Selber, das wiederkommt durch den Heiligen Geist auf den Gläubigen in diesen letzten Tagen. Und wenn Gott das sieht, wird Er vorüberziehen. Ob Mann oder Frau, ihr müßt den Tod Jesu Christi stellvertretend für euch annehmen und der Heilige Geist legt Zeugnis ab.

053 Ihr mögt sagen: "Ich hab's angenommen" und lebt noch in der Welt und tut was die Welt tut. Dann habt ihr keinen Beweis, daß es geschehen ist. Der Beweis des Heiligen Geistes muß in eurem Leben offenbar werden. Das ist ein Muß für jeden Mann, für jede Frau in dieser letzten Zeit als ein Zeichen.

054 Jesus hat gesagt: "Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Es sei denn es wird jemand geboren aus Wasser und Geist, sonst wird er das Reich Gottes nicht sehen." Seht, es ist Gottes Programm - Sein Blut.

055 Das Blut war im Alten Testament und auch im Neuen Testament. Im Alten Testamen war es das Blut von Tieren, ein Sinnbild auf das Blut des Lammes, das vergossen würde. Aber der Anbeter ging mit dem selben Schuldgefühl wieder weg, mit dem er kam. Aber jetzt, wenn der Anbeter von der Sünde gereinigt und befreit ist, hat er kein Verlangen, kein Begehren zur Sünde. Er ist vom Tode ins Leben hinübergekommen, ist eine neue Schöpfung in Jesus Christus geworden, hat das ewige Leben, der Geist Gottes ruht auf ihm und das Leben Jesu Christi wird offenbar. Die Bibel sagt: "Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit."

056 Gott wartet auf diese Stunde, wo die Gemeinde in diesen Stand hineinkommen, ganz gleich wer ihr sein mögt, zu welcher Gemeinde ihr gehört haben mögt. Dieses Zeichen des Todes Jesu Christi und Seiner Auferstehung muß offenbar werden. Er sagte: "Eine kleine Weile und die Welt sieht Mich nicht mehr, ihr aber werdet mich sehen, denn Ich werde mit euch sein und Mich euch offenbaren bis an das Ende der Welt." Jesus Christus, derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.

057 Oft komm ich zu Christen, die sagen: "Wir sind Christen", meinen sogar geheiligt zu sein und fürchten sich ein "Amen" zu sagen. Ich möchte unter Menschen sein, die sich des Evangelium Jesu Christ nicht schämen. Nein, etwas ist mit ihnen geschehen und es bedeutet ihnen als dieses Leben. Es ist ja ewiges Leben, denn sie haben das, was Gott an ihrer Statt gegeben hat, angenommen.

058 Ich habe für irgend jemand gebeten vor dem Gottesdienst und es haben noch einige gebeten. Dann wurde gesungen und ich hörte das Klatschen der Hände. Manche sah ich sogar hin- und herlaufen, wobei sie sich in einem bestimmten Rhythmus bewegt haben.

059 Ich war anfangs kritisch dem gegenüber, als ich das vor vielen Jahren in den Pfingstgemeinden sah. Ich dachte: "Das ist doch Unsinn." Aber dann habe ich die Bibel gelesen und fand heraus, wenn im Geiste getanzt wird, ist etwas geschehen. Der Teufel hat es imitiert und kopiert mit Rock 'n' Roll usw., aber immer wenn Gott einen Sieg gegeben hat, hat das Volk Gottes getanzt.

060 Damals als der Sieg über Goliath gegeben wurde, dann begegneten die Israeliten dem David und sie bejubelten den Sieg. Als das Volk Israel durch das Rote Meer ging und auf der anderen Seite des Ufers hat Miriam die Zimbel genommen und ist im Reigentanz dahingegangen und alle anderen tanzten mit im Geiste. Das war eine echte Pfingstversammlung, sonst habe ich noch keine gesehen. Aber die Schuld bei mir war, ich hatte nicht genug Sieg. Aber wenn ihr den Sieg Gottes habt und der Beweis Jesu Christi euch offenbart worden ist, dann könnt ihr singen wie die Psalmisten in der Bibel.

061 Ich erinnere mich an den Psalmisten David, der damals die Tochter Sauls zur Frau genommen hatte. Sie war ja ein bißchen stolz und meinte, alle Dinge müßten ordnungsgemäß zugehen, aber sie erkannte nicht, daß die Feuersäule mit dem Volke Israel war, daß Gott David Sieg gegeben hat und hatte Grund zum Loben und Preisen. Dann kam David zurück mit der Bundeslade des Herrn und vor dieser Bundeslade tanzte David und sang den Lobpreis zu Gott. Die Tochter Sauls, sie war irgendwie berührt davon und dachte, der König habe sich ungebührlich benommen. Und David hat wohl gesagt: "Wenn du das nicht magst, dann gib jetzt mal acht." Und er wird neu angefangen haben im Geiste zu frohlocken und dem Herren zu danken. Die anderen waren nicht damit einverstanden, aber sie standen unter dem Fluch.

062 Ich sage euch, wenn das Leben Jesu Christi in der Gemeinde offenbar wird... Es gibt nur einen Punkt der Gemeinschaft und das ist unter dem Blute. Durch Denominationen und auch so unter den Pfingstlern sind wir getrennt worden.

063 Aber das Originalpfingsten ist unser Muster. Niemand kann es anders sagen, als daß die Gemeinde zu Pfingsten eingeführt und begonnen ist. Und durch die ganze Bibel hindurch, wenn der Heilige Geist in der Bibel über Menschen kam, geschah irgend etwas.

064 Laßt mich diese sagen: Ich war ja in den Heidenländern und dort habe ich gesehen, daß Neger unter den Hotten-Totten, daß sie dastanden und ich sprach durch Übersetzer. Viele haben den Namen Jesu Christi noch nie gehört. Dann habe ich ihnen das Wort Gottes gebracht und ich sage euch, als ich für sie betete um die Geistestaufe, geschah mit ihnen das gleiche unter der Kraft des allmächtigen Gottes wie mit euch hier. Ob ihr schwarz, weiß oder rot seid, es spielt keine Rolle, dasselbe geschieht wo immer der Geist hernierderfällt.

065 Seht, wir wissen, es gab den Nebukadnezar, es gab andere, die standen auf der anderen Seite, aber es gab auch diejenigen, die unter dem Blute standen, die die rechte Entscheidung getroffen haben und wußten, daß etwas Unschuldiges ist für sie, als Schuldige, gestorben. Es ist heute noch so.

066 Seht Hiob und andere, Hiob ist das älteste Buch der Bibel. Obwohl alles dem Mann widerfahren war, dennoch stand er standhaft da. Er wußte, er hatte getan, was Gott Jehovah von ihm forderte. Abraham tat das gleiche und viele andere. Israel konnte nur Gemeinschaft haben unter dem vergossenen Blute. Die Menschen wollten damals in Jerusalem anbeten, aber das Opfer wurde dargebracht. Immer war das Blut vergossen worden.

067 Heute haben wir soviel Schulung in dieser Nation und überall, es ist alles hoch kultiviert, so wie es aussieht. Wir haben all die wissenschaftlichen Errungenschaften und was immer so vor sich geht. Sie können Sachen zum Mond hochschießen, alles mögliche berechnen und alles was sie sonst noch tun. Wir haben all die Schulungsprogramme jeglicher Art, aber sie haben uns alle weiter von Gott entfernt.

068 Was wir brauchen ist eine Ergebung im Herzen, daß die Kraft des Allmächtigen Gottes herabkommen kann, daß unser Wille Ihm unterordnet wird und Er Sich offenbart. Dann wir erfüllt: "Diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Christus hat's gesagt: "Gehet in alle Welt, predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung. Wer da glaubet und getauft wird, der wird gerettet werden. Und diese Zeichen werden denen folgen, die da glauben." Seht, es ist eine Offenbarung, eine Kundgebung des Heiligen Geistes, daß Gott den Anbeter angenommen hat, denn dasselbe Leben Jesu Christi wird durch den Geist Gottes offenbart.

069 Im Alten Testamen hatten die Juden am Tage der Versöhnung das Opfer dargebracht. Sie haben es ja machen müssen und sie konnten sagen: "Hier ist das Opfer, das Gott fordert." Vielleicht war das Eine ein Lamm, das jemand hingenommen hat, daß der Priester es opfern sollte. Er geht hin zu dem Ort der Anbetung und weiß, daß er ein Sünder ist.

070 Nun legt er seine Hände auf das Opfer, um sich damit zu identifizieren. Wenn dann die Gurgel durchgeschnitten wurde und das Leben, das Blut, kam heraus, fühlt er noch wie die Schmerzen über dieses Tier kommen. Das Blut strömt hervor und er erkennt, daß dieses Tier seinen Platz einnimmt. Dann geht er zurück gerechtfertigt, weil er getan hat, was Jehovah von ihm forderte.

071 So ist es mit uns heute. Es ist nicht eine Unterschrift oder sagen: "Ja, ich komme zur Sonntagsschule. Ich komm zum Gottesdienst." Es ist nicht das Versprechen, so und so viel Geld zur Unterstützung zu geben. Es ist, daß ihr eure Hände auf das Opfer Gottes legt, daß ihr die Vergebung empfängt, daß ihr wißt, Jesus Christus hat in Seinem Fleische eure Schuld und Sünde auf Sich genommen. Er ist euer Opfer, Er ist gestorben, Er ist auferstanden. Ihr seid mit Ihm gestorben, mit Ihm begraben durch die Taufe, mit Ihm auferstanden zu einem neuen Leben, wenn ihr das mit Aufrichtigkeit erlebt habt.

072 Wenn ihr getan habt, was Jehovah forderte. Seht, die Juden hätten gerechtfertigt sein können, denn sie taten was Jehovah gefordert hat. Seht, das hatte Er gefordert, aber dann wurde es zu einem Familientradition. Es kam der Tag der Versöhnung und die Juden hatten ja schon getan, was recht war nach außen, aber ihre Herzen waren nicht mehr bei der Sache. Es wurde eine Tradition. Die Aufrichtigkeit, die Hingebung war nicht da. Sie zogen noch am Versöhnungstage hinauf als ganze Familien und meinten: "Jeder tut es, wir müssen es auch tun."

073 Da ist auch unser Christentum hingekommen. Da sind die Pfingstbewegungen hingekommen. Es ist eine Tradition geworden. Seht, wir identifizieren uns nicht mit unserem Opfer. Nämlich, daß wir gestorben sind mit unserem Opfer. Wir sagen, wir sind Christen weil wir einer Gemeinde angehören.

074 Das bedeutet gar nichts. Ich sage euch, ihr müßt identifiziert sein, ihr müßt eure Hände hingelegt haben auf das Opfer. Dann ist der Geist Christi in euch und ihr seid in Christus, bis ihr volle Söhne und Töchter Gottes seid. Aber wo ist die Aufrichtigkeit, die Hingebung? Heute ist es zum Ritual geworden, wie es damals war, daß Menschen meinen, sie seien Christen.

075 Ich habe vor kurzem eine junge Dame in der Gebetsreihe gefragt: "Bist du Christin?"

Sie sagte: "Ich bin Amerikanerin. Das möchte ich dir zu verstehen geben."

Als ob das etwas mit Christsein zu tun hatte. Es schön Amerikaner zu sein, aber ihr müßt wiedergeboren sein, um Christ zu sein.

Eine andere Frau fragte ich: "Bist du Christin?"

Sie war so bestürzt und sagte: "Ich möchte dich wissen lassen, ich zünde jeden Abend eine Kerze an."

Ob das etwas mit Christsein zu tun hätte. Aber wenn Christus und Sein Leben in euch ist, dann seid ihr mit Ihm identifiziert. Christus in euch, es ist nicht eine Zugehörigkeit zu einer Gemeinde, sondern das Echte, das Wahre.

Seht, wenn wir dann zu den Heilungsgottesdiensten kommen, wenn ihr bei der Unterscheidung in der Gebetsreihe seht wie ich zu den Menschen sage: "Tut Buße!"

076 Seht, wo sind unsere Gebete? Es ist Tradition geworden. Wir knien abends nieder und sagen: "Herr, segne den und den. Hilf dem John das und das zu tun." Ihr macht Gott zu einem Laufburschen. Ihr gebt Ihm nur Aufträge, die Er ausführen soll. "Gott, tue Du das und tue das." Das ist doch nicht das, wie Jesus uns das Beten lehrte. Er sagte: "Wenn ihr beten wollt, dann sagt: Unser Vater, der Du bist im Himmel, Dein Wille geschehe. Geheiligt werde Dein Name und Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden." Aber wir meinen Gott sagen zu müssen, was Er tun soll.

077 Deshalb ist die Gemeinde abgekühlt und die große Erweckung, die durch das Land gekommen ist, wo Millionen hinzukamen. Jetzt haben sie sogenannte Erfahrungen als Traditionen, anstatt eine göttliche Reue über sie kommt, daß in euch etwas Neues, ein neues Leben, eine Demut geschaffen wird, daß ihr nicht eher ruhen könnt, bis Gott Sich geoffenbart hat. Nicht der Beitritt zu einer Glaubensrichtung, sondern das Leben Jesu Christi in euch, das drängt euch da hinzugehen, wo Gott redet und segnet.

078 Ich habe gestern mit einem jungen Mann gesprochen und ich wurde dabei daran erinnert, als ich noch in Indiana Wildhüter war. Dort sind so viele Quellen - natürliche Quellen. Eine mochte ich besonders. Das Wasser sprudelt so frisch und kostbar heraus. Ich blieb da stehen wie Moses vor dem brennenden Busch und sprach: "Du Quelle, was macht dich so froh, daß du so lieblich sprudelst? Ob im Sommer oder Winter, im Frühjahr, im Herbst, wann immer ich hier vorbeikomme, sprudelst du. Bist du so froh weil das Wild aus dir trinkt? Weil die Hasen, Hirsche und sonstiges Wild aus dir trinkt?

Wenn sie hätte sprechen können, hätte sie gesagt: "Nein, das ist es nicht."

Ich fragte: "Bist du froh, weil ich hier trinke?"

"Nein," würde die Quelle sagen, "ihr könnt ruhig alle hier trinken."

"Aber warum sprudelst du so fröhlich? Du kommst einfach hervor."

Wenn die Quelle sprechen könnte, würde sie sagen: "Nicht ich bin es. Hinter mir da ist etwas, das drängt mich heraus. Da ist eine Kraft, die das Wasser hinausdrängt."

079 So ist es wie Jesus sagte: "Das Wasser, das Ich ihm geben werde, wird zu einer Quelle werden und in das ewige Leben hinübersprudeln. Es ist etwas in dem Anbeter geschehen. Es sprudelt heraus - das Leben Gottes ist in ihm. Aber jetzt ist es alles eine Tradition.

080 Das Volk Israel hat nach außen die Gebote beobachtet, aber der Prophet Jesaja, er wurde von Gott zu ihnen gesandt mit dem "So spricht der Herr." Ihr könnt es nachlesen, Gott hat immer Seine Hände auf jemand legen können, der nicht Furcht hatte die Dinge auszusprechen.

081 Wenn ihr von Jesaja lesen wollt, beginnend mit dem ersten Kapitel. Und Gott hat ihnen sagen lassen, daß ihre Opfer Gott nicht wohlgefällig sind sondern ein übler Geruch vor Ihm sind. All ihre Opfer, die sie dargebracht haben, obwohl es für sie geboten war sie darzubringen, aber weil sie eine Tradition daraus gemacht haben und mit dem Herzen nicht dabei waren.

082 Und so haben wir es mit dem Worte Gottes gemacht. Seht, wir haben eine Tradition gemacht - ein Ritual. Aber wir müssen kommen und wissen, es ist "So spricht der Herr." Gott hat verheißen, Gott steht zu Seinem Wort, Er ist Größer als Seine Verheißungen. Er ist treu, wie Abraham sagte, um das zu tun, was Er verheißen hat. Er ist mehr als imstande Sein Wort zu halten.

083 Jesaja hatte ihnen all das sagen müssen. Sie haben es getan ohne Aufrichtigkeit. Sie taten nur weil andere es taten und weil Jehovah es forderte. Die Mütter und schon die Großmütter haben es schon getan, heute tun wir dasselbe.

Man sagt heute: "Mein Vater war schon... Mein Großvater war Presbyterianer, mein Vater war Baptist und ich bin Baptist."

"Mein Vater war Pfingstler und ich bin Pfingstler." Aber das ist es doch gar nicht.

084 Wir müssen zu dem Punkt kommen, wo wir erkennen müssen, daß wir geschieden (getrennt) sind von Gott und daß wir kommen müssen auf der Grundlage des vergossenen Blutes Jesu Christi. Und die Verbindung, ob Methodist, ob Baptist, ob Lutheraner, wer ihr sein mögt, auf diesem Boden müssen wir uns begegnen und hier müssen wir dem Herrn begegnen. Hier ist die einzige gemeinsame Grundlage, auf Jesus Christus.

085 Bis die Gemeinde zurückkommt von allen Traditionen, zu dem Worte Gottes zurückkehrt und wiedergeboren wird im Reiche Gottes und nicht ein Beitritt, dann wird die Gemeinschaft ewig und herzlich sein. Und der Geist des Herrn wird über die Erde kommen wie die Wellen des Meeres das Meer bedecken. Wenn Menschen ihre Unterschiede vergessen können und in Gemeinschaft zusammenkommen unter dem Blut.

086 Ihr könnt nicht unter den Baptisten-Traditionen, Methodisten-Traditionen oder Pfingst-Traditionen zusammenkommen, aber wir alle können uns begegnen und Gemeinschaft haben duch das Blut Jesu Christi, des Lammes Gottes. Das ist Gottes Originalplan, da ist die Vergebung, da ist der Friede.

087 Seht, nicht Baptisten, dies oder jenes an Traditionen, sondern dort am Kreuze, wo das Blut Jesu Christi geflossen ist, dort wo wir in Jesus Christus gestorben und neu geschaffen wurden. Ganz gleich aus welcher Gemeinde ihr kommt, dann sind wir Brüder. Und das ist Gottes Weg für uns, alles andere ist von Menschen gemacht. Aber Gottes Originalplan der Vergebung ist unter dem Blute Jesu Christi. Das ist Gottes Plan es zu tun.

088 Aber ihre Traditionen in jener Zeit, sie standen Ihm im Wege, sie haben das Wort Gottes außer Kraft gesetzt. Sie hatten keinen Glauben und sie brachten ihre Opfer ohne Glauben, ohne Hingabe. Nun laßt uns die Frage stellen: Ist das nicht heute ähnlich? Wir möchten es nicht sagen, aber wir müssen der Realität irgendwie begegnen. Etwas stimmt nicht.

089 Diese Gemeinde sollte eine Million Meilen weiter sein. Jesus wartet auf Seine Gemeinde, daß sie zubereitet wird. Seine Braut hat sich zubereitet. Wir haben die gesamte Ausstattung empfangen. Der Heilige Geist ist hier! Gott ist hier! Die Kraft Gottes ist hier, um die Kranken zu Heilen, daß alle Dinge geschehen könnten, die Jesus Christus getan hat! Und ich hab's geschehen sehen durch die Kraft des Heiligen Geistes im Namen Jesu Christi.

090 Gott wartet, daß wir von allen Traditionen wegkommen und Jesus Christus Sich offenbaren kann in der Gemeinde des lebendigen Gottes. Methodisten, Baptisten, Presbyterianer, was immer wir sein mögen, laßt sie alle kommen und das Wasser des Lebens umsonst nehmen. Ich glaube es mit allem, was in mir ist. Gott hat den Heiligen Geist herabgesandt, daß es geschehen kann. Aber wir haben unsere Rituale ohne Aufrichtigkeit. Wir meinen es ist unsere Tradition und dann gehen wir ohne Aufrichtigkeit, ohne Ehrlichkeit.

091 Ich habe in einer Versammlung gehört, als einer der Brüder in Kalifornien sprach... Dort kamen viele Menschen und besonders auch Jugendliche hin. Ich habe den Bruder geschätzt für den Stand, der er eingenommen hat. Was dort geschehen war muß man sicher schätzen, aber als die Menschen dem Altarruf folgten und kamen - einige haben Kaugummi gekaut und andere haben sich angestoßen, andere haben gelacht. Ist das die Art und Weise einem Altarruf zu folgen? Ihr müßt kommen, vom Heiligen Geist ergriffen, überzeugt. Wir brauchen eine Heilige-Geist-Versammlung nach dem Muster von Pfingsten, ein Bekenntnis der Sünde, eine Überzeugung durch den Heiligen Geist.

092 Nicht Versprechen, die wir dem Herrn geben, sondern ein Erlebnis, das wir machen. Seht, ihr kommt und sagt einfach: "Herr, ich will mich bessern. Ich will dies, ich will das." Kommt unter das Blut Jesu Christi, unter die Versöhnung und es muß Aufrichtigkeit da sein.

093 Gott fordert solche Aufrichtigkeit, denn Er hat Seinen eingeborenen Sohn dahin gegeben. Wie werden wir davonkommen? Nur mit ein bißchen Anstoßen und sich einer Gemeinde anschließen und sagen: "Hier bin ich als Mitglied"? Das ist nicht Gottes Forderung. Nein, "Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten und werden Garben einbringen." Das brauchen wir heute: Menschen, die Garben einbringen unter Tränen.

094 Ich habe euch schon erzählt von der Versammlung, die wir dort mit Billy Graham hatten. Und er sagte: "Hier ist der Maßstab." Dann sagte er: "Ich geh in eine Stadt und ich hab eine Erweckung. 30.000 bekehren sich und wenn ich dann nach einigen Jahren zurückkomme, dann finde ich keine 20 oder 30 mehr. Wenn Paulus in eine Stadt ging und einer sich bekehrte, dann hatte er 30 oder 40 von diesem Einen." Billy Graham sagte: "Das ist die Schuld der faulen Prediger."

095 Ich hab ihn geschätzt für seinen Mut, daß er seine Predigerbrüder so tadelte. Aber ich hätte ihm gerne die Frage gestellt: "Hör mal, welcher Prediger war da, der den, den Paulus zurückgelassen hat, weiterführen konnte und sich um ihn kümmern?"

096 Paulus nahm ihn aus der Welt heraus. Er bekehrte sich, war gefüllt mit dem Heiligen Geist und das Feuer Gottes kam über ihn. Wo er ging, da hat er gepredigt, denn das Feuer Gottes brannte in seinem Herzen. Heute brauchen wir dieselbe Kraft des Heiligen Geistes und daß Männer und Frauen ausgehen, um Seelen zu retten.

097 Es kommt mir die Geschichte in den Sinn, als ein junger Mann zu einem Mann, der eine Bar besaß, hineinging und sagte: "Hör mal, dein Schild ist runtergefallen. Geh mal raus und schau es dir an."

Dieser Mann sagte: "Das kann nicht sein."

Und er hatte sein Schürze kurz abgelegt, ging hinaus und sagte: "Hör mal, du hast dich wohl getäuscht. Das Schild ist ja noch da oben."

"Nein," sagte der junge Mann, "du hast nicht auf das richtige Schild geschaut. Schau mal hier, der Betrunkene dort am Straßenrand, der ist nur reingegangen, weil du das Zeichen dort angebracht hast und jetzt liegt er dort. Siehst du, was du gemacht hast?"

098 Oh, wenn wir jetzt Menschen sehen unter dem Einfluß des Heiligen Geistes, die Pfingstkraft empfangen, dann geschehen Wunder und Zeichen.

Erst dann sind die Menschen gerettet, wenn sie hineingetauft wurden und nicht durch den Beitritt zu einer Gemeinde.

099 Aber wo ist die Aufrichtigkeit, wo ist das Leidtragen und die Sünde? Wem tut es noch leid? Seht, sie beten natürlich, aber sind kraftlos. Sie brachten ihre Opfer dar und machten die Dinge dem Gesetz entsprechend.

100 Aber wißt ihr was die Bibel sagt, was in den letzten Tagen geschehen wird? Im Timotheusbrief steht's geschrieben, daß die Menschen hochmütig sein werden, prahlerisch, das Vergnügen mehr lieben als sich und sie werden die ablehnen, die gut sind. Sie haben eine Form der Gottseligkeit, aber sie verleugnen die Kraft. Von selchen wendet euch ab, denn das ist das Schwert, das durchdringt und scheidet. Das sind diejenigen, die die Weiblein gefangen führen.

101 Aber wenn die Bibel sagt, daß die Gemeinde in dieselbe Sache hineinkommt, wie es im Alten Testament in der Tradition war... Wir sehen es wieder: eine Religion als Tradition. "Oh," sagt ihr vielleicht, "das betrifft den Kommunismus." Nein, sie haben eine Form der Gottseligkeit. Sie gehen zur Gemeinde, sie gehören zur Kirche und sie tun alles, aber sie leben nicht danach. In ihren Seelen ist kein Feuer. Sie sind nicht an jemand anderes interessiert. Sie lassen alle sterben. Sie meinen, sie sind gerettet und das genügt.

102 Das ist doch kein echtes Christentum. Das echte Christentum geht den Verlorenen nach. Geht, sucht die Verlorenen und tut etwas. Aber wir stehen, falten unsre Hände und sagen: "Ja, wir sind gerettet." Und wir sehen Menschen, Männer und Frauen, sterben um uns herum und wir tun nichts. Dann sehen wir die Frauen, sie gehen zur Gemeinde kurzgekleidet, mit Zigaretten auf der Straße und im Gesicht bemalt, so daß man nicht mehr weiß wem sie ähnlich sind. Dann gehören sie zu den Gemeinden. Und das nennen sie Christentum?

103 Was würde Paulus tun, wenn er hier wäre? Würde er Frieden haben? Schon morgen früh hätten sie ihn im Gefängnis, weil seine Seele entbrannt wäre hinauszugehen und es allen Menschen zu sagen. Aber heute gehören wir den Gemeinden an. Unsre Traditionen stinken vor Gott.

104 Es ist nichts mehr lebendiges in ihnen. Wo ist das "So spricht der Herr"? Wo kann Gott sich offenbaren, daß etwas geschieht? Seht die Denominationen, sie sind gewachsen und sind feiner als sie je waren. Aber wir wären besser dran mit der Gitarre auf einer Straßenversammlung, mit dem wirklichen Pfingstfeuer, das in unsrem Herzen brennt, als mit den gepolsterten Sitzen, in denen wir einschlafen während des Gottesdienstes.

105 Seht, Gott hat eine Vergebung und diese Vergebung ist in Jesus Christus. Schulung und Wissenschaft und alles hat damit nichts zu tun. Unter dem Blute des Lammes Gottes ist die Vergebung, die Versöhnung und die Gemeinschaft. Das ist Gottes vorbereiteter Weg für die Sünder. Nur dort wird Gott uns begegnen. Nehmt die Methodisten, Baptisten, Lutheraner, Presbyterianer, laßt sie alle unter das Blut kommen, dann sind sie Brüder. Da gibt's keinen Streit. Nein, dann sehen sie alles gleich.

106 Aber wenn ein Methodist und ein Baptist streiten über die Taufe oder die Trinitätsleute mit den Einheitsleuten, dann stellt sich das Haar ihnen zu Berge. So streiten sie, aber wenn sie beten dann ist alles gut.

107 Wie der Liederdichter sagt: "Christus ist das Köstlichste und soll es bleiben bis ich sterbe, ja bis ich ins Grab gelegt werde und nicht mehr sprechen kann." Seht, das Blut Jesu Christi macht aus den Methodisten, Lutheraner und wer immer es sein mag, macht uns zu Brüdern. Seht, derselbe Geist Gottes ist in uns und wir sind dann nicht mehr streitsüchtig sondern Brüder. Und wir glauben jedes Wort, das in der Bibel ist.

108 Wie kann der Heilige Geist, der die Bibel schrieb, ein Wort Gottes verleugnen? Wie kann der Geist Gottes in uns wohnen und dann leugnen, daß dieselbe Geisteskraft auch für uns ist.

Petrus sagte: "Für euch und eure Kinder ist diese Verheißung, so viele Gott, der Herr, herzurufen wird."

Und heute sagen wir etwas anderes, aber die Heilige Schrift sagt hier: "Die Er vorausbestimmt hat, die hat Er gerufen." Die hat Er gerechtfertigt und die hat Er verherrlicht. Jesus sagte: "Alle, die der Vater mir gegeben hat, werden kommen."

109 Haben wir nur eine Gemütsbewegung? Kommen wir nur, weil wir nicht zur Hölle wollen? Oder kommen wir, weil wir Gott lieben, der Seinen Eingeborenen Sohn dahin gab damit wir ewiges Leben haben? Wir kommen weil Er das Opfer der Liebe dargebracht hat.

110 Gott haßt eine kraftlose Religion, eine Religion ohne Kraft. Was müssen wir jetzt tun? Seht, jedesmal in der Bibel, wenn Gott etwas tat, ob es zur Zeit der Reformation oder in den folgenden Erweckungen war, immer geschah etwas Übernatürliches - Wunder und Zeichen. Seht was durch Luther geschah, durch Wesley, durch Sankey, Finney, Knox und wer sie alle waren, überall wurde Kraft Gottes offenbar. Da, wo Gott Sich offenbart, geschieht etwas Übernatürliches. Es muß da sein.

111 Schaut auf die Pharisäer, die damals zu Jesus kamen. Sicher, äußerlich waren die Priester sehr angenehm. Sie kommen in euer Haus, wenn das Kind geboren wird, wenn irgend etwas geschieht. Sie sind immer so liebreich und hilfsbereit. Wenn Not kommt, wenn ihr Streit habt mit dem Nachbarn, dann kommt der Priester und hilft.

112 Sie alle konnten sagen: "Wir wissen wer der Priester ist, wer sein Vater und wer seine Mutter ist, aber wer ist dieser Jesus von Nazareth? Aus welcher Schule kommt er, aus welcher Organisation? Was tut er denn, außer daß Er Uneinigkeit bringt?"

113 Und die Priester sagten: "Der Jesus da ist vom Teufel." Aber Jesus ging in den Tempel und schaute sie mit Zorn an, auf die Opfer, die Jehovah forderte, und warf alles um und sagte: "Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen."

114 Wir brauchen eine Reinigung in unseren modernen Gemeinden heute, daß die Tische umgestoßen werden und die Stühle umfallen. Solch eine Reinigung brauchen wir. Das stimmt, dasselbe würde geschehen. Jesus war immer schriftgemäß. Er war das Wort und Er brauchte nicht zu schreiben. Er war das Lebendige Wort, aber die Menschen haben es nicht erkannt.

115 Wie können die Menschen von heute daran vorbeigehen, Jesus hat doch verheißen: Denen, die da glauben, werden diese Zeichen folgen und der Heilige Geist wird fallen, wer immer zu Gott kommt und gerufen wird. Wer will das Wort leugnen und sagen, der Heilige Geist ist in ihm? Der Heilige Geist wird jedes Wort Gottes mit einem "Amen" bestätigen.

116 Oh, Brüder, unsere Schulungssysteme haben uns entfernt von Gott und die Denominationen voneinander und von Christus getrennt. Aber wenn ihr so weitermacht, wo kommt ihr da hin? Es ist nichts als Feigenblätter, mit denen ihr euch Kleiden wollt. Nur durch das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, und das Siegel des Heiligen Geistes, ist eine Gemeinde voll mit der Kraft, nicht voll mit Religion.

117 Gott haßt eine kraftlose Religion. Nein, es muß Kraft sein. Natürlich, es ist eine Kraft Gottes, die den Sünder rettet. Es ist die Kraft Gottes, durch die Wunder und Zeichen geschehen wie Jesus sie verheißen hat. Damals glaubten sie Gottes Wort und sie haben die Dinge erreicht und erlangt - sie geschahen. Wenn ihr dasselbe tut, wird dasselbe geschehen. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Gott braucht keine kraftlose Religion. Gott will, daß etwas geschieht. Er will Sich als lebendig bezeugen. Unsre Hoffnung ist in der Auferstehung. Stimmt das? Unsere Hoffnung des Lebens ist in Seiner Auferstehung, der Auferstehung Jesu Christi.

118 Seht, Gott will in Seiner Gemeinde wirken. Jesus sagte: "Ich möchte mit euch sein bis an das Ende der Welt. Die Werke, die Ich tue, werdet auch ihr tun." Johannes 14, 12. "Was Ich tue, werdet auch ihr tun und noch Größeres, denn Ich gehe zum Vater." Nun, die Gemeinde versucht das zu leugnen, sich davon zu entfernen, um mehr Glieder zu bekommen und berühmter zu werden.

119 Ich will euch etwas fragen: Wenn Gott in Seiner Gemeinde etwas versucht zu tun... Gott tut Seine Sache durch Sein Wort und die Kirche will es durch ihre Glaubenssatzungen. Raus mit den Satzungen, herein mit dem Worte, herein mit dem Blute und herein mit dem Geist! Und wenn dann aufrichtige Herzen da sind und die Hand Gottes herabkommen kann und wir unsre Verkehrtheiten und Sünden bekennen, dann wird die Stimme Gottes Zeugnis ablegen. Die Kirchen wollen es durch ihre Glaubenssatzungen, Gott aber will es durch die Kraft des Blutes und durch die Kraft des Wortes tun.

120 Ihr müßt alles andere ablehnen, aber wenn ihr den Heiligen Geist ablehnt, folgt ihr den Traditionen und nehmt sie an. Seht, ihr müßt die Wahrheit sehen, ehe ihr den Irrtum annehmen könnt. Wenn ihr Christen seid, müßt ihr über die Verheißungen Gottes hinweggehen, ehe ihr in den Irrtum hineinkommt.

121 Aber wenn ihr wißt, dies ist das Wort, dann sagt nicht, es war für eine andere Zeit. Es ist für heute. Christus ist das Wort. Johannes 1: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und das Wort war Gott und wurde Fleisch." Die Bibel sagt auch: "Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." Jede Verheißung des Wortes ist wahr. Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Wo ist der Glaube, durch den diese Dinge in Bewegung gesetzt werden? Wir müssen unter das Blut kommen. Das ist gewiß.

122 Wie Jesaja Israel gesagt hat, daß sie sich verschmutzt und verschuldet hatten. Aber Gott sprach zu ihnen durch einen großen Propheten. Er sandte ihnen Johannes, dem Täufer, der sie auf das Lamm hinwies und daß nicht nur für Israel sondern für die ganze Menschheit das Lamm Gottes gesandt wurde. Dieses Lamm Gottes ist für alle, die zu Ihm kommen wollen.

123 Dann wurde das Lamm ans Kreuz geschlagen, Sein Blut vergossen und Sein Geist kam zurück. Nun, als das Tier im Alten Testament starb, konnte der Geist nicht zurückkommen. Nein, damals war es nur für Israel, jetzt hat aber hat das Lamm Gottes Sein Blut vergossen für alle Nationen und der Heilige Geist kommt auf den Anbeter zurück. Das fordert Gott. Das forderte Gott damals und das fordert Er heute.

124 Wenn jemand heute die Last der Sünde fühlt und ihr wißt, ihr habt verkehrt gehandelt, höret: Es gibt Vergebung durch das Lamm Gottes, durch Sein vergossenes Blut! Glaubt ihr das? Durch das Blut des Lammes!

125 Mir wurde eine Geschichte erzählt, die mir geholfen hat. Es handelte davon, daß ein Junge gekidnappt wurde. Ich weiß nicht genau in welchem Buch es war, jedenfalls im Zusammenhang mit St. Patrick. Sein Name war Suscat. Dieser Junge wurde also gekidnappt und er sollte mit jemanden mit, der eine Schweinezucht hatte.

126 Als sie nun auf dem Schiff waren, wurde der alte Kapitän sehr krank und lag dort auf dem See im Sterben. Und dieser alte Mann mit dem Bart daliegend, er hatte noch seine Hand erhoben soweit er konnte und fragte diejenigen im Schiff: "Gibt es jemand, der eine Bibel mit sich hat?" Er sagte: "Ich liege im Sterben. Als ich jung war, war ich Christ und bin christlich erzogen worden. Aber jetzt habe ich mich von Gott entfernt. Ist jemand hier, der eine Bibel hat?"

127 Ein kleiner Junge stand auf und sagte: "Ich hab eine Bibel. Ich bin ein Christ. Ich trage sie immer mit mir."

Der Kapitän sagte: "Sohn, komm her!" Und fragte: "Trägst du die Bibel immer?"

"Ja," sagte dieser, "meine Mutter und mein Vater waren bekehrt. Ich hab mein Leben Christus geweiht." Er war noch ein Junge und er sagte: "Wo immer ich hingehe habe ich diese Bibel mit mir. Ich trage sie über meinem Herzen."

Und der Kapitän sagte: "Sohn, lese mir etwas aus der Bibel vor ehe ich sterbe."

Der Junge schlug Jesaja 53 auf und laß: "Er war verwundet um unserer Übertretungen willen, Er war geschlagen um unserer Sünde willen. Die Strafe ward auf Ihn gelegt zu unserem Frieden und durch Seine Wunden sind wir geheilt."

Als er das vorgelesen hatte, fragte der alte Kapitän: "Willst du nicht weiterlesen?"

"Nein," sagte der kleine Junge, "ich brauch' nicht."

Aber der alte Kapitän bat ihn wieder, daß er weiter lesen sollte.

Doch der Junge sagte: "Weißt du wie meine Mutter mir diese Stelle gelesen hatte?"

"Nein, mein Sohn," Sagte der alte Kapitän, "aber ich möchte es gerne hören."

128 "Hier, so hat sie es gelesen: "Er war verwundet für Willie Pruitt, er war geschlagen für Willie Pruitt's Sünden. Die Strafe von Willie Pruitt wurde auf Ihn gelegt und durch Seine Wunden ist Willie Pruitt geheilt."

"Oh," sagte der alte Mann, "das gefällt mir. Wenn nur mein Name da gelesen werden könnte..." und er sagte: "Junge, könntest du auch meinen Namen da lesen?"

Und der Junge laß dann: "Er war verwundet für John Quartz, Er war geschlagen für John Quartz's Sünde. Die Strafe von John Quartz lag auf Ihn und durch Sein Wunden ist John Quartz geheilt."

Die Tränen liefen dem alten Mann herunter und er sagte: "Hol mir meine Kleidung! Jesus Christus hat mich geheilt. Ich bin gerettet!"

129 Oh Freunde, wenn ihr nur euren Namen da hineinlesen könnt. Wenn ich nur meinen Namen da hineinlesen könnte. "Er war verwundet für William Branham's Übertretungen, Er war geschlagen..." Nicht die Gemeinde oder sonstiges, sondern: "Er war verwundet für meine Schuld. Die Strafe für mich lag auf Ihm und durch Seine Wunden ist William Branham geheilt." Oh, wenn wir nur unsre Namen hier mitlesen könnten, dann geschieht etwas. Wenn wir erkennen, daß Er verwundet war für unsre Übertretungen, geschlagen für unsre Sünden...

130 Wir finden es im Hebräerbrief, Kapitel 9, daß wir durch Sein Opfer, das Er dargebracht hat, gerettet sind und wir haben kein Verlangen mehr zur Sünde, sondern sind gereinigt von allen toten Überlieferungen. Wenn wir unter das Blut kommen, dann sind alle Traditionen, die tot waren, vorbei. Er hat uns zum Leben gebracht. Euer ganzes Gewissen wird gereinigt von allen toten Werken.

131 Wenn ihr das tut, vergeßt ihr, daß ihr Baptist, Methodist, Pfingstler oder was es noch alles gibt seid. Ihr vergeßt alle toten Traditionen und kommt unter das Blut. Kommt und lest eure Namen hinein. Kommt zu dem Tisch, wo das Abendmahl ausgeteilt wird und dann werdet ihr sehen für wen es ist. Ob ihr euren Bruder ausschließen könnt. Ihr könnt's nicht tun. Nein, etwas in euch wird es euch nicht gestatten. Euer Name ist mit hineinbezogen. Es ist für euch geschehen. Ihr seid gereinigt und ihr seid erlöst.

132 Wie der Schächer am Kreuz sagte: "Gedenke meiner." Was ihr sein mögt, kommt zu Ihm und erkennt. Er war verwundet für mich. Er war geschlagen für mich. Meine Strafe... Ob Baptist, ob Pfingster oder was ihr sein mögt, um unseretwillen ist es geschehen. Mein Name, dein Name, wer ihr auch sein mögt, laßt uns alle glauben was das Wort sagt und nicht was die Satzungen sagen. Gemeinsam weihen wir uns dem Herren als Brüder.

133 Alle toten Traditionen werden hinweggefegt. Dann kann euch niemand mehr festhalten, ob das Presbyterium, ob Bischof oder Papst, nichts hält euch fest. Verunreinigt euch nicht mehr!

134 Ihr habt jetzt euren Platz unter den Brüdern gefunden. Ihr habt Vergebung unter derselben Versöhnung und ihr seid jetzt Brüder. Ihr seid verbunden miteinander näher als Brüder und mit Gott. Wer Gott nahe ist, ist nahe zu den Brüdern. Wie könnt ihr euren Bruder, den ihr seht, hassen und Gott, den ihr nicht seht, lieben? Das geht nicht. Ihr seid Lügner und die Wahrheit ist nicht in euch.

135 Aber wenn wir dahin kommen, daß das Blut Jesu Christi uns von aller Sünde reinigt, dann sind wir Brüder. Dann gibt es keine Zwistigkeiten mehr und die Unterschiede bedeuten uns gar nichts. Wir kommen auf dem gemeinsamen Grund.

136 Ich erinnere mich an etwas: Vor kurzem kam ich in einer Gegend vorbei, wo man früher die großen Herden weidete, wo die Cowboys große Viehherden auf die Weide trieben. Jeder tat seine eigene Markierung auf diese Tiere. Aber wichtig war nicht diese Markierung sondern der Bluttest, daß es die selbe Rasse von Vieh war.

137 Seht, heute fragt man: "Bist du Methodist? Bist du Baptist? Bist du dies oder jenes?" All diese Dinge sind, wodurch man gebranntmarkt wurde.

Nein, wir sind Christen. Wir haben das Blut Jesu Christi angenommen. Wir sind unter dem Blute und alle Brüder und Schwestern, die unter dem Blute sind, sind meine Brüder und meine Schwestern. In tiefer Aufrichtigkeit vor dem Angesicht Gottes, ob Priester oder Prediger, wer immer wir sind, wir legen unsre Hände auf das Opfer und sagen: "Oh Gott, wir sind schuldig. Wir sind nicht wert des Opfers, das Du dargebracht hast."

138 Aber wir sind jetzt Brüder und aller Streit ist vorüber. Wir sind aufrichtig und haben Vergebung empfangen, gereinigt von der Sünde, von den Traditionen freigemacht. Alles Alte ist vergangen und alles ist neu geworden. Ob Methodisten, Baptisten oder Presbyterianer, alles ist vorbei. Alles ist in Gemeinschaft übergegangen und nur hier ist die Gemeinschaft unter dem Blute.

139 Ich habe Presbyterianer gesehen in den Versammlung der Vollen Evageliums Geschäftsleuten. Ein Presbyterianer bersonders, der hat gejauchzt... Wieviele kennen Jim Borwn? Ein außergewöhnlicher Presbyterianer, hier hat er in Zungen geredet und im Geiste getanzt - einer der bekanntesten Männer der Presbyterianerkirche der Vereinigten Staaten. Lutheraner und andere sind gekommen unter das Blut und haben den Herren erlebt. Es gibt hier keine Brandmarkierung, wir sind eins. Wir sind Christen. Wir haben alles gemeinsam. Ja.

140 Vor nicht langer Zeit - laßt es mich zum Schluß noch erzählen - war ein Mann und eine Frau dort. Zwei Leute, die sich scheiden lassen wollten. Zuerst gingen sie zu einem Psychiater, ob er noch etwas tun könnte, um sie zusammen zu bringen. Sie taten alles, was möglich war, um zusammen zu bleiben, aber immer wieder hat es nicht geklappt. Sie mochten sich einander nicht mehr sehen. Dann bestanden sie auf Scheidung und gingen zum Rechtsanwalt hin.

Der sagte: "Ehe wir die Scheidung vollziehen, haben sie beschlossen erstmal alles aufzuteilen, wer was bekommt? Das Haus usw...."

141 So gingen die beide hin zu ihrem Haus. Und im Wohnzimmer sagte die Frau: "Ich nimm das." Aber er sagte: "Ich nimm das." Sie fingen an zu streiten.

Das ging so eine ganze Weile weiter und dann sagte er: "Ich gebe dir dies, wenn du mir das gibst."

So ging das hin- und her.

Sie gingen durch die verschiedenen Räume, durch die Küche, hier und dort und haben ihre Sachen verteilt.

142 Aber dann gingen sie auf den Speicher, oben auf dem Boden, hinauf. Dort lagen noch verschiedene Dinge und die wurden verteilt. Jeder bekam etwas.

Doch dann sahen beide etwas, wonach sie beide griffen. Sie schauten einander an und es war das Paar weißer Schuhen, die ihrem Baby gehörten, das gestorben war. Es war ein Teil von beiden. Mit ihren Händen, die sich berührten über den Schuhen... Wessen waren es? Es gehörte ihnen beiden. Sie hatten etwas gemeinsam.

Nach wenigen Minuten, nachdem sich beide angesehen hatten, weinten sie. Sie haben alles andere verteilen können, aber jetzt kam es zu dem Punkt, den sie gemeinsam hatten - das Kind, das schon im Himmel war. Dann war der Streit zu Ende und sie nahmen sich einander in die Arme. Die Scheidung war vorbei und sie waren im Frieden.

143 Brüder und Schwestern, wir möchten nicht, daß ihr einer anderen Gemeinde beitretet, denn etwas haben wir gemeinsam: Jesus Christus. Ihn haben wir gemeinsam. Er ist unser Alles. Wir können nicht alle Baptisten, wir können nicht alle Einheits- oder Trinitätsleute sein, aber wir haben eins gemeinsam und das ist die Vergebung. Gott hat sie uns geschenkt in Jesus Christus, Seinem Sohne. Wir haben alles in Ihm, aber das ist das erste, das wir annehmen müssen. Wenn wir diese Vergebung, die Gott uns geschenkt hat, angenommen haben, dann bekommen wir auch die anderen Dinge.

144 Und das ist nicht durch Schulung, nicht durch Denomitnation, sondern durch das Blut Jesu Christi. Wir alle kommen zum Kreuz hin, können eins sein und alles gemeinsam haben. Glaubt ihr das? Laßt uns die Häupter beugen zum Gebet. [Jemand aus der Zuhörerschaft spricht in Zungen.] Amen. Mit unseren Häuptern und auch Herzen gebeugt, möchten wir sagen: "Oh Herr, mit gebeugtem Herzen... Bin ich mit all meinen Traditionen richtig oder verkehrt?"

145 Möge der Heilige Geist uns durchforschen. Wenn ihr nicht da seid, wo ihr sein solltet, wieviele möchten, daß ich ihrer im Gebet gedenke? Wir möchten alle unter dem Blut sein, unter der Versöhnung, und dann werden wir gereinigt von allen Dingen der Welt. Wieviele möchten, daß ich für sie bete? Wollt ihr die Hand erheben? Gott segne euch alle. Gott segne euch alle. Diejenigen, die die Hände erhoben haben, mögt ihr sagen: "Herr, gedenke meiner."

146 Wir haben nicht mehr viele Tage vor uns hier auf Erden. Ihr sagt: "Ich bin jung." Nein, Schwester, Bruder, es werden noch viele Jugendliche heute sterben. Nein, wir wissen nicht, wann wir gehen. Wirst du, mit der Hand erhoben, jetzt sagen: "Herr, mein Gott, ich nehme die Vergebung an durch das Blut Jesu Christi. Möge das Liebeszeichen aufgrund des Blutes auf mich kommen - der Heilige Geist. Ich hab Ihn noch nicht empfangen, aber ich möchte Ihn empfangen. Ich möchte es erleben, damit ich die Gewißheit habe, daß meine Sünden vergeben sind. Die Welt ist vorüber und ich bin eine neue Schöpfung geworden. Oh Gott, ich hebe meine Hand nicht zu Bruder Branham sondern zu Dir. Du bist in meinem Herzen."

147 "Ich schaue auf zu Dir. Oh Gott, ich möchte das Zeichen haben, daß das Blut angewandt wurde." Hebt die Hände wenn ich für euch beten soll. Gott segne euch.

148 Gott segne euch, ob ihr Methodisten, Baptisten, was ihr sein mögt. Es ist für alle. Ich sage nichts gegen die Gemeinden. Es ist alles in Ordnung, aber das rettet euch nicht. Nein, es muß Gottes Vergebung sein durch Seine Gnade und die ist nicht in einer Gemeinde repräsentiert sondern allein durch das Blut Jesu Christi. Es ist euer stellvertretendes Opfer und ihr könnt sagen: "Ich nehme dieses stellvertretendes Opfer an. Gott sei mir gnädig."

149 Vielleicht sind Gemeindeglieder hier, die schon in Aufrichtigkeit zur Gemeinde gehören. Ich glaube, daß es so ist, daß ihr aufrichtig seid, aber ihr möchtet vielleicht sagen: "Bruder Branham, mein Herz ist noch nicht völlig gereinigt von allem." Vielleicht: "Wenn jemand etwas gegen die Gemeinde, in der ich bin, etwas sagt, oh dann bin ich gleich aufgeregt und ich konnte es nicht ertragen. Aber ich möchte jetzt alles haben, was Gott mir geben will." Hebt eure Hände. Gott segne euch alle. Das ist fein.

"Ich möchte alles annehmen, was Gott gesagt hat und wie Er es gesagt hat in der Bibel. Ich möchte, daß das Blut Jesu Christi über mich kommt."

150 Dann muß das Zeichen herabkommen und der Heilige Geist ist das Zeichen, daß das Blut angewandt wurde. Ihr wißt, zu Pfingsten geschah es, daß bestätigt wurde, was auf Golgatha geschah. Und wenn derselbe Geist auf Menschen kommt, wird dasselbe geschehen. Petrus sagte: "Euch und euren Kindern gilt die Verheißung, so viele Gott, der Herr, herzurufen wird." Es ist eine Verheißung, eine gültige Verheißung.

151 Zehn Cent sind zehn Cent, immer und nichts anderes. 25 Cents sind 25 Cents und das Haus ist ein Haus. Seht, und der Heilige Geist ist der Heilige Geist, der zu Pfingsten gefallen ist, derselbe heute. Wenn ihr noch nicht diese Erfahrung hattet, nehmt sie jetzt an, während wir beten.

152 Unser Himmlischer Vater, wir wissen, daß die Sonne schnell dem Untergang naht. Die Zeit geht zu Ende. Eines Tages wird die Stimme des Erzengels zu hören sein, der aus der Ewigkeit hervorkommt und die Posaune Gottes wird ertönen. Jede Frau, jeder Mann wird antworten für das, was wir wußten, daß es wahr ist aus dem Worte Gottes. Herr, es muß ein Maßstab sein, den Du auf Erden hast, nachdem wir gerichtet werden. Und wir können nicht den Maßstab unsrer Kirche oder Denominationen nehmen. Wir würden es verpassen und versäumen. Deshalb wären wir verwirrt und wir wüßten nicht, was wir tun sollten.

153 Aber es ist ein Maßstab und das ist Dein Wort. Und Dein Wort sagt: "Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes noch nicht einmal sehen." Er kann die Dinge des Reiches Gottes noch nicht einmal verstehen. Erst muß er es im Glauben empfangen, wiedergeboren werden, um dann zu verstehen und Anteil zu haben.

154 Wir beten heute, daß alle Hände, die erhoben sind im ganzen Gebäude, Geschäftsleute der Stadt, Frauen, Mädchen und Jungen, alle, die hier versammelt sind, daß sie sie in Aufrichtigkeit erhoben haben. Sie hätten sie nicht erheben können, es sei denn ein Überzeugung ist in ihnen und der Heilige Geist hat es in ihnen bewirkt. Sie sind überzeugt, sie möchten aus allem Verkehrtem herauskommen und richtig sein. Oh, du großer Schöpfer, eines Tages müssen sie Dir begegnen und jetzt sind sie aufrichtig und ich trete für sie alle ein. Ich vertraue Dir heute, oh Herr, daß nicht eine Hand, die erhoben war, daß nicht eine von ihnen eher zu Ruhe kommt bis der Heilige Geist ihr Leben ausgefüllt hat. Ich stelle den Anspruch für sie als Siegeslohn dessen, was Du getan hast auf Golgatha, in Jesus Christus.

155 Herr, rette die Verlorenen, fülle die mit dem Heiligen Geist, die Christus angenommen haben. Erfülle ihre Seelen und nimm Du Selbst die Ehre dadurch hin. Jesus hat gesagt: "Niemand kann zu mir kommen, es sei denn Mein Vater zieht ihn zuerst." Der Glaube kommt durch das Hören und das Hören durch das Wort Gottes. Das Wort Gottes ist gepredigt, Glaube entsteht dadurch und sie sind jetzt gezogen worden. Denn die Bibel sagt: "Die Er im Voraus erkannt hat, die hat Er dazu bestimmt. Und die Er bestimmt hat, hat Er gerufen. Und die Er gerufen hat, die hat Er verherrlicht." Ihnen hat Er das ewige Leben gegeben.

156 Am Anfang, ehe die Welt war, hast Du ihren Namen in das Lebensbuch des Lammes geschrieben und heute hat der Heilige Geist sie gerufen und sie haben ihre Hände erhoben. Herr, gib ihnen das ewige Leben. Ich bitte es zur Ehre Gottes in Jesu Namen. Möge der Heilige Geist über sie kommen, daß sie beschnitten werden von allen toten Werken und Traditionen. Gib ihnen die Vergebung umsonst und fülle sie mit Deiner Gegenwart, damit sie von diesem Tage an in der Stunde der Finsternis, die jetzt so ist wie damals zu Sodom mit all der Unmoral, die die Nation heute erschüttert, bestehen können.

157-159 [...]